Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 3
2 THEORETISCHER HINTERGRUND 4
2.1 Die Gestaltkreistheorie 4
2.2 Das dialogische Bewegungskonzept 5
2.2.1 Physikalische und menschliche Bewegung 5
2.2.2 Intentionalität 6
2.2.3 Leiblichkeit einer Bewegung 6
2.2.4 Arten der intentionalen Gerichtetheit 6
3 DIDAKTISCHE PERSPEKTIVE 8
4 BEISPIEL 10
5 FAZIT 12
LITERATURVERZEICHNIS 13
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1 Einleitung
Im alltäglichen Leben ist der Mensch ständig in Bewegung. Obgleich wir uns immer bewegen, machen wir uns den tiefgreifenderen Sinn einer Bewegung nicht bewusst. In der Vergangenheit haben sich verschiedene Wissenschaftler mit diesem Sachverhalt beschäftigt. Auf zwei solcher Ansätze möchte ich in der folgenden Arbeit eingehen. So soll es in einem ersten Teil um die so genannte „Gestaltkreistheorie“ des Arztes Viktor von Weizsäcker gehen, einer Darstellung des Zusammenhangs zwischen Wahr- nehmung und Bewegung. Den zweiten theoretischen Hintergrund wird das „dialogi- sche Bewegungskonzept“ darstellen, mit dem der Bewegungsforscher Gordijn die Idee der Bewegung als Dialog zwischen Mensch und Welt weiterentwickelte. Beide Theo- rien sind noch heute maßgebend für pädagogisches Handeln im Sportunterricht. Des- halb wird es, vor dem Hintergrund dessen, in einem letzten Kapitel um die didakti- schen Perspektiven für Bewegung und Bewegungslernen in der Schule gehen, welche an einem Beispiel erläutert werden sollen.
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2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Gestaltkreistheorie Um die Beziehung zwischen Wahrnehmung und Bewegung besser darstellen zu kön- nen, formulierte der Mediziner Victor von Weizsäcker den Gestaltkreis, siehe Abbil- dung unten. Dargestellt wird hier, dass ein Organismus durch Bewegung seine Umwelt wahrnimmt und umgekehrt durch Wahrnehmung Bewegung bedingt wird. Wahrneh- men und Bewegen erscheinen so als Teilprozesse, die sich wechselseitig bedingen. Für Weizsäcker ist deshalb das Mensch-Welt-Verhältnis eine „dialektische Einheit“ bezie- hungsweise eine untrennbare Einheit.
Ein Beispiel für das gegenseitige Bedingungsverhältnis von Bewegung und Wahrneh- mung stellt der Schaukelraum von Lee und Aronson dar. Steht eine Person in einem Raum, der nach vorne bewegt wird, wird durch die Bewegung des Raumes dasselbe optische Fließen erzeugt, als wenn sich die Person nach hinten lehnt. Um dies wieder auszugleichen, lehnt sich die Person nach vorne und wird das Gleichgewicht verlieren, eventuell sogar stürzen. Wahrnehmung bedingt also Bewegung. Dass Bewegung umgekehrt auch Wahrnehmung bedingt, konnte Weizsäcker in seinem „Rollstuhl-Experiment“ zeigen. Hier wurden zwei im Rollstuhl sitzenden Personen
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Steffen Weber, 2006, Bewegungslernen als Dialog von Mensch und Welt, Munich, GRIN Publishing GmbH
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