Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S.3-5
2. Führung im mittleren Pflegemanagement S.5
2.1. Definition des Begriffs Führung in Abgrenzung zum Begriff
Management S.6-7
2.2. Führung im mittleren Pflegemanagement S.7-8
3. Führungserfolg S.8
3.1. Definition des Begriffs Führungserfolg S.8-10
4. Führungsverhalten S.10-11
4.1. Definition von Führungsverhalten S.11
4.2. Ausgesuchte Verhaltensmodelle aus der
F ührungsforschung S11-12
4.2.1. Eindimensionales Kontinuum von Beziehungsorientierung
und Mitarbeiterorientierung („Michigan“ Studie) S.13-14
4.2.2. Zweidimensional unabhängig voneinander stehendes
F ührungsverhalten („Ohio“ Studie) S.14-15
4.3. Führungsverhalten und Führungserfolg S.15-16
5. Führungsstile S.17-18
5.1. Definition des Begriffs Führungsstil S.18
5.2. Ausgesuchte Führungsstilkonzeptionen aus der
F ührungsforschung S.18
5.2.1. Das Führungsstilkontinuum nach Tannenbaum
und Schmidt S.18-21
5.2.2. Kritik am Führungsstilkontinuum nach Tannenbaum
und Schmidt S.21
5.2.3. Das dreidimensionale Führungsstilmodell der situativen
F ührung nach Hersey und Blanchard S.21-25
5.2.4. Kritik am dreidimensionalen Führungsstilmodell der situativen
F ührung nach Hersey und Blanchard S.25-26
6. Der kooperative Führungsstil S.26
6.1. Zeitgemäßheit kooperativer Führung S.26-27
6.2. Definition des kooperativen Führungsstils S.27-29
6.3. Anforderungen an den Mitarbeiter und den
Vorgesetzten S.29-31
6.4. Kritik am kooperativen Führungsstil S.31-32
7. Einfluss von Führungsstil auf Mitarbeiterleistung, Arbeitszufriedenheit und Mitarbeitermotivation S.32 7.1. Bedeutung von Mitarbeitermotivation, Demotivation und Remotivation S.32-33 7.2. Einfluss von Führungsstil auf Mitarbeiterleistung, Arbeitszufriedenheit und Mitarbeitermotivation S.34-40 8. Abschlussbetrachtung der Bachelorarbeit S.40-42
Literaturverzeichnis S.43-44
Anhang
Abkürzungsverzeichnis
Abb. : Abbildung Tab. : Tabelle z.B.: zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Die Führungsverhaltensdimensionen der Ohio-Schule Anhang 2 Abb.2.: Eindimensionales Führungsstilkonzept nach Tannenbaum und Schmidt S.20 Abb.3.: Das Reifegradmodell von Hersey und Blanchard Anhang 3 Abb.4.: Definition, Merkmale und Grundwerte Kooperativer Führung Anhang 4
Tabellenverzeichnis
Tab.1: Unterschiede zwischen Management und Leadership nach Kotter,(1990) Anhang 1 Tab.2: Management und Leadership S.7 Tab.3: Auswirkungen autoritärer versus demokratischer Führung S.12 Tab.4: Zuordnung Führungsverhalten und Hierarchieebene S.16
1.Einleitung
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Führungsverhalten und Führungsstile in Bezug auf Mitarbeiterleistung, Arbeitszufriedenheit (Führungserfolg) und die Motivation von Mitarbeitern.
Die Position der Stationsleitung im mittleren Pflegemanagement hat eine sehr zentrale Bedeutung hinsichtlich der Realisation der Ziele und Aufgaben eines Krankenhauses und ob sich Patienten und Pflegepersonal wohlfühlen. Durch die wirtschaftlich notwendigen Umstrukturierungen im Krankenhaus, die Einführung der DRG´s, einhergehend mit Verkürzung der Liegezeiten und Zusammenführung von Fachbereichen und Stationen in vergrößerte interdisziplinäre Versorgungseinheiten, bei gleichzeitigen Abbau von Normalstationsbetten und dem weiteren Ausbau der Intensiveinheiten, die Zunahme kritisch, multimorbider und versorgungsintensiverer Patienten, die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen, Entlassungsmanagement und neuer Versorgungsstrukturen im Rahmen der integrierten Versorgung haben nachhaltige und direkte Auswirkungen auf die Mitarbeiter in der Pflege. „Um unter diesen Bedingungen zu bestehen, stellt hoch motiviertes, kreatives und innovatives Personal, das die gemeinsamen Interessen vertritt, eine der wichtigsten Voraussetzungen dar.“ ( Schäfer und Jakobs (2004), S.18) Stationsleitungen, als deren direkte Vorgesetzte im mittleren Pflegemanagement, haben in Zeiten der zunehmenden organisationalen Veränderungen und Umstrukturierungen eine zentrale Bedeutung.
