2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3-4
2. Die Darstellung der Schwarzen 4-6
2.1 Die Licht- und Farbmetaphorik 6-7
2.2 Weitere Beispiele eines werkimmanenten Rassismus 8-9
2.3 Die negative Sexualisation der Schwarzen 9-10
3. Brechungen und Ironisierungen 11-12
4. Der Rassendiskurs 13
4.1 Der Rassendiskurs im Blickwinkel Kleists 13-14
4.2 Der Rassendiskurs in Europa um 1800 14-16
4.3 Kleist Einstellung zum Rassendiskurs aus der Sicht der
Literaturwissenschaft des späten 20. Jahrhunderts 16-18
5. Zusammenfassung 18-19
Literaturverzeichnis 20-22
3
1. Einleitung:
Sehen Sie, Menschen sind ja nicht so sehr verschieden, und warum sollten eigentlich die Leute in Rio so sehr viel anders sein als Leute in Hamburg? 1
Den Hauptuntersuchungspunkt dieser Arbeit bildet der immer wieder auftretende Rassenkonflikt in der Erzählung Die Verlobung in St. Domingo (1811) von Heinrich von Kleist. Der Rassendiskurs spielt eine wichtige Rolle in der gesamten Novelle. Mutet sich die weiße Rasse an, über der Schwarzen zu stehen? Und unterstützt Kleist mit dieser Erzählung den Überlegenheitsanspruch der Europäer gegenüber den Schwarzen? Zwei Kulturen prallen aufeinander: Interkulturalität umfasst Interaktionsformen, bei denen die beiden Parteien sich wechselseitig als different identifizieren. Die Novelle erzählt die Liebesgeschichte zweier Menschen, unterschiedlicher Hautfarben, in einer feindlichen - nicht durchschaubaren - Atmosphäre, während der Sklavenerhebung auf Haiti gegen die französische Kolonialalmacht. Dies alles vor dem Hintergrund eines offen zu Tage tretenden brutalen und mörderischen Rassismus. Das Problem der Alterität und der Differenz wird dann besonders prekär, wenn sich zwei Menschen lieben, die sich nach dem Gesetz ihrer Umwelt bekämpfen müssten. Das Schwarze wird mit dem Bösen gleichgesetzt, das Weiße verkörpert das Gute. Die kolonistisch-weiße Sichtweiße auf diese Geschichte, scheint zu überwiegen: Für den Leser muss sich zwangsweise die Frage nach der Ethik des Textes stellen: Bedient der Erzähler und der Verfasser rassistische Vorurteile bzw. wird in der Novelle eine einseitige Sichtweise auf die Sklaverei und auf den Rassendiskurs um 1800 beschrieben? Mit anderen Worten: Kann man oder muss man Heinrich von Kleist Rassismus unterstellen?
Zunächst soll unter Punkt 2 die Darstellungs- und Beschreibungsweise der Schwarzen in der Erzählung näher untersucht werden. Anschließend und damit korrespondierend, wird die immer wieder im Text auftretende Lichtmetaphorik analysiert (2.1). Unter 2.2 soll eine nähere Betrachtung auf die rassistische (?) Erzählweise des Erzählers und auf das Bild der Hauptfigur Gustavs vom Schwarzen erfolgen: Gibt es werkimmanente Hinweise auf rassistische Strukturen und Einstellungen? Der Punkt 2.3 widmet sich der Illustration der sexualisierten schwarzen Frauen und Männer. Welche Rollen spielt die
1 Das Zitat stammt von Hubert Fichte. Zitiert nach: Uerlings, Herbert: Poetiken der
Interkulturalität: Haiti bei Kleist, Seghers, Müller, Buch und Fichte. Tübingen: Max Niemeyer
Verlag GmbH & CO KG 1997 (=Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte). S. 1.
4
schwarze Sexualität, vor allem die schwarze Weiblichkeit in der Erzählung? Punkt 3 beschäftigt sich mit den Widersprüchen der ganzen Thematik. In der Verlobung gibt es zahlreiche Brechungen und Ironisierungen des Rassenkonzeptes. Alles Zufall oder skizziert Kleist eine bewusste satirische Erzählung, die das Entweder-Oder-Denken der europäischen Gesellschaft im frühen 19. Jahrhundert anprangert? Unter Punkt 4 wird eine detaillierte Diskursanalyse zum Rassengedanken um 1800 erfolgen. Zuerst soll Kleists Einstellung zur Sklaverei und zum Kolonialismus untersucht werden (4.1), um anschließend unter 4.2 zum allgemeinen Rassendiskurs um 1800 zu gelangen. Der Punkt 4.3 soll eine abschließende Entlastung oder auch Verurteilung Kleists aus heutiger Sicht geben. Punkt 5 gibt eine Zusammenfassung der Arbeit.
