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Inhaltsverzeichnis Seite
1. Hermann Hesses Karriere als Schriftsteller 3
2. Leben und Werk 5
3. Inhaltsangabe Unterm Rad 7
4. Interpretation Unterm Rad 8
4.1 Die Rolle des Lehrers als Erzieher 8
4.2 Verhältnis der Protagonisten zu den Lehrern 10
4.2.1 Hans Giebenrath 10
4.2.2 Hermann Heilner 12
4.3 Autobiografische Züge 14
5. Zusammenfassung. 15
Quellen - und Literaturverzeichnis 16
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1. Hermann Hesses Karriere als Schriftsteller
Seinen ersten durchschlagenden Bucherfolg hatte Hesse 1904 mit seinem Roman Peter Camenzind. Hiernach konnte er als freier Schriftsteller arbeiten und leben. Bereits 1906 erschien sein ebenfalls erfolgreicher Schülerroman Unterm Rad. Mit diesem Werk reihte er sich in eine Vielzahl von Schul- und Schülerromanen ein, die um die Jahrhundertwende verfasst wurden. 1 Der Roman Unterm Rad ist sehr aufschlussreich im Hinblick auf Hesses Jugend. Das Werk enthält einige autobiografische Züge, die einen Einblick in sein Seelenleben und in das Schulwesen um 1900 gestatten. Hesses äußerst bewegtes Leben und sein schriftstellerisches Können, bewogen mich diese Arbeit zu verfassen. Die Interpretation dieses Romans macht es möglich, die Rolle des Lehrers zur damaligen Zeit und ihre Wirkung auf die Jugend kennenzulernen.
Schließlich wurde er zum gefragten Herausgeber und Rezensent, publizierte weitere Romane und Erzählungen. Der 1927 erschienene Roman Der Steppenwolf schockierte seine Leserschaft. Hier war er nicht mehr der romantische Schriftsteller mit seinen idyllischen Landschaftsbildern. Vielmehr ist das Beschriebene düster und verloren. Der Protagonist erfreut sich an Jazz und Sex, statt an rauschenden Bächen und ewigen Weiten. 2 Doch auch dieses Buch wurde zum Erfolg.
Einen Einschnitt in seine Karriere und sein Leben brachte der zweite Weltkrieg mit sich. Nach 1938 wurden seine Bücher als unerwünschte Literatur verboten. Hesse galt als Pazifist und Vaterlandsverräter, da er schon früh auf die Gefahren des Nationalsozialismus hingewiesen hatte und pazifistisches Engagement während des Krieges an den Tag legte. Erst 1946 erhielt er den verdienten Ruhm und die Aufmerksamkeit zurück, als ihm nämlich der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde. Weitere Anerkennung als das gute Gewissen seiner Zeit erhielt er 1946 mit der Übereichung des Frankfurter Goethe Preises sowie 1955 mit der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. In den fünfziger Jahren noch war sein Publikum eher konservativ, die Jugend suchte während des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg nach anderer Literatur. Als er schließlich 1962 starb, würdigten die Kritiker ihn schon länger nicht mehr und der Verkauf seiner Bücher ließ stark nach. Ein paar Jahre später allerdings, Mitte der sechziger Jahre, wurden seine Werke wieder begeistert aufgenommen. Diesmal jedoch von einer revoltierenden Jugendbewegung der USA, den „Hippies“, die sich mit Hesses Werken scheinbar identifizieren konnten. Die Demonstrationen gegen den beginnenden
1 Vgl. Mann, Heinrich: Professor Unrat; Strauß, Emil: Freund Hein
2 Vgl. Hesse, Hermann: Der Steppenwolf. Montagnola 1955. Erste Auflage 1974
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Vietnamkrieg, sowie neu aufkommende synthetische Drogen und die Besinnung auf das seelische Gleichgewicht waren Thema dieser Jugend. Seine Ablehnung des Krieges, seine Experimente mit Drogen und seine, besonders in seinen Spätwerken niederschlagende Spiritualität machten ihn zum Vorbild einer ganzen Generation. Die amerikanische Begeisterung schlug sich rasch in europäischen und außereuropäischen Staaten nieder. Auch die deutsche Studentenbewegung der siebziger Jahre erkannte die ungeahnte Aktualität und Faszination seiner Werke. Heute wurden seine Werke in über 20 Sprachen übersetzt und Hermann Hesse ist weltweit der meistgelesene deutsche Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
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2. Leben und Werk
Hermann Hesse wurde am 2.Juli 1877 in Calw (Württemberg) als Sohn eines Missionars und einer Missionarstochter geboren. Seine Eltern, Johannes und Marie Hesse, erzogen ihre 4 Kinder mit pietistisch-strenger Zucht, sie waren ausgesprochen protestantisch. Deshalb sahen sie für ihren Sohn Hermann auch das evangelisch-theologische Klosterseminar in Maulbronn zur Vorbereitung auf das Theologiestudium vor. Um dort eine kostenlose Ausbildung zu erhalten, musste Hesse das Landesexamen in Stuttgart erfolgreich durchlaufen. 1891 bestand er dieses und trat am 15.September in das Klosterseminar ein. Doch bereits 7 Monate später, am 7. März, flieht Hesse aus dem Seminar. Jedoch wurde er schon nach einem Tag wieder gefasst und im Mai endgültig aus dem Seminar entlassen.
