Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Veldekes Eneasroman: Entstehungsgeschichte und Quellen 5
3. Dido und ihr tragisches Ende: Schuld, Schicksal oder Götterwille? 8
3.1 Die Beziehung zwischen Dido und Eneas 8
3.2.Die Minne-´Krankheit´ der drei Liebenden im Vergleich 13
3.2.1 Dido 13
3.2.2 Eneas 16
3.2.3 Lavinia 18
3.3 Die Frage nach der Verantwortung 21
3.3.1 Didos Schuld 21
3.3.2 Eneas´ Schuld 26
4. Schlussbetrachtung 27
5. Literatur 29
Prim ärliteratur: 29
Sekund ärliteratur: 29
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1. Einleitung Liebesromane, -gedichte, -filme, unzählig sind heutzutage die
Auseinandersetzungen mit dem Thema Liebe. Selbst die Werbung, deren Aufgabe es ist, zum Konsum zu verleiten, benutzt Liebessymbole, um die Leute anzusprechen. Kaum ein Thema berührte Menschen über Jahrhunderte, ja Jahrtausende so sehr. Die Faszination der Kraft, die aus diesem Gefühl entspringen kann, aber auch das Zerstörungspotential, das in nicht erfüllter oder verratender Liebe liegen kann, wird immer wieder thematisiert. Allein die Auseinandersetzungen und Verarbeitungen in Literatur und Theater sind unzählig, besonders die unglückliche Liebe fesselt Publikum und Leser. Beliebt ist die Liebe zweier Menschen, die an den äußeren Umständen in der Gesellschaft oder der Familie scheitert wie beispielsweise Romeo und Julia - Shakespears Werk erfreut sich auch heute noch solcher Beliebtheit, dass es immer wieder verfilmt wird. Der Selbstmord des Liebenden aus nicht erwiderter Liebe wird auch gerne thematisiert, man denke an Goethes Werther. Im Mittelalter erfährt die Liebe mit der Minnedichtung besondere Beachtung und wird zum Thema einer ganzen Stilrichtung. Auch in Heinrichs von Veldeke deutschen Fassung des Eneasromans ist die Minne das zentrale Thema. Mit der Problematik der Dido-Geschichte wird das Bedürfnis der Leser/ Zuhörer nach einer tragischen Liebesgeschichte bedient, denn es wird das Schicksal einer unglücklich Verliebten, die sich schließlich vor Verzweiflung selber umbringt, erzählt.
Veldeke, der vielen als Gründer der deutschsprachigen höfischen Dichtung gilt, orientiert sich in seiner Fassung sehr an der Vorlage eines französischen Zeitgenossen. So sieht Kartschoke Veldekes Eneasroman als „keine große Dichtung“, hebt jedoch hervor, „als Gründungsleistung für die höfische Erzählkunst in deutscher Sprache (ist) er jedoch von kaum zu überschätzender Bedeutung.“ Die Geschichte von Dido und Eneas hat schon in der ´Aeneis´, der antiken Fassung Vergils, besondere Beachtung verlangt. Betont wird hier v.a. die Problematik zwischen menschlichen Gefühlen und Bedürfnissen und göttlicher oder schicksalhafter Lenkung. Im Gegensatz zu den mittelalterlichen Eneasromanen sind Eneas und Dido als Liebespaar dargestellt. In den Eneasromanen des Mittelalter folgt nach der unglücklichen Liebe zwischen Eneas und Dido eine zweite glückliche Liebe, zwischen Eneas und Lavinia, seiner von den Göttern vorbestimmten Frau. In
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der ´Aeneis´ wird Lavinias Hand hingegen mit dem Reich vergeben, eine Liebesgeschichte zwischen Eneas und Lavinia wird nicht erwähnt, Eneas hat sich in der antiken Fassung gegen die Liebe und für Macht und Göttergebot entschieden. Ein mittelalterliche französischer Unbekannter, Autor von Heinrichs von Veldeke direkter Vorlage, war es, der in der Dido-Problematik diese neuen Akzente setzte. In seiner Version findet Eneas seine wahre Liebe erst mit Lavinia, der ihm vorbestimmtem Frau. Eneas trifft auf sie, nachdem er Dido auf Götterwunsch hin verlassen hat. Der ursprüngliche antike Heldenroman wird so mehr zu einer Liebesgeschichte, denn die Minnethematik gewinnt an Ausmaß. „Das maßgeblich Neue am `Roman d´Eneas´ lag an der Verbindung von Vergil und Ovid, den beiden Autoritäten des 12. Jahrhunderts, wodurch er aus der Aeneis einen Liebesroman machte.