INHALT
ABK ÜRZUNGEN IV
1 ZUSAMMENFASSUNG. 2
2 EINLEITUNG 3
3 BEGRIFFSBESTIMMUNG 4
3.1 Kooperationen 4
3.2 Typen und Merkmale von Kooperationen. 4
3.3 Einkaufsgemeinschaften 5
3.3.1 Einkaufsgemeinschaften als horizontale Kooperationsform. 6
3.3.2 Einkaufsgemeinschaften als vertikale Kooperationsform. 6
3.4 B2B - Business-to-Business-Märkte 7
3.5 B2C - Business-to-Consumer-Märkte. 8
4 BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE THEORIEANSÄTZE. 9
4.1 Der betriebliche Leistungsprozess als Hauptfunktion. 9
4.2 Beweggründe für die Entstehung von Einkaufsgemeinschaften
- eine mikroökonomische Betrachtung 10
4.2.1 Gewinnmaximierung und Minimalprinzip. 11
4.2.2 Produktionskostentheorie 11
4.2.3 Economies of Scale und Economies of Scope 12
4.2.4 Transaktionskostentheorie. 13
5 EINKAUFSGEMEINSCHAFTEN IM B2B-BEREICH. 15
5.1 Entwicklung von Einkaufsgemeinschaften im B2B-Bereich. 15
5.2 Determinanten der Nachfragerbündelung. 16
5.2.1 Produktbezogene Determinanten 16
5.2.2 Nachfragerbezogene Determinanten 16
5.2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen. 17
5.3 Vorteile von Einkaufsgemeinschaften im B2B-Bereich. 17
5.3.1 Vorteile für Anbieter 17
5.3.2 Vorteile für Nachfrager 18
5.4 Nachteile von Einkaufsgemeinschaften im B2B-Bereich. 20
II
5.4.1 Nachteile für Anbieter. 20
5.4.2 Nachteile für Nachfrager. 20
5.5 Förderung von Einkaufsgemeinschaften durch den Anbieter. 21
5.6 Unterbindungsmöglichkeiten von Einkaufsgemeinschaften
durch den Anbieter 21
5.7 Zukünftige Entwicklungen und Auswirkungen 22
6 RESÜMEE. 23
7 LITERATURVERZEICHNIS 24
III
ABKÜRZUNGEN
B2B Business-to-Business
B2C Business-to-Consumer
EDI Electronic Data Interchange
EKG Einkaufsgemeinschaft
GWB Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
TCO Total Cost of Ownership
IV
1 ZUSAMMENFASSUNG
Die nachfolgende Seminararbeit soll einen Überblick über Einkaufsgemeinschaften im B2B-Bereich sowie deren Vor- und Nachteile geben.
Im ersten Teil werden die einzelnen Begriffe bestimmt und die verschiedenen Kooperationsformen näher erläutert und kategorisiert. Des Weiteren erfolgt die Unterscheidung zwischen den Begrifflichkeiten B2B-Handel und B2C-Handel.
Im zweiten Teil dieser Arbeit werden aus mikroökonomischer Perspektive heraus verschiedene Theorien mit Aspekten des kooperativen Einkaufs verknüpft. Die hieraus entstehenden Effekte geben Auskunft darüber, warum Einkaufsgemeinschaften auf B2B-Märkten überhaupt zustande kommen.
Den Mittelpunkt der Arbeit bildet der dritte Teil, die praktische Betrachtung von Einkaufsgemeinschaften. Hierbei wird auf die geschichtliche Entwicklung von Einkaufsgemeinschaften sowie im speziellen auf Vor- und Nachteile für Anbieter und Nachfrager eingegangen. Des Weiteren werden Möglichkeiten erörtert, wie Anbieter Einkaufsgemeinschaften fördern, aber auch unterbinden können.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, die unterschiedlichen Kooperationsformen herauszuarbeiten, die daraus entstehenden Vor- und Nachteile für die Marktteilnehmer aufzuzeigen, ökonomische und ökologische Auswirkungen darzustellen sowie die damit verbundene Stellung von B2B-Einkaufsgemeinschaften in einer Volkswirtschaft abzuleiten.
2
2 EINLEITUNG
Die deutsche Wirtschaft steht derzeit vor großen Herausforderungen.
Die zunehmende Globalisierung der Märkte und der Handelsbeziehungen, der ruinöse Verdrängungswettbewerb auf übersättigten Absatzmärkten sowie die spektakulären Fusionen und Unternehmensübernahmen sowohl im Handel als auch in der Industrie, führen dazu, dass sich immer mehr Unternehmen gezwungen sehen, effizienter und wirtschaftlicher zu handeln, um weiterhin wettbewerbsfähig am Markt agieren zu können.
