INHALT
ABK ÜRZUNGEN III
1 ZUSAMMENFASSUNG. 2
2 EINLEITUNG 3
3 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN. 5
3.1 Gesetzliche Grundlagen als Ausgangspunkt für das
Risikomanagement nach KonTraG. 5
3.1.1 Corporate Governance. 5
3.1.2 Gesetzliche Grundlagen und Inhalte des KonTraG. 6
3.2 Betriebswirtschaftliche Grundlagen als Ausgangspunkt für das
Risikomanagement nach KonTraG. 9
3.2.1 Controlling als Teil des betrieblichen Führungssystems 9
3.2.2 Risiko 10
3.2.3 Risikomanagement 12
3.2.3.1 Risikomanagement als Prozess 12
3.2.3.2 Das Risikomanagementsystem als praktisches Werkzeug der
Fr üherkennung 14
4 RISIKOMANAGEMENT NACH KONTRAG ALS AUFGABE DES
CONTROLLINGS 16
4.1 Controlling als Teil des Risikomanagements. 16
4.2 Risikocontrolling als Unterstützungssystem des
Risikomanagements 17
4.3 Beispielhafte Instrumente des Risikocontrollings und deren
Anwendung im Rahmen des Risikomanagements 17
4.3.1 Identifikation und Kategorisierung von Risiken 18
4.3.2 Risk-Map als Analyse- und Bewertungsinstrument von Risiken. 19
4.3.3 Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument von Risiken 20
4.3.4 Kontrolle und Überwachung von Risiken. 22
I
4.4 Risikocontrolling - Eine Zusammenfassung 23
4.5 Zukünftige Entwicklungen und Auswirkungen 24
5 RESÜMEE. 25
6 LITERATURVERZEICHNIS 26
II
ABKÜRZUNGEN
AktG Aktiengesetz
i.e.S. im engeren Sinne
i.w.S. im weiteren Sinne
HGB Handelsgesetzbuch
KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
u.a. und andere, unter anderem
III
1 ZUSAMMENFASSUNG
Die nachfolgende Seminararbeit soll einen Überblick über das Risikomanagement nach dem Gesetz zu Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) als Teil und Aufgabe des Controllings geben.
Im Ersten Teil werden aus gesetzlicher Perspektive heraus die Grundlagen und Inhalte des KonTraG erläutert sowie betriebswirtschaftliche Begriffe bestimmt. Des Weiteren werden die Bestandteile und Aufgaben eines Risikomanagementsystems näher erläutert.
Den Mittelpunkt der Arbeit bildet der Zweite Teil, die praktische Betrachtung des Risikomanagements nach dem KonTraG. Hierbei wird aus ökonomischer Perspektive heraus versucht, das System des Risikomanagements mit einem üblichen Controllingsystem zu verknüpfen. Des Weiteren werden einige Werkzeuge des üblichen Controllings aufgezeigt, welche um KonTraG-relevante Aspekte erweitert wurden. Diese werden im speziellen in ihrer Anwendung in den jeweiligen Phasen des Risikomanagementprozesses näher beschrieben.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Bestandteile für ein Risikomanagement nach KonTraG zu erarbeiten, diese mit vorhandenen Systemen des Controllings zu verknüpfen um somit Risikomanagement als Teil und Aufgabe des Controllings herauszustellen und adäquate Möglichkeiten zur Implementierung eines Risikomana- gementsystems im Controlling aufzuzeigen.