Darauffolgend durchlief Hesse einige Stationen bei Ärzten, Pfarrern und Heilanstalten. Die schlimmste Zeit war wohl, als er nach seinem versuchten Suizid in die Nervenheilanstalt in Stetten kam. Von hieraus führte er erbitterte Auseinandersetzungen mit seinen Eltern, die stetig versuchten etwas aus ihm zu machen, was er nicht sein konnte und vor allen Dingen gar nicht sein wollte, nämlich einen Geistlichen, einen Denker, doch ihm war klar, dass er Dichter werden wollte. 3 Nach der nervenaufreibenden Zeit in der Anstalt, kam er ins Cannstatter Gymnasium, welches er jedoch nicht bestand. Es folgten eine abgebrochene Lehre als Buchhändler, ein Praktikum in einer Turmuhrenfabrik und eine erneute Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen, die er 1889 abschloss. Hier las er viel und bildete sich privat weiter. Seine ersten Veröffentlichungen erschienen. Peter Camenzind (1904) war sein erster erfolgreicher Roman und verhalf ihm zu Ruhm und Geld. Er konnte fortan als freier Schriftsteller leben.
1911 reiste Hesse mit einem Freund nach Indien. Seine spirituellen Erfahrungen schlagen sich besonders in den Romanen Aus Indien (1903) und Siddharta (1922) nieder. Zu Beginn des ersten Weltkrieges, meldete sich Hesse, wie viele andere auch, freiwillig zum Dienst, allerdings wurde er wegen seiner Kurzsichtigkeit nicht genommen. Schnell fing er aber an die Gräuel des Krieges zu begreifen und prangerte diese öffentlich an. Er fing an in der Schweizer Kriegsgefangenenfürsorge zu arbeiten.
Es folgten einige Schicksalsschläge, wie die Erkrankung seines Sohnes und seiner damaligen Frau, wie auch der Tod des Vaters. Die Umstände führten 1916 bei Hesse zu einer tiefen seelischen Krise, die er versuchte mit einer psychotherapeutischen Behandlung
3 Vgl. Hesse, Ninon (Hg.): Kindheit und Jugend vor Neunzehnhundert. Hermann Hesse in Briefen und
Lebenszeugnissen. S. 268ff
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zu bewältigen. Er beginnt daraufhin zu malen. Sein Hang zur Psychoanalyse, seine Zwiespältigkeit und Suche nach sich selbst machen sich unter anderem in den Werken Demian (1919), Steppenwolf (1927) und Narziß und Goldmund (1930) bemerkbar. Sein Spätwerk Das Glasperlenspiel (1943) erschien in einem Verlag in Zürich, da er in Deutschland wegen der Verfolgung durch die Nazis keine Bücher mehr veröffentlichen konnte. 1946 erhielte er schließlich den Nobelpreis für Literatur. Am 9. August 1962 starb Hesse im Alter von 85 Jahren an einem Gehirnschlag in Montagnola, wo er seit 1931 lebte.
