Inhaltsverzeichnis
Erwartungen an das Fachpraktikum 1
1 Die Xxxxx in W 1
1.1 Praktikumsphasen Stundenplan und Klassensituation 3
2 Hospitationen 4
2.1 Erstes Hospitationsprotokoll: Darstellung sozialer Beziehungen in der
Klasse 3a 4
2.2 Zweites Hospitationsprotokoll mit Beobachtungsschwerpunkt 6
2.2.1 Theoretische Erörterung über ein lernförderliches Unterrichtsklima 6
2.2.2 Detaillierte Darstellung der Beobachtung und des
Beobachtungsgegenstandes 7
2.2.3 Eigene Reflexion vor dem Hintergrund der Beobachtungsaufgabe 8
2.3 Drittes Hospitationsprotokoll:Schülerfallstudie 10
2.31 Allgemeine Angaben zum Schüler A 10
2.3.2 Das Verhalten des Schülers A im Unterrichtsverlauf 10
3.3.3 Umstände der Erhebung 11
3 Eigene Unterrichtsplanung 12
3.1 Thema der Unterrichtseinheit 12
3.2 Sachanalyse 12
3.2.1 Begriffserklärungen 13
3.2.2 Material und Werkzeug 13
3.2.3 Bearbeitung 15
3.3 Lernziele 16
3.3.1 Groblernziele 16
3.3.2 Feinlernziele 16
3.4 Klassensituation Lernausgangslage Rahmenbedingungen 17
3.5 Didaktische Analyse 19
3.6 Methodische Überlegungen 21
3.6.1 Die 1 Stunde der Unterrichtseinheit 21
3.6.2 Die 2 Stunde der Unterrichtseinheit 22
3.6.3 Die 3 4 Stunde der Unterrichtseinheit 22
3.6.4 Die 5 Stunde der Unterrichtseinheit 24
3.6.4 Die 6 Stunde der Unterrichtseinheit 24
3.7 Lernergebnis 25
4 Fazit 26
4.1 Tatsächlicher Unterrichtsverlauf 26
4.2 Reflexion der Unterrichtseinheit 27
4.2.1 Eigene Rolle als Lehrerin 27
4.2.2 Schüler 29
4.2.3 Unterrichtseinheit Thema 30
I
5 Reflexion des Fachpraktikums 32
5.1 Schule 32
5.2 Erkenntnisleitende Ausblicke auch im Hinblick auf das weitere Studium 34
6 Anhang 36
7 Literaturverzeichnis 45
II
Erwartungen an das Fachpraktikum
Meine Erwartungen an das Fachpraktikum beziehen sich in erster Linie darauf, neue Erfahrungen in der Schulpraxis insbesondere im Fach „Gestaltendes Werken“ zu sammeln. Da ich mein erstes allgemeines Schulpraktikum an einer Realschule absolviert habe, bin ich nun sehr daran interessiert, wie der Schulalltag an einer Grundschule verläuft. Besonders wichtig ist mir die Vorbereitung eigener Unterrichtsplanungen sowie die Durchführung erster Unterrichtsversuche. Ich bin gespannt, wie meine ersten Unterrichtsversuche ablaufen werden und ob ich einiges von dem, was ich bis jetzt im Studium gelernt habe, auch in der Praxis umsetzen kann. Ich erhoffe mir eine gute Zusammenarbeit mit meiner Mentorin, die mich bei meiner Unterrichtsplanung und -durchführung hilfreich unterstützen und auch kritische beurteilen soll. Des Weiteren bin ich sehr neugierig darauf, wie mich die Schüler 1 als Lehrperson annehmen werden und ob ich den Aufgaben einer Lehrperson überhaupt gerecht werde. Dabei stellen sich mir folgende Fragen: „Fühle ich mich innerhalb der zu unterrichtenden Klasse fachlich und sozial kompetent? Kann ich die Unterrichtsinhalte den Schülern gut vermitteln? Gelingt es mir, eine Unterrichtsatmosphäre aufzubauen, in der eine Wissensvermittlung überhaupt möglich ist? Wie stimme ich meine eigenen Vorstellungen von „gutem“ Unterricht mittels didaktischer Konzeptionen auf die Schülerbedürfnisse und Unterrichtserfordernisse ab?“. Diese Aspekte möchte ich während meines Praktikums genauer hinterfragen, um herauszufinden, ob ich den Ansprüchen einer „guten“ Lehrerin gerecht werden kann.
