Gliederung
1 Einleitung. 4
2 Wahrnehmung. 4
2.1 Definition 4
2.2 Einflussfaktoren der Wahrnehmung 4
2.3 Wahrnehmung von Personen: Theoretische Modelle. 6
2.3.1 Attributionstheorie 6
2.4 Abkürzungen („Shortcuts“) 7
2.5 Johari-Fenster 8
3 Berufspraktisches Beispiel 9
3.1 Betriebliche Ausgangssituation 9
3.2 Situationsanalyse 12
4 Maßnahmen zur Optimierung des Kommunikations- und Feedbackprozesses. 14
4.1 Definition und Wirkung von Feedback. 14
4.2 Vorgehensweise für konstruktive Rückmeldungen. 14
4.3 Funktionen von Mitarbeitergesprächen 15
4.4 Zielsetzung in Mitarbeitergesprächen. 16
5 Zusammenfassung. 17
6 Literaturverzeichnis 18
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung Titel Seite
Abb. 1 die Rubinsche Vase
Abb. 2 Johari Fenster- Ausgangssituation
Abb. 3 Johari-Fenster- veränderte Situation
3
1 Einleitung
Eigentlich kennt sich jeder Mensch selbst am Besten- sollte man meinen. Doch was ist mit dem so genannten „blinden Fleck“ in der Selbstwahrnehmung? Welchen Eindruck man auf andere macht, ist vor allem im Berufsleben ein wichtiger Erfolgsfaktor. Es gibt einen Weg dies herauszufinden, sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung in Übereinstimmung zu bringen: Feedback von anderen über die eigene Wirkung in diversen Situationen. Nur so kann der „blinde Fleck“ verkleinert und das Verhalten angemessen gesteuert werden.
2 Wahrnehmung
2.1 Definition
„Wahrnehmung kann als eine Form der Widerspiegelung der objektiven Realität in unserem Bewußtsein [!] definiert werden. Dabei werden die von der Umwelt hinterlassenen Eindrücke organisiert und interpretiert“ (STRUNZ, 1999, 30). Dies hat zur Folge, dass die individuelle, subjektive Wahrnehmung, als Auslöser eines bestimmten Verhaltens, erheblich von der objektiven Realität abweichen kann.
2.2 Einflussfaktoren der Wahrnehmung Die wahrnehmende Person
Die Interpretation eines Wahrnehmungsgegenstandes ist von verschiedenen persönlichen Faktoren, wie Einstellungen, Motiven, Interessen, Bedürfnissen, Erfahrungen und Erwartungen des individuell Wahrnehmenden abhängig. Diese können stark differenzieren. Dinge, zu denen man aufgrund vergangener Erfahrungen bereits eine Beziehung hat, schränken den Blickwinkel ein und werden somit eher wahrgenommen. Andererseits kann das Interesse an einem Objekt durch Gewohnheit erloschen sein und unbekannte Objekte oder Ereignisse können stärker auffallen. Als Beispiel sind Frauen in Führungspositionen zu nennen, die noch vor einigen Jahren ein ungewohntes Bild abgaben. Ebenso können Erwartungen oder unbefriedigte Bedürfnisse (z.B. Hunger) die Wahrnehmung verzerren (vgl. STRUNZ, 1999, 30).
4
Das Reizobjekt
Die Eigenschaften und Merkmale eines Reizobjekts, wie z.B. Neuheit, Bewegung, Geräusche oder Größe, formen die Wahrnehmung. Laute oder besonders große Menschen fallen so in einer Gruppe mehr auf als ruhige oder normalwüchsige Personen. Zudem spielt die Beziehung des Objekts zum Hintergrund eine große Rolle, wie man am Beispiel der Rubinschen Vase sehen kann. Je nachdem, ob man die weiße oder die schwarze Fläche als Hintergrund interpretiert, sieht man entweder zwei zugewandte Gesichter oder eine Vase.
Durch räumliche und zeitliche Nähe von Objekten zueinander kann die Wahrnehmung ebenfalls verzerrt werden. Folglich werden Gegenstände, die nahe positioniert sind, miteinander wahrgenommen. Ereignisse, die zeitlich zusammenfallen, werden ebenso nicht isoliert betrachtet, sondern in Verbindung gebracht.
Zudem neigen wir dazu Personen, Objekte oder Ereignisse mit Ähnlichkeiten, wie gleicher Hautfarbe oder Nationalität, zu Gruppen zusammenzufassen. Sie nehmen wir dann auch hinsichtlich anderer Merkmale, die nichts mit diesen zu tun haben, als ähnlich wahr (vgl. STRUNZ, 1999, 32).
Die Situation
Der Kontext, in dem wir Ereignisse oder Objekte sehen, spielt eine große Rolle bei der Wahrnehmung. Zeitpunkt, Ort, Licht, Wärme, Arbeitsumgebung und soziale Umgebung wirken auf die Wahrnehmung in der Form, dass sich weder Subjekt, noch Objekt ändern und trotzdem eine andere Situation entsteht. Eine stark geschminkte Frau in einer Diskothek würde man nicht gesondert wahrnehmen, am Montagmorgen im Büro schon (vgl. STRUNZ, 1999, 32-33).
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Arbeit zitieren:
Annette Heil, 2007, Die Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie der individuelle Nutzen von Feedbackgesprächen im Arbeitsprozess, München, GRIN Verlag GmbH
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