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3. Inhaltsangabe Unterm Rad
Der Roman Unterm Rad erzählt von einem jungen, begabten Schüler namens Hans Giebenrath in einer kleinen Stadt im Schwarzwald. Sein Vater ist nicht sehr wohlhabend, daher muss er die Chance auf ein Stipendium für das theologische Seminar in Maulbronn durch das Bestehen des Landesexamens in Stuttgart wahrnehmen. Sein Vater, der Rektor und der Pfarrer fördern ihn, auch er selbst ist sehr ehrgeizig. Einzig der Schuhmacher Flaig ist um ihn besorgt. Trotz einiger Anstrengungen und dem ausgesetzten Druck durch seine Förderer, schaffte Hans das Landesexamen als zweitbester und ist somit berechtigt in das Kloster Maulbronn einzutreten. In seinen hartverdienten Ferien plagen der Pfarrer und der Rektor ihn mit weiteren Aufgaben, um gut für das Seminar vorbereitet zu sein. Dort eingetroffen lernt er Hermann Heilner kennen, einen Schönling, Dichter und Freigeist. Die beiden verbindet ein besonderes Band, obwohl Hans sehr wohl merkt, dass er viel Zeit mit ihm verbringt, die er ins Lernen investieren sollte. Als Hermann eines Tages in eine Rauferei mit einem Mitschüler und schließlich in den Karzer gelangt, wird es Hans zu gefährlich sich mit Hermann sehen zu lassen und geht ihm aus dem Weg. Hermann ist entrüstet und beschimpft Hans als Feigling. Nach den Weihnachtsferien ertrinkt einer der Mitschüler im See. Diese Erfahrung mit dem Tod, lässt Hans seine Freundschaft zu Hermann auffrischen. Die beiden erfreuen sich ihres neu gewonnenen Bundes und verbringen noch mehr Zeit als vorher miteinander. Die Lehrer sehen die Verbindung nicht gerne, da sie um die abnehmenden Leistungen Hans besorgt sind und Hermann dafür verantwortlich machen. Abgesehen davon, dass sie solch einen widerspenstigen und extravaganten Schüler sowieso nicht leiden mögen. Der einzige, der sich anscheinend Sorgen um Hans machte war der Ephorus. Dieser befragte ihn zu seinen nachlassenden Leistungen. Hans antwortete nur, dass er Kopfweh habe und verspricht sich mehr zu bemühen. Als Hans Zustand immer schlechter wurde, zogen die Erzieher einen Arzt hinzu, der Nervenleiden diagnostiziert und Spaziergänge und Tropfen als Gegenmaßnahme vorschlägt. Doch trotz des Konsulates will es Hans nicht besser gehen und eigentlich ist es ihm auch egal. Hermann hält es indes nicht mehr im Seminar aus und reist kurzerhand aus. Schon 2 Tage später wird er gefunden und des Klosters verwiesen. Hans geht es daraufhin immer schlechter. Auch er wird nach Hause geschickt, um sich zu erholen. Hier lernt Hans Emma kennen, in die er sich verliebt und fasst den Entschluss, Mechaniker zu werden. Sein Glück ist jedoch nicht von langer Dauer. Emma verlässt das Dorf, ohne ihn zu verabschieden. Nach einer Feier mit seinen Freuden, findet man ihn ertrunken im Fluss. Keiner sah, wie es passierte. Ob es ein Unfall oder Selbstmord war, kann keiner sagen.
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4. Interpretation Unterm Rad
Unters Rad kommen bedeutet soviel wie zugrunde gehen, sowohl psychisch als auch physisch. Das Buch erzählt über eben dieses Leiden eines Individuums, das dem Leistungsdruck durch seine Umwelt nicht standhalten kann und kläglich scheitert. Als Verursacher wird hier das Erziehungs- und Schulsystem der wilhelminischen Epoche angeprangert. Hesse versuchte aufzuzeigen, welchen Schaden die damalige Erziehung zu Zucht und Gehorsamkeit anrichten kann, wenn sie auf Menschen trifft, die sich nicht gut anpassen können. Das Brechen des Individuums steht hierbei im Vordergrund. Im Folgenden liegt der Fokus auf der Darstellung sowohl der Lehrer und deren Einfluss auf die Erziehung der Jugend als auch auf dem Verhältnis, das die beiden Protagonisten des Romans, Hans Giebenrath und Hermann Heilner, zu den Lehrern haben.