Durch gezielte und adäquate Mitarbeiterführung sind Stationsleitungen dazu gefordert Sicherheit, Zufriedenheit, (Dienst-) Leistungsqualität der Pflege und Motivation der Mitarbeiter zu gewährleisten.
Gerade die Motivation und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter sind wichtige Voraussetzungen für das notwendige Engagement und die Leistungsbereitschaft der Pflegenden. Denn die Mitarbeiter stellen die Versorgungsqualität der Patienten in Zeiten erhöhter Arbeitsverdichtung und Kostendruck sicher. „Das Phänomen Führung spielt im Arbeitsbereich Krankenhaus eine bedeutsame, nicht selten sogar lebenswichtige Rolle. Sowohl im administrativen wie auch im medizinischen und pflegerischen Sektor hängt nicht nur die Leistungsfähigkeit, und damit direkt und indirekt die Betreuung der Patienten, sondern auch die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter im entscheidendem Maße von der Qualität der Führung ab.“ (Leuzinger und Luterbacher (2000), S.5)
Da das Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters im Krankenhaus die Qualität direkt beeinflusst, ist die Mitarbeiterorientierung seitens der Führungsebene von äußerster Wichtigkeit. Die Führungskräfte müssen die Motivation, Entwicklung, Kommunikation und Leistung ihrer Mitarbeiter fördern um die Versorgungsqualität am Patienten zu gewährleisten. (Vgl. Kerres, A.; Seeberger, B. (2001), S.359) Nach Widmer (1988) sind 30%-40% der Stressoren, welche die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden beeinflussen, bedingt durch eine inadäquate Mitarbeiterführung. (Vgl. Kristel, K. (1998), S.31)
In Kapitel 7. wird neben der Mitarbeiterleistung und Arbeitszufriedenheit, die Bedeutung der Mitarbeitermotivation als Führungsziel in der heutigen Arbeitswelt dargestellt. Da die Arbeitswelt immer komplexer wird, sind hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter eine wertvolle Ressource für ein Unternehmen. Die Folgen von Demotivation, welche auch durch inadäquate Führung bedingt sein kann (Kapitel 7.2.), können für ein Unternehmen gravierende Folgen haben. Steigende Fehlzeiten, Fluktuation, Leistungsverschlechterung und letztendlich auch reduzierte Wertschöpfung und Gefährdung des Unternehmenswertes sind die Folgen von demotivierten Mitarbeitern.
Um Demotivation und nachlassende Arbeitszufriedenheit zu verhindern, sollten sich Stationsleitungen um die Wirkung und die Charakteristika ihres individuellen Führungsverhaltens und Führungsstils bewusst sein. Auch sollte sich eine Stationsleitung darüber im Klaren sein, dass der Anteil an reiner Führungsarbeit auf ihrer hierarchischen Stufe, höher ist als im oberen Pflegemanagement (vgl. Kapitel 2.2.), was die Bedeutung der Führungsarbeit in Abgrenzung zur managementbezogenen Tätigkeit (vgl. Kapitel 2.1) deutlich hervorhebt. Um zielorientiert führen zu können muss eine Stationsleitung wissen, was der Gegenstand von Führung ist, im Gegensatz zum Management ihrer Station. In Kapitel 2.1. wird veranschaulicht, dass Führung interpersonal ist (Kommunikation und Motivation) und Management sachorientiert (Planung, Organisation und Kontrolle). Durch Führung soll es zur Richtungsweisung, Einflussnahme auf Menschen, Motivation und Inspiration der Mitarbeiter kommen. Management hingegen beinhaltet Planung, Budgetierung,
Organisation, Personalbereitstellung, Kontrolle und Problemlösung.