“ 1 Zwar fehlen Kämpfe und Kriege auch in seiner Fassung nicht, die Minnethematik aber gewinnt gegenüber den antiken Quellen an Bedeutung. In der folgenden Arbeit sollen die Gründe für Didos Scheitern näher untersucht werden. Zentral ist dabei die Frage, warum ist Dido in ihrer Liebe unglücklich, während Eneas und Lavinia ihr Glück genießen dürfen. Worin liegen die Unterschiede in der Beziehung der beiden Paare? Lieben sie anders, ist das Problem also die Art der Liebe? Oder ist Didos Liebe von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da Eneas Schicksalserfüllung in der Gründung eines neuen Geschlechts in Latium liegt? Dies ist sicher ein wichtiger Punkt, denn er erklärt das mittelalterliche Interesse am Eneas stoff schon fast ausreichend. Für die Legitimation mittelalterlicher Herrschaftsansprüche hat die translatio imperii, also die „Übertragung, Weitergabe und Fortführung der Herrschaft vom Römischen an das ... Deutsche Reich“ und damit der Verbindung des „mittelalterlichen Reich(s) an Rom 2 Die eigenen als das letzte der vier biblischen Weltreiche“ weitreichende Bedeutung. Geschichte steht also in direktem Bezug zur Gründung des römischen Reiches. Die besondere Bedeutung von Eneas für das mittelaterliche Geschichtsverständnis wird außerdem durch genealogische Modelle begründet, also „der Herleitung der eigenen Dynastie, des eigenen Volkes, der eigenen Stadt von angeblich antiken Vorfahren, die an der Spitze der eigenen Genealogie stehen. Urbild ist der Romgründer 3 Aeneas.“
1 Kistler, Renate: Heinrich von Veldeke und Ovid, Tübingen, 1993, S.30 2 Lienert, Elisabeth: Deutsche Antikenromane des Mittelalters, Berlin, 2001, S.15 3 Ebd, S.15
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Liegt also der Grund für Didos Scheitern vielleicht nicht so sehr an der Art ihrer Liebe? Hätte Dido sich prinzipiell gar nicht auf Eneas einlassen dürfen, weil sie von seiner eigentlichen Aufgabe weiß und sich so gegen den ausdrücklichen Wunsch der Götter stellt? Ist Dido also selber Schuld an ihrem Untergang? Oder ist sie durch die Macht der Liebe, die ihr von den Liebesgöttern aufgezwungen wird, gar nicht mehr fähig, Verantwortung für sich und ihr Handeln zu übernehmen? Diese Fragen implizieren die Problematik der heidnischen Götter im Werk eines christlichen Autors. Inwieweit behält Veldeke die Macht der Götter bei und wo versucht er sie aus dem Geschehen herauszuhalten? Lässt sich die Handlungsmotivation der Protagonisten allein aus dem göttlichen Willen oder ihrer schicksalhaften Vorbestimmung erklären oder haben sie Handlungsalternativen? Im Folgenden geht es also zum Einen darum zu zeigen, inwieweit Dido ihr Schicksal selbst zu verantworten hat und sie durchaus Einfluss auf das Geschehen hat, zum Anderen soll gezeigt werden, inwieweit sie der Macht der Götter und der schicksalhaften Vorbestimmung ihres Geliebten zum Opfer fällt. Die folgende Untersuchung richtet sich also an der Frage aus: Hat Dido Schuld an ihrem Untergang oder ist sie Opfer höherer Mächten?
2. Veldekes Eneasroman: Entstehungsgeschichte und Quellen
Bei der Bearbeitung des Eneasstoffes orientiert Veldeke sich laut seiner Selbstauskunft größtenteils an dem zeitgenössischen französischen Werk eines unbekannten Autors, dem ´Roman d´ Eneas´, der etwas vor Veldekes Eneas entstanden ist, etwa in der Zeit zwischen 1155 und 1160 4 und der eine direkte Bearbeitung von Vergil ist. „Das Verhältnis von Vergils ´Aeneis´ zum ´Roman d´Eneas´ und Veldekes ´Eneide ´ ist eindeutig“, wie Kurt Ruh schreibt, „die ´Aeneis´ ist unmittelbare Quelle des französischen Romans - also ohne Zwischenstufen einer 5 Da spätlateinischen Prosafassung .... - und dieser Quelle von Veldekes Dichtung.“ Veldeke in seinem Epilog selber Angaben zur Entstehung des Eneas macht und ansonsten eine Datierung schwierig ist, orientiert man sich bei der zeitlichen Einordnung größtenteils an den von ihm genannten Anhaltspunkten. Auch Veldeke selber „ist uns als Person so wenig greifbar wie alle volkssprachigen Dichter des 12.
