Inhaltsverzeichnis III
Inhaltsverzeichnis
Abstract II
Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis III
1 Einleitung 5
2 Kosten 7
2.1 Regel - Leistungsverzeichnis nach GOÄ 8
2.1.1 Leistungsverzeichnis bei gesetzlich Versicherten (optional) 11
3 Anamnese 13
3.1 Patientenfragebögen 14
3.1.1 Anamneseerhebung 16
4 Befund 17
4.1 Befunderhebung 18
4.1.1 Organdiagnosen und Koinfektionen 20
5 Diagnose 22
5.1 Vorläufige Berichterstattung an den weiterbehandelnden Arzt 23
5.1.1 Arztbrief 24
6 Therapie 26
6.1 Ernährungstherapie 27
6.1.1 Ergänzende Medikamente und Hausmittel 28
6.1.1.1 Ordnungstherapie 29
6.1.1.2 Standardtherapie 30
7 Diskussion 43
Literaturverzeichnis 44
Monographien 44
Zeitschriftenartikel 46
Internetquellen 50
Adressen , Nutzung, Haftung, Motivierung, Dank 52
Abbildungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Organdiagnosen. 20
Abbildung 2: Koinfektionen 20
Abbildung 3: Verlaufsdokumentationsliste 41
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Leistungsverzeichnis ärztliche Leistungen nach GOÄ 8
Tabelle 2: Leistungsverzeichnis Labor nach GOÄ 9
Tabelle 3: Leistungsübersicht Notfallbesuche nach GOÄ 10
Tabelle 4: Leistungsverzeichnis bei gesetzlich Versicherten (optional) 11
Tabelle 5: Leistungsverzeichnis Laboruntersuchungen durch den Hausarzt 12
Tabelle 6: Patientenfragebogen Symptomliste. 14
Tabelle 7: Patientenfragebogen Fremdbefunde 15
Tabelle 8: Vordruck Anamnese 16
Tabelle 9: Vordruck Befunderhebung 18
Tabelle 10: Übersichtstabelle Koinfektion - Screening 21
Tabelle 11: Übersichtstabelle ergänzende Medikamente und Hausmittel 28
Tabelle 12: Übersichtstabelle zu den wichtigsten Therapierisiken 36
1 Einleitung
Arztpraxen für Patienten, die an chronisch verlaufenden Infektionskrankheiten
leiden, brauchen neben der räumlichen, personellen und der hygienischen
Organisation auch eine feste Strukturierung durch Formulare.
Formulare können die Arbeitsabläufe und die spätere Aufarbeitung der
Behandlungsdaten erleichtern. Sie sind ein Dokument und dienen der
Handlungs-Rechtfertigung.
Der Begriff chronische Borreliose ist derzeit umstritten [1-12]. Die Deutsche
Gesellschaft für Neurologie (DGN) [6] verwendet den Begriff „chronische
Borreliose“ nicht und bezeichnet dies als eine durch die Medien aufgebauschte
„Scheinerkrankung“ und spricht von einer „vermeintlichen chronischen Lyme-
Borreliose mit unspezifischen Beschwerden“, ähnliches schreibt die EUROPEAN
UNION CONCERTED ACTION ON LYME BORRELIOSIS (EUCALB) [5] und die SSI [11].
Von der American Academy of Neurology (AAN) [4] und der Infectious Disease
Society of America (IDSA) [1] werden unspezifische Beschwerden nach einer
„adaequat“ antibiotisch behandelten Borreliose unter dem Begriff „Post Lyme
Syndrom“ zusammengefasst, das keiner weiteren antibiotischen Behandlung
bedürfe. Borrelien - DNA - Nachweise mittels PCR und der Borrelien -
Nachweis mittels Erregerkultur gelten bei der IDSA [1, 2] und der DGN [6]
wegen möglicher Verunreinigungen als unsicher. Koinfekte [13-17] bleiben
unbeachtet.
Gegenargumente kommen von anderen Ärzten mit Praxis - Erfahrung, von der
International Lyme Disease Society (ILADS) [7], der Deutschen Borreliose -
Gesellschaft (DBG) [9], Medrid [10] u.a. [8, 12, 15-17] über
1. Anamnese (S. 13)
2. Befund (S. 17)
3. Diagnose, Differenzialdiagnosen (S. 22)
4. medizinisch technische Befunde (Serologie, LTT, Elispot, PCR, Kultur,
Histologie, Immunologie, bildgebende Verfahren) (S. 9, 12)
Routine ist z.Zt. die Borrelien - Serologie mit 2 Testverfahren, dem
unempfindlicheren Elisa-Test und dem Immunoblot (Westernblot). Die Tests
sind nicht standardisiert und die spezifischen Banden 31 und 34 (OspA und
OspB) wurden für die Diagnostik nicht empfohlen. Die Tests ergänzen einander
[3, 9, 15-17]. Die Sensitivität beider Testverfahren zusammen beträgt 70 bis
80% [15-17, 19-21, 87] d.h. bei mindestens 20 % der an Borreliose erkrankten
ist die Borrelien - Serologie auch in späten Krankheitsstadien unauffällig.