Schlüsselbegriff beim Führen ist die „Einflussnahme“ auf das Verhalten der Geführten um bestimmte Ziele zu erreichen. Das Ziel der Einflussnahme ist der Führungserfolg hinsichtlich Arbeitszufriedenheit, Mitarbeiterleistung (siehe Kapitel 3.) und die Mitarbeitermotivation. (siehe Kapitel 7.1.)
Um diese „Einflussnahme“ auf ihre Mitarbeiter ausüben zu können, sollte eine Stationsleitung wissen, wie ihr Führungsverhalten und ihr Führungsstil charakterisiert sind und welche Wirkung sie auf die angestrebten Ziele der Mitarbeiterbeeinflussung haben.
Das Interesse an der Themenstellung der Mitarbeiterführung durch Stationsleitungen im Krankenhaus entwickelte sich aus meiner Tätigkeit als (Intensivfach-) Krankenpfleger und der damit verbunden Erfahrungen mit unterschiedlichen Stationsleitungen und deren beobachtetes Führungsverhalten, Führungsstil, sowie die von mir beobachteten Auswirkungen auf die Mitarbeitern und das Betriebsklima einer (Intensiv-)Station.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Charakteristika von Führungsverhalten und Führungsstilen näher zu beschreiben und deren Auswirkungen auf Mitarbeitermotivation, Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit aufzuweisen, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie Stationsleitungen qualifiziert und effektiv führen können.
Die zugrundegelegte Fragestellung für diese Arbeit ist: Wie lassen sich Führungsverhalten und Führungsstile beschreiben und welche Auswirkungen haben sie auf Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterleistung und Arbeitszufriedenheit? Dies unter besonderer Berücksichtigung des
mitarbeiterorientierten kooperativen-vertrauensbasierenden Führungsstils im Vergleich zum aufgabenorientierten autoritär-direktiven Führungsstil.
2. Führung im mittleren Pflegemanagement
Gemäß des Buchtitels „Stationsleitung - Handbuch für das mittlere Management in der Kranken- und Altenpflege“ von Matthews, Arline; Whelan, Janet (2002) wird die Stationsleitung in dieser Thesis auf die Stufe des mittleres Managements gesetzt. Kritiker dieser Einteilung sind Reinhardt, M. und Georg, J. (2007) (In: Haubrock, M.; Schär, W. (Hrsg.)(2007), S.503), welche die Stationsleitung dem unteren Management zuordnen. Durch die Zunahme von qualitativen und quantitativen, sowie auch betriebswirtschaftlichen Aufgaben auf der Stationsleitungsebene im Rahmen von Stationszusammenlegung in
interdisziplinäre Versorgungsbereiche, wie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, ist die Einteilung ins mittlere Management nach Meinung des Verfassers zu legitimieren. (vgl. Ferenszkiewicz, D. Ch.; Kuhls, W. (2005), S.4-7, 9-10).
2.1. Definition des Begriffs Führung in Abgrenzung zum Begriff Management
Führung ist die zielbezogene Einflussnahme auf die Geführten um bestimmte Ziele zu erreichen, wie z.B. die Erhöhung des Unternehmensumsatzes, Verbesserung des Betriebsklimas oder der Erreichung bestimmter Qualitätsstandards im Unternehmen. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen (vgl. Rosenstiel, L. (2003). In: Rosenstiel, L.; Regnet, E.; Domsch, M. (Hrsg.)(2003), S.4).
Wunderer (2007, S.4) definiert Führung als eine ziel- und ergebnisorientierte, aktivierende und wechselseitige, soziale Beeinflussung um gemeinsame Aufgaben zu erreichen. Mitarbeiterführung stellt die Einflussbeziehungen im Rahmen von Arbeitsverträgen und organisatorischer Rollen dar. Letztendlich ist der Schlüsselbegriff in der Führungsdefinition „Einflussnahme“ des Führenden auf das Verhalten der Geführten um bestimmte Ziele zu erreichen.