4 Siehe: Fromm, Hans, : Der Eneasroman Heinrichs von Veldeke (1978), in: Arbeiten zur deutschen Literatur des Mittelalters, Tübingen, 1989S.87
5 Ruh, Kurt: höfische Epik des deutschen Mittelaters, erster Teil: Von den Anfängen bis zu Hartmann von Aue, Berlin, 1967, S.73
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und 13. Jahrhunderts. Was wir über sie zu wissen glauben, ist das Ergebnis gewagter Kombination ihrer spärlichen Selbstaussagen, philologischer Tatbestände 6 und literahistorischer Zusammenhänge mit außerliterarischen Fakten und Daten.“ Über die Entstehungszeit seines Eneasromans gibt Veldeke an, seine Vorlage, den ´Roman d´Eneas´ des französischen Anonymus, an die Gräfin von Kleve verliehen zu haben, deren Dienstmädchen er dann gestohlen wurde. Da Veldeke seine Vorlage erst neun Jahre später wieder in den Besitz bekommt, muss er in der Zwischenzeit eine Zwangspause im Schreiben einlegen. 7 Kurt Ruh grenzt aufgrund dieser Angaben die Schaffensperiode Veldekes auf die Zeit vor 1174 und nach 1183 8 ein.
Veldeke arbeitet jedoch nicht ausschließlich mit dem französischen Roman, auch wenn er ihm in großen Teilen recht genau folgt, sondern greift auch selbstständig auf die antike Vorlage Vergils zurück, wobei jedoch die meisten Änderungen der antiken Vorlage bereits von dem Franzosen vorgenommen wurden. Elisabeth Lienert schreibt hierzu: „Außer auf den ´Roman d´Eneas´ hat Veldeke ... auch auf antike Nebenquellen, Vergils ´Aeneis´ sowie den ´Aeneis´-Kommentar des Servius und die Werke Ovids, direkt zugegriffen, jedoch eher okkasionell als durchgängig. ... Insgesamt scheint Veldeke dem ´Roman d´Eneas´jedoch in Inhalt, Struktur und Konzeption recht genau zu folgen. Die gravierendste Abweichung von Vergil geht bereits auf den französischen Anonymus zurück.“ 9 So änderte dieser Vergils Form des Kunstepos, der ordo artificialis, in der mitten im Geschehen mit der Erzählung begonnen wird und die Vorgeschichte dann nacherzählt wird, zur strikten ordo naturalis, in der die Geschichte von ihrem Beginn an, hier die Belagerung Trojas, 10 dem natürlichen Ablauf folgend, wiedergegeben wird.
Nicht nur Vergil, auch Ovids Werke waren dem mittelaterlichen Dichter bekannt. Die Beschreibung der Minne als Krankheit stammt beispielsweise aus der Ovid- 11 Rezeption.
Veldeke muss eine klerikale Ausbildung genossen haben, da ihm die lateinischen
6 Kartschoke, Dieter: Nachwort zu Veldeke, Heinrich: Eneasroman, Stuttgart, 2007, S.845
7 Veldeke, Heinrich von: Eneasroman, Nach dem Text von Ludwig Ettmüller ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Kartschoke, Dieter, Stuttgart, 2007, V.13435-13480 8 Siehe: Ruh, Kurt, S.73
9 Lienert, Elisabeth, S.78 10 Kartschoke, Nachwort, S.870 11 Bei der Untersuchung von Didos Minne bei Veldeke ist es unerlässlich, auch die Dido-Konzeptionen seiner Vorlagen hinzuzuziehen, da Änderungen durch Veldeke wichtige Schlüsse in Bezug auf die Interpretation zulassen. Hierbei stütze ich mich jedoch weitgehend auf Angaben der Sekundärliteratur.