4.1 Die Rolle des Lehrers als Erzieher
Zur Zeit des ersten Weltkrieges herrschte ein totalitäres politisches System vor. Dieses machte sich insbesondere im Erziehungswesen bemerkbar. Die Kinder wurden von den Lehrern mit Strenge zu Autoritätshörigkeit, Vaterlandsliebe, Ordnung und Disziplin erzogen. Für die Ausbildung einer schimmernden Persönlichkeit war kein Platz. In Unterm Rad sind die Gestalten der Lehrer eher undeutlich. Sie werden im Roman allgemein als „die Lehrer“ oder „der Schulmeister“ bezeichnet, doch die Kritik an ihren Methoden und Denkweisen ist rigoros und entschieden. „Ein Schulmeister hat lieber einige Esel als ein Genie in seiner Klasse“ 4 , so wird vorgeworfen. Denn die Genies und Freidenker sind Unruhestifter. Sie haben in den Augen der Lehrer keinen Respekt vor der Obrigkeit, was zur Zeit des ersten Weltkrieges eine große Rolle spielte, schließlich wollte man gehorsame Untertanen, die dem kaiserlichen Ruf Folge leisteten, wenn es darauf ankäme. Die Aufgabe der Lehrer bestand eben nicht darin „extravagante Geister heranzubilden, sondern gute Lateiner, Rechner und Biedermänner.“ 5 Für die Entfaltung der Persönlichkeit oder einer individuellen Förderung war keine Zeit. Ihre Aufgabe war die Vermittlung von Wissen und die Vorbereitung auf das theologische Seminar in Tübingen. Nicht die Person in ihrer Mannigfaltigkeit, sondern die Leistung des Schülers stand im Vordergrund. Konnte er diese nicht erbringen, war er nicht länger tragbar. So zum Beispiel
4 Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001. S.100
5 Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001. S.100
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als Hans nach Hause geschickt wurde, als seine schulischen Erfolge rapide abnahmen. 6 Die Ursache für den Leistungsabfall wird nicht eruiert, stattdessen wird die Schuld daran dem schlechten Einfluss Heilners zugeschrieben. Auch solche, die sich weigerten den Prinzipien des Klosters Folge zu leisten wurden ausgemustert oder gebrochen, so wie Hermann Heilner. Keiner interessierte sich für die Gründen seiner Flucht. Keinesfalls sollte man denken, dass Schulmeister kein Herz hätten, sie erfüllten ihre Pflicht dem Staate gegenüber, wenn sie jegliche lodernde Flammen in den Jungen zerstörten und sie ihrer Selbstbestimmung beraubten, bemerkt Hesse ironisch. Die Lehrer würden doch ebenso Freude empfinden, wenn es gelänge aus einem verträumten, kindischen Knaben einen asketischen Mann zu formen. Hesse wagt den Vergleich eines Menschen mit dem Urwald. Der Mensch sei von Geburt an, wie ein Urwald, ohne Weg und Ordnung. Ebenso wie der Urwald gelichtet und geordnet wird, so müsste auch ein Mensch gebrochen und gewaltsam eingeschränkt werden. Die Aufgabe der Erziehung hin zu einem nützlichen Gliede der Gesellschaft würde den Lehrern vom Staat als Pflicht auferlegt. 7 So wird von den Lehrern eben nicht Verständnis und sorgsamer Umgang mit den Schülern gefordert, sondern Autorität. Gegen die Probleme der Schüler geht man nicht mit Liebe und Verständnis vor, sondern mit autoritärer Härte. Hans und Hermann spüren diese Härte, als ihnen der Umgang miteinander verboten wird.
Der Ephorus wird, entgegen der Lehrer, als Person beschrieben und dargestellt. Es fiele ihm nicht an Einsicht und praktischer Klugheit, sondern viel mehr bestünde das Problem in seiner starken Eitelkeit, die ihn dazu verleite keinen Einwurf zu vertragen und keinen Irrtum einzugestehen. Folglich kämen willenlose Schüler prächtig mit ihm aus, doch die Kräftigen und Ehrlichen hätten es schwer, da schon der geringste Widerspruch den Ephorus reizte. 8 Der Ephorus scheint sich Mühe im Verstehen von Hans geplagtem Wesen zu geben, doch ist er auch nur daran interessiert, den jungen begabten Kopf zu fördern und zu nach eigenen Vorstellungen zu formen. Sein Rat an ihn lautet: „´[...]Nur nicht matt werden, sonst kommt man unters Rad. ´“ Am Ende des Gesprächs versucht der Ephorus Hans sogar davon zu überzeugen, die Freundschaft mit Hermann aufzugeben, damit er sich wieder mehr dem Lernen widmen kann. Selbst das Vergnügen einer Freundschaft wollen sie Hans nehmen, nur um ihn möglichst effizient für ihre Zwecke zu verbiegen. Als nach Hermann schließlich auch Hans entlassen wird ist der Ephorus besorgt um das Ansehen
6 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.121f
7 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.51f
8 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.101ff
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seines Klosters und fragt sich, ob ihn wohl auch bei dem Scheitern zweier junger, begabter Schüler Schuld träfe. „Als einem tapferen und sittlich starken Manne gelang es ihm jedoch, diese unnützen und finstern Zweifel aus seiner Seele zu bannen.“ 9 Der Lehrer als Erzieher spielte eine große Rolle. Zur damaligen Zeit wurden viele Kinder in Internate gegeben. Nur zu Weihnachten und in den Sommerferien kamen die Kinder nach Hause. Das Fehlen der Eltern führte zwangsläufig dazu, dass ein Großteil der Erziehung von den Lehrern übernommen wurde. Die Rolle des Lehrers als Erzieher wird als sehr einseitig dargestellt. Sie fungieren als Werkzeug für den Staat, um kluge, unterwürfige und gefolgsame junge Menschen zu kreieren. Diese ihre Aufgabe erfüllen sie mit äußerster Strenge und Intoleranz gegen alle, die sich nicht in das totalitäre System eingliedern können.
