1. Einleitung………………………………………………………… 3
2. Einstieg………………………………………………………….. 5
3. Der Raum der soziale Positionen…………………………… 6
3.1 Das ökonomische Kapital………………………………….
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3.2 Das kulturelle Kapital……………………………………….
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4. Der Raum der Lebensstile…………………………………… 8
4.1 Der Geschmack der oberen Klassen………………………
8
4.2 Der Geschmack der mittleren Klassen…………………….
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4.3 Der Geschmack der unteren Klassen………………………
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5. Der Habitus………………………………………………………. 12
5.1 Der Klassenhabitus…………………………………………..
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6. Zusammenfassung……………………………………………... 15
7. Literaturverzeichnis…………………………………………….. 17
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1. Einleitung
Bei der vorliegenden Hausarbeit handelt es sich um die Ausarbeitung eines Referates, welches im Rahmen des Seminars „Soziale Ungleichheit – Geschmack“ vorgetragen wurde. Der Hauptkontext dieser Arbeit liegt in der Aufarbeitung des Hauptwerks Bourdieus „Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft“.
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Was und wie man isst, wie man sich einrichtet, welchen Kunst-, und Musikstil wir vorziehen, ist nach Ansicht des französischen Soziologen Pierre Bourdieu keine persönliche Geschmacksache mehr. Seiner Ansicht nach muss Geschmack nicht als etwas Individuelles, sonder immer als etwas Gesellschaftliches angesehen werden. Mit seiner Geschmacktheorie gründet er ein neues Klassifikationssystem, eine neue Klassentheorie. Er vertritt die These, dass Klassenzugehörigkeit am deutlichsten in differentiellen Lebensstilen zum Ausdruck kommt und sich deshalb „Geschmack“ als bevorzugtes Merkmal von `Klasse´ anbietet (vgl. Müller, 1986, S. 162). Seine Gesellschaftstheorie ist als soziokulturelle Klassentheorie angelegt, die den Zusammenhang zwischen Klassenlagen und –positionen, Bildungspartizipation, Kulturkonsum und Lebensstilen zum Gegenstand hat. So dient also Kultur und Lebensstil als Mittel zur Identitätsfindung und zur Distinktion. Da die in der Kindheit geprägte „Lebensstilkultur“ als ziemlich konstant gesehen wird, werden Kultur und Lebensstil zum „hauptsächlichen Medium der Reproduktion von Klassenstrukturen“ (Müller, 1995, S. 929).
Dabei hat sich Bourdieu mit er Frage beschäftigt, wie die Ungleichheit der schulischen Leistungen von Kindern aus verschiedenen sozialen Klassen entsteht. Bourdieus Konzeption geht von der Annahme aus, dass die verschiedenen Lebensstile vor allem Ausdruck verschiedener Klassenzugehörigkeiten sind und die Geschmäcker und Lebensstile mit der Klassenzugehörigkeit korrelieren. Um diese Korrelation zwischen den Geschmäckern und Lebensstilen mit der
Klassenzugehörigkeit zu erfassen, wird diese Arbeit wie folgt aufgebaut: Als Kultursoziologe beschäftigt sich Bourdieu mit der subjektiven Alltagspraxis konkreter Individuen, die er jedoch ausschließlich als RepräsentantInnen einer Gruppe mit bestimmten sozioökonomischen Merkmalen versteht, daher soll eingehend ein kurzer Überblick über seine These im Vergleich zu zwei anderen Thesen von Schulz und Beck diskutiert werden.
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Im Original erschien das Buch „La distinction. Critique sociale du jugement“ im Jahr 1979
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Im Mittelpunkt steht der Versuch, Bourdieus Konzept verständlich zu machen. Unter Berücksichtung seines o. g. Hauptwerks soll im Abschnitt drei auf die allgemeine Erklärung gesellschaftlicher Wirklichkeit eingegangen werden. Hierbei geht er von zwei zu trennenden, aber dennoch ineinander übergreifenden „Räumen“ aus, nämlich den Raum der sozialen Positionen und den Raum der Lebensstile. Die „Feinen Unterschiede“ sind von anschaulichen Alltagsbelegen für die Grundthese Bourdieus durchzogen, dass alle kulturellen Praktiken die sozialen Unterschiede in einer Gesellschaft ausdrücken. Hierbei unterscheidet Bourdieu drei Geschmäcker, die eine neue Klassentheorie begründen sollen. Diese Geschmacksdimensionen werden in diesem Zusammenhang detailliert erläutert. Bourdieu hat den Versuch in seiner Habitustheorie unternommen, auf die im Abschnitt 5 genauer eingegangen werden soll, die herkömmlich
Sozialstrukturanalyse mit den verschiedenartigen Lebensstilen zu kombinieren. Dabei richtet er seine Aufmerksamkeit besonders auf die drei, im vorherigen Abschnitt vorgestellten Geschmacksdimensionen, die mit entsprechenden sozialen Räumen bzw. Klassenzugehörigkeiten verbunden sind. In einem letzten Schritt wird über die Schlussfolgerung der These Bourdieus und deren Kritik diskutiert.
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2. Einstieg
Die allgemeine Erhöhung des Lebensstandards der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten wird im Allgemeinen nicht in Frage gestellt.
Beck spricht von dem „Fahrstuhl – Effekt“ (Beck, 1986, S. 122), Schulze bezeichnet die als „Vermehrung der Möglichkeiten“( Schulze, 1992, S. 54), und Bourdieu als „Verschiebung der Struktur“ (Bourdieu, 1987, S. 72).
Die Auswirkungen dieser Veränderungen werden jedoch sehr unterschiedlich gedeutet. Beck zieht mit seiner Individualisierungstheorie den Schluss, dass zwar die Unterschiede zwischen den verschiedenen, vertikal angeordneten Schichten noch immer existieren, aber ihre soziale Relevanz verloren haben. Jedes Individuum kann in seiner neune Unabhängigkeit seinen eigenen Weg und Lebensstil wählen und ist nicht mehr in seiner Klasse gefangen.
Schulze bestreitet mit seinem Bild von einer Erlebnisgesellschaft ebenso wenig wie die beiden anderen Autoren die Existenz von einer ungleichen Verteilung von Ressourcen unter der Bevölkerung. Er beschreibt Schichten als eine Art Aufsplittung in verschiedene Lebensstile in geschichteten Milieus. Diese sind jedoch nicht nach oben und unten, sondern nach Bildungsgrad und Alter getrennt.
Bourdieu spricht demgegenüber von einer Klassengesellschaft, in der die verschiedenen Lebensstile Ausdruck verschiedener Klassenzugehörigkeiten und Mittel von Auseinandersetzungen sind.
Beck und Schulze vertreten die These, dass die Wahl des Lebensstils unabhängig von der Stellung in der sozialen Ungleichheitsstruktur geschieht. Beck begründet dies allerdings damit, dass der Mensch ein unabhängiges Individuum ist und seinen persönlichen Lebensstil entwickelt. Nach Schulze ist der Mensch erlebnisorientiert und wählt sich ein Milieu mit einem bestimmten Lebensstil. Im Gegensatz hierzu vertritt Bourdieu seine bereits erwähnte These, dass die Lebensstile der Menschen abhängig von ihrer Klassenzugehörigkeit sind. Es gibt also eine Beziehung zwischen dem Raum der soziale Positionen und dem Raum der Lebensstile.
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Arbeit zitieren:
Tanja Lange, 2007, Geschmäcker und Lebensstile, München, GRIN Verlag GmbH
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