2. Die Darstellung der Schwarzen
Zu Port au Prince, auf dem französischen Anteil der Insel St. Domingo, lebte, zu Anfang dieses Jahrhunderts, als die Schwarzen die Weißen ermordeten, auf der Pflanzung des Herrn Guillaume von Villeneuve, ein fürchterlicher alter Neger, namens Congo Haongo. 2
Bereits im ersten Satz in Heinrich von Kleists Erzählung, Die Verlobung in St. Domingo, werden rassistische Ressentiments offengelegt. Mit dem Beisatz als die Schwarzen die Weißen ermordeten, wird dem Leser schon die Gewalttätigkeit der schwarzen Bevölkerung suggeriert. Verschwiegen wird hier die Vorgeschichte, warum es zu dem Aufstand kam: Die „institutionalisierten Massenmorde“ 3 der weißen Bevölkerung und die Barbarei der Versklavung werden zunächst außer Acht gelassen. Die weiße Bevölkerung wird als Opfer hingestellt. Der Befreiungskampf der Schwarzen wird als grausames Verbrechen beschrieben. Sigrid Weigel weist darauf hin, dass dieser Satz aber nicht als schiefe Realaussage über die Lage auf Haiti verstanden werden muss, sondern als Verständnis der Verarbeitung des „kollektiven Gedächtnis der Europäer“ 4 , dass den Schock der Niederlage der (weißen) Kolonialmacht Franreichs
2 Zitiert wird im Folgenden nach der Reclam Ausgabe: Von Kleist, Heinrich: Die Verlobung in St.
Domingo. Stuttgart: Phillip Reclam jun. GmbH & CO. 2002.
3 Fischer, Bernd: Ironische Metaphysik. Die Erzählungen Heinrich von Kleists. München:
Wilhelm Fink Verlag 1988. S. 100.
4 Weigel, Sigrid: Der Körper am Kreuzpunkt von Liebesgeschichte und Rassendiskurs in
Heinrich von Kleists Erzählung ›Die Verlobung in St. Domingo‹. In: Kleistjahrbuch
(1991). S. 202-217. S.204.
5
verarbeiten musste 5 . Schon die Anrede Herr deutet die Erzählhaltung an 6 . Damit wird indirekt der Terminus von master and slave eingeführt. Weiterhin wird Congo Haongo mit den negativ besetzten Attributen fürchterlich und alt vorgestellt.
Congo Haongo wird im weiteren Verlauf der Novelle als abscheulich, barbarisch und brutal beschrieben: Die „Wut dieses grimigen Menschen“ (S.3, Z. 24-25) machte auch vor seinem Herren nicht halt, obwohl er ihm die Freiheit geschenkt hatte, jagte er „seinem Herren die Kugel durch den Kopf“ (S.3, Z. 30-31). Er steckte das Haus seines Herrn samt Frau und Kindern an, er griff in „seiner unmenschlichen Rachsucht“ (S.4, Z. 9-10) weitere Pflanzungen an und ließ alles „was er darin vorfand, über die Klinge springen“ (S.4, Z.8-9). Des Weiteren wird die Brutalität der Schwarzen, und das aus der Sicht des Erzählers berechtigte Misttrauen der Weißen, an mehreren Stellen beschrieben: Die „grässliche List“ (S. 4, Z. 24) mit der die Schwarzen zu Werke gehen, wird immer wieder dargestellt. So auch auf S.13, Z. 32-37: „auf ein verräterisches Zeichen“ ging „das Gemetzel der Schwarzen gegen die Weißen“ los. Babekan und Toni locken Weiße in das Haus und halten sie solange hin bis Congo Haongo wiederkommt und sie tötet: S. 22, Z. 26-35: „der junge Portugiese…, den man … mit Keulen zu Boden geworfen … die beiden Holländer … durch die Kugeln der Neger im Hofe gefallen …und so vielen andern einzelnen Flüchtlingen, vom Geschlecht der Weißen,…die mit Büchsen, Spießen und Dolchen…im Haus hingerichtet“; S. 23, Z. 26-35: „das an die Tür geschlagene Mandat, in welchen allen Schwarzen bei Lebensstrafe verboten war, den Weißen Schutz und Obdach zu geben“; somit werden Heimtücke und Rachsucht aufgezählt: S. 24, Z. 5-10: „Denn die Speise…war schon vergiftet“; und auch die: „mutwillige Gewalt der Neger“ (S. 41, Z. 31) lässt nicht auf eine friedliche Charakteristik schließen. Deutlich viehische Züge erhalten die „Neger des Haongo“, wenn sie im Kampf „aus ihren Ställen“ (S.36, Z. 33-34) hervorstürzen, kaum mehr „im Zaum zu halten“ sind (S. 37, Z.2) oder „eingefangen“ (S. 37, Z. 24) werden müssen. 7
