Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 3
1. Der politische Konsument. 3
2. Es geht auch anders 4
2.1 Markenkleidung. 4
2.2 Lebensmittel am Beispiel Kaffee. 7
2.3 Die Pax Bank. 9
3. Die Rolle der Medien 11
4. Resümee. 12
Literaturverzeichnis : 13
2
Einleitung
Theoretisch ist uns alle klar, dass eine Jeanshose für 5 Euro vermutlich nicht so hergestellt wurde, dass wir es moralisch vertreten würden. Der Konsument lässt sich vielmehr oft genug lenken; von Billigangeboten, der Werbung und dem eigenen finanziellen Budget. Oft denken wir beim Einkaufen nicht über die Konsequenzen unseres Kaufverhaltens nach. Undurchsichtige Unternehmensführungen erschweren es uns zusätzlich, den Überblick zu behalten.
Was kann nun jeder Einzelne tun, um die Globalisierung ein Stück gerechter und lohnender für die Arbeiter in den Niedriglohnländern tun?
1. Der politische Konsument
Viele Konsumenten sind bis heute der Ansicht, dass an dem „Ist - Zustand“ nichts geändert werden kann. Viele Einzelne achten nur auf ihren Geldbeutel und ignorieren alles Weitere. Gekauft wird das, was am billigsten ist, oder scheint. Die Aussage, dass wir dem Markt machtlos gegenüber stehen, ist jedoch längst widerlegt. Durch das Kaufverhalten jedes Einzelnen wird der Markt gesteuert. Nur weil wir Eier aus Käfighaltung kaufen, gibt es Käfighaltung, und nur weil wir den Kaffee gern möglichst billig kaufen möchten, werden Menschen ausgebeutet. Unternehmen reagieren auf das Kaufverhalten ihrer Zielgruppe schneller als jeder Gesetzesentwurf 1 .
Ein gutes Beispiel für die Macht, die die Konsumenten auf die Unternehmen ausüben können, war die Reaktion der Masse auf die Versenkung der Ölplattform Brent Spar von Shell. Viele Kunden umfuhren großzügig sämtliche Tankstellen des Konzerns und brachte diesen damit schließlich zum einlenken. Eingeführt wurde der Begriff des Politischen Konsumenten von dem Soziologen Ulrich Beck. Er bezeichnet ihn als bisher leider noch wenig entfachte Gegenmacht zur globalen Zivilgesellschaft 2 . Ulrich Beck bezeichnet den Kaufakt des
1 Die Einkaufsrevolution: Seite 22
2 Die Einkaufsrevolution: Seite 21
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Konsumenten als Stimmzettel, den er immer und überall politisch anwenden kann 3 . Übertragen bedeutet dies, dass jeder einzelne die Politik und die einzelnen Unternehmen zum umdenken bringen kann. Der Verbraucher hat es in der Hand, ob er ein bestimmtes Produkt kauft, oder nicht. Dem Markt nicht mehr blind zu vertrauen, sondern sich davon zu emanzipieren, und sich bewusst für oder gegen ein Produkt zu entscheiden.
2. Es geht auch anders
Immer mehr Menschen entdecken diese Macht und nutzen sie in den verschiedensten Bereichen ihres Lebens. Viele Prominente machen es vor, und wer nur noch an seinen eigenen Vorteil denkt, ist verpönt. Diese Tatsache ist auch vielen Unternehmen bewusst und zwingt diese zum Umdenken. Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen:
2.1 Markenkleidung
Um den neuen Wünschen der Zielgruppe nachzukommen, haben viele Markenlabels die „politisch korrekte“ Linie entdeckt. Immer mehr Designer und Modehersteller setzen auf die Mischung zwischen toller Kleidung und Moral. Öko - Labels boomen und eigene Ethik Kollektionen erscheinen auf dem Markt. Die Jeansmarke Levis kommt diesem Trend beispielsweise mit ihrer Öko Marke „Levis - Eco“ nach, H & M brachte eine Kollektion von Bio Baby Kleidung heraus. Diese Marken sollen dem Verbraucher politisch korrekte Ware garantieren. Die Arbeitsbedingungen, unter denen sie hergestellt wurden, sind menschenwürdig.
Nicht wie in Bangladesch. Dort stürzte im April 2005 die Textilfabrik „Spectrum Sweater“ in sich zusammen. Grund für den Einsturz waren die oberen fünf Stockwerke, die nachträglich und ohne Genehmigung auf das bestehende Gebäude aufgesetzt wurden. Obwohl der Unfall um Mitternacht geschah, wurde in der Firma
3 http://www.politikundprotest.de Zugriff am 5.1.08
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Arbeit zitieren:
Dipl.Sozialarbeiterin (FH) Stefanie Doppstädt, 2008, Politik im Einkaufskorb, München, GRIN Verlag GmbH
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