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Texte bekannt und zugänglich waren und er darüber hinaus des Französischen mächtig war - was im 12.Jahrhundert nur durch geistige Bildung möglich war. Vemutlich stammt Veldeke aus dem niederdeutschen Sprachraum, aber geschrieben hat er auf hochdeutsch, so dass „für die Sprache des Eneas ... die Technik des neutralen Reims, die den Text überregional rezipierbar macht“ kennzeichnend ist. 12 Dies führt „stilisitisch ... zur Reimarmut und insgesamt zu einer gewissen Monotonie.“ 13
Die Bearbeitung antiker Stoffe war im Mittelalter üblich, es gab sie „in der volkssprachlichen Literatur des europäischen Mittelalters etwa vom 12. bis zum 15. Jahrhundert. Eine Schlüsselstellung und Vorreiterrolle nehmen, wie bei allen Gattungen der mittelalterlichen höfischen Literatur, die altfranzösischen 14 Aus der antiken Dichtung übernommenen Stoffe wurden den Antikenromane ein.“
mittelaterlichen Verhältnissen angepasst, sie wurden mediaevalisiert. Auch der Eneasroman ist keine Übersetzung des lateinischen Textes, sondern eine Anpassung an die mittelalterlichen Verhältnisse und Vorstellungen. Einiges hat bereits der französische Autor verändert, aber auch Veldeke setzt bei der Bearbeitung noch einmal eigene Akzente. Dabei steht die „grundsätzliche Historizität der antiken Stoffe ... für das Mittelalter ... außer Frage; das gilt nicht nur für den historisch belegten Herrscher Alexander, auch für die Stoffe, die heute eher als Mythen bezeichnet würden.“ 15 Das Interesse an der Antike zur Zeit Veldekes ist nicht identisch mit unserem heutigen Geschichtsverständnis, denn es geht nicht 16 Dem darum, „der Antike in ihrer historischen Besonderheit gerecht zu werden“. mittelalterlichen Selbstverständnis gilt „die Antike gilt als Wurzel der eigenen Kultur 17 Die derart begründetet Motivation eines mittelaterlichen und der eigenen Macht.“
Dichters, sich dem antiken Stoff anzunehmen und sie an das mittelalterliche Denken anzupassen, erscheint einleuchtend. Gerade der Eneasstoff hat mit Eneas als Gründungsvater Roms und der Idee der translatio imperii das besondere Interesse für eine mittelalterlichen Bearbeitung geweckt - ist Eneas aus dieser Sicht doch ein direkter Vorfahre. Gerade Herrschaftsansprüche werden im Mittelalter gerne durch
12 Lienert, Elisabeth S.77
13 Ebd, S.77 14 Ebd, S.10
15 Ebd, S.10 16 Ebd S.15 17 Ebd, S.15
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solche „genealogische Ansippung“ und „Anbindung an die antiken Weltreiche“ 18 legitimiert.
3. Dido und ihr tragisches Ende: Schuld, Schicksal oder Götterwille?
3.1 Die Beziehung zwischen Dido und Eneas
Eneas, mit einigen Gefolgsleuten aus dem brennenden Troja geflohen, landet nach 19 schließlich in Karthago, wo die mächtige Herrscherin sieben Jahren auf hoher See
Dido regiert. Das Schicksal der beiden gleicht sich sehr - selber einmal vor ihrem eigenem Bruder auf der Flucht, nachdem dieser ihren Mann ermordet hat, muss 20 In der Aeneis Dido in Karthago ein neues Leben beginnen; genau wie Eneas jetzt. von Vergil sind Dido und Eneas noch mehr „als ebenbürtige Charaktere gestaltet“, so dass „die Liebe zwischen Dido und Aeneas motiviert, gewissermaßen sogar prädestiniert“ ist: „Beide entstammen fürstlichem Geschlecht, und stehen an der Spitze ihrer Völker, beide hat ein grausames Schicksal zu Flüchtlingen gemacht und ihrer Ehegatten beraubt.“ 21
Bei Veldeke erwirbt Dido sich „listichlîchen“ neues Land und baut ihre Macht aus, bis sie schließlich Königin ist. Dido wird nicht nur als klug, sondern auch als reich 22 beschrieben. Sie unterwirft ganz Libyen 23 und alle sind ihr untertan 24 , so dass sich 25 Karthagos Macht ist also recht groß, als die keiner traut, sich ihr zu widersetzen. 26 Flüchtlinge ankommen, die Stadt wird überdies als uneinnehmbar beschrieben. Gastfreundlich und zuvorkommend werden sie empfangen und ohne Eneas je gesehen zu haben, verspricht Dido seine Leuten schon einen angenehmen Aufenthalt. 27 Da sie selber schon heimatlos war, bietet sie ihnen sogar an, für immer zu bleiben und von ihr Land und Leute zugeteilt zu bekommen. 28 Durch die Macht der Liebesgötter wird Dido von der Liebe zu Eneas ergriffen und kann fortan an nichts anderes denken als an ihn. Ihr ganzes Denken dreht sich um ihn, sie isst und trinkt nichts, schläft Nachts nicht , ihr wird heiß und kalt, kurz: es geht ihr schlecht. Ihr
18 Ebd, S. 15
19 Veldeke, Heinrich von, V.177-181 20 Ebd, V.52-533
21 Kistler, Renate, S.97
22 Veldeke, Heinrich von, V.342
23 Ebd, V. 344-347
24 Ebd, V. 370-371 25 Ebd, V.349-351 26 Ebd, V.383-386
27 Ebd, V.548-572
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Lydia Kanngießer, 2008, Schuld, Schicksal, Götterwille, München, GRIN Verlag GmbH
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