Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung. 2
2. Einleitung 2
3. Worum handelt es sich bei „Hörverstehen“? 3
4. Die Veränderung der Bedeutung von Hörverstehenstexten im Fremdsprachenunterricht 4
5. Vorstellung der beiden zu analysierenden Lehrwerke 5
6. Kriterienkatalog. 6
7. Analyse der Hörverstehensübungen in beiden Lehrwerken English G B1 - Listening
Comprehension. 7
8. Vergleich der Hörverstehenübungen beider Lehrwerke 14
9. Fazit. 15
10. Literaturverzeichnis. 16
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1. Zusammenfassung
In dieser Arbeit wird sich zunächst damit auseinandergesetzt, was Hörverstehen überhaupt ist, und wie sich die Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Im Anschluss werden die beiden zu analysierenden Lehrwerke Cornelsen English G B1 und Cornelsen English G 2000 B1 kurz vorgestellt. Ein Hauptaugenmerk wird auf die Erläuterung und die Analyse der Hörverstehensübungen der einzelnen Units gelegt. Ein Vergleich der Übungen im alten und neuen Lehrwerk rundet diese Arbeit ab.
2. Einleitung
Noch nie war die Kommunikation in einer Fremdsprache, insbesondere im Englischen, für Menschen wichtiger, als heute. Durch die Globalisierung und die technische Weiterentwicklung von Kommunikationswegen (TV, Computer, Internet usw.) ist es in unserer Welt unabdingbar, Englisch zu sprechen und das Gehörte zu verstehen. Selbstverständlich kommt es auf den eigenen Lebensbereich an, ob man nun eher sein Gegenüber verstehen oder selbst sprechen muss. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass in der Fremdsprachenausbildung sowohl auf das Hörverstehen, als auch auf das Sprechen können von Anfang an gleichermaßen großen Wert gelegt werden sollte. Da der passive Wortschatz erfahrungsgemäß stets größer ist, als der aktive, fällt es den Menschen leichter, etwas Gesagtes zu verstehen, als selbst etwas Gleichartiges zu sprechen. Für mich ist daher von großem Interesse, wie Schüler im beginnenden Fremdsprachenunterricht lernen, das, was sie hören, richtig zu verstehen.
In der vorliegenden Arbeit geht es um den Vergleich eines Schulbuchwerkes unterschiedlicher Auflage im Hinblick auf die darin enthaltenen Übungen zum Hörverstehen. Unter der Fragestellung: „Auf welche Art und Weise fördern die Schulbuchwerke Cornelsen English G B1 und Cornelsen G 2000 B1 das Hörverstehen der Schüler?“ werden die Übungen der benannten Lehrwerke analysiert und verglichen.
Zunächst wird eine Definition von Hörverstehen gegeben und erläutert, was unter diesem Begriff zu verstehen ist. Es schließt sich eine Darstellung der Veränderung der Bedeutung von Hörverstehenstexten im Fremdsprachenunterricht an. Die zu analysierenden Lehrwerke werden kurz vorgestellt. Im Folgenden werden die einzelnen Hörverstehensübungen beschrieben, analysiert und schließlich verglichen. Ein Fazit rundet die Hausarbeit ab.
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3. Worum handelt es sich bei „Hörverstehen“?
Die Kommunikationsfähigkeit eines Schülers steht und fällt mit dem Hörverstehen. Doch was ist das eigentlich? Zunächst einmal kann Hörverstehen nicht mit Hören im eigentlichen Sinne gleichgesetzt werden. Hörverstehen ist ein wichtiger Bestandteil von Kommunikation, nicht nur in der Schule. Es ist keine rein rezeptive Fertigkeit, sondern ein aktiver Prozess, in dem der Lerner auf sein vorhandenes Wissen zurückgreift und mit diesem versucht, das Gehörte zu verstehen (vgl.:
www.westermann.de/download/grundschule/gs_englisch/didaktik/hoerverstehen.pdf 20.03.2008). Auch die isolierte Aktivität in indirekter Kommunikation, wie beispielsweise beim Radiohören, Fernsehen oder bei Filmtexten fällt darunter (vgl.: http://lehrerfortbildungbw.de/faecher/franzoesisch/gym/audio/ 15.03.2008). Man spricht hierbei von einer
interaktionslosen, indirekten Kommunikation (vgl.: Dirven, 1977, S. 1). Eine weitere Form ist die direkte face-to-face Kommunikation (vgl.: Rost, 1991, S. 7). Mindestens zwei Partner kommunizieren miteinander in einem gemeinsamen Wahrnehmungsraum. Dabei stehen die Gesprächspartner von Angesicht zu Angesicht und geben sich ihrem Gegenüber durch Stimme, Gestik und Mimik zu verstehen. Hörverstehen umfasst die Wahrnehmung, das Verstehen und die Interpretation von sprachlichen Äußerungen. Rost spricht hierbei von Perception skills, Analysis skills und Synthesis skills (vgl.: Rost, 1991, S. 4).
