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Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 1
2 Modernisierung, Globalisierung, funktionale Differenzierung und
Netzwerkgesellschaften 2
3 Die europäische Stadt im Wandel 4
4 Armut und Ausgrenzung 5
5 Ambivalenz der Exklusion 7
6 Räumliche Segregation benachteiligter Stadtquartiere 9
6.1 Ursachen und Wirkung sozialer Exklusion im Städtischen 9
6.2 Ausgrenzende Orte am Beispiel der Hamburger Stadteile St. Pauli
und Mümmelmannsberg 10
7 Slums und informelle Arbeit 15
7.1 Entwicklung der Slums 15
7.2 Der informelle Arbeitsmarkt 17
8 Fazit und Ausblick 19
Verwendete Literatur 20
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildungen
Abbildung 1: Das innerstädtische Altbauquartier St. Pauli 12
Abbildung 2: Die Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg 13
Abbildung 3: Weltweite Populationsentwicklung in städtischen und ländlichen Gebieten 16
III
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Politischen und soziologischen Debatten oder Veröffentlichungen sowie Diskussionen in den Medien beschäftigen sich seit einigen Jahren wieder häufiger mit dem Thema der sozialen Ungleichheit. Dieses Phänomen ist nichts neues, allerdings stellte es in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, insbesondere in den europäischen Wohlfahrtsstaaten keine dringliche Problematik dar. Mit der zunehmenden Globalisierung und der damit einhergehenden Transformation der Arbeitsgesellschaft werden die sozialen Unterschiede wieder größer und dringen ins öffentliche Bewusstsein. Wie bei fast allen gesellschaftlichen Phänomenen sind auch die Folgen der zunehmenden sozialen Ungleichheit am häufigsten und ausgeprägtesten in Städten und Großstädten zu beobachten. Hier kommt es häufig zu Ausgrenzung und Stigmatisierung von Teilen der Bevölkerung. In Folge dessen wird von einer „neuen Unterschicht“ oder vom so genannten „Subproletariat“ gesprochen. Soziologen, vor allem Niklas Luhmann, verwendeten in diesem Zusammenhang den Begriff der Exklusion bzw. Vollexklusion. Sind dies nur soziologische Terminologien oder wird damit ein empirisch nachweisbares Phänomen urbaner Gesellschaften beschrieben?
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel sowohl theoretisch, als auch empirisch und analytisch diskutieren, wie der Begriff der Exklusion im städtischen Kontext zu verstehen ist. Des Weiteren sollen Ursachen und Folgen der Verschärfung urbaner sozialer Ungleichheit auf nationaler und internationaler Ebene erörtert werden. Im folgenden Kapitel werden einleitend theoretische Grundsätze der Modernisierung, Globalisierung, funktionalen Differenzierung und Netzwerkgesellschaft vorgestellt, die die Einbettung der Arbeit in aktuelle gesellschaftliche Prozesse verdeutlichen. Mit der historischen Entwicklung der europäischen Stadt, insbesondere im politischen und sozialen Kontext beschäftigt sich das dritte Kapitel. In Kapitel vier wird aufgezeigt wie Armut und Ausgrenzung in Verbindung stehen und welchen Einfluss der Wandel der sozialen Realität auf diese Prozesse hat.
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In welchen Dimensionen Exklusion stattfindet und wie sich dies auswirkt wird im fünften Teil der Arbeit dargestellt.
Kapitel sechs beschreibt die Prozesse der räumlichen Segregation theoretisch und anhand eines empirischen Beispiels der Stadt Hamburg. Danach folgt ein Perspektivwechsel auf die internationale Ebene, wobei die Entwicklung von Slums und informeller Arbeit in Entwicklungsländern thematisiert wird. Eine kurze Zusammenfassung und die Darstellung eigener Gedanken in Form eines Fazits und Ausblicks bilden den Abschluss dieser Arbeit.
2 Modernisierung, Globalisierung, funktionale Differenzierung und Netzwerkgesellschaften
Um aktuell auftretende Lokalisierungs- und Peripherisierungserscheinungen im gesellschaftstheoretischen Kontext zu verorten, werden hier einige theoretische Ansätze der Modernisierung, Globalisierung, funktionalen Differenzierung und Netzwerkgesellschaften vorgestellt.
