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Städte zurück ans Wasser

Strategien und Realisierungen von Waterfront Development

Title: Städte zurück ans Wasser

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Matthias Stahl (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Zunächst bemüht sich der Autor um eine Erläuterung von Begriffen, die in dem Zusammenhang mit der Revitalisierung brach gefallener Hafen- und Uferzonen stehen und oft synonym oder ähnlich verwendet werden, um anschließend Ursachen und die Notwendigkeit der städtebaulichen Entwicklung dieser Flächen zu skizzieren. Im dritten Kapitel werden Strategien und Nutzungskonzepte vorgestellt, im vierten Kapitel die tatsächlichen Realisierungen und deren ökonomischen wie sozialen Auswirkungen auf die entwickelte Fläche sowie den Rest der Stadt. Hierzu werden neben theoretischen Betrachtungen Beispiele heran gezogen. Im fünften Kapitel widmet sich der Autor dem Praxisbeispiel London Docklands, welches eingehend untersucht wurde und eine exemplarische Aufarbeitung des Themas über Entstehungs-, Planungs- und Realisierungsphase zulässt. Als kurzes Kontrastbeispiel soll die Entwicklung der Kopenhagener Waterfront mit Hilfe flexibler „urban governance“ vorgestellt werden. Abschließend erfolgt ein Fazit, welches die vergangenen 40 Jahre der Entwicklung umfasst und ein Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 WATERFRONT DEVELOPMENT: PROBLEMORIENTIERTE EINLEITUNG

2 BEGRIFFSERLÄUTERUNG, URSACHEN & NOTWENDIGKEIT DER STÄDTEBAULICHEN ENTWICKLUNG

3 STRATEGIEN

3.1 PLANUNGS- UND UMSETZUNGSSTRATEGIEN

3.2 NUTZUNGSKONZEPTE

4 FOLGEN VON REALISIERUNGEN

4.1 ÖKONOMISCHE UND SOZIALE AUSWIRKUNGEN VON REALISIERUNGEN

4.2 STÄDTEBAULICHE QUALITÄT VON REALISIERUNGEN

5 PRAXISBEISPIELE

5.1 LONDON DOCKLANDS

5.2 KOPENHAGEN

6 FAZIT & AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die städtebauliche Revitalisierung brachgefallener Hafen- und Uferzonen, bekannt als „Waterfront Development“, mit dem Ziel, Strategien, Konzepte und deren sozioökonomische Folgen kritisch zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Areale nachhaltig in das städtische Gefüge integriert werden können, ohne dabei soziale Konflikte oder eine einseitige, qualitativ minderwertige bauliche Nutzung zu provozieren.

  • Strukturwandel der Hafenwirtschaft und seine städtebaulichen Auswirkungen
  • Planungs- und Umsetzungsstrategien bei Waterfront-Revitalisierungen
  • Sozioökonomische Folgen wie Gentrifizierung und Segregation
  • Analyse der städtebaulichen Qualität und des Nutzungsmixes
  • Praxisbeispiele zur Konfliktlösung (London Docklands und Kopenhagen)

Auszug aus dem Buch

3.2 Nutzungskonzepte

Aus den in WESTS Lagerenten-Modell ausgeführten Gründen ergibt sich, dass auf Grund der hohen finanziellen Aufwendungen, die zur Sanierung und Revitalisierung nötig sind, vor allem Nutzungen mit hoher Wertschöpfung angesiedelt werden. In den meisten Fällen schlägt sich dies in Ansammlungen von vielgeschossigen Bürogebäuden unangemessener architektonischer Qualität nieder (zur Kritik der Architektur siehe auch Kapitel 4.2). Eine zweite Prägung erfahren die Uferzonen durch eine Konzentration auf touristische Einrichtungen, die den Imagewandel der Hafenstadt zur „weltoffnen Kulturmetropole“ (vgl. SCHUBERT 2002, S. 49) herbei führen sollen. In Nordamerika entstand durch die erfolgreichen Revitalisierungen in Baltimore (Inner Harbor), Boston (Quincy Market) und San Francisco (Fisherman’s Wharf) ein Trend zur Einrichtung von Marktplätzen mit vielfältigem Einzelhandelsangebot. Zu Recht weisen BREEN & RIGBY (1994, S. 23) darauf hin, dass dieses Konzept nicht an allen Orten funktionieren kann: „Geography is an underlying determinant. […] yet it is often overlooked by many who seek to emulate it [Baltimores Inner Harbor], who see only a formula of a mix of uses and a marketplace”.