1 Die Xxxxx in W.
Die Xxxxx in W. wurde im Jahr 2000 erbaut und ist durch die moderne Bauweise speziell auf die Bedürfnisse einer kindgerechten Grundschule ausgerichtet. Das große Schulgelände bietet den Kindern ein attraktives Spielangebot und viele Bewegungsmöglichkeiten in naturnaher Umgebung. Dieses ist unterteilt in zwei Spielbereiche, wovon der vordere Teil gepflastert und der hintere mit Gras bewachsen
1 In dem gesamten Praktikumsbericht sind mit den Begriffen Schüler und Lehrer auch die weiblichen Geschlechter, wie
Schülerinnen und Lehrerinnen, gemeint.
1
ist. Hier befinden sich mehrere Kletter- und Spielgerüste, eine Sandkuhle mit Wasserquelle, ein Fußballplatz und ein Schulteich.
Träger dieser Schule ist die Stadt W.. Durch das Prädikat „Verlässliche Grundschule“, gewährleistet die Xxxxx den Eltern eine durchgehende Betreuung ihrer Kinder durch eine Aufsichtsperson in dem Zeitraum von 8.20 Uhr − 13.20 Uhr. Der Einzugsbereich umfasst die naheliegenden Landgemeinden im Umkreis der Stadt W.. Rund die Hälfte der Schüler fahren mit dem Bus zur Schule. Die anderen Kinder kommen entweder mit dem Fahrrad oder werden von ihren Eltern mit dem Auto gebracht. Nur wenige Kinder gehen zu Fuß zur Schule.
Zur Zeit wird die Xxxxx von 413 Schülerinnen und Schülern besucht, welche in 19 Klassen mit jeweils 19 bis 26 Schülern aufgeteilt sind. Die Jahrgänge sind zumeist vierzügig, lediglich die dritte Schulstufe weist eine weitere fünfte Klasse auf, um eine geringe Klassenstärke zu gewahren. Weitere nutzbare Räumlichkeiten der Schule sind ein Werk-, Textil-, Musik-, Bibliotheks- und Medienraum. Das Lehrerkollegium setzt sich derzeit aus 26 Lehrerinnen und einem Lehrer zusammen. 2 Des Weiteren gibt es eine Rektorin, einen Konrektor, 10 pädagogische Mitarbeiter für Betreuungsaufgaben, drei Lehrerinnen, die bei Krankheitsfällen im Kollegium einspringen müssen, sowie einen muttersprachlichen Lehrer für den türkischen Förderunterricht. 3 Für außerschulischen Unterricht eignet sich besonders der anliegende Wald und die Hunte, welche sowohl für naturwissenschaftliche Fächer als auch für den Sportunterricht genutzt werden. Außerdem steht für den Schwimmunterricht das benachbarte Hallenbad zur Verfügung.
Die Xxxxx bietet Schülern aller Konfessionen und Herkunftsländer ein differenziertes Schulprogramm mit einem individuellen Förder- und Betreuungskonzept an. Zudem steht den Dritt- und Viertklässlern ein breit gefächertes Angebot an attraktiven
2 Das Durchschnittsalter des Stammkollegiums liegt bei den unter 30 jährigen bei 5,6 % und bei den 30 bis 39 jährigen bei 29,4
%. Im Alter von 40 bis 49 Jahren sind 21,2 % und lediglich 5,6 % sind 50 bis 54 Jahre alt. Ein großer Anteil mit 27,5 % befindet
sich im Alter von 55 bis 59 Jahren. Die ältere Generation der Lehrerschaft von 60 bis 65 Jahren beträgt im Durchschnitt 10,7 %.
3 Vgl. http://www.xxxxx.info/. Aufgerufen am 26.10.2008.
2
Arbeitsgemeinschaften (AGs) zur Verfügung, welches unter der Homepage der Schule genauer erläutert wird. 4
1.1 Praktikumsphasen, Stundenplan und Klassensituation
In den folgenden Stundenplänen habe ich alle Aktivitäten aufgeführt, die ich während meines Fachpraktikums durchgeführt habe. Enthalten sind alle Hospitationsstunden, welche rot gekennzeichnet sind, sowie meine eigenen Unterrichtsversuche, die in der Tabelle mit blau hervorgehoben sind.
