Thomas Punzel
AT05/02
Berufsfachschule Potsdam
TÜV Bildungswerk GmbH
Neue und alte Siedlungsstrukturen Berlins
Ein Tagesausflug
Abgabetermin: 05.01.2006
2
Seite
Inhaltsverzeichnis
2
Abbildungsverzeichnis
3
1.
Einleitung 5
2.
Siedlungsgeographie
6
2.1 Definition des Begriffs Siedlungsgeographie
6
2.2
Die
Siedlung
6
2.3
Definition
Siedlungsstruktur
7
3.
Flächennutzungsplan
Berlins 7
3.1 Definition und Aufgaben des Flächennutzungsplans
7
3.2
Wohnbauflächen 9
4. Berlins geographische Lage und deren Bedeutungswandel
9
4.1
Erster
Lagewandel
10
4.2
Zweiter
Lagewandel
12
4.3
Dritter
Lagewandel
12
4.4
Vierter
Lagewandel
13
5.
Exkursionsroute 14
5.1
Route
14
5.2
Potsdam
Hbf
Spandau
15
5.3
Spandau
Zitadelle
17
5.4 Neuendorferstraße Spandauer Damm
19
5.5 Otto-Suhr-Allee Potsdamer Straße
22
5.6 Potsdamer Platz Landsberger Allee
25
5.7
Marzahn
Dorfkern
Marzahn
29
5.8 Allee der Kosmonauten Rudower Chaussee
32
5.9 Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Adlershof
33
6. Fazit
36
Quellenverzeichnis
38
Literaturverzeichnis
43
Anhangverzeichnis
44
Anhang
45
3
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb.
1:
Die
Siedlung 6
Abb. 2: Die Flächennutzung in Berlin im Jahr 2000
8
Abb. 3: Der Berliner Flächennutzungsplan
8
Abb. 4: Karte von Berlin-Kölln im 13. Jahrhundert
10
Abb. 5: Kurfürstliche Residenz
Berlin-Coelln
1472
11
Abb. 6: Berlin zur Zeit des großen Kurfürsten mit Befestigungsmauer... 11
Abb. 7: Eisbahnverbindung zwischen Potsdam und Berlin 1838
12
Abb. 8: Berliner Sektoren nach 1945
13
Abb.
9:
Berliner
Reichstag
13
Abb. 10: Potsdam - Glienicker Brücke Luftbild
15
Abb.
11:
Berliner
Wannsee 16
Abb.
12:
Grunewaldturm
17
Abb.
13:
Spandau
Zitadelle
Luftbild
18
Abb.
14:
Spandau-Altstadt
Luftbild 18
Abb. 15: Blick vom Einkaufszentrum Spandaus auf die Arkaden
19
Abb. 16: Die 5 großen Entwicklungsgebiete
Berlins
20
Abb. 17: Quartier an der Havelspitz
21
Abb.
18:
Insel
Eiswerder
21
Abb. 19: Hauptgebäude der Firma Siemens
22
Abb.
20:
Schloß
Charlottenhof
23
Abb. 21: Kurfürstendamm und Gedächtniskirche
24
Abb. 22: Kaufhaus des Westens
Berlin
Kurfürstendamm
25
Abb. 23: Potsdamer Platz Links: Daimler Chrysler, Rechts: Sony-Center
26
Abb. 24: Potsdamer Platz um 1901
26
Abb.
25:
Friedrichstraße
um
1900 27
Abb. 26: Berlin Alexanderplatz
mit
Fernsehturm
28
Abb.
27:
Karl-Marx-Allee
Luftbild
29
Abb.
28:
Marzahn
Dorf
heute
30
Abb.
29:
Dorf
vor
Rekonstruktion
30
Abb.
30:
Bockwindmühle
Dorf
Marzahn
31
4
Abb.
31:
Marzahn-Hellerdorf
Postkarte
32
Abb. 32: Luftbild Flugplatz Johannisthal 1932
34
Abb. 33: Entwicklungsplan Berlin Adlershof
35
Abb. 34: Ausschnitt aus dem Gesamtmodell des WISTA...
36
Abb. 35: Flughafen BBI Gesamtausmaße
37
5
1. Einleitung
In meiner Belegarbeit möchte ich eine Exkursionsroute quer durch Berlin
beschreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Siedlungsstrukturen
Berlins wobei ich auf neue sowie auf ältere eingehen werde. Aufgrund der
begrenzten Seitenzahl kann ich leider nicht ausführlicher auf einzelne Dinge
eingehen. Die Exkursion wird in Potsdam am Hauptbahnhof starten und am
WISTA in Adlershof enden, auf Wunsch besteht auch die Möglichkeit mit dem
Bus wieder nach Potsdam zurück zu fahren. Die Länge der Strecke, welche mit
einem Reisebus abgefahren wird, beträgt 88 km und dauert ca. 4 Stunden bis
zum WISTA, den Rückweg eingerechnet wären das 134 km und 5 ½ Stunden.
