Inhaltsverzeichnis
Kurzbeschreibung der Arbeit - 3 -
Kriege und Konflikte im klassischen Zeitalter Griechenlands. - 3 -
„Die Verfassung der Spartaner“ - 5 -
Detaillierte Betrachtung der Erziehung der Knaben - 7 -
Fazit - 13 -
Abschlie ßende Bemerkungen. - 15 -
Literaturverzeichnis. - 16 -
Quelle in deutscher Übersetzung. - 17 -
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Kurzbeschreibung der Arbeit
In der klassischen Zeit Griechenlands erfuhren Politik und Kultur in den griechischen Poleis, besonders in Athen, eine ungeahnte Blühte. Doch dieses Zeitalter war auch geprägt von Konflikten und militärischen Auseinandersetzungen: zum einen der Feldzug der Perser in das griechische Mutterland, zum anderen der Kampf der rivalisierenden, griechischen Poleis um die Vormachtstellung untereinander. Die führenden Poleis in diesem Konflikt um die Hegemonialstellung, besagte Vormachtstellung, waren Athen und Sparta. Ihr Konflikt gipfelte im Peloponnesischen Krieg, welchen Sparta für sich entscheiden konnte. Autoren dieser Zeit schreiben den Triumph Spartas über Athen unter anderem dem Erziehungssystem der Spartaner zu. In dieser Arbeit soll die Rolle dieses Systems für die Erlangung der Macht, anhand eines Abschnitts aus dem Werk „Die Verfassung der Spartaner“ des Autors Xenophon, behandelt werden.
Kriege und Konflikte im klassischen Zeitalter Griechenlands 500 - 336 v. Chr. 1
Die Geschichte des von Kriegen geplagten, klassischen Griechenland beginnt mit der Unterstützung aufständischer Städte in Kleinasien, die sich vom Perserreich trennen wollten, durch Athen. Dies nahmen die Perser als Vorwand, um im griechischen Mutterland einzufallen. So begann 500 v. Chr. der scheinbar aussichtslose Abwehrkampf der Griechen gegen die persischen Invasoren. Doch zwei persische Kriegszüge, 492 und 480, konnten erfolgreich abgewehrt werden und die Kriegsschauplätze wurden wieder nach Kleinasien verlegt. Maßgeblich an der Entwicklung des Krieges beteiligt war die Bildung des attischdelischen Seebundes, dessen Hauptstadt Athen war. Nachdem 448 der Kalliasfriede zwischen Griechen und Persern geschlossen wurde, kehrte jedoch kein wirklicher Frieden in Griechenland ein. Die Macht und Stärke die Athen durch den Seebund erworben hatte, sahen andere griechische Poleis als Bedrohung. Unter dem Druck seiner Bündnispartner im Peloponnesischen Bund sah sich die Polis Sparta schließlich 431 dazu gezwungen, gegen Athen und den attisch-delischen Seebund Krieg zu führen. Den so genannten Peloponnesischen Krieg, in dem Sparta 404 über Athen triumphieren konnte. Nach den zahllosen Kämpfen zwischen Griechen und Persern und den Griechen untereinander gab es zahlreiche ausgebildete Soldaten, für die es vorerst keine Verwendung gab. So schlossen sich mehr als zahntausend Griechen 401 als Söldner dem Bruder des persischen Großkönigs,
1 Einführende Literatur zum klassischen Zeitalter Griechenlands finden sie im Literaturverzeichnis, mit der besonderen Empfehlung zur Lektüre von Ernst Baltrusch, Sparta. Geschichte, Gesellschaft, Kultur. München 1998.
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Kyros, an. Dieser wollte mit dem Söldnerheer die Macht im Perserreich an sich bringen. Seine Armee siegte im fernen Babylonien, doch auch Kyros fand in der Schlacht den Tod. Deswegen machten sich die nunmehr zehntausend griechischen Söldner auf den langen Heimweg gen Griechenland, der auch als der „Zug der Zehntausend“ bekannt ist. Als die heimkehrenden Soldaten in Kleinasien ankamen, beteiligten sich etliche an den dortigen Kämpfen der Griechen, insbesondere der Spartaner, gegen die Perser. Die Griechen versuchten seit 399 erneut die Freiheit der ionischen Städte zu erkämpfen. Denn die Spartaner hatten den Persern, im Austausch für genügend finanzielle Mittel, um eine Flotte gegen die Athener im Peloponnesischen Krieg ausheben zu können, die Städte überlassen. Da Sparta in Kleinasien in Kämpfe mit den Persern verwickelt war und so seine Hoheit in Griechenland nicht wahrnehmen konnte, kam es 395 dazu, dass sich die griechischen Poleis Argos, Athen, Theben und Korinth zusammenschlossen, um Sparta die Vormachtstellung in Griechenland streitig zu machen. In den folgenden Kampfhandlungen konnte allerdings kein eindeutiger Sieger gefunden werden, bis Sparta erneut die Hilfe der Perser suchte. Diese konnten schließlich 387/86 den Königsfrieden zwischen den Poleis stiften. Damit sollten die Kämpfe in Griechenland beendet werden, doch es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Poleis. Um 379 erreichte Sparta den Zenit seiner Macht, konnte sich aber in seiner Position nicht festigen und so gelang es der Stadt Theben emporzusteigen. Nachdem aber 362 der führende Stratege Thebens in der „Schlacht von Mantineia“ fiel, wurde auch die Hegemonie Thebens beendet. In der Folgezeit kann sich keine der Poleis durchsetzen, bis schließlich Philipp II von Makedonien in Griechenland einfällt.
