INHALTSVERZEICHNIS
Z U S A M M E N F A S S U N G S e i t e 3
1. GRUNDLAGEN EINLEITUNG 4
2. DAS SELBST 5
3. ARCHETYPEN 6
4. SELBST UND SELBSTBILD BEIM SICH ENTWICKELNDEN KIND 6
5. DIE BEDEUTUNG DER ARCHETYPEN FÜR DAS KIND 8
6. SELBSTBILDER DER ALLGEWALT 8
L I T E R A T U R 1 0
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ZUSAMMENFASSUNG
Obgleich C.G. JUNGs Theorie über das kollektive Unbewußte hauptsächlich für den erwachsenen Menschen konzipiert war, konnte besonders unter seinen Schülern die Bedeutung seiner Annahmen auch für das sich entwickelnde Kind herausgearbeitet werden. Die von JUNG eingeführten Begriffe bzw Prozesse wie Archetypus, Individuation etc. prägen demgemäß bereits die Entwicklung des Kindes praktisch von Geburt an und werden im Überblick dargestellt.
Schlagworte: Selbstverwirklichung - Individuation - ‘Ich’ und ‘Selbst’ - Mandala - Archetypen - Integrierung - Deintegrierung - Reintegrierung - allmächtiges Selbstgefühl - primitive Identität.
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1. GRUNDLAGEN | EINLEITUNG
Das Kind kann sich nur in der Beziehung zu seinen erwachsenen Vorbildern verwirklichen und entwickeln. Dabei können Gesundheit und Krankheit des Kindes von zwei Gesichtspunkten aus betrachtet werden. Der eine, den verschiedene Psychologen, unter ihnen C.G. JUNG, besonders betont haben, richtet sein Augenmerk auf den Einfluß, den die Eltern auf ihre Kinder ausüben. Die Grundsätze sind folgende: JUNG hat eine Theorie entwickelt, die behauptet, daß das sogenannte kollektive Unbewußte charakteristische archetypische Formen enthält. Er verband die, von den Patienten produzierten, Bilder mit ethnologischen, meist der Mythologie entnommenen Parallelen. Mit Hilfe dieser vergleichenden Methode entwickelte er eine Theorie von psychischen Strukturen, die mit der Geschichte der Zivilisation, in der das Individuum eingebettet ist, in Verbindung gebracht werden kann. Für die Therapie bedeutet das: „The analogies between ancient myths and the stories of modern patients are neither trivial nor accidential. They exist because the unconscious minds of modern man preserves the symbol-making capacity that once found expression in the beliefs and rituals of the primitive“ [HENDERSON, 1968].
Die Gesamtpersönlichkeit findet zu sich selbst, wenn sie sich von gegebenen Bedingungen (gesellschaftlicher, kultureller oder sozialer Natur) befreit und die Selbstverwirklichung wagt. Diesen Prozeß bezeichnet JUNG als Prozeß der Individuation. „Individuation bedeutet: zum Einzelwesen werden und, insofern wir unter Individualität unsere letzte und unvergleichbare Einzigartigkeit verstehen, zum eigenen Selbst werden. [JUNG, nach FÜRST, 1985]. Die Verwirklichung ist allerdings nur sinnvoll in der alltäglichen Existenz, dies meint „bejahende Zuwendung zum Leben, Berücksichtigung des Körpers und Beziehung zum anderen Menschen. [JUNG, nach FÜRST, 1985].
Der Prozeß der Individuation vollzieht sich zunehmend in der zweiten Lebenshälfte und ist für die Introjektion archetypischer und kollektiver Kulturformen verantwortlich. JUNG zeigte, daß eine fortschreitende Selbst-Verwirklichung dem erwachsenen Menschen ermöglicht, sich zu einer eigenen individuellen Haltung gegenüber der Gesellschaft und ihren Sitten durchzuringen.
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Arbeit zitieren:
Mag. Arno Krause, 1995, Selbst & Selbstkonzept bei C.G.Jung, München, GRIN Verlag GmbH
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