Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Begriffsklärung. 2
3 Symptomatik - Die internationalen Klassifikationssysteme DS-MIV und ICD-10. 3
3.1 Der Autismus in ICD-10 4
3.2 Der Autismus in DS-MIV 4
4 Autismusformen - Eine Gegenüberstellung des frühkindlichen Autismus und des
Asperger -Syndroms 5
4.1 Der frühkindliche Autismus 6
4.2 Das Asperger-Syndrom 8
5 Abgrenzungen zu anderen Krankheitsbildern 10
5.1 Abgrenzung zur Kindheitsschizophrenie mit ungewöhnlich frühem Beginn 10
5.2 Abgrenzung zur geistigen Behinderung 10
5.3 Abgrenzung zum Hospitalismus 10
6 Mögliche Ursachen des Autismus 11
6.1 Sind die Eltern Schuld? 11
6.2 Der heutige Stand der Forschung 11
7 Mögliche Behandlungs- und Therapieformen 12
7.1 Allgemeine Informationen zur Behandlung und Therapie von Autismus 12
7.2 Bedeutung der Früherkennung und Frühbehandlung. 12
7.3 Die Therapie und Behandlungsansätze - „Fördern statt fordern“ 13
7.3.1 Musiktherapie. 14
7.3.2 Medikation 14
8 Abschließende Betrachtung. 16
9 Literatur- und Quellenverzeichnis 17
9.1 Literaturangaben. 17
9.2 Internetquellen. 17
1
Autismus
1 Einleitung
Als eine „angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns“ beschreiben sowohl Ärzte als auch Betroffene die tiefgreifende Entwicklungsstörung Autismus. 1
Im Zentrum der Diagnosekriterien des Autismus stehen schwerwiegende Störungen in den Bereichen der Kommunikations-, Wahrnehmungs- und Beziehungsfähigkeit eines Menschen. Unterschieden wird der Autismus in den frühkindlichen Autismus, der auch als Kanner-Syndrom bekannt ist, und das Asperger-Syndrom.
Über die Diagnosekriterien des Autismus besteht heute weitgehend Einstimmigkeit. Über dessen Ursachen und Behandlung jedoch nicht. Vermutlich aus diesem Grund kam es zu einer Vielzahl an halbwissenschaftlichen Publikationen über mögliche Ursachen und Behandlungsmethoden, die von den seriösen wissenschaftlichen Forschungen nur schwer zu unterscheiden sind, da man keine festen Unterscheidungsmerkmale hat. Gerade für den Laien, der sich mit dem Autismus beschäftigt, ist es schier unmöglich die Informationen zu filtern. Es besteht keine konkrete Übersicht, in denen veraltete oder fehlerhafte Forschungsergebnisse entsprechend gekennzeichnet sind. 2
Asperger und Wing gehen davon aus, dass auch nicht autistische Kinder in ihrer Entwicklung autistische Phasen durchleben und kurzfristig abnorme Verhaltensmuster zeigen. Da diese jedoch nur von kurzer Dauer sind lässt sich die Grenze zu autistischen Kindern auf lange Zeit betrachtet gut und sicher bestimmen. 3
2 Begriffsklärung
Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler bezeichnete 1911 den Rückzug in eine eigene innere Gedankenwelt erstmals als Autismus und zählte ihn zu den Grundsymptomen der Schizophrenie.