Zitiert nach Hentze, J.; Graf, A.; Kammel, A.; Lindert, K. (2005, S.18) gibt es nach Bass (1990) elf verschiedene Definitionsmerkmale von Führung:
• Führung als Mittelpunkt des Gruppenprozesses
• Führung als Persönlichkeit des Führers
• Führung als Fähigkeit oder Kunst, bei anderen Einverständnis zu erreichen
• Führung als Ausübung von Einfluss
• Führung als Handlung oder Verhalten
• Führung als eine Form der Überredung bzw. Überzeugung
• Führung als Machtbeziehung
• Führung als Instrument der Zielerreichung
• Führung als Ergebnis der Interaktion
• Führung als Rollendifferenzierung
• Führung als Initiierung von Strukturen
Abzugrenzen ist der Begriff Führung (Leadership) vom Begriff Unternehmensführung (Management). Während Führung einen personenbezogenen Prozess der Verhaltensbeeinflussung darstellt
(Humanaspekt) ist der Begriff Management grundsätzlich institutional (Personenkreis) und funktional (Managementaufgaben). Management im institutionalen Sinne bezeichnet Organisationsmitglieder, die mit
Anweisungsbefugnissen / Vorgesetztenfunktionen betraut sind. Während Management im funktionalen Sinne den Aufgabenkomplex behandelt, welcher
zur Steuerung und Gestaltung von Leistungserstellung in arbeitsteiligen Organisationen notwendig ist. Die Grenzen bei den beiden Begriffen Management und Leadership sind jedoch fließend. (vgl. Hentze, J.; Graf, A.; Kammel, A.; Lindert, K. (2005), S.11-17)
Folgende Tabellen verdeutlichen die Unterscheidung zwischen Management und Leadership: siehe Anhang 1
Dargestellt wird in dieser Tabelle die Unterscheidung hinsichtlich des eher technischen und rationalen Charakters von Management, während Leadership eher als kommunikativ, beziehungsorientiert beschrieben wird. Fürs Pflegemanagement verdeutlicht folgende Tabelle die Unterscheidung zwischen Management (Verwaltung) und Leadership (Führung) auf Stationsleitungsebene:
Tab.2: Management und Leadership (Ferenszkiewicz, D. Ch.; Kuhls, W. (2005), S.8)
Leadership ist eine indirekte Steuerung mit einer eher langfristigen Perspektive und stellt das Interesse am Menschen in den Mittelpunkt, während Management als direkte Steuerung alle Aktivitäten umfasst, welche sich auf das organisationale Tagesgeschäft beziehen mit kurz- bis mittelfristigen Zielergebnissen. (vgl. Ferenszkiewicz, D. Ch.; Kuhls, W. (2005), S.8-9) Schär, W. (2007), definiert Managementfunktion ebenfalls als sachorientiert (Planung, Organisation und Kontrolle) und Führung als interpersonal (Kommunikation und Motivation). (vg. Schär, W. (2007). In: Haubrock, M.; Schär, W. (Hrsg.)(2007), S.322)
2.2. Führung im mittleren Pflegemanagement
Mit Hilfe eines Fragebogens haben Mahoney, Jerdee und Carroll (1965) bei 452 Führungskräften des unteren, mittleren und höheren Managements aus 13 Firmen folgende Gewichtung auf reine Führungsarbeit ermittelt:
• Unteres Management: 51% Führungsarbeit
• Mittleres Management: 36% Führungsarbeit
• Höheres Management: 22% Führungsarbeit
(vgl. Neuberger, O. (2002), S.468-469)
Dies verdeutlicht, dass die pflegerische Stationsleitung im mittleren Management (je nach Autor auch im unteren Management) ihren Aufgabenschwerpunkt in der Führungsarbeit hat. (vgl. Schäfer, W.; Jacobs, P. (2004), S.56) Nach , Hentze, J.; Graf, A.; Kammel, A.; Lindert, K. (2005, S.448) sind die Hauptaufgaben des mittleren Managements vor allem in der
Mitarbeiterförderung, Koordinations-, Informations-, Kommunikations-, und Beratungsfunktion zu lokalisieren. Mitarbeiterunterstützung durch Feedback, Personalentwicklungsmaßnahmen und Mitarbeiter-Coaching gehen einher mit der Aufgabe, optimale Arbeitsbedingungen im unterstellten Fachbereich zu schaffen. Dies auch mit der Partizipation der unterstellten Mitarbeiter. Somit koordinieren die Führungskräfte der mittleren Managementebene
Verantwortungsbereich und Arbeitsgruppen.
