Nicht - medikamentöse Therapiemaßnahmen bei Demenz
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Demenz 4
2.1 Begriffsklärung „Demenz“ 4
2.2 Formen von Demenz 4
2.2.1 Primäre Demenz 5
2.2.2 Sekundäre Demenz 5
2.3 Ursachen/ Risikofaktoren 6
2.4 Epidemiologie 7
3. Therapiemaßnahmen einer Demenz 7
3.1 Medikamentöse Therapiemaßnahmen 7
3.2 Nicht- medikamentöse Therapiemaßnahmen 8
3.2.1 Gedächtnistraining 9
3.2.2 Realitätsorientierung 9
3.2.3 Sinnesorientierte Verfahren 10
3.2.3.1 Snoezelen 10
3.2.3.2 Basale Stimulation 10
3.2.3.3 Aromatherapie 10
3.2.3.4 Kinästhetik 11
3.2.4 Personenzentrierte Ansatz 11
3.2.5 Biographiearbeit 11
3.2.6 Musiktherapie 12
3.2.7 Validation 13
3.2.8 Milieutherapie 13
3.2.8.1 Bauliche und räumliche Faktoren 14
3.2.8.2 Ausstattung und Gestaltung 14
3.2.8.3 Psychosoziales Milieu 15
3.2.8.4 Organisation 15
4. Lebensqualität 15
4.1 Begriffsklärung „Lebensqualität“ 16
4.2 Lebensqualität bei Demenz 16
4.3 Lebensqualität durch nicht- medikamentöse Therapiemaßnahmen bei Demenz 18
5. Fazit 19
Literaturverzeichnis 21
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Nicht - medikamentöse Therapiemaßnahmen bei Demenz
Abbildungsverzeichnis
1 Demenzformen 5
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Nicht- medikamentöse Therapiemaßnahmen bei Demenz
1. Einleitung
Nach der derzeitigen demographischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass die Anzahl der 60 jährigen und älteren Menschen von ca. 20 Millionen im Jahr 2007, auf schätzungsweise 28 Millionen im Jahr 2030 ansteigen wird (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2007, S. 4). Der Hauptrisikofaktor an einer Demenz zu erkranken ist das Alter. Angesichts der stetig steigenden Lebenserwartung der Menschen, ist zukünftig zu erwarten, dass knapp 30 Prozent der Menschen, die das 65. Lebensjahr überschreiten, in ihrem weiteren Altersverlauf eine Demenz entwickeln werden (Beyreuther u.a. 2002, S. 36). Somit ist die Erkrankung Demenz auf dem Weg, zu einer zentralen Größe in der Gesellschaft zu werden. Daher besteht zukünftig mehr denn je die Notwendigkeit nach effektiven Behandlungsmöglichkeiten. Trotz intensiver Forschung steht jedoch bis heute noch kein Heilmittel gegen Demenz zur Verfügung. Oft werden medikamentöse Interventionen eingesetzt, um den Krankheitsverlauf einer Demenz zu verzögern oder Symptome zu lindern (Saup/Eberhard 2005, S. 37).
Für den Therapieerfolg einer Demenz reicht es jedoch nicht aus, die Demenzerkrankung ausschließlich mit medizinischen Maßnahmen zu behandeln. Die Person sollte darüber hinaus als Ganzes wahrgenommen werden, mit all ihren individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Verhaltensmustern (Meier 1995, S.17). An dieser Stelle setzen die alternativen, nichtmedikamentösen Therapiemaßnahmen an.
Mit einer Demenz gehen im Laufe der Erkrankung Verluste und Defizite einher. Bezüglich der fortschreitenden Demenz stehen einem Menschen daher zunehmend weniger Ressourcen zur Verfügung. Dies kann das subjektive Wohlbefinden und die Lebensqualität einer Person bedrohen. Da erschließt sich die Frage, wie können sich nicht- medikamentöse Behandlungsformen auf den Menschen und sogar auf seine Lebensqualität auswirken? In der vorliegenden Ausarbeitung werden die nicht-medikamentösen Behandlungsformen bei einer Demenz genauer betrachtet. Wobei der Fragestellung „Bieten nicht- medikamentöse Therapiemaßnahmen mehr Lebensqualität für Menschen mit Demenz?“ besondere Bedeutung zugemessen wird.
Um dieser Fragestellung einen entsprechenden Rahmen zu verleihen, soll vorab im 2. Kapitel der Begriff Demenz genauer betrachtet werden. Im Anschluss daran werden im 3. Kapitel verschiedene Beispiele von nicht- medikamentösen Therapiemaßnahmen dargestellt, die Hinweise auf die Wirksamkeit in der Behandlung von
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Demenzkranken geben. Am Ende des 4. Kapitels wird der leitenden Frage dieser Arbeit nachgegangen. Dazu werden die Aspekte der Lebensqualität bei einer Demenzerkrankung kurz beleuchtet. Im Vordergrund stehen hier die möglichen Auswirkungen von nichtmedikamentösen Therapiemaßnahmen auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz.
