Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 2
2 Begriffbestimmungen und -abgrenzungen 3
3 Sicherheitsaspekte 4
3.1 Arenenbau, umbau und -ausbau 4
3.2 Sicherheitsmaßnahmen im Prozess einer Sportveranstaltung 7
3.2.1 Sicherheitsmaßnahmen in Sportarenen vor der Veranstaltung 7
3.2.2 Sicherheitsmaßnahmen in Sportarenen während der Veranstaltung 9
3.2.3 Sicherheitsmaßnahmen in Sportarenen nach der Veranstaltung 10
3.2.4 Übergreifende Sicherheitsmaßnahmen 10
4 Sicherheitskonzepte 12
4.1 Nationales Konzept Sport und Sicherheit 12
4.2 Sicherheitskonzept der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 13
5 Ökonomische Aspekte der Sicherheit in Sportstadien 15
6 Schlussbetrachtung 17
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1 Einleitung
Diese Hausarbeit wird im Rahmen des Hauptseminars
„Sportanlagenmanagement“ erstellt und behandelt das Thema „Sicherheit in Sportarenen“. Dieses Thema wurde in der jüngeren Vergangenheit, aufgrund einiger schwerer Katastrophen in Fußballarenen in den 80er und 90er Jahren, besonders diskutiert. Seitdem wurden viele Verbesserungen an den Arenen und Sicherheitskonzepten vorgenommen. Dennoch bleibt die Thematik, wie z. B. im Bezug auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006, aktuell. Aufgrund der Vielfältigkeit an Sportarten und der damit verbundenen Sportstätten, wurde eine Eingrenzung vorgenommen. Der Schwerpunkt wird im (Profi-) Fußball liegen. In dieser Hausarbeit soll geklärt werden, welche Maßnahmen berücksichtigt werden müssen, um die Sicherheit in Sportarenen zu gewährleisten. In der Literatur existieren keine Publikationen, die diese Problematik umfassend darstellen. Deshalb sollen hier die Grundsätze, die sich aus verschiedenen Blickrichtungen zur Frage der Sicherheit in Sportarenen ergeben, erörtert werden. Hierzu ist es erforderlich, auf historische, bauliche, ökonomische und soziologische Fragestellungen einzugehen. Außerdem werden Publikationen der Polizei, der Vereine, des DFB und der FIFA über ihre Sicherheitskonzepte verwendet. Des Weiteren werden Internet-Quellen herangezogen, die vom Autor auf ihre Zuverlässigkeit und Beständigkeit geprüft wurden. Zunächst sollen die Begriffe „Sicherheit“ und „Sportarena“ bestimmt werden. Der Autor hält es in diesem Zusammenhang jedoch für sinnvoll, die Thematik auf die Sportstadien auszuweiten und wird dies im Verlauf der Hausarbeit begründen und umsetzen.
Die Hausarbeit wird sich im Hauptteil einerseits mit den Sicherheitsaspekten im Zusammenhang mit dem Arenenbau, -umbau und -ausbau beschäftigen. Andererseits sollen die Sicherheitsaspekte, die beim Betrieb der Sportarenen bzw. vor, während und nach den Sportveranstaltungen zu beachten sind, beschrieben werden. Darüber hinaus werden Sicherheitskonzepte des DFB und der FIFA erläutert. Es werden die Rahmenbedingungen dargelegt, die vorhanden sein müssen, um die Sicherheit in Sportarenen zu erhöhen. Die Sicherheit der Sportarenen hat für die Arenenbetreiber einen hohen
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ökonomischen Wert, der in dieser Hausarbeit ebenfalls berücksichtigt werden soll.
Am Ende werden die Ergebnisse komprimiert dargestellt und einer abschließenden Schlussbetrachtung unterzogen.
2 Begriffbestimmungen und -abgrenzungen
Zunächst ist es erforderlich, die thematisch grundlegenden Begriffe „Sicherheit“ und „Sportarena“ zu bestimmen.
