INHALTSVERZEICHNIS
1.0 EINLEITUNG 1
2.0 DIE UN - EINE ANALYSE UNTER VERWENDUNG DER THEORIEN DER
INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN 3
2.1 REALISMUS, IDEALISMUS, INSTITUTIONALISMUS UND KONSTRUKTIVISMUS 3
2.2 FUNKTIONALE ANALYSE 4
3.0 DIE REFORM DER VEREINTEN NATIONEN 4
3.1 GRÜNDE FÜR DIE REFORM DER VEREINTEN NATIONEN 5
3.1.1 NEUE HERAUSFORDERUNGEN DES 21. JAHRHUNDERTS 5
3.1.2 STRUKTURELLE VERÄNDERUNGEN IM INTERNATIONALEN SYSTEM 5
3.2 UN-REFORM AM BEISPIEL MENSCHENRECHTE 6
3.2.1 IN LARGER FREEDOM - DER BERICHT DES GENERALSEKRETÄRS: MENSCHENRECHTSPOLITIK 6
3.2.2 EIN ERSTER SCHRITT: DER MENSCHENRECHTSRAT: EINRICHTUNG UND ARBEITSWEISE 7
3.3 WAS AM ENDE ÜBRIG BLEIBT - DAS ERGEBNIS DES REFORMPROZESSES:
MENSCHENRECHTSPOLITIK 7
4.0 NGOS UND IHRE MITARBEIT INNERHALB DER UN 8
4.1 WAS SIND NGOS- DER VERSUCH EINER DEFINITION 8
4.2 DIE BISHERIGE ROLLE VON NGOS IN DER UN 9
4.2.1 MÖGLICHKEITEN DER MITARBEIT 9
4.2.2 VOR- UND NACHTEILE DER MITARBEIT VON NGOS INNERHALB DER UN 10
4.3 NEUE MÖGLICHKEITEN DER MITARBEIT VON NGOS 11
4.3.1. MITARBEIT OHNE CHARTA-REVISION 11
4.3.2 MITARBEIT MIT CHARTA-REVISION 11
4.4 DAS LEGITIMATIONSPROBLEM VON NGOS 11
5.0 FAZIT 14
I. LISTE DER VERWENDETEN ABKÜRZUNGEN 15
II. LITERATURVERZEICHNIS 15
1.0 Einleitung
„Wir, die Völker der Vereinten Nationen - Fest entschlossen
- künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat,
- unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die
Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen,
- Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden können, den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern,[...]“ (Präambel der UN Charta).
So lauten die ersten Sätze der Präambel der Vereinten Nationen. Mehr als 60 Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen hat sich die Welt in einem Ausmaß gewandelt, wie in die Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen (UN) 1 nicht hätten vorhersehen können. Daher wundert es auch nicht, wenn die Rufe und die Bestrebungen nach Reformen innerhalb der UN immer lauter werden. Zielsetzung
In der hier vorgelegten Arbeit soll eine Darstellung und Analyse der Reformbemühungen der Vereinten Nationen (UN) vorgenommen werden. Fragestellung
Die Fragestellung dieser Arbeit lautet:
In welchem Umfang ist eine Reform der Vereinten Nationen notwendig und wie kann eine solche Reform ausgestaltet sein? Welche Schwierigkeiten können bei einer solchen Reform auftreten bzw. welche sind aufgetreten und welche (zukünftige) Rolle haben
Nichtregierungsorganisationen bei diesem Prozess? Vorgehensweise
Zur Beantwortung dieser sehr ausdifferenzierten Fragstellung wird zunächst eine kurze Analyse des Systems der Vereinten Nationen unter Berücksichtigung verschiedener Theorien der Internationalen Beziehungen vorgenommen (zweites Kapitel).
