Karteninterpretation Blatt L8112 Freiburg im Breisgau-Süd
Inhaltsverzeichnis
1. Die Karte 3
2. Großräumliche Einordnung des Kartenblattes 3
3. Vorgehensweise 3
4. Physisch-Geographische Behandlung des Kartenblattes 4
4.1 Naturräumliche Gliederung des Kartenblattes 4
4.2 Naturraum I: Freiburger Bucht 4
4.2.1 Naturraum Ia: Schönberg-Hohfirst-Rücken
und Batzenberg 6
4.2.2 Naturraum Ib: Tuniberg 7
4.2.3 Naturraum Ic: Mooswald 7
4.3 Naturraum II: Zartener-Becken 8
4.4 Naturraum III: Kammschwarzwald 9
4.4.1 Naturraum IIIa: Kibfelsen-Schauinsland- Kämme 9
4.4.2 Naturraum IIIb: Horbenrücken und Maistollenkämme 10
4.4.3 Naturraum IIIc: südlicher Kammschwarzwald um
Blechengipfel und Toter Mann 11
5. Anthropogeographische Behandlung des Kartenblattes 12
5.1 Siedlungsformen 12
5.2 Verkehrswegenetz 13
5.3 Landwirtschaft, Industrie und Tourismus 14
Literatur 16
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1. Die Karte
Die vorliegende topographische Karte 1 : 50.000, Blatt L8112 Freiburg im Breisgau-Süd ist 1992 vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, nach einer umfassenden Aktualisierung 1991, in der 6. Auflage herausgegeben worden.
Sie zeigt den Landschaftsausschnitt zwischen 7°40 und 8°00 östlicher Länge und zwischen 47°48 und 48°00 nördlicher Breite. Dies ist entspricht in Gauß-Krüger-Koordinaten der Fläche zwischen den Hochwerten 5296 und 5319 und den Rechtswerten 3400 und 3425.
2. Großräumliche Einordnung des Kartenblattes
Naturräumlich zeigt das vorliegend Kartenblatt einen Ausschnitt des Oberrheingrabens - einen Teil der Freiburger Bucht, sowie einen Teil des Kammschwarzwaldes. Der Kartenausschnitt wird im Nordwesten und Westen vom Tuniberg und dem Oberrheingraben begrenzt. Am nördlichen Rand der Karte bilden Tuniberg, Mooswald und die Bergkämme des Mittleren-Schwarzwaldes die Grenze. Im Osten und im Süden begrenzen weitere Bergkämme des Kammschwarzwaldes den Ausschnitt.
Das Gebiet zeigt typische Merkmale einer Grabenstruktur und einer Mittelgebirgslandschaft und ist klimatisch der kühl-gemäßigten Klimazone der Mittelbreiten zuzuordnen. Kulturräumlich ist die abgebildete Region ein Teil des Bundeslandes Baden-Württemberg. Administrativ gehört der auf der Karte abgebildete Ausschnitt zum Regierungsbezirk Freiburg, wobei der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadtkreis Freiburg im Breisgau die größten Flächen (etwa dreiviertel der Gesamtfläche) verwalten und nur das südöstliche Viertel der Fläche dem Landkreis Lörrach unterstellt ist. Die Fläche des Landkreises Waldshut auf dem Kartenblatt ist verschwindend gering.
3. Vorgehensweise
Im Folgenden wird als Grundlage für weitere physisch-geographische Analysen der Karte zuerst eine naturräumliche Gliederung des Kartenblattes vorgenommen. Daraufhin sollen die verschiedenen Naturräume einzeln schematisch untersucht werden. Das zu Grunde liegende Schema ist wie folgt aufgebaut: 1. Topographie 2. Hydrographie
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3. Geologie (tieferer Untergrund) 4. Vegetation / Boden
Daran anschließend wird eine Analyse anthropogeographischer Sachverhalte der Gesamtkarte vorgenommen, die sich an den vorhandenen Siedlungsformen, dem Verkehrsnetz und landwirtschaftlichen, industriellen und touristischen Aspekten orientiert.
4. Physisch-Geographische Behandlung des Kartenblattes
Die physisch-geographische Behandlung des Kartenblattes stellt den Hauptteil dieser Karteninterpretation dar. Dabei greifen die Analyse und die Synthese ineinander.
