Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 3
1. Definitionen von Motivation. 4
2. Motivationsarten 6
3. Einflüsse auf Motivation. 8
4. Warum lernen Menschen Fremdsprachen? 9
4.1. Auswertung der Sprachlernmotivationsbiographien. 10
5. Vergleich. 12
6. Stellenwert von Motivation beim Fremdsprachelernen 14
Schlu ßbetrachtung 15
Literaturverzeichnis 16
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Einleitung
Diese Hausarbeit befaßt sich mit dem Thema „Motivation beim
Fremdsprachenlernen“. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich es sehr interessant finde, denn meines Erachtens ist Motivation ein wichtiger Teil beim Fremdsprachenlernen. Auch die Möglichkeit, einige
Sprachlernmotivationsbiographien meiner Kommilitonen einbeziehen zu können, fand ich sehr gut.
Wir haben am Ende des Seminars versucht herauszufinden, wie wichtig Motivation wirklich ist um eine Sprache zu lernen, und es wurde deutlich, daß der Begriff Motivation gar nicht so leicht zu fassen ist. Antrieb kann aus vielen verschieden Quellen herrühren, bzw. es gibt viele verschiedene Motive, eine Sprache zu lernen. Um das Thema „Motivation“ besser zu verstehen, habe ich mir für den Aufbau meiner Hausarbeit verschieden Fragen gestellt: Was ist eigentlich Motivation? Welche Arten von Motivation gibt es? Wodurch wird Motivation beeinflußt? Warum lernen Menschen Fremdsprachen? Und schließlich, wie wichtig ist Motivation wirklich, um eine Sprache zu lernen?
Diese Fragen möchte ich nun im Folgenden versuchen zu beantworten. Ferner möchte ich anhand einer Auswahl an Sprachlernbiographien, die in dem Seminar geschrieben wurden, die verschiedenen Beweggründe aufzuzeigen, die meine Kommilitonen/innen veranlaßt haben, DaF zu studieren.
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1. Definitionen von Motivation
Bei dem Versuch eine allgemeingültige Definition für den Begriff ‚Motivation’ zu finden, mußte ich feststellen, daß dieser auf verschiedene Weise definiert wird. Zwar scheint meißtens das Gleiche gemeint zu sein, aber die Erklärungen variieren zwischen sehr allgeimen gehaltenen und tiefergehenden Anschauungen. Im Folgenden möchte ich aus diesem Grund einige beliebig ausgewälte Definitionen des Begriffes ‚Motivation’ darstellen: Zuerst sollen ganz allgemeine Definitionen angeführt werden. So wird ‚Motivation’ in dem Wörterbuch Deutsches Wörterbuch (Reichenbachverlag München, kein Erscheinungsjahr angegeben) z. B. als „Beweggrund des Willens“ definiert. Eine weitere stichprobenhafte Suche nach einer Definition im Internet führt zu der Erklärung, daß „Motivation [lateinisch] die Bereitschaft zu einem bestimmten Verhalten und die Wahrscheinlichkeit seines Auftretens [bedeutet]. Motivation wird in der Ethologie zunehmend durch den Begriff Handlungsbereitschaft ersetzt“ (unter www.wissen.de).
Auf psychologischer Ebene wird Motivation wiederum wie folgt definiert: „Mit Motiv meint man in der Psychologie einen, nicht notwendigerweise aktualisierten, Beweggrund für menschliches Verhalten. Synonym verwendet werden oft auch Bedürfnis, Wunsch, Triebe, Strebung, Drang. Die Wissenschaft unterscheidet dabei angeborene, so genannte primäre Motive (wie Hunger, Durst, Sexualtrieb usw.) von erworbenen, so genannten sekundären Motiven (wie inhaltsspezifische Motive, z. B. Machtbedürfnis, Lustbedürfnis, Wunsch nach Attraktivität usw.).“ (aus: www.wissen.de/motivation).
Als letztes sei hier ein Abschnitt aus dem Buch „Motivation“, von Klaus Schneider und Heinz-Dieter Schmalt (3. Aufl. 200) zitiert, in dem die folgende Aussage zu finden ist: „Motivation ist ein prozeßhaftes Geschehen, in dem Handlungsziele herausgebildet und das Verhalten und Erleben auf dieses Ziel ausgerichtet werden. Eine solche Motivation entsteht durch das Zusammenwirken von situativen Anreizen und Motiven“.
An zweiter Stelle möchte ich auf die Definitionen von Zweitsprachen-erwerbsforschern eingehen, welche ‚Motivation’ im Hinblick auf das Lernen betrachten:
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Generell wird Motivation hier als einer der affektiven Faktoren beim Sprachenlernen bezeichnet. Damit ist gemeint, daß Motivation ein von Emotionen abhängiger Faktor ist, der sich auf das Lernen einer Sprache auswirkt. Als weitere affektive Faktoren werden ‚Einstellung’, ‚Orientierung’ und ‚Emotionale Zustände’, wie z. B. Ängste und Hemmungen genannt (vgl. „Zum Stellenwert und zur Behandlung externer Faktoren in der
Zweitspracherwerbsforschung“, C.Riemer, 1991, Bielefeld, Univ., Fak. fuer Linguistik u. Literaturwiss., Magisterarbeit ).
Wie auch an späterer Stelle aus den Sprachlernmotivationsbiographien hervorgeht, sind affektive Faktoren sehr von äußeren Umständen (Lehrer/in, Unterrichtsprozeß, Eltern, soziales Umfeld, etc.) abhängig. Dadurch ist es praktisch unmöglich, sie zu verallgemeinern.
Als letztes soll die als „Social-Educational Model“ (Gardner, 1985) bekannt gewordene Theorie von Gardner und seinen Kollegen angeführt werden. Diese Theorie beschäftigte die Welt der Zweitsprachen- erwerbsforscher über mehrere Jahrzehnte.
Sie bezeichnet folgende drei zusammengenommene Bereiche als Motivation: 1. Integrative Orientierung
1.1. Der individuelle Wunsch nach kultureller oder linguistischer Integrität 1.2. Es sind weitere Faktoren möglich, aber der Wunsch nach Integration ist der Stärkste 2.1. „Integriertheit“
Diese Punkt bezieht sich auf die integrative Orientierung plus zweier einstellungsbedingter Faktoren:
2.1.1. generelles Interesse an der Sprache und Kultur der Zielsprache 2.1.2. Die Einstellung gegenüber der Zielgruppe
2.2. Persönliche Haltung der L2-Lernsituation gegenüber (Bewertung des Lehrers und des Kurses) 3.1. die Anstrengung 3.2. der Wunsch die Sprache zu lernen 3.3. die Haltung gegenüber dem Lernen der Sprache Punkt eins und zwei werden von Gardner unter dem Begriff Integration zusammengefaßt. Integration meint also den Wunsch nach kultureller
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Arbeit zitieren:
Ann-Kathleen Kraetzig, 2003, Motivation beim Fremdsprachenlernen, München, GRIN Verlag GmbH
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