4.2 Verhältnis der Protagonisten zu den Lehrern
Wie in Abschnitt 4.1 schon erwähnt, wurde den begabten, willenlosen Schülern alle Aufmerksamkeit zuteil, während den Freidenkern Intoleranz und Verschmähung entgegenschlug.
Ein solcher Gegensatz findet sich in dem Paar Hans Giebenrath und Hermann Heilner wieder. Diese zwei Personen stellen eine Zweiteilung Hesses dar. Auch er war begabt und umworben wie Hans und spürte doch auch die Verbundenheit mit der Natur und der Poesie wie Hermann. Hans wird scheitern und das Rad, unter das er geraten soll, trägt er bereits in seinem Namen. Wohingegen Hermann es schafft auszubrechen und ebenso wie Hans das ende seiner Geschichte im Namen trägt, nämlich Heil. Ihr Charakter und das Verhältnis der einzelnen Personen zu den Lehrern und zum Erziehungssystem soll im Folgenden erläutert werden.
4.2.1 Hans Giebenrath
Hans Giebenrath ist zu Beginn der Geschichte ein vielversprechender, junger, sensibler Knabe, weshalb sich sein Vater, der Pfarrer und der Rektor sehr um seine Zukunft bemühen. Doch auch Hans ist sehr ehrgeizig und möchte seine Mitschüler übertreffen, was ihm auch gelingt und hochmütig macht. Er entfremdet sich von seinen Mitschülern. Seine
9 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.122
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Kopfschmerzen, die immer häufiger auftreten und seine Abgeschiedenheit machen ihm zwar schwer zu schaffen, doch er wehrt sich nicht gegen den Leistungsdruck. Selbst in seinen Sommerferien lässt Hans sich zu Lektionen überreden. Lust hat er kaum dazu, „doch schämte er sich abzulehnen.“ 10 Er bekommt sogar ein schlechtes Gewissen, wenn er einmal nicht lernt und stattdessen spaziert oder angelt. So wurde Hans seiner Kindheit beraubt. Die Lehrer überzeugten ihn davon, sich von den kindlichen Vergnügungen fernzuhalten und stattdessen dem Lernen nachzugehen. Hans versucht es allen Recht zu machen und entwickelt einen ungesunden Ehrgeiz. So wie die Lehrer es von ihm erwarten, möchte auch er zu den besten zählen, wenn nicht sogar der beste sein. Hierfür opfert er viel und nimmt einiges in Kauf. Die Lehrer in Maulbronn erkennen seine Formbarkeit sofort und nehmen sich seiner an. Sie möchten aus ihm einen Musterknaben machen in dessen Erfolg sie sich sonnen können.