3. Führungserfolg
Dieses Kapitel soll anhand der Führungsforschungsliteratur darstellen, wie das Endprodukt von Führung, der „Erfolg“ definiert werden kann.
3.1. Definition des Begriffs Führungserfolg
Neuberger (2002) konstatiert, dass das „Endprodukt“ von Führung als das zielgerichtete Bewirken von Ergebnissen, bisher nur wenig in der Führungsforschung anhand von empirischen theoretischen Betrachtungen dargestellt worden ist. Meist handelt es sich um Leistungsbeurteilungen durch den nächsthöheren Vorgesetzten. Die Beurteilungskriterien sind dann:
• Indirekte Maße: Gehaltshöhe, erreichte Position, Fluktuation und Fehlzeiten
• Direkte Maße: Leistungsdaten, Arbeitsstichproben, Produktionsziffern (vgl. Neuberger, O. (2002, S.434-436)
Eine andere Definition wird von Rosenstiel (2003) aufgeführt. Erfolgskriterien werden entweder an der Führungsperson definiert (Ergebnisse der Personalbeurteilung, erreichte hierarchische Stufe, Gehalt) oder die Wirkung spezifischen Führungsverhaltens bezogen auf die geführte Gruppe. Rosenstiel unterteilt diese Wirkung in zwei Dimensionen:
• Effizienzdimension: Leistungsquantität und -qualität, welche operationalisiert wird über Produktions-und Absatzzahlen, Reklamationszahlen
• Humandimension: Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima, Konflikthäufigkeit,
Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen (vgl. Rosenstiel, L. (2003). In: Rosenstiel, L.; Regnet, E.; Domsch, M. (Hrsg.)(2003, S.6-7)
Die Unterteilung in Effizienz und Humandimension wird von Wunderer (2007) weitergeführt. Führungserfolg wird in erster Linie gemessen an der Leistung, Verhalten und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Je stärker diese Faktoren ausgeprägt sind, umso höher ist:
• Die ökonomische Effizienz (z.B. Produktivität)
• Die soziale Effizienz (Mitarbeiterzufriedenheit) Führung soll somit als Ziel haben, die
• Förderung der Mitarbeiterqualifikation
• Förderung der Motivation
• Förderung der Arbeitssituation
Um ein Ansteigen der ökonomischen Effizienz und sozialen Effizienz zu bewirken. (vgl. Wunderer, R. (2007), S.13-14)
Auch Berthel (1997) führt die Effizienzkriterien, der wirtschaftlichen und der sozial-psychologischen Effizienz an.
Die Erreichung von wirtschaftlicher Effizienz ist jedoch kaum möglich oder zumindest beeinträchtigt, wenn die jeweiligen Bedürfnisse der Mitarbeiter außer acht gelassen werden durch die Führung. Die Bestimmungsgrößen für die sozialpsychologische Effizienz sind:
• Arbeitszufriedenheit
• Positive arbeits- und leistungsbezogene Einstellungen der Geführten
• Der Grad der Selbstverwirklichung und -entwicklung
• Absentismus der Mitarbeiter
• Fluktuation
• Menge der vorgebrachten Verbesserungsvorschläge durch die Mitarbeiter Jedoch ist die technische Messung dieser sozialen Phänomene ein Problem. Die Messung von Führungserfolg in der empirischen Forschung stellt ein großes Problem dar hinsichtlich der Auswahl der Effizienzkriterien, der Zurechnungsproblematik von Führungshandeln auf die Erfolgskriterien und der Meßproblematik in der quantitiven Datenerfassung. Die Gütekriterien der Validität, Reliabilität und Objektivität sind z.b. bei der Erfassung der Arbeitszufriedenheit (Zusammenhang von Leistung und Arbeitszufriedenheit) problematisch zu erfüllen, da die Erhebung von komplexen sozialen Phänomenen mit diesen Meßinstrumenten einen Widerspruch in sich darstellt.
Arbeit zitieren:
Oliver Buse, 2008, Mitarbeiterführung im mittleren Management – Führungsverhalten und Führungsstile, München, GRIN Verlag GmbH
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