GIDDENS (1994, S. 124ff in: DÜRRSCHMIDT, 2002, S.43) stellt Modernisierung und Globalisierung in seiner Theorie der „radikalisierten Moderne“ in ein enges Verhältnis. Die Konfiguration der zur (westlichen) Moderne gehörigen Dimensionen (institutional clusters of medernity) capitalism, industrialism, surveillance und military power ermöglichen und beschleunigen das Globalisieren der Moderne. Die Interaktion dieser Dimensionen führt zu ökonomischer Expansion, technologischer Effizienz und Zentralisation der administrativen Kontrolle. Der eigentliche Globalisierungsvorgang, der innerhalb der verschiedenen Dimensionen der Moderne stattfindet beruht nach Giddens (ebd. 49) auf drei Prozessen, welche sich gegenseitig ergänzen. Durch Time-space distanction werden räumliche und zeitliche Kontextualitäten von ihrer lokalen sozialkulturellen Einbettungen entkoppelt. Disembedding und reembedding sind Folgen dieses Prozesses und beschreiben das Herauslösen sozialer Beziehungen aus lokalen Interaktionsmustern und ihre Neustrukturierung über (ehemals) große Raum-Zeit Distanzen. Der dritte Prozess der (institutional) reflexivity stellt dar, wie Individuen und Institutionen im Zuge globaler Möglichkeiten und Verantwortungen ihre sozialen Praktiken transformieren (müssen), um diese aufrecht zu erhalten.
2
Robertson (ebd. 55) geht mit seinem Glocalization-Ansatz in eine etwas andere Richtung, indem er die Bedeutung lokaler Gemeinschaften in Zeiten der Globalisierung hervorhebt. So werden lokale Probleme immer öfter auf globaler Ebene diskutiert, wie z.B. die Rechte ethnischer Minoritäten und Ureinwohner. LUHMANN (1997, S. 742f.) definiert den Modernisierungsgrad einer Gesellschaft durch Form und Stärke ihrer funktionalen Systemdifferenzierung. Da sich der einzelne Mensch nicht nur einem Teilsystem zuordnen lässt, in das die Gesellschaft gegliedert ist gehört er nach LUHMANN (ebd. S.744) nicht zur Gesellschaft, sondern muss als Umwelt des Gesellschaftssystems begriffen werden.
Die Verlinkung der funktionalen Differenzierung und der Globalisierung vollzieht sich nach LUHMANN (ebd.809f) anhand der Etablierung eines Weltgesellschaftssystems, das die weltweit vollendete funktionale Ausdifferenzierung der gesellschaftlichen Teilsysteme voraussetzt. Territoriale Grenzen, wie sie durch Nationalstaaten vorgegeben werden wirken dann nur noch als segmentäre Differenzierungen innerhalb einzelner Funktionssysteme. Regionale Unterschiede greifen fördernd oder verhindernd in den Prozess der funktionalen Differenzierung ein. Dort wo die funktionale Differenzierung durch Korruption, Rassismus oder ähnliches eingeschränkt wird, wirkt die schon auf weltgesellschaftlicher Ebene durchgesetzte Struktur funktionaler Differenzierung als Bedingung für regionale Konditionierung. Um individuelle Ausgrenzungsprozesse im Zuge von Globalisierung und Regionalisierung beschreiben zu können eignet sich die Netzwerktheorie von MANUELL CASTELLS. CASTELLS (2001, S. 428f) veranschaulicht die Aufspaltung der Arbeiterschaft auf globaler Ebene in zwei Kategorien: die selbst programmierende Arbeitskraft und die routinisierte Arbeitskraft: Während erstere sich selbst schulen und an neue Arbeitsprozesse, Technologien und Informationsquellen anpassen können, sind die einfachen Arbeitskräfte austauschbar und konkurrieren auf der Suche nach Lohnarbeit mit Maschinen und ungelernten Arbeitskräften aus aller Welt. CASTELLS (ebd., S. 429) sieht dadurch neben Welt der Erwerbsarbeit eine Welt der Ausgegrenzten entstehen, die ihren Lebensunterhalt durch staatliche Wohlfahrt, dem (halb-)informellen Sektor oder Kriminalität bestreitet. „Aufgrund… fehlender politischer Entschlossenheit des Staates, diese strukturellen Trends zu korrigieren, wurden wir in den letzten 20 Jahren Zeuge eines dramatischen Anwachsens der Ungleichheit, der sozialen Polarisierung und sozialen Ausgrenzung in der gesamten
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Arbeit zitieren:
Karl Krauss, 2008, Lokalisierung des Sozialen – Peripherisierung im Städtischen?, München, GRIN Verlag GmbH
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Karl Krauss hat einen neuen Text hochgeladen
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