Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einführung 1
2. Grundlagen: Derivative Instrumente zur Kreditrisikominderung 2
3. Credit Default Swaps als Beispiel für Kreditderivate 4
3.1 Ausgestaltung 4
3.2 Anwendungen und Auswirkungen auf den Finanzmarkt 6
4. Weiterentwicklung des Marktes für CDS 9
4.1 CDS-Indizes als Beispiel für die Weiterentwicklung des CDS-Marktes 9
4.2 Risiken von CDS am Beispiel der Finanzkrise 12
4.3 Zukünftige Entwicklungen auf dem Markt für CDS 14
5. Fazit 15
Literaturverzeichnis 17
I
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Grundstruktur eines Credit Default Swaps
Abb. 2: Die standardisierten Tranchen des iTraxx Europe
Abb. 3: Der CDS-Markt als „Brandbeschleuniger“ der Finanzkrise
II
Abkürzungsverzeichnis
Bafin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BBA British Bankers’ Association CDS Credit Default Swap CDX Credit Default Swap Indizes CLN Credit Linked Note i.d.R. in der Regel ISDA International Swaps and Derivatives Association Vgl. Vergleiche
III
1. Einführung
Ein jeder Kredit ist mit einem Kreditrisiko behaftet, dem Risiko des Ausfalls der entsprechenden Adresse. 1 Zwar kompensieren Banken dieses Risiko durch entsprechende Zinsaufschläge, doch für eine vollkommene Eliminierung des Kreditrisikos mussten Banken bis zum Ende des letzten Jahrhunderts zu Versicherungen greifen. Solche klassischen Versicherungen werden inzwischen Vielfach durch die modernen Instrumente des Kreditrisikotransfers, die Kreditderivate 2 abgelöst, da sie es ermöglichen, das Ausfallrisiko auf andere Marktteilnehmer zu übertragen und aus den eigenen Büchern zu tilgen. So können Konzentrationsrisiken abgebaut werden, wodurch sich wiederum der Handlungsspielraum der Banken vergrößert. 3 Angesichts ihrer Vorteile gegenüber traditionellen Versicherungen, zu denen letztlich auch die variable Gestaltbarkeit hinsichtlich der Präferenzen der Kontraktpartner und eine fehlende Regulierung gehören, haben Kreditderivate in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum erlebt. 4
Der Starinvestor Warren Buffet bezeichnete Kreditderivate jedoch einst als „finanzielle Massenvernichtungswaffen“. 5 Dieses Zitat spiegelt eine weit verbreitete Meinung bezüglich dieser Instrumente wieder, besonders da sie in der aktuellen Finanzkrise eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Die vorliegende Arbeit erläutert zunächst die Funktionsweise von Kreditderivaten mit einem besonderen Fokus auf ihre dominanteste Gruppe, die Credit Default Swaps, und geht anschließend auf ihre Risiken am Beispiel der aktuellen Finanzkrise ein.
1 Das Kreditrisiko beschreibt das Bonitätsrisiko, also das Risiko des Ausfalls einer Adresse.
vgl. hierzu Deutsche Bundesbank (2004a), S.28.
2 Definition/Erläuterung von Kreditderivaten siehe Kapitel 2.1.
3 Vgl. Norden, L. (2005), S.5ff.
4 Vgl. Deutsche Bundesbank (2004a), S.28.
5 Vgl. Varchaver, N., & Benner, K. (2008), S.135.
1
2. Grundlagen: Derivative Instrumente zur Kreditrisikominderung
Kreditderivate sind moderne Instrumente des Kreditrisikotransfers, welche durch eine Separierung des Kreditrisikos vom Finanzierungsvorgang dieses Risiko getrennt handelbar machen. 6 Somit ist es möglich, das Ausfallrisiko einer großen Gruppe von Marktteilnehmern zugänglich zu machen, die willens und in der Lage sind, das Risiko gegen eine Prämie auf sich zu nehmen. 7 Die sechs definierten Konstruktionsbausteine eines jeden Kreditderivates führen zu einer Vielzahl verschiedener Produkte und werden im Folgenden näher erläutert.
Um unerwünschte Haftungsverhältnisse zu vermeiden, ist bei allen Konstruktionen zunächst eine klare Abgrenzung der Vertragspartner in Sicherungskäufer (Protection Buyer) und Sicherungsverkäufer (Protection Seller) essenziell. 8
Ein weiterer Baustein ist die Festlegung eines Basis- oder Referenzaktivums (Underlying). Es kann in Form einzelner Kreditpositionen (bestehend aus Buch- oder Briefkrediten), Kreditportfolios, Teilen dieser Portfolios (Baskets), Indizes (auf welche in Kapitel 4.1 ausführlich eingegangen wird) oder sonstigen synthetisch gebildeten Einheiten vorliegen. 9 Grundlegend ist hierbei i.d.R. auch die Festlegung eines Ausgangs- oder Nennwertes. Bezüglich der Art des Referenzaktivums haben Befragungen im deutschsprachigem Raum ergeben, dass zum Zweck der Unterlegung von Kreditderivaten die Präferenzen von Kreditinstituten bei Anleihen von Großunternehmen, aber auch Kreditinstituten und öffentlichen Institutionen oder Staaten, liegen. Die Entscheidung für ein solches Referenzaktivum liegt begründet in einer informationseffizienten Marktbewertung, da genannte Finanztitel einem
6 Vgl. Deutsche Bundesbank. (2004a), S.2.
7 Vgl. The Joint Forum. (2008), S.2.
8 Vgl. Rudolph, B. (2007b), S.64 ff; Heidenreich, M. (2007), S. 765ff.
9 Vgl. Norden, L. (2004), S.13-17; Rudolph, B., & Schäfer, K. (2005), S.173.
2
Arbeit zitieren:
Julia Jossen, 2008, Kreditrisikominderung mit Kreditderivaten, München, GRIN Verlag GmbH
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