Die direkte Kommunikation mit einem „native speaker“ ist im Fremdsprachenunterricht eher die Ausnahme, doch die indirekte Kommunikation bietet zahlreiche Möglichkeiten des Sprachtrainings. Durch die Übung anhand von Hörverstehenstexten kann der Lernende erfahren, wie in der Fremdsprache wirklich geredet, gedacht und gehandelt, also gelebt, wird. Somit lassen sich Hörverstehensübungen sehr gut mit Landes- und Kulturkunde verknüpfen (vgl.: Dirven, 1977, S. 1).
Im Fremdsprachenunterricht werden vier Fertigkeiten unterschieden. Dies sind Listening, Writing, Speaking und Reading. Im Rahmen audiovisueller Methoden wird mehr Wert auf listening comprehension und speaking als auf reading comprehension und writing gelegt. Dies habe damit zu tun, dass das primäre Ziel des Fremdsprachenunterrichts die mündliche und aktive Verwendung der Sprache sei (vgl.: Hüllen, 1977, S. 27). Wie beschrieben, wird listening comprehension im Fertigkeiten-Modell eine Art Schlüsselstellung zugesprochen, da es als Voraussetzung für richtiges Sprechen, Lesen und Schreiben gilt. Auf der anderen Seite beklagen sich einige Didaktiker, dass der listening
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comprehension viel zu wenig Aufmerksamkeit im Unterricht gewidmet wird (vgl.: Hüllen, 1977, S. 27f.).
4. Die Veränderung der Bedeutung von Hörverstehenstexten im Fremdsprachenunterricht
Das systematische Training des Hörverstehens im Fremdsprachenunterricht wurde erst in den 70er Jahren wissenschaftlich thematisiert. Die Bedeutung des Hörverstehens beim Erlernen einer Fremdsprache war vorher weitgehend unbekannt oder wurde in Frage gestellt: „Diese bedeutsame Rolle des Hörverständnisses im Fremdsprachenunterricht wird von den meisten Lehrern und Sprachdidaktikern noch nicht anerkannt, obwohl sie bereits in einigen hervorragenden Arbeiten hervorgehoben wurde…“(Hüllen, 1977, S.1). In der
Unterrichtspraxis war das Hörverstehen bis dahin noch kaum berücksichtigt, die Ursache liegt weitgehend darin, dass geeignete Tonbandaufnahmen sowie Übungsbegleithefte fehlten: Der derzeitige Fremdsprachenunterricht befasst sich ausschließlich mit nur einer Variante der Fremdsprache, der so genannten Standardvariante, das heißt der received pronunciation. Dies hat zur Folge, dass sogar Fortgeschrittene, insbesondere bei der direkten Kommunikation mit native speakers, zahlreiche Verstehensschwierigkeiten haben (vgl.: Hüllen, 1977, S. 2). Im traditionellen Fremdsprachenunterricht stand die Fertigkeit des Hörverstehens schon 1882 in der Auflistung an erster Stelle. Angesichts solcher Fakten ernüchtert die Tatsache, wenn man bedenkt, dass sich das Hörverstehen selbst in den 70er Jahren noch nicht durchgesetzt hatte. Aber warum wurde es in den vergangenen Jahrzehnten nicht umgesetzt? Ein wesentlicher Aspekt besteht mit Sicherheit darin, dass man davon ausging, dass Wortschatz und Strukturen, die durch das Lehrwerk gelehrt wurden, nicht unbedingt produktiv, aber sicherlich rezeptiv bei den Schülern der Sekundarstufe 1 vorhanden sind. Eine Untersuchung aus dem Jahre 1970 zeigt jedoch, dass die rezeptiven Fähigkeiten der Schüler kaum die produktiven übersteigen. Hörverstehen galt lange Jahre als etwas passives, wodurch es zu einer einseitigen Ausrichtung auf das Sprechen kam (vgl.: Hüllen, 1977, S. 16). Weiterhin wurde Hörverstehen als selbstverständlich und einer besonderen didaktischen Thematisierung nicht bedürftig geachtet. Hören können wurde quasi mit Lernen können gleichgesetzt.
Erst zu Beginn der 70er Jahre erfolgte eine konkrete Berücksichtung des Hörverstehens in den Lehrplänen. Für die besondere Betonung und Beachtung des Hörverstehens im Fremdsprachenunterricht gibt es verschiedene Gründe:
Das Hörverstehen wird nun als Voraussetzung dieses Unterrichts selbst gesehen. Weiterhin ist das Hörverstehen die Voraussetzung für eine natürliche kommunikative Sprach-ausübung, die
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Arbeit zitieren:
Katharina Keil, 2008, Lehrwerkanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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Lehrwerkanalyse: "Deutsch als Fremdsprache: Schritte 1/A1"
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