Diplom-Hausarbeit
an der
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Cottbus
Studiengang:
Informatikbetriebswirt
Fachgebiet:
Diplomarbeit
Gegenstand:
Wirtschaftsinformatik
Thema:
Analyse der Rentabilität beim Aufbau eines EDV-Systems
(Warenwirtschaftssystem)
Name, Vorname: Möhler, Lars
Thema bekanntgegeben am:
04.09.2008
(Tag/Monat/Jahr)
Vorgegebene Bearbeitungszeit:
8 Wochen
(Kalenderwochen)
Diplomarbeit abgegeben am:
28.10.2008
(Tag/Monat/Jahr)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ...3
2. Ausgangslage und Problemstellung...4
3. Möglichkeiten des Aufbaus eines DV-Systems...6
3.1. Realisierung im eigenen Unternehmen ...6
3.2. Realisierung durch Dienstleistungsunternehmen...7
3.3. Teilweise Realisierung durch Outsourcing ...8
4. Technische Möglichkeiten und Erfordernisse...9
4.1. Erweiterte Netzwerktechniken...9
4.2. Erfordernis eines Backupsystems ...9
4.3. Virtualisierungstechniken ...10
4.4. Storagesystem ...12
5. Projektvorbereitung ...13
6. Planungsphase ...13
6.1. Überblick über die Realisierung des Netzwerkes ...15
6.2. Überblick der zu virtualisierenden Systeme ...16
6.3. Überblick über physisch benötigte Server...17
6.4. Internetanbindung ...17
6.5. Überblick über benötigte Lizenzen ...17
6.6. Realisierung des Webauftritts ...18
6.7. Serverraum und Klimatisierung...19
6.8. Ausschreibung ...20
7. Erläuterung der Realisierung ...21
7.1. Anbindung und Arbeitsweise in den Außenstellen ...21
7.2. Netzwerk am Hauptsitz ...22
7.3. Domänenserver...22
7.4. Datenbankserver...23
7.5. VM-Server...23
7.6. Storagesystem ...24
8. Möglichkeiten der Finanzierung ...25
8.1. Außenfinanzierung ...25
8.2. Innenfinanzierung...26
8.3. Sonderformen der Finanzierung...26
9. Finanzierung des DV-Systems...27
10. Möglichkeiten der Abschreibung ...28
10.1. Lineare Abschreibung ...29
10.2. degressive Abschreibung...29
11. Abschreibung des DV-Systems...30
12. Fazit ...30
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Abkürzungsverzeichnis
EDV = Elektronische Datenverarbeitung
DV = Datenverarbeitung
LWL = Lichtwellenleiter
VPN = Virtual Private Network
DSL = Digital Subscriber Line
ADSL = Asyncron Digital Subscriber Line
SDSL = Syncron Digital Subscriber Line
KB = KiloByte
ISDN = Integrated Service Digital Network
VM = Virtual Machine
AD = Active Directory
DHCP = Dynamic Host Configuration Protocol
DNS = Domain Name System
WINS = Windows Internet Naming Service
WAN = World Area Network
AfA = Abschreibung für Anlagen
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: derzeitige Anbindung der Außenstellen
...5
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Übersicht der Server
...15
Tab. 2: Stückliste Netzwerk
...16
Tab. 3: Übersicht der Lizenzen ...18
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1. Einleitung
Heutzutage ist der Computer ein fester Bestandteil des modernen
Lebens. Er ist in vielen Situationen des täglichen Lebens, direkt und
auch indirekt, ein festes und oft sehr wichtiges Medium der
Kommunikation oder der Abarbeitung standardisierter Prozesse. Der
normale Bürger nutzt ihn unbewusst mehrmals pro Tag. Beispielsweise
wenn er an der Kasse im Supermarkt seine Einkäufe bezahlt oder wenn
er an der nächsten Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs einen
Fahrschein löst.
Hinter diesen alltäglichen Situationen findet man immer öfter mehr oder
weniger komplexe DV-Systeme. Doch nicht nur im privaten Umfeld
jedes Einzelnen finden wir Computer, auch in Unternehmen haben
Computer ihren Stellenwert gefunden. So ist inzwischen in nahezu
jedem Unternehmen Computertechnik im Einsatz um Aufgaben schnell,
unkompliziert und zeitnah überblicken und bearbeiten zu können. Zum
Beispiel in der Buchhaltung, Materialwirtschaft oder Betreuung von
Kunden mit Hilfe von entsprechenden Datenbanken bzw. Software-
lösungen.
Für die Bereitstellung solcher Softwarelösungen in Unternehmen gibt es
unterschiedliche Lösungsansätze auf die hier unter anderem einge-
gangen werden soll.
Auf den folgenden Seiten wird dazu durch die stückweise Abarbeitung
an einem Beispiel gezeigt, wie der Aufbau eines DV-Systems erfolgen
kann. Zu den einzelnen Teilprozessen wird dabei auf die verschiedenen
Möglichkeiten eingegangen und jeweils eines am Beispiel aufgezeigt.
Um das Thema in seinem gesamten Umfang ergreifen und verstehen
zu können wird davon ausgegangen, dass grundsätzliches Wissen der
Informatik, besonders im Bereich der Realisierungsmöglichkeiten von
heutzutage üblichen technischen Möglichkeiten, vorhanden ist.