Die Etymologie dieses medizinischen Terminus basiert auf dem aus dem Griechischen stammenden Wort „autos“ (dt. selbst) und bezeichnet eine Isolation des Individuums auf sich
1 Vgl. www.wikipedia.org/wiki/Autismus
2 Vgl. Dzikowski, S. (1996) S.8
3 Vgl. Dinges, Erik/Worm, Heinz-Lothar (Hrsg.) (2001), S.28
2
selbst als eine starke Form der Ich-Bezogenheit. Der Autismus wurde zu dieser Zeit noch nicht als eigenständige Krankheit erkannt sondern aufgrund der ähnlichen Symptomatik der Schizophrenie zugeordnet. 4
Erst Mitte des 19.Jahrhunderts wurde der Autismus als autonome Krankheit verstanden und von dem aus den USA stammenden Kinderpsychiater Leo Kanner und dem Österreicher Kinderarzt Hans Asperger unabhängig voneinander näher untersucht und beschrieben. Kanner prägte den Begriff des Kanner-Syndroms, gleichbedeutend dem infantilen- bzw. frühkindlichen Autismus. Asperger, der das von ihm beschriebene Krankheitsbild selbst als „Autistische Psychopathie“ bezeichnete, ist heute für das seit 1980 nach ihm benannten Asperger-Syndrom bekannt. Es handelt sich hierbei um zwei unterschiedliche Störungsbilder mit ungleicher Symptomatik. 5
3 Symptomatik - Die internationalen Klassifikationssysteme
DSM-IV und ICD-10
Man spricht von autistischen Störungen, wenn eine Vielzahl von Einzelsymptomen, wie beispielsweise extreme soziale Isolation, das unnachgiebige Beharren auf scheinbar zwecklose Rituale und stereotype Verhaltensmuster, zusammentrifft. Zu den bereits genannten Symptomen des Autismus kommt bei einer speziellen Gruppe autistischer Menschen eine besondere Begabung auf einem Einzelgebiet hinzu. Diese hochbegabten Menschen werden Savants oder Inselbegabte genannt.
Die internationalen Klassifikationssysteme DSM-IV und ICD-10
Die autistischen Syndrome werden in den psychiatrischen Klassifikationssystemen DSM-IV und ICD-10 zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen und nicht mehr wie früher zu den Psychosen gerechnet. Damit wird ein wesentliches Merkmal als qualitativer Unterschied im Vergleich zur normalen Entwicklung hervorgehoben. 6
Die beiden international bindenden Klassifikationssysteme arbeiten weltweit nach empirischen Anamnese- und Analyseverfahren und werden etwa alle fünf Jahre aktualisiert. Für den klinischen Bereich bilden sie für die Erstellung von Diagnosen eine zentrale Orientierungshilfe. 7
4 Vgl. Dinges, Erik/Worm, Heinz-Lothar (Hrsg.) (2001), S.18f
5 Vgl. Aarons, M./Gittens, T. (1994), S.20ff
6 Vgl. www.wikipedia.org/wiki/Autismus
7 Vgl. Dinges, E./Worm, H.-L. (Hrsg.) (2001), S.31
3
In beiden Klassifikationssystemen werden die folgenden drei Symptome als wesentliche Kennzeichen verstanden:
• Starke Beeinträchtigung auf zwischenmenschlicher Beziehungsebene;
• Massive Einschränkung in der Kommunikationsfähigkeit und Phantasie. Etwa die Hälfte der Betroffenen lernt nie das Sprechen;
• Ein deutlich eingeschränktes Repertoire von Aktivitäten und Interessen. 8
3.1 Der Autismus in ICD-10
Autismus wird in der ICD-10, dem Klassifikationssystem für Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation, als tiefgreifende Entwicklungsstörung mit dem Schlüssel F84 aufgeführt und wie folgt unterteilt:
• F84.0: Autismus; auch bezeichnet als: Frühkindlicher Autismus, Infantiler Autismus, Kanner-Syndrom
• F84.1: Atypischer Autismus
• F84.5: Asperger-Syndrom; auch bezeichnet als: Autistische Psychopathie
3.2 Der Autismus in DSM-IV
Das DSM-IV, die US-amerikanische Klassifikation psychischer Störungen, führt Autismus als tiefgreifende Entwicklungsstörung unter dem Schlüssel 299 auf und unterscheidet den Autismus in zwei Kategorien:
• 299.00: autistische Störung
• 299.80: Asperger-Syndrom
8 Vgl. www.wikipedia.org/wiki/Autismus
4
Arbeit zitieren:
Anna Pfeilsticker, 2007, Autismus - Symptome, mögliche Ursachen und Behandlungsformen, München, GRIN Verlag GmbH
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