Universität Lüneburg
Fachbereich Angewandte Kulturwissenschaften
Vorlesung: Organisationsentwicklung und Unternehmensberatung
Kaizen - ein kurzer Überblick
Kevin Kutani
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. KAIZEN ... 5
2.1. KAIZEN: Das Prinzip ... 5
2.2. KAIZEN und das Vorschlagswesen ... 5
2.3. KAIZEN und Wettbewerb ... 6
2.4. KAIZEN und Innovation ... 6
2.4.1. STCA – Kreislauf (Verbesserungskreislauf) ... 7
2.4.2. PTCA – Kreislauf ... 7
2.5. KAIZEN und die Mitarbeiter ... 8
3. Die drei wichtigsten Segmente des KAIZEN ... 9
3.1. Managementorientiertes KAIZEN ... 10
3.2. Gruppenorientiertes KAIZEN ... 11
3.3. Personenorientiertes KAIZEN ... 12
4. Modelle des KAIZEN ... 13
4.1. Die fünf warum ... 13
4.2. 3 – Mu – Checkliste ... 13
4.3. 5 – S – Bewegung ... 14
4.4. Die 6 w ... 15
4.5. Die 4 – M – Checkliste ... 15
4.6. Die sieben Statistischen Werkzeuge ... 16
5. Fazit ... 17
6. Literaturverzeichnis ... 18
1. Einleitung
Im Gegensatz zu vielen Ansichten, ist KAIZEN von Haus aus kein ausgeklügeltes Controlling System oder ein unternehmungsberaterisches Werkzeug zur Steigerung des Erfolgs im Wettbewerb. Nein, vielmehr ist es eine Philosophie. Um genau zu sein, eine Unternehmensphilosophie. Aus dieser Philosophie ergibt sich ein Konzept, das ein Unternehmen von innen heraus stärker werden lässt, weil jeder an dem Prozess der Verbesserung von Abläufen im Unternehmen aktiv seinen Beitrag leistet.
Als Beispiel: Ein Mitarbeiter, der sich mit seinem Arbeitsplatz identifiziert, wird vielleicht am Tag mehrere Einfälle haben, wie er sich seine Arbeit erleichtern kann. Beispielsweise, wenn er seinen Arbeitsplatz logisch so aufbaut, dass er an jedes Teil, das er verbaut, gut herankommen kann, auch an das dafür erforderliche Werkzeug, kann er schneller und effektiver arbeiten. Manche Mitarbeiter erfinden vielleicht per Zufall oder durch Austüfteln ein Werkzeug, womit sich eine bestimmte Arbeit vereinfachen lässt. Werden nun alle Mitarbeiter in den Verbesserungsprozess integriert und Einfälle honoriert und seitens der Geschäftsführung gewürdigt, kann sich diese Motivation der Mitarbeiter auf lange Sicht auszahlen, weil die ständige Weiterentwicklung die Konkurrenzfähigkeit garantiert.
Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird der Begriff KAIZEN noch detaillierter erläutert werden und die Entwicklungsschritte aufgezeigt, wie KAIZEN in ein Unternehmen etabliert werden kann. Es werden weiterhin mehrere Checklisten gezeigt, die die Implementierung, Steuerung und Resultatsüberprüfung aufzeigen und zu guter letzt erfolgt ein Fazit.
Als kleine Anmerkung vorweg soll erwähnt werden, dass das westliche Verständnis für KAIZEN erst durch die Veröffentlichung des Buches „KAIZEN“ von Masaaki Imai erfolgte, darum wird dieses Buch auch als Maßgabe aller Dinge in dieser Arbeit gewürdigt.
2. KAIZEN
2.1. KAIZEN: Das Prinzip
Da KAIZEN eine Philosophie ist, erstreckt sie sich nicht nur auf die Zeit des Arbeitens, sondern auf jeden Bereich unseres Lebens. Das Wort KAIZEN an sich besteht aus den Worten KAI ( „Veränderung“) und ZEN („zum Besseren“). Hierunter kann man auch den Begriff der Verbesserung herleiten. Wer verbessert, bleibt zeitgemäß, wer verbessert, erleichtert sich das Leben, wer verbessert bleibt konkurrenzfähig und so weiter. Verständlich, dass Unternehmen von jeher versucht haben, Verbesserungen kontinuierlich vorzunehmen. Jedoch hat man diese Aufgabe für gewöhnlich der Geschäftsführung übertragen und diese gaben dann ihre Entscheidungen „top to bottom“ weiter. Bei KAIZEN wird jeder Mitarbeiter mit einbezogen, sei es die Geschäftsführung, der Arbeiter oder die Führungskräfte. Es muss verstanden werden, dass diese Philosophie sich auf alle Bereiche eines Unternehmens beziehen. Nicht nur der Verbesserung des Produkts oder der Abläufe, sondern auch auf Marketingstrategien, Sortiment des Essens in der Kantine, Kundenbetreuung, etc.
[...]
Arbeit zitieren:
Magister Artium Kevin Kutani, 2002, Kaizen - ein kurzer Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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