Inhalt
1. Einleitung 3
2. Sachanalyse 3
2.1 Autorin und Werk 3
2.2 Inhaltsangabe 5
2.3 Motive in Sommerhaus, später 6
2.4 Strukturelle Analyse. 7
3. Didaktische Analyse. 9
3.1 Gegenwartsbedeutung 9
3.2 Zukunftsbedeutung 10
3.2 Exemplarische Bedeutung 11
3.4 Zugänglichkeit. 11
4. Literaturverzeichnis 13
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1. Einleitung
Ich habe bewusst eine Kurzgeschichte der so genannten ‚jungen deutschsprachigen Literatur‘ gewählt, da man den Schülern einen Einblick‘ in alle Bereiche der Literatur gewähren sollte. Jedes Werk erlaubt einen Einblick in die Lebenswelt in der es verfasst wurde. Das vorliegende Werk wurde 1998 verfasst und ist damit der Lebenswelt der Schüler sehr nah. Darüberhinaus thematisiert es Themen, wie beispielsweise die Problematik der Identitätsfindung, die Schülerinnen und Schüler unmittelbar betreffen.
Der erste Teil dieser Analyse beschäftigt sich mit dem Lerngegenstand und erläutert damit die Struktur des Inhalts. Die Frage nach der Struktur des Inhalts soll laut Klafki nicht rein fachwissenschaftlich betrachtet werden. Der Fachwissenschaft komme eine regulative Funktion zu (vgl. Jank, Meyer 2002: 226): zwar solle das Thema fachwissenschaftlich korrekt formuliert sein, doch vor allem sollen an diesem Punkt „didaktisch relevante und fruchtbare Fragen“ (Jank, Meyer 2002: 226) an das Thema gestellt werden. Daher erläutert die folgende Sachanalyse nur Punkte, die auch für den Unterricht geeignet und von Bedeutung sind. Auf die Sachanalyse folgt die didaktische Analyse, welche die Gegenwarts-, Zukunfts- und exemplarische Bedeutung sowie die Zugänglichkeit des Themas beschreibt.
2. Sachanalyse
Im ersten Teil dieser didaktischen Analyse erfolgt eine fachwissenschaftliche Sachanalyse der Kurzgeschichte Sommerhaus, später von Judith Hermann.
Zunächst wird die Autorin sowie die Rezeption des gleichnamigen Erzählungsbandes vorgestellt, darauf folgt eine inhaltliche und stilistische Analyse des Lerngegenstandes.
2.1 Autorin und Werk
Die Autorin Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Sie wuchs in einem Künstlerhaushalt im Berliner Stadtteil Neukölln auf (vgl. Spiegel 7.12.1998).
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Nach ihrem Studium der Germanistik und Philosophie begann sie eine Ausbildung an der Journalistenschule in Berlin. Bei einem Workshop im Literarischen Colloquium Berlin wurde sie 1997 „entdeckt“ und gefördert (vgl. Mannsbrügge 2005:140). Der Erzählungsband Sommerhaus, später war ihr Debüt als Autorin und wurde außerordentlich positiv rezipiert 1 . Darüber hinaus ist das Werk bereits in den Lehrplänen einiger Bundesländer wiederzufinden. Die Wirkung von Sommerhaus, später spiegelt sich in 250.000 verkauften Exemplaren wieder. Auch ihr zweiter Erzählungsband Nichts als Gespenster, der 2003 erschien, war sehr erfolgreich. Die Erzählungen Hermanns beschreiben Begegnungen von Menschen im Alter von circa dreißig Jahren in Berlin (vgl. Mannsbrügge 2005:126). Die Protagonisten sind „leicht aus der Bahn geworfene Gegenwartsmenschen“ (Spiegel 7.12.1998), die viel Melancholie und Verlorenheit ausstrahlen. Mögliche Lebensentwürfe, (verpasste) Träume und utopische Orte gehören zu den Hauptthemen der Kurzgeschichten. Eine mögliche Veränderung des Lebens wird von den Protagonisten zwar in Betracht gezogen, jedoch nicht verwirklicht. Die Kurzgeschichten artikulieren also laut Hellmuth Karasek („Literarisches Quartett“, ZDF) einen „sehr traurig machenden Sound einer neuen Generation“. Damit wird Judith Hermann als „Sprachrohr einer Generation stilisiert“ (Mannsbrügge 2005:126), die mit Bezeichnungen wie Generation Golf oder ‚Kinder der 68er‘-Generation verallgemeinert wird. Dabei schreibe sie nach eigenen Angaben einfach über sich und ein paar Menschen um sie herum (vgl. Spiegel 7.12.1998). Und auch Michael Naumann betont in seiner Rede zur Verleihung des Kleist-Preises, dass die Dinge und Menschen, die sie beschreibt „[…]auch ohne die Beigabe der Gegenwart wahr und wirklich sind“ (Mannsbrügge 2005:128).
Das vorherrschende Gefühl der Melancholie in den Erzählungen wird durch die klare, fast karge Schreibeweise getragen, welche sich auch im ersten Satz von Sommerhaus, später wiederspiegelt: „Stein fand das Haus im Winter“ (S.139).
1 1999 Hugo-Ball-Förderpreis; 2001 Kleist-Preis
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Arbeit zitieren:
Lisa Sangmeister, 2008, Judith Hermann: Sommerhaus, später - Eine didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki, München, GRIN Verlag GmbH
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