„Die Zeit“ (2005, S. 379) bestimmt Sicherheit wie folgt: „…das Freisein von Bedrohung, bezogen einerseits auf den einzelnen und seine soziale Situation, andererseits auf ein Kollektiv, auf Staat und Gesellschaft und ihre Ordnungen, nicht zuletzt die militär. Absicherung“. Bünting (1996, S. 1058) beschriebt den Begriff Sicherheit kurz und bündig, als den „Zustand ohne jegliche Gefahr, Gefährdung“.
Übertragen auf die Sicherheit in Sportarenen bedeutet dies die gefahr- und bedrohungslose Nutzung der Anlage einerseits durch einzelne Individuen (z. B. Zuschauer, Spieler, Schiedsrichter), andererseits durch die einzelnen Gruppen (z. B. Gästefans, Heimfans, Mannschaften, VIPs, Schiedsrichtergespann). „Eine einheitliche Definition für den Veranstaltungstyp Arena gibt es bisher nicht“ (Vornholz, 2000, S. 13). Es lassen sich trotzdem einige spezifische Charakteristika für Sportarenen herausstellen. Hierzu soll die Betrachtung zweier Begriffsbestimmungen dienen.
„An arena is a flat floor indoor facility with seating for 10,000 to 25,000 spectators on either one or three levels. The sight lines in this facility are usually designed for sports such as basketball, hockey, indoor soccer and ice events” (Farmer, Mulroony & Ammon, 1996, S. 21).
Vornholz (2000, S. 13) unterteilt dagegen die Sportarenen nach der Größe in zwei Kategorien. Zum einen in die Fußballarenen mit bis zu 60.000 Plätzen und zum anderen in die Arenen, die für Indoor-Veranstaltungen, wie z. B. Basketball oder Eishockey, genutzt werden und eine Kapazität von 8.000 bis 20.000 Plätzen aufweisen. Vornholz (ebd.) schrieb zusätzlich:
„Die Arena ist charakterisiert durch eine hohe Flexibilität, so dass hier eine
Vielzahl von Veranstaltungen aus den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung
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durchgeführt werden können. Weitere Merkmale sind die Multifunktionalität, die
sich auf Grund kurzer Umbauzeiten ergibt, und eine optimale technische
Ausstattung unter anderem in den Bereichen Akustik und Beleuchtung“ Da beide Begriffsbestimmungen den Rahmen dieser Hausarbeit enorm eingrenzen, hält der Autor es für notwendig, in das Thema „Sicherheit in Sportarenen“ aus folgenden Gründen Sportstadien einzubeziehen. Erstens beziehen sich die meisten Literaturquellen auf den Fußball - dort vor allem auf die Sportstadien - und zweitens sind viele der Sportstätten, die den Namen Arena tragen, wie beispielsweise die Bay-Arena in Leverkusen, laut Begriffsbestimmung nicht als Arena anzusehen, weil zumeist die Multifunktionalität fehlt. Das Wort „Arena“ soll einerseits in dieser Arbeit als übergeordneter Begriff verwandt werden, der die Arena im eigentlichen Sinn und auch das Stadion umfasst. Andererseits gelten die für die Stadien angestellten Überlegungen auch für Arenen.
3 Sicherheitsaspekte
Bei dem Bau, Umbau oder Ausbau einer Sportarena müssen die nötigen Sicherheitsaspekte schon während des Planungsprozesses festgelegt werden, damit später bei der Nutzung eine maximale Sicherheit gewährleistet werden kann (vgl. Farmer et al., 1996, S. 24f.). Die baulichen Maßnahmen in den Arenen können zwar einen optimalen Rahmen für eine reibungslose Veranstaltung stellen, müssen jedoch durch zusätzliche und der Veranstaltung angepasste Sicherheitsmaßnahmen ergänzt werden.