An der Xxxxx wechseln die dritten und vierten Klassen nach jedem Halbjahr mit ihren Parallelklassen die Fächer Gestaltendes Werken und Textiles Gestalten. Da meine Praktikumszeit nach den Halbjahreszeugnissen begann, hat im Fach Gestaltendes Werken ein Wechsel der Klassen stattgefunden. Die dritten Klassen hatten zum ersten Mal Werkunterricht in der Schule. Die Hospitationsstunden habe ich zum größten Teil in der Klasse 3a, in der meine Mentorin Klassenlehrerin war, abgeleistet. Dort erlebte ich alle Unterrichtsfächer außer Musik, Religion und Sport, da diese von anderen Fachlehrern unterrichtet werden. Auch soziale sowie außerschulische Aspekte, die im Schulalltag ebenfalls von Bedeutung sind, konnte ich in der Klasse 3a besonders gut beobachten. So habe ich an Geburtstagsfeiern und bei Streitschlichtungen mitgewirkt. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, an einem Ausflug ins Museumsdorf nach Cloppenburg teilzunehmen. Meine eigenen Unterrichtsversuche habe ich hauptsächlich in den Fächern Gestaltendes Werken und Mathematik in den dritten und vierten Klassen durchgeführt.
4 Vgl. http://www.xxxxx.info/. Aufgerufen am 26.10.2008.
3
2 Hospitationen
2.1 Erstes Hospitationsprotokoll: Darstellung sozialer Beziehungen in der
Klasse 3a
Um die sozialen Beziehungen der Schüler untereinander darstellen zu können, habe ich für jeden Schüler einen Zettel mit folgender Fragestellung erstellt:
1. „Neben welchem/r Mitschüler/in möchtest du am liebsten sitzen?“
2. „Du darfst dir noch zwei weitere Mitschüler/innen aussuchen, mit denen du gerne an einem Gruppentisch sitzen möchtest.“ (s. Anhang S. 43)
Mit den daraus resultierenden Ergebnissen habe ich zunächst eine Soziomatrix erstellt
Soziomatrix der Klasse 3a
4
und diese anschließend in ein Soziogramm übertragen. Bei der grafischen Darstellung des Soziogramms werden bestimmte grafische Symbole verwendet. Der Kreis stellt weibliche und das Viereck männliche Personen dar. In das Kreis- bzw. Dreieckssymbol werden der Name des Schülers und die Anzahl der positiven Wahlen eingetragen. Anhand des Soziogramms werden die Schüler, die besonders viele Stimmen erhalten haben, schnell ersichtlich. 5
5
Durch diese Darstellungsformen habe ich feststellen können, dass von den Jungen Oliver L. und von den Mädchen Lynn sehr beliebt sind. Auf den vorderen Rangplätzen stehen aber auch Laura, Carina, Annika, Lena, Sarah und Kristof. Auffällig bei der Auswertung war jedoch, dass die Schüler, die an dem Tag nicht anwesend waren, auch keine Stimmen erhalten haben. Demnach müssten Sebastian und Michel am unbeliebtesten sein. Dennoch nehme ich an, dass diese in Klassengruppen integriert sind und von diesen auch akzeptiert werden. Sie wurden lediglich nicht in Betracht gezogen, da sie an diesem Tag nicht anwesend waren. Lässt man diese beiden Schüler nun außer Betracht, haben Pauline, Michéle, Svenja, Matin und Jan keine Stimme erhalten. Dieses Resultat stimmt auch mit meinen Vermutungen, die ich durch die sechswöchige Beobachtungsphase der Klasse gebildet habe, überein. Des Weiteren können durch das Soziogramm Gruppengefüge (s. blaue Pfeile) abgelesen werden, die sich auch durch die Beobachtungen in den Pausen widerspiegelten.