In diesen fast einhundertfünfzig Jahren der militärischen Konfrontationen erwarb die Polis Sparta den Ruf, den sie teilweise bis heute noch hat. So werden die Spartaner als überaus diszipliniert, mutig und abgehärtet geschildert. Bereits zeitgenössische Autoren sprechen davon, dass Sparta in der offenen Feldschlacht unbesiegbar ist. Ausschlaggebend für die militärischen Erfolge sei unter anderem die agoge, die Erziehung zum Spartiaten. Dies kann man in Xenophons Werk „Die Verfassung der Spartaner“ bereits im ersten Abschnitt ersehen. Dort heißt es:
„Nun, als ich einmal darüber nachdachte, dass Sparta, obwohl es zu den Städten mit der geringsten Bürgerzahl zählt, sich offenkundig dennoch als die mächtigste und berühmteste in Griechenland erwiesen hat, wunderte ich mich, wie dies überhaupt
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geschehen konnte. Als ich nun die Einrichtungen der Spartiaten näher betrachtete, hörte ich auf mich zu wundern.“ 2
Auch andere bedeutende Autoren des klassischen Griechenlands, „wie der Philosoph Platon und der Redner Isokrates[,] sahen […] in der agoge […] die Grundlage für den Erfolg Spartas.“ 3
„Die Verfassung der Spartaner“ Der Autor: Xenophon 4
Die Biographie des Autors Xenophon ist ein wesentlicher Bestandteil zum Verständnis seines Werkes, doch die Beschreibung des Lebenswegs Xenophons gestaltet sich schwierig, denn es sind kaum Quellen zu seinem Leben vorhanden. Die Quellen, die überliefert wurden, sind meist von Xenophon selbst geschrieben und bereiten den Forschern oftmals chronologische Schwierigkeiten. Doch auch aus diesen Angaben können wesentliche Stationen seines Wirkens konstruiert werden.
Xenophon wurde um 430 in Athen geboren und gehörte mit seiner Familie dem wohlhabenden Ritterstand an. In seiner Kindheit erlebte er den Peloponnesischen Krieg in seiner Heimat und diente später in der athenischen Reiterei. Zu dieser Zeit lernte er auch Sokrates kennen und war von ihm, wie viele seiner vermögenden Zeitgenossen, fasziniert. Als die Spartaner nach dem Sieg über Athen die „Herrschaft der 30“ in Athen etablierten, gehörte Xenophon immer noch zu den berittenen Soldaten und stellte sich gegen die demokratische Opposition. 401 schloss er sich Kyros, der seinen Bruder, den Großkönig der Perser, ablösen wollte, an. Nachdem Kyros in der „Schlacht bei Kunaxa“ fiel, waren es unter anderem Xenophon und der Spartaner Cheirisophos, die die zehntausend griechischen Söldner wieder nach Kleinasien geleiteten. Dort angekommen schloss sich Xenophon erst dem thrakischen Herrscher Seuthes an und erhielt eine Position als Offizier. 399 unterstellte er die Reste seiner Armee dem spartanischen General Thibron und zog mit ihm gegen die Perser zur Befreiung der ionischen Poleis. In den dortigen Kämpfen bewährte sich Xenophon und diente schließlich unter dem Kommando des Königs von Sparta, Agesilaos. Als es im griechischen Mutterland zum Aufstand der Städte Argos, Athen, Korinth und Theben gegen Sparta kam, folgte Xenophon dem spartanischen König und siegte mit ihm in der „Schlacht von Koroneia.“ Vermutet wird, dass er daraufhin aus Athen verbannt wurde. Dies nahm sich
2 Stefan Rebenich, Xenophon, Die Verfassung der Spartaner. hrsg., übers. und erl. von Stefan Rebenich. S. 51. Anschnitt 1, 1. Darmstadt 1998.
3 Ernst Baltrusch, Sparta. Geschichte, Gesellschaft, Kultur. S. 63. München 1998
4 Eine genauere Biographie Xenophons ist zu finden in Stefan Rebenich, Xenophon, Die Verfassung der Spartaner. hrsg., übers. und erl. von Stefan Rebenich. S. 3ff. Darmstadt 1998. Des Weiteren in J.K. Anderson, Xenophon, London 1974.
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Arbeit zitieren:
Georg Koch, 2007, Die Erziehung der Spartaner, München, GRIN Verlag GmbH
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