2 EINLEITUNG
Oberstes Ziel unternehmerischer Tätigkeit besteht in der Absicht, Gewinn zu erzielen. Diese Absicht wird nach betriebswirtschaftlicher Auffassung als langfristige Existenzsicherung eines marktwirtschaftlich orientierten Betriebes gesehen. 1 Die in einem Zielsystem von der Unternehmensführung gesetzten Zwischen- und Unterziele, wie etwa Marktmacht oder Erhaltung der Umwelt, stehen diesem Oberziel nach 2 . Gleichzeitig ist das Umfeld der Unternehmen heute dadurch gekennzeichnet, dass der Wettbewerb und die Unternehmenstätigkeit zunehmend globaler und internationaler werden. Wachsende Komplexität und weitere Dynamisierung der Umwelt sind ebenso festzustellen wie immer schlankere und dezentrale Unternehmensstrukturen. Daher unterliegen die Wirtschaftseinheiten bei der Zielverwirklichung bestimmten Unsicherheiten, denn der Kern unternehmerischen Handelns bedeutet gleichermaßen, dass Chancen nur genutzt werden können, wenn dabei auch Risiken einkalkuliert werden. 3
Interne Frühwarn-, Früherkennungs- und Frühaufklärungssysteme sind wichtige Bestandteile für eine wert- und erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung und sichern den Fortbestand einer Unternehmung. Jedoch vermitteln spektakuläre Unternehmenszusammenbrüche und Unternehmenskrisen der Vergangenheit (z. B. Balsam AG, Philipp Holzmann AG oder FlowTex GmbH & Co. KG) weiterhin den Eindruck, dass in vielen Unternehmen keine oder nur veraltete Kontrollsysteme zur Erkennung und Bewältigung von Risiken installiert sind. Daher gerieten in den letzten Jahren die Systeme der Unternehmensüberwachung wiederholt in die Kritik und gaben weltweit Anlass, die viele Rechtsnorm übergreifende Dis-
1Vgl. Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2000, S. 119
2 Vgl. Martin, Bär, Grundzüge des Risikomanagements nach KonTraG, 2002, S.1
3 Vgl. Weber, Einführung in das Controlling, 2002, S.411
3
kussion über gute Unternehmensführung und Überwachung, der so genannten Corporate Governance, zu intensivieren. In diesem thematischen Zusammenhang hat der Gesetzgeber in Deutschland auf die Schwächen solcher Kontrollsysteme reagiert und Überwachungs- und Kontrollstrukturen einer gesetzlichen Neuordnung unterzogen. Mit der Einführung des „Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz in Unternehmensbereich“ (KonTraG) als Teil der Corporate Governance hat der deutsche Gesetzgeber eine Rechtsnorm verabschiedet, mit der die Haftung von Vorstand, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfern erweitert wurde. Kernelement des Gesetzes ist es, dass Aktiengesellschaften und Aktiengesellschaften ähnliche Gesellschaften das Vorhandensein eines Systems zur Früherkennung von Unternehmensrisiken nachweisen. 4
Neun Jahre nach der Einführung des KonTraG scheint sich das Risikomanagement als notwendiger Bestandteil einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung etabliert zu haben. Eine Studie des Wirtschaftprüfungsunternehmens Ernst & Young aus dem Jahr 2005 zeigt, dass nahezu alle der 500 befragten Unternehmen über ein eingerichtetes Risikomanagementsystem nach den gesetzlichen Anforderungen verfügen. Über die reine Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verfahren und Methoden werden jedoch nur bei einer Minderheit der befragten Unternehmen umgesetzt. 5 Grund dafür ist die Tatsache, dass die inhaltliche Ausgestaltung bestehender Risikomanagementsysteme eine erhebliche Bandbreite aufweist. Grundsätzlich sind die Systeme überwiegend als Insellösungen ohne ausreichende Anbindung an die übrigen Managementsysteme wie etwa das Controlling konzipiert. Deren Erkenntniswert ist nicht selten gering und die Akzeptanz der Systeme im Unternehmen wird dadurch häufig untergraben. Umso wichtiger ist - im Hinblick auf eine wertorientierte Unternehmensführung - für die Implementierung eines Risikomanagementsystems nach KonTraG eine ganzheitliche Betrachtung des Unternehmens unter Einbeziehung aller Unternehmensbereiche, insbesondere die des Controllings.
4 Vgl. Horvath & Partners, Das Controlling-Konzept, 2003, S. 242
5 Vgl. Ernst & Young, Best Practice Survey “Risikomanagement 2005”, 2005, S. 7
4
3 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
Im nachfolgenden Kapitel werden aus rechtlicher Perspektive heraus die Begrifflichkeiten, Grundlagen und Gesetze näher beleuchtet, welche die Rahmenbedingungen für das Risikomanagement nach KonTraG bilden.
Darüber hinaus werden unter betriebswirtschaftlichen Aspekten die Begriffe Controlling und Risikomanagement beleuchtet. Ausgehend von einer Untersuchung und Kategorisierung relevanter Risiken wird der Prozess des Risikomanagements in seine Bestandteile zerlegt und näher analysiert. Die anschließende Betrachtung des Risikomanagements als System der Früherkennung bildet die Grundlage für die praxisbezogene Verknüpfung mit dem Unternehmensbereich Controlling als Subsystem des betrieblichen Führungssystems.
3.1 Gesetzliche Grundlagen als Ausgangspunkt für das Risikomanagement nach KonTraG
3.1.1 Corporate Governance
Unter dem Begriff Corporate Governance werden alle Methoden und Instrumente zur Leitung und Überwachung eines Unternehmens verstanden. In der Praxis wird deren Anwendung üblicherweise durch die Erstellung und Verabschiedung eines Kodexes umgesetzt, in welchem das gesamte Leitungs- und Überwachungssystem eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie der internen und externen Steuerung- und Überwachungsmechanismen formuliert sind. 6 Ziel der Corporate Governance ist eine verantwortungsbewusste und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Füh-
6Wikipedia, Corporate Governance, 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Governance
5
Arbeit zitieren:
Konrad Höppner, 2007, Risikomanagement gemäß KonTraG als Aufgabe des Controllings, München, GRIN Verlag GmbH
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