Eine Pilotstudie des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2003 zeigt, dass unter den vorgenannten Aspekten Unternehmenskooperationen ständig an Bedeutung gewinnen (Statistisches Bundesamt 2007). Diese repräsentative Erhebung in Deutschland und anderen EU-Mitgliedsstaaten (Frankreich, Portugal, Dänemark und Schweden) ergab, dass eine Internationalisierung der Unternehmensvernetzung längst zum zentralen Wettbewerbsfaktor in dynamischen Märkten zählt. Viele Firmen stellen fest, dass die eigenen betrieblichen Ressourcen für die Unternehmensentwicklung und der damit verbundene Erfolg außerhalb der eigentlichen Unternehmensgrenzen liegen. Denn Unternehmenskooperationen sind eine wichtige Voraussetzung für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg (Statistisches Bundesamt 2007). Dazu gehören zunehmend auch Unternehmenskooperationen im Bereich der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen. Weil sich Wettbe-werbsvorteile auf reifen oder gesättigten Märkten immer seltener über die eigentliche Produktleistung auf der Absatzseite realisieren lassen, entwickeln Unternehmen neue strategische Ansätze, durch so genannte Nachfragerbündelung auf Beschaffungsseite alle Effizienzsteigerungspotenziale auszuschöpfen, um Synergieeffekte zu erzielen und die TCO zu senken (Klein 2004, S. 5).
3
3 BEGRIFFSBESTIMMUNG
Im folgenden und ersten Teil dieser Arbeit sollen die im Titel verwendeten Begriffe erklärt und Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede festgestellt werden.
3.1 Kooperationen
Unter dem Begriff Kooperationen versteht man Formen von formellen oder in-formellen Unternehmenszusammenschlüssen (zwei oder mehr Unternehmen), bei welchen die beteiligten Betriebe rechtlich und wirtschaftlich selbständig bleiben, wirtschaftlich jedoch nur in den Bereichen, die nicht Gegenstand der gemeinsamen Zusammenarbeit sind (Peters et al. 2005, S. 50). Die Kooperation ist durch freiwillige Teilnahme und freie Wahl der Kooperationspartner gekennzeichnet. Inhaltliches Wesensmerkmal ist eine vertraglich basierte ex ante-Planabstimmung zum Zweck, bestimmte betriebliche Teilfunktionen (hier: Beschaffung) koordiniert zusammenzulegen (Arnold 1997, S. 16). Ziel einer Kooperation ist, durch Ausgliederung von betrieblichen Teilfunktionen und gemeinsamer Ausübung von Aufgaben, die wirtschaftliche Situation der miteinander kooperierenden Betriebswirtschaften zu verbessern (Gerth 1971, S. 17).
3.2 Typen und Merkmale von Kooperationen
Unabhängig von den Marktverhältnissen unterscheidet man zwischen internen und externen Kooperationen (Staudt et al. 1999, S. 3-9). Interne Kooperationen findet man innerhalb einer Unternehmensgruppe oder eines Konzerns. Externe Kooperationen entstehen zwischen mindestens zwei selbständigen und voneinander unabhängigen Unternehmen. Grundlegendes Merkmal externer Kopperationen ist, dass trotz koordinierter Zusammenarbeit die beteiligten Unternehmen nach außen weiter autonom agieren und in einer Art Wettbewerbsverhältnis stehen (Hieronimus 2007, S. 6).
4
Dieses Spannungsverhältnis zwischen Kooperation und Wettbewerb wird als „coopetition“ bezeichnet (Wikipedia 2007e). Bezogen auf die Richtung werden horizontale, vertikale und diagonale Kooperationen unterschieden (Hagenhoff 2004, S. 10). Zusammenschlüsse auf horizontaler Ebene sind Vereinigungen von Unternehmen der gleichen Produktions- und Handelsstufe (z.B. mehrere Betonwarenhersteller). Zusammenschlüsse auf vertikaler Ebene entstehen durch Unternehmensvereinigungen von aufeinander folgenden Wertschöpfungsstufen. Diagonale Zusammenschlüsse liegen vor, wenn weder eine horizontale noch vertikale Verbindung erkennbar ist, sondern Unternehmen unterschiedlichster Branchen und/ oder verschiedenster Produktions- und Handelsstufen miteinander kooperieren (Hagenhoff 2004, S. 10).
3.3 Einkaufsgemeinschaften
Unter dem Begriff Einkaufsgemeinschaften werden verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit dem Ziel, durch Bündelung von Einkaufsvolumina bestmögliche Konditionen, Leistungen und Technologien auf Beschaffungsseite zu erzielen, zusammengefasst (Baumeister 2000, S. 11). Die Güterbeschaffung soll so optimiert werden, dass für alle Teilnehmer eine „Win-Win-Situation“ entsteht. Abbildung 1 verdeutlicht die grundlegendste Form der kooperativen Beschaffung. Hier fragen mehrere Unternehmen N x dasselbe Produkt nach und werden von einem gemeinsamen Anbieter A bedient.
Abb. 1: Nachfragerbündelung
5
Arbeit zitieren:
Konrad Höppner, 2007, Einkaufsgemeinschaften im Business-to-Business Bereich, München, GRIN Verlag GmbH
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