Inhaltsverzeichnis
Einleitung : 3
1) Warum beschäftigen wir uns mit Spielen fremder Kulturen? 3
1.1) Spiel ist nicht gleich Spiel. 4
1.2) Was uns verbindet. 5
2) Die Herausbildung grundlegender Eigenschaften des Menschen durch Spiele 6
3) Darlegung an ausgewählten Beispielen 6
3.1) Der Sprung 6
3.2.) Kampfsysteme. 7
4) Anwendungsbeispiele für den Sportunterricht. 7
4.1) Bintang aleah: Ein Spiel mit wenig Regeln und viel Erleben 8
4.1.1) Die Spielidee 8
4.1.2) Variationen des Spiels. 9
4.1.3) Vorgehensweise im Unterricht. 10
4.2) Labu labu: Ein indonesisches Fangspiel 10
4.2.1) Die Spielidee 11
4.2.2) Spielstrukturen 11
4.3) Fazit des Abschnittes 12
5) Der Melonenspieltanz der Kalahari - Buschleute 12
5.1) Kultureller Hintergrund. 12
5.2) Der Tanz. 13
5.3) Der Melonenspieltanz im Schulunterricht 14
Literatur. 15
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Spiele erlauben es uns, zu träumen und ein Gleichgewicht der Möglichkeiten unter allen Menschen herzustellen. Dies ist ein seltener Augenblick, in dem wir alle gleich sind.
Einleitung:
Die Frage nach Spielen fremder Kulturen kann mit Sicherheit nicht isoliert betrachtet werden. Sie steht im Kontext mehrerer Überlegungen: Zum Einen steckt im Begriff der Kultur die Gesamtheit typischer Lebensformen größerer Menschengruppen, einschließlich ihrer sportlichen und geistigen Aktivitäten. Hierzu zählen Werteinstellungen, Traditionen, Wissensvermittlung, Erkenntnis, ethische und ästhetische Bedürfnisse. Zum Anderen finden wir in Kulturen, egal welchen Teil der Erde wir betrachten, stets den Ausdruck zwischenmenschlicher Beziehungen. Kultur geht also gleichsam auch mit Kommunikation und Verständigung einher.
Spiele können unter anderem eine Art von Verständigung darstellen, sie können uns als Türöffner fremder Länder und Kulturen dienen. Sie helfen, das Fremde fassbar zu machen oder zu erleben. In der vorliegenden Arbeit sollen einige Spiele fremder Kulturen vorgestellt werden, wobei die Faszination für spezifische Spielformen diese Arbeit begleiten wird.
1) Warum beschäftigen wir uns mit Spielen fremder Kulturen?
Es gibt eine Vielzahl von Spielen, die häufig aus den vorhandenen Bedingungen eines Landes oder Gebietes entstehen. Dazu zählen klimatische Verhältnisse, Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder zur Verfügung stehende Spielgeräte. Smidt betont „durch eine Anpassung an anderer Bedingungen ließen sich nun manche Spiele von anderen Völkern übernehmen, was eine Bereicherung der eigenen Spielkultur bedeuten könnte. Ein solcher „Kulturaustausch“ auf dem Sektor der Bewegungskultur ist bisher allerdings recht einseitig verlaufen.“ (Smidt in: Jost 1991, S.131). Das heißt, „die Spiele des modernen Sports als Produkt industrialisierter Gesellschaften haben sich in anderen Ländern entweder gleichwertig neben traditionelle Bewegungsformen gestellt, diese völlig verdrängt oder einen Integrationsprozess von Tradition und Moderne im Sinn einer ‚Versportung‘ vollzogen“ (ebd.).
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Umgedreht haben sich in unserer Kultur nur die Spiel- bzw. Bewegungsformen etabliert, die auch den Regeln des modernen Sports unterliegen. „Der Sport ist sozusagen ein Medium für Kulturtransfer“ (ebd.). Gut sichtbar ist dies zum Beispiel bei den asiatischen Kampfsportarten, weniger im Vordergrund stehen dagegen bei uns fremde traditionelle Bewegungsspiele. Smidt spricht bei diesem Phänomen davon, dass hier (bei den Bewegungsspielen) bisher kein Kulturausgleich stattgefunden hat.
Wenn es gelingt diese Einbahnstraße abzubauen, findet man in vielen Spielen die Idee des kooperativen Handelns, die einen wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen in unserer Gesellschaft leisten kann.
1.1) Spiel ist nicht gleich Spiel
In vielen Spielen spiegelt sich das Leben eines Volkes wider. Das bedeutet auch, manche uns unverständliche Spielnamen werden erst begriffen, wenn man den geschichtlichen Zusammenhänge betrachtet. Alle Völker haben ihre Spiele. Sieht man sich dabei das reine Kinderspiel an, so findet man darin immer auch Spielformen von Kulturvölkern des Altertums oder von den Naturvölkern der Gegenwart. Stets handelt es sich im Prinzip um eine Auseinandersetzung des Kindes bzw. des Spielers mit seiner Umwelt. Spiele im Sinne von sportlicher Aktivität können sehr unterschiedlich sein, sowohl in ihrer Intensität, ihrem Charakter oder in ihrem Ursprung. Dabei kann man folgende Kriterien festhalten, die wir in Variationen bei allen Spielen fremder Kulturen im Ansatz wieder finden. Hierzu zählen beispielsweise:
⋅ in vielen Spielen spiegelt sich der Kampf zwischen „Gut und Böse“, zwischen „Tag und Nacht“ wider
⋅ Verbundenheit der Bewohner bestimmter Landstriche mit ihrer Arbeit, mit den Begebenheiten des täglichen Lebens (Heimatliebe, Bodenständigkeit) ⋅ praktischer Ursprung von Spielformen zum Beispiel Staffelspielen (historische Stafetten oder Eilbotenläufe)
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Arbeit zitieren:
Reiner Kapinus, 2008, Spiele aus anderen Kulturen, München, GRIN Verlag GmbH
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