Erst die Freundschaft mit Hermann Heilner verschafft ihm wieder Luft. Durch ihn lernt er die Welt der Dichtung, der träumerischen Fantasien und des Gefühls kennen. Die viele Zeit, die er mit Hermann verbringt, während er eigentlich lernen sollte, versucht er zunächst durch nächtliche Lektionen aufzuarbeiten, doch seine Leistungen verschlechtern sich trotzdem. Die Lehrer sind davon überzeugt, dass allein der Einfluss des Kameraden Heilner an dieser Misere schuld sei. Sie versuchen die Freundschaft der beiden zu zerstören. Vom Ephorus wurde er zu einem Gespräch gebeten, in dem dieser sich anfänglich wirklich für Hans Probleme zu interessieren scheint. Doch im Laufe des Gesprächs, macht der Ephorus Hans unmissverständlich klar, dass er die Kameradschaft zu Hermann nicht billigte. Hans hatte sich schon vieles erlauben und verbieten lassen von den Lehrern, doch die Verbindung mit Hermann aufzugeben, käme nicht in Frage, da er nun einmal sein Freund sei. Es wäre falsch Hermann einfach so im Stich zulassen. Der Ephorus gesteht zwar ein, dass er Hans nicht zur Aufgabe der Freundschaft zwingen kann, jedoch hatten diese „letzten Worte [...] nichts von der vorigen Milde.“ 11 Die beiden werden fortan noch strengerer Härte angefasst als bisher. Hans verliert sein Ansehen und das Bemühen der Lehrer um ihn. Sie verschmähen ihn. Als Heilner aus dem Kloster flieht und entlassen wird, verdächtigt man Hans der Mitwisserschaft. Das Wohlwollen der Lehrer ist nun gänzlich verschwunden. Hesse schreibt hierzu: „Der Ephorus ließ ihn sitzen und sah ihn von der Seite mit verachtungsvollem Mitleide an wie der Pharisäer den Zöllner. "Dieser Giebenrath zählte nicht mehr mit, er gehörte zu den Aussätzigen.“ 12 Hans psychischer und
10 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.46
11 Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001. S.103
12 Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001. S.118
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physischer Zustand verschlimmert sich nach der Entlassung Hermanns rapide. Die Lehrer strafen ihn mit Verachtung. Hans stellt für sie nun mehr ein Hindernis in der Erfüllung ihrer Träume dar. Keiner erkennt die leidende, geschundene Seele, die drohte zu zerbrechen. Schließlich scheitert seine zunächst erfolgsversprechende Laufbahn in Maulbronn. Er wird nach Hause geschickt.
Die Zerstörung Hans durch die Lehrer ist nachvollziehbar dargestellt. Sein anfänglicher Ehrgeiz wird von den Lehrern ausgenutzt, um aus ihm einen Musterknaben zu kreieren, der aus ihren Händen geschaffen worden wäre. Nie ging es ihnen um die Wünsche, Träume oder Bedürfnisse von Hans. Stets sahen sie nur sich selbst und ihre eigenen Vorteile, die sie aus Hans ziehen könnten. Hans Leidensdruck war eigentlich nicht zu übersehen und doch konnten die Lehrer ihn nicht erkenne.
4.2.2 Hermann Heilner
Hermann Heilner ist ebenfalls ein sehr begabter Schüler, anders als Hans muss er aber nicht viel lernen, um Erfolg zu haben. Von Beginn an ist Hermann den Lehrern ein Dorn im Auge, da er durch seine selbstständige Art sich nicht den Regeln des Klosters unterwerfen wird. Er zieht es vor, über die Dinge, die er tut selbst nachzudenken und zu entscheiden und außerdem setzt er sich gegen die Unterdrückung seiner Individualität zur Wehr. Seine träumerische Kindlichkeit wird ebenfalls nicht gern gesehen. „Man wusste schon am ersten Tag, er sei ein Dichter und Schöngeist, [...] Er redete viel und lebhaft, [...] und schien sein Wesen an der Oberfläche zu tragen, das hauptsächlich aus einer jugendlichen unreifen Mischung von Sentimentalität und Leichtsinn bestand.“ 13 Seine Einstellung zum Schulsystem ist bezeichnend für seinen rebellischen, freidenkenden Geist:
„ ´Da lesen wir Homer [...] wie wenn die Odyssee ein Kochbuch wäre. Zwei Verse in der Stunde, und dann wird Wort für Wort wiedergekäut und untersucht, bis es einem zum Ekel wird. [...] Wenn einer von uns einmal probieren wollte, ein bisschen griechisch zu leben, so würde er rausgeschmissen. Dabei heißt unsere Stube Hellas! Der reinen Hohn! Warum heißt sie nicht >Papierkorb< oder >Sklavenkäfig< oder >Angströhre`“ 14
13 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.68
14 Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001. S.76f
