Gliederung
1. Einleitung 3
2. Schwangerschaft und Konsum - mögliche Folgen für die Kinder 3
2.1 Alkohol. 3
2.2 Tabak 5
2.3 Heroin. 6
3. Können Abhängige eigentlich gute Eltern sein? 7
4.Probleme / Konflikte bei der Beratung von abhängigen Eltern 10
5. Zusammenfassung. 12
6. Literaturhinweise. 13
2
1. Einleitung
Das Thema „Kinder in Familien mit Alkohol- und Drogenproblemen“ ist ein sehr „heikles“ Thema. Wenn Alkohol- oder Drogenprobleme in einer Familie existieren, kann sich kein Familienmitglied diesem Problem entziehen, am wenigsten die Kinder. Die Sucht wirkt sich auf das ganze Familienleben aus, auf die Entwicklung der Kinder in ganz unterschiedlicher Weise.
Wir haben das Referatsthema zu zweit ausgearbeitet. Martin Merkle geht darauf ein was in solchen Familien zu Hause vorgeht, Stimmungen, die zu Hause vorherrschen etc. Ich wollte mich mit dem Teil der Beratung auseinander setzen. Wo fängt das an? Können Eltern mit Alkohol- oder Drogenproblemen eigentlich gute Eltern sein? Wie stehe ich selbst dazu? Eine nicht einfach zu beantwortende Frage. Welche Probleme kommen in so einer Beratung eventuell auf mich zu? Mit diesen Fragen wollte ich mich hauptsächlich auseinander setzen. Die ersten Bücher, die ich zu diesem Thema aufgeschlagen habe, haben mir gezeigt, was Alkohol in Schwangerschaft einem ungeborenen Kind antut. Diese schweren Folgen waren mir neu. Ich dachte mir, dass dieser wichtige Punkt, auch in Bezug auf andere Drogen, in meiner Ausarbeitung nicht fehlen darf.
2. Schwangerschaft und Konsum - mögliche Folgen für die Kinder
2.1 Alkohol
Als erstes möchte ich auf die Folgen von Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft eingehen.
Ich möchte auf diese Schädigungen am intensivsten eingehen, einfach weil sie so stark ausgeprägt und irreparabel sind.
Fetale Alkoholembryopathie(„FAE“) oder fetales Alkoholsyndrom („FAS“) wird diese Schädigung genannt. Wird der Embryo, besonders in seiner empfindlichen Zeit, in der sich die Organe entwickeln, ständig Alkohol ausgesetzt, wirkt Alkohol giftig auf alle Körperzellen. 1 “Alkohol wirkt auf alle Organe und Zellen als Zellgift und somit wachstumshemmend, missbildungsfördernd und vor allem -auch in kleinen Mengennervenschädigend und suchtbegünstigend.“ 2 Es können alle Organe geschädigt sein, bei typischer Ausprägung sind einige Körperteile besonders betroffen. Schwer betroffene Kinder leiden häufig an: Kleinwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit, mangelhafter
Muskelentwicklung, typischen Gesichtsveränderungen, geistigen Entwicklungsstörungen und
1 vgl. www.fasaelu.com, gelesen am 15.10.2006.
2 Martin Zobel, 2000, Seite 78.
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Verhaltensstörungen. 3 „Es bleibt körperlich, geistig und seelisch ein Leben lang unheilbar betroffen und es läuft Gefahr, in seinem späterem Leben selbst süchtig zu werden.“ 4 Die Ausprägung der Krankheit hängt von vielen Faktoren ab.
Unter anderen spielen das Alter der Mutter, wie lange die Trunksucht schon andauert, die Menge und die Art des Alkohols, eine entscheidende Rolle. 5 Abbildung 1 zeigt die möglichen Gesichtsveränderungen klar auf. In Deutschland werden jährlich ca. 2.200 Kinder mit Alkoholembryopathie geboren. Noch erschreckender finde ich die Zahl der Kinder, die „nur“ mit organischen Hirnschäden und anschließenden Verhaltensstörungen zur Welt kommen. Dies sind etwa 10.000 Kinder. 6 Diesen sieht man die Alkoholembryopathie nicht mal an. Man kann sich also vorstellen, dass viele dieser Fälle unerkannt bleiben. Die Rolle des Vaters spielt nach unterschiedlichen Ansichten keine größere Rolle, bzw. konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Das Kind wird von dem Alkohol krank, der über den Mutterkuchen und durch die Nabelschnur ungehindert zum Kind gelangt. „Es ist also unwichtig, ob der Vater Trinker ist oder nicht, denn der Alkohol bei väterlicher Trunksucht kann zwar auch das Erbmaterial im Samenfaden schädigen und auf diesem Weg in schweren Fällen ebenfalls Schäden bewirken.“ 7 Für die Alkoholembryopathie ist nach bisherigen Erkenntnissen allerdings der Alkoholkonsum der Mutter verantwortlich. 8
Abbildung 1
Gesichtsmerkmale des fetalen Alkoholsyndrom (Quelle: www.fasworld.de)
3 vgl. www.fasworld.de, gelesen am 15.10.2006.
4 Martin Zobel, 2000, Seite 78.
5 vgl. www.fasaelu.com, gelesen am 15.10.2006.
6 vgl. Martin Zobel, 2000, Seite 78.
7 www.fasaelu.com, gelesen am 10.10.2006.
8 vgl. www.fasaelu.com, gelesen am 10.10.2006 und Claudia Bertenghi, 2001, Seite 108.
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Arbeit zitieren:
Mira Lischka, 2006, Kinder in Familien mit Alkohol- und Drogenproblemen, München, GRIN Verlag GmbH
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