Fast allen heutigen Nutzungskonzepten gemeinsam ist eine Unabhängigkeit vom Wasserbezug. Dass eine einseitige Nutzung innerhalb der Revitalisierungsgebiete zu einer homogenen Sozialstruktur und städtebaulich unerwünschten Effekten führt, wird in Kapitel 4 näher ausgeführt – fast alle Autoren bisheriger Falluntersuchungen sind sich einig, dass nur ein Nutzungsmix letztlich zur angestrebten Wiederbelebung und positiven Prägung der Flächen beitragen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 WATERFRONT DEVELOPMENT: PROBLEMORIENTIERTE EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den historischen und wirtschaftlichen Strukturwandel der Hafenstädte und führt in die wissenschaftliche Debatte um die Revitalisierung ehemaliger Hafenflächen ein.

2 BEGRIFFSERLÄUTERUNG, URSACHEN & NOTWENDIGKEIT DER STÄDTEBAULICHEN ENTWICKLUNG: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Waterfront Development und analysiert die Ursachen des Niedergangs alter Industriehäfen durch technologische Veränderungen im Transportwesen.

3 STRATEGIEN: Hier werden unterschiedliche Planungsinstrumente, Akteurskonstellationen und die Bedeutung von Nutzungskonzepten für eine erfolgreiche Revitalisierung dargestellt.

4 FOLGEN VON REALISIERUNGEN: Dieses Kapitel erörtert die ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf die betroffenen Stadtviertel, insbesondere unter dem Aspekt der Gentrifizierung und der städtebaulichen Qualität.

5 PRAXISBEISPIELE: Anhand der London Docklands und Kopenhagens wird die praktische Umsetzung von Entwicklungsstrategien und der Umgang mit planerischen Konflikten analysiert.

6 FAZIT & AUSBLICK: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, lokale Gegebenheiten anstelle von bloßen Kopien erfolgreicher Projekte bei künftigen Vorhaben zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Waterfront Development, Revitalisierung, Hafenstädte, Stadtentwicklung, Strukturwandel, Gentrifizierung, Nutzungsmischung, London Docklands, Kopenhagen, Stadtplanung, Hafen-Stadt-Schnittstelle, Investoren, Flächenrecycling, Urban Governance, Standortfaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die städtebauliche Revitalisierung brachgefallener Hafen- und Uferzonen, die weltweit als Waterfront Development bezeichnet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Strukturwandel von Hafenarealen, verschiedene Planungs- und Umsetzungsstrategien sowie die daraus resultierenden sozialen und ökonomischen Konsequenzen für die Stadtentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Strategien und Vorgehensweisen für die Revitalisierung zu synthetisieren und kritisch zu hinterfragen, wie eine nachhaltige Integration dieser Flächen in den städtischen Kontext gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Untersuchung und dem Vergleich konkreter Fallbeispiele, namentlich der London Docklands und der Entwicklung in Kopenhagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle zur Hafenentwicklung, diskutiert unterschiedliche Strategien und Nutzungskonzepte und evaluiert deren Erfolg anhand der ökonomischen und sozialen Auswirkungen in den Praxisbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Waterfront Development, Gentrifizierung, Nutzungsmischung, Hafen-Stadt-Schnittstelle und Urban Governance.

Wie unterscheiden sich die Ansätze in London und Kopenhagen?

London verfolgte mit der LDDC einen marktorientierten, zentralistischen Ansatz mit privatem Fokus, während Kopenhagen später auf eine flexible "urban governance" und einen partizipativeren Prozess setzte.

Welche Rolle spielt die Gentrifizierung bei Waterfront-Projekten?

Die Arbeit stellt fest, dass durch die Aufwertung der Grundstücke häufig eine Gentrifizierung eintritt, die einkommensschwache Bevölkerungsgruppen verdrängen kann, wenn keine gezielte Nutzungsmischung erfolgt.

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Details

Title
Städte zurück ans Wasser
Subtitle
Strategien und Realisierungen von Waterfront Development
College
University of Trier  (Kultur- und Regionalgeographie)
Course
Stadt- und Einzelhandelsentwicklung
Grade
1,3
Author
Matthias Stahl (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V121177
ISBN (eBook)
9783640252343
Language
German
Tags
Städte Wasser Stadt- Einzelhandelsentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Stahl (Author), 2008, Städte zurück ans Wasser, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121177
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