2.2 Zweites Hospitationsprotokoll mit Beobachtungsschwerpunkt
2.2.1 Theoretische Erörterung über ein lernförderliches Unterrichtsklima
Ein lernförderliches Unterrichtsklima bezeichnet die Qualität der Interaktion zwischen dem Lehrer und der Schüler in der Unterrichtsstunde, sowie die Beziehung der Schüler untereinander. 6 Das lernförderliche Unterrichtsklima wird nach der Aussage von Dreesmann 7 durch die vielfältigen Interaktionen und unterschiedlichen Einflüsse der „Umwelt“ Schule geprägt, denn die gemeinsam erlebten Situationen stärken die Gruppendynamik. Die angenehme Atmosphäre wird durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz, eine positive Arbeitshaltung und einen respektvollen und höflichen Umgang charakterisiert. Für die Entstehung dieser Bedingungen muss zunächst ein bestimmtes Lehrerverhalten gegeben sein, welches sich auf das didaktisch-methodische Handeln und eine bestimmte Haltung des Lehrers reduzieren lässt. 8 Diese Erlebnisausschnitte werden zwar individuell erlebt, dennoch werden sie von allen wahrgenommen und lösen eine bestimmte Reaktion aus. Dieser
5 Vgl. Kretschmer, 2005, S.36 f.
6 Hilbert Meyer , Helmut Bülter. Was ist ein lernförderliches Klima?, in: PÄDAGOGIK (Beltz-Verlag), Heft 11/2004
7 Dreesman, H. (1979). Zusammenhänge zwischen Unterrichtsklima, kognitiven Prozessen bei
Schülern und deren Leistungsverhalten. Zeitschrift für empirische Pädagogik, 3,121-133.
8 Meyer, Hilbert; Merkmale guten Unterrichts; 2003, S. 24 f.
6
Zusammenhang wird als soziales Klima einer Schulklasse bezeichnet. Das Ziel ist letztendlich eine größere Arbeits- und Lerneffizienz in einer harmonisch funktionierenden Gruppe. Der Begriff „Klima“ wird in der Unterrichtsforschung von Withall 9 aufgegriffen. Er bezeichnet „Klima“ als die emotionale Akzentuierung der zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Schule. Es besteht eine Verbindung zwischen dem Klima und der Berücksichtigung der gegenseitigen Bedürfnisse und Ziele der Schüler im Unterricht. Anderson 10 bezieht sich auf Emotionen, Gefühle, Reaktionen und Belastungen der Schüler und auf die Eigenschaften der Klasse als eine soziale Gruppe. Steele, House & Kerrins 11 definieren “Klima“ , als den von den Schülern wahrgenommenen Aspekt der charakteristischen Anforderungen im Unterricht.
2.2.2 Detaillierte Darstellung der Beobachtung und des
Beobachtungsgegenstandes
Meinen Beobachtungsschwerpunkt im Bezug auf ein lernförderliches Klima habe ich anhand einer Mathematikstunde in der Klasse 3a hospitiert. In dieser Stunde spielen die Schüler, jeweils in Vierergruppen, ein Kartenspiel. Dabei lassen sich die Karten in zwei Kategorien unterteilen. Die eine Kartengruppe enthält jeweils eine Aufgabenstellung und die andere die entsprechenden Lösungen. Ziel hierbei ist es, durch gute Zusammenarbeit in kürzester Zeit die passenden Ergebnisse für die Aufgaben zu finden. Die Lehrkraft nennt zunächst kurz die Inhalte und Ziele der Unterrichtsstunde. Durch eine präzise und verständliche Aufgabenstellung leitet sie den Unterrichtseinstieg ein und vergewissert sich anhand einer Proberunde, ob die Schüler die Spielregeln verstanden haben. Bei dem Spieldurchgang konnte ich sehr gut beobachten, dass die Gruppen durch die gemeinsame Teamfähigkeit sehr schnell zur Lösung der im Unterricht gestellten Aufgaben gefunden haben. Die sich dadurch auszeichnende positive Arbeitshaltung wird durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz ergänzt. Es kommt in den einzelnen Gruppen zu keinen Streitereien durch Unstimmigkeiten. Obwohl es in diesem Spiel um Schnelligkeit geht, nehmen die leistungsstärkeren
9
Withall, J.; The development of a rechnique fpr the measurement of social-emotional climate in classroom.,1949 , Journal of Experimental Education, 17, S. 347-361.
10 Anderson, G.J.; Effects of teacher sex and course content on the social climate of learning. 1971; American Educational Research Journal, 8, S. 649-663.
11 Steele, J., House, E.R. & Kerrins, T. ; An instrument for assessing instructional climate through low- inference student judgements. 1971; American Educational Research Journal, 8, S. 447-466.
7
Quote paper:
Bachelor of Arts Sabine Smidt, 2009, Fachpraktikum Gestaltendes Werken an einer Grundschule, Munich, GRIN Publishing GmbH
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