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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Selbstkonzept-Forschung 3
2.1 Definitionen 3
2.2 Historischer Abriss der Selbstkonzept-Forschung 4
3. Begabungskonzept 5
3.1 Elemente des Begabungskonzepts 5
3.2 Struktur des Begabungskonzepts 5
4. Fähigkeitsbeurteilung 6
4.1 Wie wird die eigene Fähigkeit beurteilt? 6
4.2 Wie realistisch ist das Bild, das man sich von seinen eigenen
F ähigkeiten macht? 6
5. Informationssuche als Grundlage von Verhalten 8
6. Bezug auf das Praxisprojekt „E-Recruitment“ 9
7. Fazit 10
8. Anhang 12
8.1 Quellenverzeichnis 12
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1. Einleitung
Der Mensch ist täglich Gegenstand seiner eigenen Gedanken. Diese beziehen sich auf die Merkmale des eigenen Körpers, die nicht-körperlichen psychischen Merkmale und auf Beziehung der eigenen Person zur sozialen und physikalischen Umgebung 1 . Die dabei wahrgenommen Attribute unterliegen häufig einer Wertung. Unfähigkeit wird dabei als negativ empfunden, Kompetenz als positiv. Wir können uns im Prinzip also gar nicht dagegen wehren, über uns selbst zu urteilen.
Warum ist aber nun die Forschung zum Selbstkonzept der eigenen Begabung wichtig? Zum einen steht fest, dass die Gedanken, die wir uns über uns selbst machen, unser Verhalten und Erleben aktiv beeinflussen und nicht nur Randerscheinungen sind. Zum anderen sind die selbstbezogenen Meinungen relevant hinsichtlich des eigenen Selbstwertgefühls, das aus dem Erleben von der eigenen Begabung resultiert.
Im Verlauf dieser Ausarbeitung sollen daher zunächst die zentralen Begriffe des Themas definiert werden. Danach werden kurz die historischen Forschungsansätze zum Selbstkonzept der eigenen Begabung erläutert. Später werden das Begabungskonzept und Fähigkeitsbeurteilung in Augenschein genommen und zum Schluss wird das Thema „Selbstkonzept der eigenen Begabung“ in Bezug mit dem Praxisprojekt „E-Recruitment“ gesetzt.
2. Selbstkonzept-Forschung
2.1 Definitionen
Da die Begrifflichkeiten sehr unterschiedlich zu interpretieren sind, möchte ich als erstes Definitionen der beiden zentralen Begriffe des Referats, Selbstkonzept und Begabung, geben. Das Selbstkonzept umfasst die Wahrnehmung der und das Wissen um die eigene Person. Dazu gehört das Wissen über persönliche Eigenschaften, Vorlieben, Gefühle und Verhalten. Häufig werden Begriffe wie Selbstwertgefühl, Selbstmodell, Selbst-Schema oder Selbst-Theorie synonym gebraucht.
Von Begabung oder Talent wird gesprochen, wenn eine Person über eine besondere Leistungsvoraussetzung verfügt. Meist ist das eine oder mehrere überdurchschnittliche
1 vgl. Meyer, 1984, S. 14
4
Fähigkeit/en. Wenn man auch davon ausgehen kann, dass fast alle Menschen mehr oder minder begabt sind, so ist die Verwendung des Begriffs Begabung doch meist auf überdurchschnittliche Leistungsvorrausetzungen bezogen. In dieser Ausarbeitung wird der Begriff jedoch nicht auf überdurchschnittliche Leistungen bezogen.
2.2 Historischer Abriss der Selbstkonzept-Forschung
Die Erkenntnis, dass das Selbstkonzept ein zentraler Aspekt des menschlichen Verhaltens ist, führte dazu, dass in der 1950er Jahren zahlreiche Forschungen zu diesem Thema betrieben wurden. Zur Erfassung des Selbstkonzepts wurden dabei vornehmlich Fragebogen-Techniken eingesetzt. Allerdings wurde dabei häufig der Fehler gemacht, dass man einen Zusammenhang zwischen einem spezifischen Verhalten und dem globalen Selbstkonzept erfassen wollte. Dass sich hierbei nicht immer Korrelationen ergeben können ist wohl unvermeidlich. Diese unbefriedigende Situation führte dazu, dass sich in den 1970er und 1980er Jahren die Forschung nicht mehr auf globale Beurteilungen der Person bezog, sondern eher „auf einen eingeengten Aspekt der eigenen Person [..], nämlich die eigenen Fähigkeiten oder Begabungen“ 2 .
Es lassen sich vier theoretische Ansätze aufführen, die das Selbstkonzept der eigenen Begabung untersuchen: (1) Kukla, Meyer und Nicholls meinen, dass ein Konzept geringer eigener Begabung das Leistungsverhalten einschränkt und die mit Erfolg und Misserfolg verknüpften Affekte nachteilig beeinflusst. (2) Deci geht davon aus, dass die Wahrnehmung eigener Unfähigkeit die intrinsische Motivation schwächt. (3) Bandura nimmt an, dass Wahrnehmungen geringer eigener Wirksamkeit können Vermeidungshaltungen und phobische Reaktionen bedingen können, die gezielte Veränderung solcher Wahrnehmungen aber führe zum Nachlassen dieses Verhaltens. Dieser Ansatz gilt jedoch vornehmlich für den klinischen Bereich. Und (4) Abramson, Seligman und Teasdale meinen, dass die Tendenz eigenen Misserfolg mit Fähigkeitsmangel in ursächlichen Zusammenhang zu bringen das Entstehen von Hilflosigkeit und Depressionen begünstig. 3
Diese vier Theorieansätze machen klar, dass die Ansichten, die wir über uns selbst haben, definitiv das eigene Verhalten steuern und damit ein wichtiger Teil unseres Erlebens sind.
2 vgl. Meyer, 1984, S.16 ff.
3 Absatz vlg. ebd, S. 18
Arbeit zitieren:
B. Sc. Katharina Thiemann, 2006, Das Selbstkonzept der eigenen Begabung, München, GRIN Verlag GmbH
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