2. Demenz
2.1 Begriffsklärung „Demenz“
Das Wort Demenz stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus zwei Silben zusammen. Die Vorsilbe „de“ bedeutet „weg von“ und die Silbe „mens“ ist der „Geist, Verstand.“ Demzufolge wird der Begriff übersetzt als „der Geist geht weg, der Verstand geht verloren“ (Feil 2007, S. 36).
Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheitsbilder, die mit dem Verlust der geistigen Fähigkeiten einhergehen. Es ist eine fortschreitende Degeneration, also eine Abbauerkrankung des Gehirns (Saup/Eberhard 2005, S. 22).
Im ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision) Kapitel V F0 wird Demenz als eine Abnahme des Gedächtnisses, sowie ein Ausfall von mindestens einer höheren Hirnleistung bei erhaltendem Bewusstsein klassifiziert. Im weiteren wird die Erkrankung in drei Schweregrade unterteilt: leichte Demenz, mittelschwere Demenz und schwere Demenz.
Gehirnfunktionen wie Denken, Erinnern, Orientieren, Planen und das Verknüpfen von Denkinhalten sind zunehmend betroffen. Dementsprechend sind folgende typische Symptome bei einer demenziellen Erkrankung festzustellen: Gedächtnisstörungen (im Kurz- und zunehmend auch Langzeitgedächtnis), Orientierungsstörung, Verwirrtheit, Intelligenzabbau, Auffassungs- und Konzentrationsstörung, sowie Beeinträchtigungen der emotionalen Kontrolle. Auch die kortikalen Funktionen können betroffen sein, wie zum Beispiel die Aphasie (Störung der Sprache), Agnosie (Störung der Wiedererkennung) und die Apraxie (Störung der motorischen Handlungsausführungen). Durch eine demenzielle Erkrankung kann es zu Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen kommen. Eine Demenz führt zu Handlungsunfähigkeit, erheblichen Beeinträchtigungen der Alltagskompetenzen, bis hin zu Pflegebedürftigkeit und Tod (Mötzing 2005, S. 61).
2.2 Formen von Demenz
Es werden zwei übergeordnete Formen von Demenz unterschieden, die primäre Demenz und die sekundäre Demenz. Bei der primären Demenz ist die Ursache hirnorganisch, d.h. eine
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direkte Hirnschädigung liegt vor. Bei der sekundären Demenz hingegen, ist die Ursache der Demenz lediglich die Folge einer anderen Grunderkrankung, d.h. die Ursache ist nicht-hirnorganisch (Saup/Eberhard 2005, S. 23). 2.2.1 Primäre Demenz
Bei der primären Demenz treten neurodegenerative oder vaskuläre Veränderungen des Gehirns auf. Bei den neurodegenerativen Veränderungen sterben Nervenzellen in verschiedenen Bereichen des Gehirns ab, sie degenerieren. Bei der vaskulären Veränderung treten Durchblutungsstörungen oder viele kleine Schlaganfälle (Multiinfarkt) im Gehirn auf, die das Gehirn schwerwiegend schädigen (Saup/Eberhard 2005, S. 23).
Zu der primären Demenz zählen folgende Formen: Demenz vom Alzheimer Typ, vaskuläre Demenz oder die Multiinfarkt Demenz, sowie Mischformen von den gerade benannten Erscheinungsformen. Außerdem zählen Demenz vom Lewy- Körper- Typ, Parkinsonsche Demenz, frontotemporale Degeneration, Morbus Pick, Chorea Huntington, Creutzfeld- Jacob-Syndrom etc. ebenso zu der primären Demenzform. Es existieren noch zahlreiche weitere seltene Erscheinungsformen von Demenz, die hier jedoch wegen dessen Umfang nicht aufgeführt werden können (Mötzing 2005, S. 60).
Die primären Demenzen sind progressiv. Dies bedeutet, die Symptome der Demenz verschlechtern sich zunehmend. Eine Heilung ist bei einer primären Demenz nicht möglich, nur eine Verzögerung der Demenz durch z.B. medikamentöse, sowie nicht-medikamentöse Maßnahmen ist denkbar (Saup/Eberhard 2005, S. 23). 2.2.2 Sekundäre Demenz
Eine sekundäre Demenz kann eine Folge von Hirntumoren, Schädel- Hirn- Trauma, Avitaminosen- und Stoffwechselerkrankungen, Herz- Kreislauferkrankungen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, sowie Infektionen usw. sein.
Bei der sekundären Demenz können sich Schädigungen wieder regenerieren bzw. geheilt werden, wenn sie frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden (Saup/Eberhard 2005, S. 23).
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Arbeit zitieren:
2008, Nicht-medikamentöse Therapiemaßnahmen bei Demenz, München, GRIN Verlag GmbH
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