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Hermann sind alle zuwider, die sich dem System unterwerfen, welches die Streber bevorzugt und die, die ihren eigenen Weg gehen, ausstößt. Selbst Hans wird einmal Opfer einer Attacke, als Hermann behauptet, Hans pauke auch nicht freiwillig, sondern nur aus Angst vor den Lehrern und seinem Vater. 15 Hermann unterdrückt seine Gefühle und Gedanken nicht. Er spricht sie, zum Bedauern der Lehrer, frei aus. So zum Beispiel als er sich dem Bibelkranz aufdrängte, um dort durch seine gottlosen Anspielungen und kühnen Reden Zank und Hader zu verbreiten. Es macht ihm Spaß, Ungereimtheiten und Missstände aufzudecken und anzuprangern. Die Lehrer sind von dem schlechten Einfluss, den Hermann auf Hans ausübt, überzeugt. Der Ephorus versucht nicht nur Hans die Freundschaft auszureden, sondern auch Hermann „den Hauptsünder, seinen alten Feind“ zitiert er in sein Zimmer, um ihm den Umgang mit Hans zu verbieten. 16 Hermann flieht daraufhin aus dem verhassten Kloster, um dem Ephorus zu zeigen, dass sein Wille stärker ist als Befehle und Verbote der Lehrer. Zwar friert er nachts und kann nicht schlafen, doch er kann die Freiheit spüren, die für ihn so unsäglich wichtig ist: [...] doch atmetet er in einem tiefen Freiheitsgefühl mächtig auf und streckte die Glieder, als wäre er aus einem engen Käfig entronnen.“ 17 Als die Lehrer ihn erwischen und zurück ins Kloster bringen, zeigt er keinerlei Reue. Er wird umgehend aus dem Kloster entlassen. Hermann war von Anfang an ein Störenfried für die Lehrer. Er als Freidenker stellt eine Gefahr für die Autorität und Glaubwürdigkeit der Lehrer dar, in dem er Kritik übt und sein Leben und Denken autonom gestaltet. Hans öffnet er die Augen, dass es wichtigeres gibt, als Primus zu werden. Er hätte Hans helfen können, doch selbst diese Chance wird durch die Lehrer vereitelt. Durch sein rebellisches Wesen überlebte Hermann die für Hans tödliche Schule.
15 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.83
16 Vgl. Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001.
S.115
17 Hesse, H.: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt a.M. 2001. S.116f
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4.3 Autobiografische Züge
Der Roman Unterm Rad ist ein wahres Selbstbekenntnis und durchzogen mit Parallelen aus dem Leben Hesses. Er gewährt dem Leser Einblicke in die Jugendjahre des Autors. In dem Werk verarbeitet der Autor seine eigenen Jugendjahre, die er in Maulbronn zubrachte. Die Geschichte spielt in einer kleinen Stadt im Schwarzwald, die sich bis ins Detail als Hesses Heimatort Calw identifizieren lässt. Wie auch Giebenrath musste er Mitte Juli das mit hohen Anforderungen verbundene Württembergische Landschulexamen in Stuttgart absolvieren, um ein Stipendium für das theologische Seminar in Maulbronn zu erhalten. Nach bestandener Prüfung trat Hesse in das Kloster und ebenfalls in das Zimmer Hellas ein. Anfänglich lief alles gut, wie auch Giebenrath hatte Hesse Spaß an Homer, Latein und Geschichte. Selbst der Stundenplan ist identisch mit dem des Autors. Die Namensgebung der Protagonisten spricht ebenfalls Bände. Hans heißt Hesses jüngerer Bruder, der zeitlebens unter mangelndem Selbstbewusstsein litt und mit den Anforderungen in der Schule nicht zurecht kam. Hans Hesse zerbrach an dem Schulsystem und begann 1935 Selbstmord. Möglicherweise hatte Hermann Hesse einen Suizid seines Bruders immer befürchtet, da er selbst auch die Qualen des Erziehungssystems kannte. Ob das Ende Giebenraths ein Selbstmord war bleibt offen, doch es ist zu vermuten. Doch auch Hesse selbst steckt in der Figur des Giebenraths. Er spiegelt die fleißige, gewissenhafte und ordentliche Seite Hesses wider. Auch er war sehr begabt und wurde von den Lehrern gefördert. Einen Gegensatz hierzu stellt die Figur des Hermann Heilner dar, welcher nicht nur die selben Initialen wie Hesse besitzt, sondern natürlich auch den selben Vornamen. In ihr bringt Hesse seine Verbundenheit mit der Natur, der Poesie und seine Auflehnung gegen das Schulsystem zum Ausdruck. Heilner spiegelt das wider, was Hesse tief in sich drin gefühlt, nur allerdings nie zum Ausdruck gebracht hat- bis zu seiner Flucht am 7. Mai 1892. Doch wie Heilner wurde er wieder gefasst. Anders als dieser erhielt Hesse eine schwere Karzerstrafe. Kurze Zeit später wurde auch er entlassen, doch nicht wegen dem Fluchtversuch. Vielmehr wegen seiner körperlichen Beschwerden, wie sie bei Hans zu finden sind. Kopfschmerzen, Schwindel und dauernde Müdigkeit werden ebenfalls wie bei Giebenrath als Nervenleiden diagnostiziert und der Schüler selbst, wie auch die Lehrer, ist froh, das Kloster verlassen zu dürfen. Die Mechanikerlehre Giebenraths lehnt sich an die Lehrzeit Hesses in der Turmuhrenfabrik an. Auch hatte Hesse Suizidgedanken wie sie bei Hans zu finden sind.