Allerdings wurden noch nicht die 3 Ausstiege und die Mittagspause
eingerechnet. Ich werde darin kurze Informationen zu den einzelnen Berliner
Stadtteilen geben, welche durchquert werden. Es sind 3 Ausstiegspunkte
vorgesehen. Der erste wäre an der Spandauer Zitadelle, der zweite an der
Mühle von Marzahn mit einer längeren Pause, welche zum Mittagessen genutzt
werden kann und der 3. Ausstieg wäre in Adlershof am WISTA. Abgesehen von
der längeren Pause in Marzahn, sollten die anderen Ausstiege die Länge von ½
Stunde nicht überschreiten.
Der Grund, warum ich mir dieses Thema gewählt habe, ist folgender. Ich habe
während meiner Uni Zeit an einer ähnlichen Exkursion teilgenommen und fand
diese sehr interessant, weil ich mich auch sehr für Stadtentwicklung und
Raumplanung interessiere. Zwar könnte man noch viel mehr zu diesem Thema
schreiben, aber ich hoffe man kann sich mit dieser Belagarbeit einen kleinen
Einblick in die Siedlungsgeographie verschaffen.
Die Kennzahlen für die einzelnen Wohnbauflächen habe ich bei meiner
Routenbeschreibung schon angegeben, da eine genauere Erläuterung zuviel
Platz in Anspruch genommen hätte. Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
6
2. Siedlungsgeographie
2.1 Definition
,,Untersucht Standortbedingungen und Standortverteilung der Siedlungen als
Konzentrationspunkte der Bevölkerung, der Produktion und Dienstleistungen in
einem bestimmten Gebiet. Verfolgt das Ziel Regelhäufigkeiten aufzudecken,
über das Werden der Siedlung und über wesentliche raumbedeutsame
Prozesse, die in und zwischen der Siedlung ablaufen."
1
2.2 Die Siedlung
Unter einer Siedlung versteht man die menschliche Niederlassung. Dazu
gehören die Behausungen als Wohn-, Arbeits-, Erholungs-, Kulturstätten usw.
in ihren Gruppierungen, vom einfachen Windschirm, einer einfachen
,,Behausung aus in den Boden gesteckten Zweigen und Ästen"
2
, bis hin zur
modernen Großstadt. Siedlungen als ganzes können zugleich Elemente bzw.
Teilsysteme eines Raumsystems, in dem sich die gesellschaftliche
Reproduktion
3
vollzieht, sein. Sie sind durch ihre Außenfunktion aktive
Elemente dieses Systems, während die Innenfunktion sie zum Teilsystem
machen. Die Siedlungsfunktion, insbesondere die Außenfunktion bestimmt die
Spezifik, mit der eine Siedlung an der räumlichen Arbeitsteilung der
Gesellschaft beteiligt ist.
Abb. 1 Die Siedlung
1
Saupe, Gabriele, Grundvorlesung Siedlungsgeographie, WS 01/02, Uni Potsdam
2
Leser, Hartmut, Wörterbuch allgem. Geographie, 2001 S. 998
3
,,Reproduktionsprozeß: Erneuerungsprozeß einer Population (Gesellschaft)." Leser, Hartmut,
Wörterbuch, 2001 S. 704
7
2.3 Definition Siedlungsstruktur
,,Aufbau und Gefüge einer Siedlung insgesamt im Siedlungsraum. Die
Siedlungsstruktur ist das Ergebnis einer meist langen Entwicklung, die von
vielen Faktoren beeinflusst wurde. Sie ergab sich weitgehend aus der
räumlichen Ausprägung der im Siedlungsraum vertretenen Siedlungsformen
und Siedlungstypen."
4
3. Flächennutzungsplan Berlin
3.1 Definition und Aufgaben des Flächennutzungsplans
,,Der Flächennutzungsplan (FNP) stellt für das gesamte Stadtgebiet die Art der
Bodennutzung dar, wie sie sich aus der beabsichtigten städtebaulichen
Entwicklung und den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde ergibt.
Betroffen davon sind die Baugebiete, die Flächen für den Gemeinbedarf und für
Versorgungsanlagen, die Verkehrsflächen, Grünflächen und die Flächen für die
Land- und Forstwirtschaft. Der Plan konzentriert sich auf die Grundzüge der
Planung und lässt Spielräume für deren weitere Konkretisierung auf anderen
Ebenen."
5
Der FNP stellt planerische Zielaussagen dar und unterscheidet deswegen nicht
zwischen Bestand und Neuplanung.