5 Die Armee des Generals Jean Jaques Dessalines (1758-1806) besiegt die französischen Truppen
am 19.11.1803 und vertreibt damit die Kolonialmacht Franreich von der Insel Haiti. Zum
zweiten Mal (nach den USA 1776) in der Geschichte, erlangt damit eine Kolonie ihre
Unabhängigkeit von ihrer europäischen Kolonialmacht. Nach Dessalines Sieg, würde Kleists
erster Satz historisch zutreffen: Dessalines lässt im Frühjahr 1804 alle Weißen auf Haiti
ermorden. Die Novelle erzählt aber die Zeit kurz vor dem Sieg der ehemaligen Sklaven über die
französischen Truppen. Vgl. Hierzu: Schüller, Karin: Die deutsche Rezeption Haitianischer
Geschichte in der ersten Hälfe des 19. Jahrhunderts. Ein Beitrag zum Deutschen Bild vom
Schwarzen. Hrsg. von Günter Kahle, Horst Pietschmann und Hans Pohl. Köln und Weimar:
Böhlau Verlag 1992 (=Lateinamerikanische Forschungen).
6 Fischer, Bernd: Ironische Metaphysik. S.100
7 Vgl.: Bay, Hansjörg: ››Als die Schwarzen die Weißen ermordeten‹‹. Nachbeben einer
Erschütterung des europäischen Diskurses in Kleists ›Verlobung in St. Domingo‹. In:
6
Babekan ist sogar bereit, ihre eigene Tochter zu opfern (S. 30). Dem zeitgenössischen Leser wird damit eingeredet, bzw. sein Vorwissen wird bestätigt, dass die Neger 8 auf einer unmenschlichen Stufe der Polygenese stehen geblieben seien und nicht einmal menschliche Gefühle für ihre eigenen Kinder entwickeln könnten.
Ein letztes Beispiel soll noch explizit angeführt werden, weil es die Grausamkeit der Schwarzen besonders drastisch markiert: Eine junge ehemalige Sklavin überträgt (Kleists Vorstellung vom Infektionsweg ist aus medizinischer Sicht falsch) in den Wirren der Freiheitskämpfe, das Gelbfieber aus Rache auf ihren ehemaligen Herren (S. 14, Z. 21- S. 15, Z. 21). Gustavs Werturteil (vgl. auch 2.2) dazu ist: „niederträchtig“ und „abscheulich“ sei diese Tat. Kleist legt den Akzent auf die Unmenschlichkeit der Schwarzen und zeichnet somit ein äußerst negatives, stereotypes Bild von den Schwarzen. 9
2.1 Die Licht- und Farbmetaphorik
Nicht nur die Hautfarbe der Protagonisten wird als quasi-natürliches Zeichen zur Orientierung genutzt: Die Darstellungsweise vom Gegensatz „schwarz“ und „weiß“ wird immer wieder von dem Spiel der Figuren und des Erzählers mit der Licht- und Farbsemantik unterstützt. Die lateinische Redewendung nomen est omen könnte umgewandelt werden in lux est omen! Die volle Tragweite des Hautfarbendiskurses wird erst mit der Schwarz-Weiß-Dichotomie, mit der polaren Opposition von Licht und Finsternis erreicht. 10 Das Gute ließe sich somit an der weißen Hautfarbe manifestieren, das Böse wird durch das Dunkle, durch die Neger symbolisiert: Der Eintritt Gustavs in die Erzählung beginnt bereits damit, dass Gustav durch die „Dunkelheit der Nacht“ (S. 5, Z. 13) seine Hand nach Babekan ausstreckt, um zu erkennen, ob sie eine Negerin sei, worauf Babekan sagt, dass er ein Weißer sein müsse, wenn er lieber der „stockfinsteren
Kleistjahrbuch (1998). S. 80-108. S. 89.
