Inhaltsverzeichnis
Kapitel
1 Einleitung 3
2 Die Lebensverhältnisse der Menschen des 18. Jahrhunderts 4
3 Die Aufklärung 5
3.1 Die Leitgedanken der Aufklärung 5
3.2 Die Grundgedanken der Aufklärungspädagogik 5
4 Staat und Erziehung 8
4.1 Die Rolle des Staates in Kants pädagogischen Überlegungen 8
4.2 Die Rolle des Staates in Rousseaus Erziehungstheorie 9
5 Fazit 11
6 Literaturverzeichnis 13
2
1. Einleitung
Im Folgenden möchte ich mich mit der Pädagogik der Aufklärung beschäftigen. Dabei werde ich der Fragestellung nachgehen inwiefern die Aufklärungspädagogik unser heutiges Bildungssystem beeinflusst hat.
Dazu werde ich zunächst die Gesellschaftsstrukturen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu der Zeit, als die Aufklärung aufkam, beschreiben.
Daraufhin werde ich versuchen die Grundzüge der Aufklärung kurz zu skizzieren und dann mithilfe von zeitgenössischen Autoren die Grundgedanken der Aufklärung und ihrer Pädagogik aufzeigen. Die Rolle des Staates in den theoretischen Überlegungen der Autoren zur Erziehung in der Zeit der Aufklärung soll erläutert werden. Zuletzt soll der Bezug zu unserem gegenwärtigen Bildungssystem hergestellt und der Einfluss der Aufklärung auf dieses aufgezeigt werden.
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2 Die Lebensverhältnisse der Menschen des 18. Jahrhunderts
Die im 18. Jahrhundert vorherrschende Gesellschaftsordnung war im weitesten Sinne feudal. Der bedeutendste wirtschaftliche Produktionszweig war die Landwirtschaft und nahezu das gesamte bebaute Land war dem Herrenrecht unterworfen. Die Bauern waren, wie im Mittelalter, verpflichtet den Obereigentümern verschiedene Abgaben zu zahlen. Diese kamen allerdings ihren Schutz- und Fürsorgepflichten gegenüber den Untergebenen längst nicht mehr nach. 1
Die Bevölkerung war in drei Stände aufgeteilt: Der erste Stand war der Klerus, der zweite der Adel. Diese beiden machten zusammen etwa 2% der Gesamtbevölkerung aus, besaßen aber knapp 40% des gesamten Grundbesitzes. Außerdem waren beide Stände mit erheblichen Privilegien ausgestattet. Der dritte Stand bestand zum größten Teil aus der bäuerlichen Bevölkerung, einem kleineren Anteil städtischer Bevölkerung und zum kleinsten Teil aus Rentiers. Diese Gruppe hatte sich mit ihrem Vermögen als Feudalherren eingekauft hatten und lebte nun von den Erträgen ihrer Untertanen. 2 Die Zugehörigkeit dieser Stände wurde durch Geburtsrecht festgelegt. Das Bürgertum erstarkte, der Außenhandel vervierfachte sich beinahe und die Bevölkerung wuchs von ca. 20 auf ca. 27 Millionen an. Die landwirtschaftliche Produktion konnte kaum mithalten, so dass es wiederholt zu Hungersnöten kam. 3 Die Familienbetriebe, sei es landwirtschaftlicher oder handwerklicher Art, waren nicht mehr in der Lage alle Nachkömmlinge zu ernähren, geschweige denn ihnen eine Existenzmöglichkeit zu eröffnen. Aus diesem Grund herrschte eine große Armut unter dem Volk. 4
Kulturell gesehen war die damalige Bevölkerung sehr unterentwickelt. Der größte Teil konnte weder lesen noch schreiben, ihr Weltbild war von Religion und Aberglauben bestimmt, Tradition und Sitte standen im Vordergrund. 5
1 Vgl. Prokasky/Tabaczek 2000, S. 52.
2 Vgl. Prokasky/Tabaczek 2000, S. 53/54.
3 Vgl. Prokasky/Tabaczek 2000, S. 53.
4 Vgl. Baumgart 2001, S. 29.
5 Vgl. Baumgart 2001, S. 30.
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Arbeit zitieren:
Katharina Grafmüller, 2006, Die Rolle des Staates bei der Erziehung bei Kant und Rousseau, München, GRIN Verlag GmbH
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