3.1 Arenenbau, -umbau und -ausbau
Die Sicherheit ist einer der wichtigsten Punkte, die beim Bau eines Gebäudes und speziell beim Bau einer Sportarena zu beachten sind. Farmer et al. (ebd. S. 25) nennen die „maximum safety“ als ein Element des Planungsprozesses, das unbedingt beachtet werden muss. Des Weiteren ist es von besonderer Bedeutung, während der Planung und des Baus mit der Feuerwehr und Sicherheitsingenieuren zusammen zu arbeiten (vgl. ebd. S. 26). Auch Brensing (2006, S. 206) ist der Auffassung, dass „…ohne spezifisches Know-how des komplexen Reglements und der Anforderungen der Sportverbände wie NOK und FIFA (…) kein Architekt und Ingenieur mehr“ auskommt.
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Die sicherheitsrelevanten Aspekte beim Bau einer Sportarena reichen von der
Auswahl rutschfester Toilettenkacheln bis zu der Einrichtung einer
ausreichenden Zahl von Notausgängen.
Im Vorfeld der FIFA Fußbal-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat die
Stiftung Warentest (2006a, S. 78) die bauliche Sicherheit der WM-Stadien
einem Test unterzogen. Dieser Test deckte „teilweise beträchtliche Mängel“ in
den WM-Stadien auf. Den Stadienbetreibern und der FIFA wurde so exakt
aufgezeigt, wo die Schwachstellen der einzelnen Stadien liegen und wie diese
beseitigt werden können. In diesem Zusammenhang erstellte die Stiftung
Warentest (2006b) die folgende allgemeingültige Liste der zu beachtenden
Sicherheitsaspekte beim Stadionbau:
„Fluchtwege: Fluchtwege müssen kurz und gradlinig sein. Selbst kleine Hindernisse sind gefährlich, wenn tausende Menschen an ihnen vorbeiströmen. Orientierung: Ausgänge und Fluchtwege müssen deutlich beschildert und schnell erkennbar ein, auch bei Dunkelheit.
Treppen und Gänge: Treppen und Gänge müssen von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden können. An schmalen Durchgängen kann hoher Staudruck entstehen. Staudruck und Massenpanik sind eine gefährliche Kombination.
Stolpersicher: Fluchtwege müssen frei von Hindernissen sein. Schmale und unregelmäßige Treppenstufen, offene Handläufe an Geländern und Papierkörbe in den Laufwegen sind gefährliche Stolperfallen.
Evakuierung: In Notfällen, etwa bei einer Bombendrohung, muss ein Stadion innerhalb kürzester Zeit geräumt werden können. Das geht nur über breite Fluchtwege und große Ausgänge.
Rettungstore: Rettungstore bieten doppelten Schutz. Während des Spiels schützen sie Spieler und Schiedsrichter vor Flitzern und übermütigen Zuschauern. Im Falle einer Panik öffnen sie den Zuschauern den Fluchtweg über das Spielfeld. Brandschutz: Die Feuerwehr braucht freien Zugang und einen Rundweg ums Stadion. Ebenso wichtig sind Brandmelder, Sprinkleranlagen, Rauchabzüge und Steigleitungen fürs Löschwasser.
Krawall: Unbefestigte Gullideckel und lose Papierkörbe sind in der Hand von Hooligans gefährliche Waffen. Gute Stadien müssen so gebaut sein, dass Krawallmacher keine Munition finden“.
Dieser Auflistung der Anforderungen kann uneingeschränkt gefolgt werden, sie
bedarf dennoch einiger Ergänzungen.
Die Katastrophe im Hillsborough-Stadion von Sheffield am 15. April 1989, bei
der 96 Menschen ums Leben kamen, zeigt eindeutig, dass die Fluchtwege für
die Zuschauer auf das Spielfeld vorhanden sein müssen. In Sheffield wurden
die Menschen in den vordersten Reihen durch einströmende Massen gegen die
Begrenzungszäune gepresst. Die Polizei machte den entscheidenden Fehler,
die Tore des Stadions zu öffnen und so drängten immer mehr Zuschauer in die
überfüllten Blocks (vgl. van Winkel, 2005, S. 230). Um den Fluchtweg auf das
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Jasper Körmann, 2007, Sicherheit in Sportarenen: Aspekte, Konzepte, Beispiele, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Der Text von der Stellungnahme
. Europäische Gruppe für Ethik der Naturwissenschaften und der Neuen Technologien, Europäische Kommission
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