Das Werk ist enorm aufschlussreich im Hinblick auf die Zeit im Kloster Maulbronn. Das Buch ist beinahe wie eine Biografie zu lesen.
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5. Zusammenfassung
Die Rolle des Lehrers um 1900 wird in dem Werk aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben. Durch den auktorialen Erzähler wird die Figur des Lehrers und seine Funktion dargestellt. Er fungiert als der verlängerte Arm des Staates und sorgt für die Erziehung junger, kluger Köpfe, die allesamt dem Ruf ihres Kaisers Folge leisten. Alle Querulanten machen ihnen hier einen Strich durch ihre sorgsame Arbeit und werden deshalb ausgegrenzt. Einzig die Ausbildung eifriger Zöglinge ist ihre Aufgabe, nicht das Entfalten von mannigfaltigen Persönlichkeiten. Daher kümmerte man sich auch nicht um die Anliegen der einzelnen Schüler.
Für streb- und lenksame Kinder war der Gang durch das Schulsystem relativ angenehm. Sie wurden gefördert, bevorzugt und man schenkte ihnen Aufmerksamkeit. Wenn einer mit dem Erwartungsdruck zurecht kommt, nicht wie Giebenrath total überfordert und ausgebrannt ist, konnte er es weit bringen in der Gesellschaft. Jemand, der Aussichten auf Erfolg und Ruhm hat, wird hier bestens ausgebildet und unterstützt. Sensible, poetische Kinder hatten es reichlich schwer in diesem Erziehungssystem. Um Gedanken, Gefühle und Probleme, die die Kinder beschäftigten kümmerte man sich nicht. Diejenigen, die ihre Gefühle nicht unterdrückten, wurden oftmals von den Lehrern gemieden und verschmäht. Sie galten als Rebellen, die keinen Respekt vor Autorität haben. Auf deren Ausbildung war man nicht so bedacht, wie auf derer, die autoritätshörig waren. Das Schul- und Erziehungssystem um 1900 war geprägt vom Leistungsdenken. Ein Individuum war nur dann ein nützliches Mitglied der Gesellschaft, wenn es, ohne Widererde zu geben, seinen vorgesehenen Part in der Gesellschaft übernehmen konnte.
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Quellen- und Literaturverzeichnis
Primärliteratur
Hesse, Hermann: Unterm Rad. Roman. Mit einem Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt am Main 2002 1
Hesse, Hermann: Unterm Rad. Gelesen von Samuel Weiss. München 2002
Sekundärliteratur
Esselborn-Krumbiegel, Helga: Erläuterungen und Dokumente. Hermann Hesse. Unterm Rad. Stuttgart 1995
Esselborn-Krumbiegel, Helga: Literaturwissen. Hermann Hesse. Stuttgart 1996 Herforth, Maria- Felicitas: Königs Erläuterungen und Materialien. Hermann Hesse. Unterm Rad. Hollfeld 2001 4
Hesse, Hermann: Der Steppenwolf. Montagnola 1955. Erste Auflage 1974 Hesse, Ninon (Hg.): Kindheit und Jugend vor Neunzehnhundert. Hermann Hesse in Briefen und Lebenszeugnissen. Frankfurt a. M. 1984/1985. Mann, Heinrich: Professor Unrat. Frankfurt a. M. 2002 3 Patzer, Georg: Lektüreschlüssel. Hermann Hesse. Unterm Rad. Stuttgart 2004 Strauß Emil: Freund Hein. Ditzingen 1995
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Sandra Watzke, 2009, Die Rolle des Lehrers um 1900, München, GRIN Verlag GmbH
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Das Tagelied Heinrich von Morungens
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