4.1 Naturräumliche Gliederung des Kartenblattes
I Freiburger Bucht Ia Schönberg-Hohfirst-Rücken und Bazenberg Ib Tuniberg Ic Mooswald
II Zartener Becken und nördlich umgebende Kämme
III Kammschwarzwald IIIa Kibfelsen-Schauinsland-Kämme IIIb Horben-Rücken und Maistollen-Kämme IIIc südlicher Kammschwarzwald um Blechengipfel und Toter Mann
4.2 Naturraum I: Freiburger Bucht
Der Naturraum I nimmt ca. ein drittel der Gesamtkarte ein. Seine Ostgrenze erstreckt sich etwa von Britzingen (RW 3400 / HW 5318) in nördlicher Richtung entlang des Schwarzwaldes bis nach Freiburg (RW3415 / HW 5318). Seine Nord- und Westgrenze werden vom Kartenrand gebildet. Nach meinem Dafürhalten kann dieser Naturraum in 4 Teile gegliedert werden. Der Naturraum Ia (Schönberg-Hohfirst-Rücken) sowie der Naturraum Ib (Tuniberg) scheinen geomorphologische Besonderheiten in diesem Gebiet zu sein und der Naturraum Ic (Mooswald) fällt zuerst einmal als
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vegetationsgeographische Besonderheit ins Auge.
Die topographische Analyse des Naturraumes I ohne die Teile Ia-c zeigt, dass das Gebiet von seiner niedrigsten Stelle in Nordwesten (201 m NN; RW 3401 / HW 5317) in südliche, südwestliche und westliche Richtung ansteigt. Die höchsten Punkte dieses Gebietes liegen in der Nähe der diesen Naturraum begrenzenden Grabenschulter. Auffällig sind die, die insgesamt leicht ansteigende Ebene unterbrechenden Hügel, wie z. B. der Hügel westlich von Schlatten (264 m NN; RW 34015, HW 5309) oder der kleinere Hügel bei RW 3402 / HW 5311 mit 248 m NN. Des Weiteren auffällige ist der Stauffener Berg mit einer Höhe von 375m NN (RW 3405 / HW 5306), der dem Karteneindruck nach deutlich aus der Niederung hervortritt. Dass ein Schloss auf seinem Gipfel erbaut wurde unterstützt den Eindruck einer exponierten Stellung des Berges. Die Exposition der steilsten Hänge der genannten Hügel ist einheitlich nach Westen.
Die großen Bäche, die den Naturraum I schneiden, entspringen Quellen im Schwarzwald und haben dort auch ihr primäres Wassereinzugsgebiet. Der größte (wasserreichste) Bach ist die Dreisam. Sie schneidet den Naturraum I jedoch nur auf ihrem Weg durch Freiburg. Die Neumagen, der, soweit zu erkennen, vermutlich zweitgrößte Bach des Blattes, legt die längste Fließstrecke durch Naturraum I zurück. Sie wird von vielen Quellen und kleinen Bächen entlang des Münster- und Obermünstertales gespeist und tritt, nach ihrem einige Kilometer langen Weg durch das Münster-und Obermünstertal durch Stauffen in die Rheinebene ein. Ihr weiterer Verlauf führt sie in nordwestlicher Richtung durch Bad Krozingen und Biengen. Ungefähr zwei Kilometer hinter Biengen vereint sie sich mit dem drittmächtigsten Bach des Blattes, der Möhn, und entwässert entlang des Rheinebenengefälles in nordwestliche Richtung. Der Naturraum I ist des Weiteren von einem weitmaschigen Netz kleinerer Bäche und Wassergräben durchzogen. Hinweise auf den tieferen Untergrund findet man beispielsweise bei RW 3404 / HW 5304, dem Schleifsteinhof und einen Kilometer südwestlich davon, dem Ziegelhof. Schleifsteine wurden in der Regel aus Sandsteinen hergestellt. Der Hof ist sicherlich schon einige hundert Jahre alt, weswegen er sich, wie damals in der Regel üblich bestimmt in der Nähe des Sandsteinliefergebietes befindet. Ähnliches gilt sicherlich auch für den Ziegelhof, der sich sicherlich in der Nähe eines Ton- oder Lehmabbaugebietes befindet. Beide Gebiete liegen jedoch sehr nahe am Grabenrand und könnten aufgrund ihrer Höhe und Lage tektonisch nicht ganz versenkte, der Hauptbruchkante etwas vorgelagerte Bruchschollen sein. Wenn dies der Fall ist, kann man von ihrem tieferen Untergrund nicht auf den gesamten tieferen Untergrund der Rheinebene schließen, da dort die Bruchschollen sehr tief versenkt sind. Die Höhe und vorgelagerte Position der nicht vollständig versenkten Bruchschollen könnte die Erosion dieser Bruchschollen im Laufe der Schwarzwaldvergletscherung des Pleistozäns sehr beeinflusst haben. Vielleicht sind diese Bruchschollen deswegen nicht so stark
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Arbeit zitieren:
Marie Burger, 2007, Karteninterpretation - Blatt L8112 Freiburg im Breisgau-Süd , München, GRIN Verlag GmbH
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