8 Der Begriff Neger wird in dieser Hausarbeit verwendet, wenn aus zeitgenössischer Sicht des 19.
Jahrhunderts argumentiert wird. Das Wort Neger an sich stellte im 19. Jahrhundert aber keine
Abwertung dar, sondern entsprach dem allgemeinen Sprachgebrauch. Vgl. Hierzu: Schüler,
Karin: Die deutsche Rezeption Haitianischer Geschichte in der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts. Ein Beitrag zum Deutschen Bild vom Schwarzen. Hrsg. von Günter Kahle, Horst
Pietschmann und Hans Pohl. Köln und Weimar: Böhlau Verlag 1992 (=Lateinamerikanische
Forschungen).
Der heutige politisch korrekte Begriff Farbiger oder Schwarzer wird daher nicht immer
gebraucht.
9 Vgl.: Fink, Gonthier-Louis: Das Motiv der Rebellion in Kleists Werk im Spannungsumfeld der
französischen Revolution und der napoleonischen Kriege. In: Kleistjahrbuch (1988/89). S. 64-
89. S. 74.
10 Vgl.: Bay, Hansjörg: ››Als die Schwarzen die Weißen ermordeten‹‹. S. 80-108. S. 90.
Arbeit zitieren:
Björn Hochmann, 2005, Der Umgang mit Alterität und Differenz in der interkulturellen Begegnung um 1800 am Beispiel der Novelle "Die Verlobung in St. Domingo" von Heinrich von Kleist, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Inwiefern ist Kleists Novelle "Die Verlobung in St. Domingo"...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 17 Seiten
Tonis Identitätskonflikt in Heinrich von Kleists "Die Verlobung i...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 12 Seiten
Heinrich Mann: Der Untertan - Diederich Heßling als Phänotyp des Wilhe...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Interpretationsansätze zu Heinrich von Kleists "Der zerbrochne Kr...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 39 Seiten
Unerhörte Zeichen in Heinrich von Kleists Erzählung "Die Marquise...
Seminararbeit, 14 Seiten
Das Tätigkeitsfeld des Sportlehrers
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Die Wirkung des epischen Theaters von Bertolt Brecht auf das Publikum...
Eine Darstellung anhand der Dr...
Hausarbeit, 21 Seiten
Figurencharakterisierung und figurenbezogene Informationsvermittlung i...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 20 Seiten
Zur Symbolik des Löwen in Hartmanns Iwein
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 19 Seiten
Die Funktion des unverlässlichen Erzählers in Heinrich von Kleists &qu...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 23 Seiten
Zum Begriff von Macht und Gewalt bei Hannah Arendt
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 21 Seiten
Joseph Conrads "Heart of Darkness" als Kritik am europäische...
Hausarbeit (Hauptseminar), 55 Seiten
Kann man die demokratische Konsolidierung in Polen als abgeschlossen b...
Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa
Bachelorarbeit, 43 Seiten
Eine literaturgeschichtliche Analyse: Heinrich von Kleists "Die M...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 9 Seiten
Macht und Herrschaft bei Heinrich Popitz und Max Weber
Ein Vergleich
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 19 Seiten
Interkulturalität in Joseph Conrads 'Herz der Finsternis'
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Sportunterricht aus Sicht von Schülerinnen und Schülern - Bestandsaufn...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Examensarbeit, 73 Seiten
Björn Hochmann's Text Der Umgang mit Alterität und Differenz in der interkulturellen Begegnung um 1800 am Beispiel der Novelle "Die Verlobung in St. Domingo" von Heinrich von Kleist ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Björn Hochmann hat den Text Der Umgang mit Alterität und Differenz in der interkulturellen Begegnung um 1800 am Beispiel der Novelle "Die Verlobung in St. Domingo" von Heinrich von Kleist veröffentlicht
Björn Hochmann hat einen neuen Text hochgeladen
Das Erdbeben in Chili / Die Marquise von O... / Die Verlobung in St. D...
Heinrich Von Kleist, Helmut Nobis
EinFach Deutsch Unterrichtsmodelle. Heinrich von Kleist: Die Verlobung...
Klassen 8 - 10
Olaf Hildebrand
The Plays of Heinrich Von Kleist: Ideals and Illusions
Sean Allan, H. B. Nisbet, Se N. Allan
Literatur, Wissenschaft und Wissen seit der Epochenschwelle um 1800
Theorie - Epistemologie - komp...
Thomas Klinkert, Monika Neuhofer
0 Kommentare