Charakteristisch für den Berliner FNP ist, dass er generalisiert wurde. Das
heißt, es wurde nicht jedes Grundstück oder jede Fläche berücksichtigt,
sondern in ein größeres Gebiet mit einbezogen. Dies gilt vorwiegend für
Flächen, welche nicht größer als 3 ha sind und Einrichtungen des
Gemeinbedarfs, der Ver- und Entsorgung, Freiflächen und Verkehrstraßen.
Sollten diese nicht eine übergeordnete Bedeutung für den FNP haben.
Grundlage für die Aufschlüsselung im FNP sind das Baugesetzbuch und das
Raumordnungsgesetz.
4
Leser, Hartmut, Wörterbuch allgem. Geographie, 2001 S. 779
5
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, www.stadtentwicklung.berlin.de/planen...2005 S. 2
8
Abb. 2 Die Flächennutzung in Berlin im Jahr 2000
Abb. 3 Der Berliner Flächennutzungsplan
9
3.2 Wohnbauflächen
Die Wohnbauflächen sind die Flächen im FNP, welche primär die Wohnfunktion
erfüllen. Dazu gehören das reine Wohngebiet, das allgemeine Wohngebiet
sowie das Kleinsiedlungsgebiet. Im Berliner FNP wurden die Wohnbauflächen
in vier Kategorien unterteilt, welche wie folgt aufgeschlüsselt wurden:
W1=
,,Wohngebiet mit überwiegend traditioneller Blockrandbebauung ,
5 und mehr Geschosse"
6
W2=
,,Wohngebiet aus den 20er Jahren und Nachkriegsbebauung,
überwiegend Zeilenbebauung, 3-5 Geschosse (auch Hochhäuser
in Großsiedlungen)"
7
W3=
,,Überwiegend verdichtete Einfamilienhausähnliche Wohnformen,
wie Stadtvillen, Reihenhäuser und Hausgruppen mit 2-3
Geschossen"
8
W4=
,,Überwiegend Einzel- und Doppelhäuser mit ein bis zwei
Geschossen in offener Bauweise und hohem Grünanteil"
9
4. Berlins geographische Lage und deren Bedeutungswandel
Berlins geographische Lage hat sich in den letzten Jahrhunderten vier Mal
verändert.
Die Besiedlung des Berliner Raumes hatte ihren Ursprung im 12. Jahrhundert.
Es gab damals nur 2 Stellen an denen es möglich war, eine Siedlung zu
gründen. Zum einen in Köpenick am Zusammenfluss von Spree und Dahme
und zum anderen in Spandau gegenüber der Einmündung der Spree in die
Havel.
Im 13.Jahrhundert kam es dazu, dass Berlin und das mit ihm eng verbundene
Coelln verwuchsen. Man stellte fest, dass die Entwicklung dieser Siedlung
schneller voranschritt als die von Köpenick und Spandau. Somit ging die
Entwicklungskraft von den Ufern der Spree im Urstromtal aus, also einer Stelle,
6
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, www.stadtentwicklung.berlin.de/planen...2005 S. 4
7
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, www.stadtentwicklung.berlin.de/planen...2005 S. 4
8
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, www.stadtentwicklung.berlin.de/planen...2005 S. 5
9
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, www.stadtentwicklung.berlin.de/planen...2005 S. 5
10
von welcher man anfangs nicht überzeugt war. ,,Im Berliner Urstromtal näherten
sich an einer Stelle das Teltow- und das BarnimPlateau, dazwischen gabelte
sich die Spree und umfloss eine niedrige Insel."
10
Mit den Jahren wurde auch die Mark immer stärker besiedelt und diese Stelle
wurde ein oft genutzter Flussübergang zur Überquerung des feuchten
Urstromtals. Somit entstand Berlin auf dem rechten Spreeufer und Coelln auf
der Insel. Es wurden Handelswege sowie Brücken von Süden und Südwesten
nach Norden und Nordosten ausgebaut und errichtet. Berlin-Coelln wurde damit
Handels- und war eine Brückenstadt.
Abb. 4 Karte von Berlin-Kölln im 13. Jahrhundert
4.1 Erster Lagewandel
1470 kam es dann zu dem ersten Lagewandel mit der Verlegung der
Kürfürstlichenresidenz in das Schloss auf der Insel Coelln. Dies hört sich im
ersten Moment gar nicht so ausschlaggebend an, aber in den folgenden Jahren
wuchs das Kurfürstentum Brandenburgs beträchtlich und Berlin wurde bis 1688
Zentrum des Gesamtgebietes der Hohenzollern.
10
Bader, Frido J. Walter, Müller, Dietrich O., Berlin (West), 1981 S. 2
11
Abb. 5 Kurfürstliche Residenz Berlin-Coelln 1472
Abb. 6 Berlin zur Zeit des großen Kurfürsten mit Befestigungsmauer von 1658
0 comments