I. GLIEDERUNG
I. GLIEDERUNG 2
1. EINLEITUNG 3
2. ETHIK UND MORAL 4
3. WAS IST FÜHRUNG? 7
3.1. VORAUSSETZUNGEN DES FÜHRENS 7
3.2. ETHISCHE PRINZIPIEN. 8
4. FÜHRUNGSETHIK. 9
4.1. DIE AUFGABE DER FÜHRUNGSETHIK 10
4.2. ETHISCHE MITARBEITERFÜHRUNG 12
4.3. ETHISCHE KUNDENBEZIEHUNG 14
5. PROBLEMFELDER DER FÜHRUNGSETHIK. 14
5.1. REAKTIONEN AUF ETHISCHE ZUMUTUNGEN. 14
5.2. QUANTIFIZIERUNG DER FÜHRUNGSETHIK. 15
5.3. ERLERNBARKEIT DER ETHIK 16
6. FAZIT 17
II. LITERATURVERZEICHNIS 18
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1. EINLEITUNG
Die ethische Verantwortung von Unternehmungen befasst sich mit den ethischen Fragen der Berechtigung der Begrenzung und der verantwortungsvollen Ausübung von Weisungsbefugnissen von
Führungskräften, Entscheidungsträger, in Bezug auf ihre Mitarbeiter. 1 Je weitreichender die Konsequenzen der Entscheidungen einer Führungsfunktion sind, desto wichtiger ist eine ethische Sensibilisierung des
Entscheidungsverhaltens der jeweiligen Stelleninhaber. Ausdrücke wie Management- Philosophie, Ethikkodizes oder schlichtweg business ethics tauchen im alltäglichen Sprachgebrauch immer häufiger auf. Aus diesem Sachverhalt kann gefolgert werden, „dass [heute] Werte eine neue Relevanz bekommen“. 2 Ethik wird bei Unternehmen bereits als ein Wettbewerbsfaktor- bzw. -vorteil betrachtet. Eine Führung unter ethischen Gesichtspunkten wird immer häufiger als selbstverständlich angesehen. Hierbei stellt sich die Frage, nach welchen Bewertungskriterien vorgegangen wird. Zuerst sollten die Begriffe Ethik und Führen näher bestimmt werden um sich auf die Grundzüge der Führungsethik auszuweiten, sowie die Situation von Unternehmungen grob umzureißen.
Diese Arbeit liefert einen Überblick über die bisherigen Beiträge zu Führungsethik. Ausgehend von der Klärung des Begriffs Ethik, wird versucht aufzuzeigen, welchen Herausforderungen Führungskräfte in Unternehmen sich heute zu stellen haben. Im Anschluss wird versucht zu klären, was Führung eigentlich bedeutet. In Anlehnung an JÄGER (2000) werden die Mängel der bisherigen Beiträge bzw. Ansätze von Führungsethik vorgelegt. Letztendlich leistet die Arbeit nur das Aufzeigen der Problematik von Führungsethik und stellt keine Bedeutung bzw. Konsequenzen für das betriebliche Lernen her.
1 vgl. Ulrich, (1995),S.562
2 Zit. nach Wollert, (1994) S.43
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2. ETHIK UND MORAL
Eine begriffliche Unterscheidung vorzunehmen ist erforderlich, um den Terminus Ethik näher bestimmen zu können. Die Ausdrücke Ethik und Moral werden im alltäglichen Sprachgebrauch vielmals gleichbedeutend gebraucht. Die Wortwurzeln liegen in verschiedenen Kulturkreisen und es existiert ein wesentlicher Bedeutungsunterschied.
ETHIK M ORAL
• Lässt sich auf die griechische • Stammt ursprünglich aus dem Sprache zurückführen Lateinischen • Hauptinteresse der Ethik als • Unter diesem Ausdruck ist
praktische Philosophie seit Platon generell„eine in der Gesellschaft und Aristoteles ist es, diese übliche Menge von vorherrschende Moral einer Verhaltensnormen - im Sinne von kritischen Untersuchung zu gesellschaftlich erwarteten oder unterziehen, d.h. „die Grundsätze sanktionierten Sitten oder gar spezifischer Gruppensitten“ zu guten und gerechten Handelns zu begründen und zu rechtfertigen“. 3 verstehen. 6 Ethik kann somit als das • „Der Reflektieren über moralische Bestand an faktisch Normen und Werte verstanden herrschenden Normen eines abgegrenzten Kulturkreises“. 7 werden.
• „Das methodisch disziplinierte • Moralisch entscheidet, wer
Nachdenken über diese faktisch berücksichtigt, dass die
herrschenden Moralen“ 4 . beabsichtigte Handlung
3 Zit. nach Lenk,(1997),S.6
4 Zit. nach Steinmann/Löhr,(1991),S.7
5 vgl. Ulrich (1995),S.563
6 Zit. Lenk,(1997),S.6
7 Zit. Steinmann/Löhr (1991),S.7
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ETHIK
MORAL
von anderen und
•
Ethik reflektiert moralische
-
vondem oder Handelnden Anschauungen und Handlungs-
-
selbst Orientierungen kritisch ihrer im Bewertungsschema (sittlich) Geltungsansprüche.
5 -
DerWirtschaftsethiker Peter Koslowski formuliert diese Theorie der Ethik in seinem Buch, Prinzipien der Ethischen Ökonomie‘ (1988) wie folgt: „ Die allgemeine ethische Theorie analysiert die Haltungen, Vorzugshandlungen und Regeln für die Koordination von Handlungen und macht präskriptive, normative Aussagen über die Gesolltheit von Handlungen, Präferenzen und Regeln. Sie zielt ab auf die Klärung und Verbesserung der Gewohnheiten der Individuen, ihrer Präferenzen und Regeln, durch die sie ihre Handlungen mit denen anderer koordinieren“.
8 vgl. Neuberger,(2002),S.732
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Abb.: Hypothetische Verteilungskurve moralischen Handelns bei Managern. 9 Grundsätzliche Darstellung der Ergebnisse der theoretischen und empirischen Moralforschung:
„Nur wer eine hohe moralische Urteilsfähigkeit besitzt, das heißt, nur wer fähig ist, seine vorgefassten Meinungen auf der Grundlage moralischer Prinzipien zu reflektieren, viele Aspekte einer Situation zu berücksichtigen und auf die Meinungen und Argumente von Andersdenkenden zu achten, kann ‚gute‘ Entscheidungen treffen“. 10
Nach unterschiedlichen Befragungen wird deutlich, dass sich höchstens 5-10% der Topmanager moralisch verhalten, 15-20% dagegen unmoralisches Verhalten zeigen. 11
9 Grunwald,(2005),S.76
10 Zit., Lind,(2000),S.268
11 Vgl. Grunwald,(2005),S.76
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Arbeit zitieren:
Deniz Aydin, 2008, Führungsethik - Die ethische Verantwortung von Unternehmungen, München, GRIN Verlag GmbH
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