1 In dieser Arbeit wird für Vereinte Nationen die englischsprachige Abkürzung verwendet.
1
Das dritte Kapitel beschäftigt sich dann eingehend mit dem jüngsten Reformversuch der Vereinten Nationen. Nach einer Darstellung des ursprünglichen Papiers des Generalsekretärs folgt dann eine Erläuterung des Werdegangs dieses Papiers bis hin zur abschließenden Beratung beim Weltgipfel anlässlich des 60. Jubiläums der Vereinten Nationen im September 2005. Hierbei liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf dem Themenkomplex der Menschenrechte.
Ein besonderes Augenmerk soll auf die bisherige und zukünftige Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) 2 gelegt werden. Mit dieser Thematik beschäftigt sich das vierte Kapitel dieser Arbeit, bevor im Fazit die grundlegende, Fragestellung dieser Arbeit erneut aufgegriffen und zusammenfassend beantwortet werden soll. Diese Arbeit hat nicht die Zielsetzung, eine grundlegende Erläuterung des UN-Systems vorzunehmen oder eine Einführung in die Theorien der Internationen Beziehungen zu machen. Neben dem begrenzten Umfang dieser Arbeit ist es für die Fragestellung keine conditio qua non sine, Einführungen zu beiden Themen finden sich in vielen Lehrbüchern in mehr als ausführlicher Weise.
2 Zwar gibt es auch die deutschen Abkürzung NRO, allerdings hat sich auch in der deutschsprachigen politikwissenschaftlichen Literatur durchgesetzt den Begriff NGO (Non Governmental Organisation) zu verwenden.
2
2.0 Die UN - Eine Analyse unter Verwendung der Theorien der
internationalen Beziehungen
Die politikwissenschaftliche Analyse der UN und insbesondere der Reform des UN-Systems hängt davon ab, als was die UN betrachtet wird. Daher soll in diesem Kapitel mit Hilfe verschiedener Theorieansätze der Internationalen Beziehungen eine Einordnung der UN vorgenommen werden. Als Ansätze werden der Realismus, der Idealismus, der Institutionalismus und der Konstruktivismus verwendet (Varwick 2006: 240). Des Weiteren wird eine funktionale Einteilung von Internationalen Organisationen vorgenommen (Varwick 2006: 243).
2.1 Realismus, Idealismus, Institutionalismus und Konstruktivismus
Grundlage einer realistischen Sichtweise auf Internationale Organisationen ist die Annahme, dass es überhalb der souveränen Nationalstaaten keine übergeordnete Instanz geben sollte und geben kann. Mit dieser Grundannahme sowie der Einschätzung, dass alle Nationalstaaten jederzeit nach Machtexpansion streben, kommen realistische Annahmen zu dem Schluss, dass eine Zusammenarbeit zwischen Staaten nur auf intergouvernementaler Ebene funktionieren kann (Varwick 2006: 240-241).
Dagegen sehen idealistische Ansätze Internationale Organisationen eher als eine abstrakte Vorstellung. Wichtig ist beim Idealismus die Grundannahme, dass Kooperation für alle beteiligten eine Steigerung des Nutzens bringt (Varwick 2006: 241-242). Die institutionalistischen Schulen - als Mischung zwischen den beiden vorangegangenen Ansätzen - halten „[...]stabile internationale Kooperationen eher [im Gegensatz zu Realisten, S.G.] für möglich [...]“ (Varwick 2006: 242).
Der Konstruktivismus steht vom Ansatz her im direkten Widerspruch zum Realismus. Dies liegt vor allem daran, dass der Konstruktivismus Internationalen Organisationen viel Macht zuspricht. Die Begründung dieser Annahme ist, dass Internationale Organisationen wie die UN eine internationale Bürokratie seien und durch die damit einhergehenden Regeln und Verfahren eine soziale Welt konstruiert und entsprechend der Ausrichtung dieser Welt massiven Einfluss auf die einzelnen Staaten nehmen kann (Varwick 2006: 242-243). Abhängig von dem theoretischen Ausgangspunkt der Analyse kommt es zu verschiedenen Ergebnissen bezüglich der
3
Arbeit zitieren:
B.A. Sassan Gholiagha, 2007, Die UN Reform, München, GRIN Verlag GmbH
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