Anerkannt und beweisend für eine Borreliose sind z.Zt. ausschließlich:
1. Erythema migrans (Frühphase oder Krankheitsrezidiv)
2. ACA (Acrodermatitis chronica atrophicans), (Spätphase)
3. akute Neuroborreliose mit Liquorbefund * [69, 85]
4. Borrelien-DNA mittels PCR (Polymerase Chain Reaction) [15, 20, 21]
5. Borrelien-Nachweis mittels Erregerkultur [18, 20].
PCR-Nachweis und Erregerkultur, - möglichst aus Hautbiopsat - sollten
zusammen mit Histologie und Immunfluoreszenzmikroskopie veranlasst
werden. Ein routinemäßiger Nachweis von intrazellulären Dauerformen [22-45]
und intrazellulärer Filamente [88] ist z.Zt. nicht möglich [17,44].
Die Beurteilung der Immunsituation [47-59] der Beteiligten über genetisch
geprägte Strukturstabilisatoren wird immer deutlicher zur Basis einer
zukünftigen Therapie, z.B. CD3-/CD57+ [51], HLA-Haupt-Histokompatibilitäts-
Allele [52], Vit. D Rezeptor- [53], TNF (Tumor Nekrose Faktor)- Polymorphismus
[54], Gammaglobuline [12], Spermin [31], Vimentin [56], Chaperon (HSP,
Hitzeschock Protein) [57], Quorum sensing [55], Faktor H [58] etc..
Säuglinge, Kinder, Schwangere, alte und multimorbide Menschen bereiten -
zumal wenn sie an zusätzlichen Organkrankheiten oder Infekten (S.15 u. 20)
leiden bei der Diagnostik und der Therapie (S.36) zusätzliche Probleme.
____________________________________________________________________________________ * Liquor bei Neuroborreliose: Aussehen klar, Zellzahl/Mikroliter 50-500, Zellbild Mononukleär, Eiweiß (mg/dl) >100, Glucose (L/S) >0,5, Laktat (mmol/l) <3,5, akut: IgM>>IgG/IgA, chron.: IgG/IgA>>IgM, oliklonale Banden, Borrelienspez. AK-Index >2 [69, 85]
2 Kosten
Privatärzte oder Krankenhausärzte mit Privatliquidationsrecht rechnen die
erbrachten Leistungen - unabhängig vom tatsächlichen Versichertenstatus des
Patienten - gemäß § 257 Abs.2a SGB V nach § 5b der amtlichen
Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.
Bei dieser Gebührenordnung kann bei den vom Arzt persönlich erbrachten
Leistungen ein Einfachsatz gesteigert werden. Der Einfachsatz ist i.d.R. nicht
kostendeckend.
Technische Leistungen haben demgegenüber feste Steigerungssätze.
Basistarif ist bei ärztlichen Leistungen das 1,8 fache des Einfachsatzes der
GOÄ [60].
Normal ist das 2,3 fache des Einfachsatzes.
Mit schriftlicher Begründung kann ohne vorherige Absprache mit dem Patienten
auch auf das 3,5 fache gesteigert werden.
Höhere Steigerungszahlen müssen vorher mit dem Patienten schriftlich
ausgehandelt werden.
Erst Stundensätze von 80,- € vor Kosten, Abgaben und Steuern sind
betriebswirtschaftlich vertretbar.
Finanz - Überschüsse der Praxis könnten einem Patienten - Sozialfonds der
Praxis zugeführt werden, um behandlungsbedürftigen Patienten, die nicht
zahlen können, zu helfen.
2.1 Leistungsverzeichnis nach GOÄ (amtliche Gebührenordnung f. Ärzte)
Tabelle 1: Leistungsverzeichnis ärztliche Leistungen nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). (CC) Dr. Bernt-Dieter Huismans 2009
Laborleistungen (Auswahl)
Tabelle 2: Leistungsverzeichnis Labor nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Fehlende GOÄ- Nummern, Faktoren und Preise müssen vom Anwender ergänzt werden. (CC) Dr. Bernt-Dieter Huismans 2009
Notfall - Hausbesuche im Umkreis bis 25 km
Summe pro Besuch 80,00 bis 165,00 €
Tabelle 3: Leistungsverzeichnis Notfallbesuche nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Arbeit zitieren:
Dr.med. Bernt-Dieter Huismans, 2009, Formularsammlung und Diskussionsbeitrag zu Diagnostik und Therapie bei Patienten mit chronischer Lyme-Borreliose und Koinfektionen, München, GRIN Verlag GmbH
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