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2. Ausgangslage und Problemstellung
Um das Thema zu vertiefen wird davon ausgegangen, dass ein
gewinnbringendes mittelständisches Unternehmen des öffentlichen
Sektors die theoretische Trennung von einem Gesamtkonzern hinter
sich hat, jedoch technisch noch in vollständiger Abhängigkeit zu diesem
Gesamtkonzern steht. Um nun die völlige Eigenständigkeit zu erreichen
ist die technische Trennung notwendig. Zu berücksichtigen ist, dass
momentan eine Konzernumlage von 500.000,- pro Jahr für
verschiedene Dienstleistungen, sowie die Nutzung der technischen DV-
Systeme gezahlt wird. Diese Konzernumlage wurde in einem Vertrag,
der eine Laufzeit bis 31.12.2009 beinhaltet, schriftlich festgesetzt. Es
wurde errechnet, dass in der Umlage 250.000,- pro Jahr für die
Nutzung der DV-Systeme enthalten ist. In der Umlage ist die Nutzung
folgender Systeme inbegriffen:
- Netzwerk mit Betreuung
- Internetanbindung mit Absicherung
- Domänensystem
- Datenbanksystem
- Proxyserver
- Zeiterfassungssystem
- Intranetsystem
- E-Mailsystem
- Datei- und Druckserversystem
- Storagesystem
- Buchführungssystem
- Materialwirtschaftssystem
- Lohnsystem
- Banksystem
- Backupsystem
- Antivirensystem
- Updatesystem
- Webauftritt
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Hauptsitz
Außenstelle 1
Außenstelle 2
Konzern
Weiterhin verfügt das Unternehmen über zwei Außenstellen, die über
den Gesamtkonzern mit dem Hauptsitz netzwerkseitig verbunden sind.
Am Hauptsitz befinden sich drei Gebäude, die bereits strukturell
verkabelt sind. Die Gebäude untereinander sind mit einer
LWL-Verkabelung verbunden. Das DV-System soll für die Benutzung
durch 100 Mitarbeiter ausgelegt sein und wichtige Systeme sollen
ausfallsicher gestaltet werden.
Abb. 1: derzeitige Anbindung der Außenstellen
Im Zuge der technischen Trennung ist gefordert, dass nach der
Trennung die gleichen Nutzungsmöglichkeiten des DV-Systems wie
vorher zur Verfügung stehen. Gleichzeitig soll eine Senkung der
jährlichen Kosten erreicht werden. Für die Realisierung der Trennung
ist der Zeitraum eines Jahres vom 01.01.2009 bis 31.12.2009
vorgesehen, um einen nahtlosen Übergang zwischen dem Auslaufen
des Vertrages und der Übernahme durch das neue DV-System zu
gewährleisten. Da dies einen Mehraufwand für das Jahr 2009 bedeutet
ist nach einem genauen Ablaufplan vorzugehen und eine möglichst
effektive Lösung zu erarbeiten, die den minimalen Einsatz an Hardware
bei gleichzeitig höchstmöglicher Ausfallsicherheit gewährleistet.
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3. Möglichkeiten des Aufbaus eines DV-Systems
Für den Aufbau eines DV-Systems gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Neben der klassischen Möglichkeit, ein DV-System komplett im eigenen
Unternehmen zu realisieren, gibt es die Möglichkeit, die Realisierung
des betrieblichen DV-Systems komplett durch ein Dienstleistungsunter-
nehmen realisieren zu lassen. Die dritte Möglichkeit besteht darin,
einen Teil des DV-Systems im eigenen Unternehmen zu realisieren und
nur bestimmte Teile an Dienstleistungsunternehmen zu übergeben. Im
Falle der Ausgliederung spricht man auch von Outsourcing, was soviel
bedeutet wie die Abarbeitung von bestimmten Prozessen durch Dienst-
leistungsanbieter, die sich auf die entsprechenden Prozesse
spezialisiert haben und diese im eigenen Namen oder im Namen des
Auftraggebers bearbeiten. Gleich für welche Art der Bereitstellung eines
DV-Systems sich ein Unternehmen entscheidet, muss darauf geachtet
werden, dass eine optimale Größe eines DV-Systems in Bezug zu den
Aufgabengebieten und der Dauer der Nutzung gewählt wird, um die
Wirtschaftlichkeit zu wahren.
3.1. Realisierung im eigenen Unternehmen
Durch die Realisierung eines DV-Systems im eigenen Unternehmen
ergeben sich besonders im Bereich der Handhabung und kurzfristigen
Änderung von Prozessketten im Unternehmen große Vorteile. Durch
diese Art der Bereitstellung ist es jedoch erforderlich, spezialisiertes
Personal einzusetzen und dieses durch entsprechende Maßnahmen
ständig zu qualifizieren.
3.1.1. Vorteile
- volle Kontrolle über die Daten
- schnelle Reaktion bei Problemen
- volle Verwaltungsmöglichkeit
- Schnittstellen für Datenaustausch und Anwendungen liegen in
eigener Hand
- hohe Flexibilität
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