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Zielsetzung
In der hier vorgelegten Arbeit soll eine Darstellung und Analyse der Reformbemühungen der
Vereinten Nationen (UN) vorgenommen werden.
Fragestellung
Die Fragestellung dieser Arbeit lautet:
In welchem Umfang ist eine Reform der Vereinten Nationen notwendig und wie kann eine solche
Reform ausgestaltet sein? Welche Schwierigkeiten können bei einer solchen Reform auftreten
bzw. welche sind aufgetreten und welche (zukünftige) Rolle haben
Nichtregierungsorganisationen bei diesem Prozess?
Vorgehensweise
Zur Beantwortung dieser sehr ausdifferenzierten Fragstellung wird zunächst eine kurze Analyse
des Systems der Vereinten Nationen unter Berücksichtigung verschiedener Theorien der
Internationalen Beziehungen vorgenommen (zweites Kapitel).
Das dritte Kapitel beschäftigt sich dann eingehend mit dem jüngsten Reformversuch der
Vereinten Nationen. Nach einer Darstellung des ursprünglichen Papiers des Generalsekretärs
folgt dann eine Erläuterung des Werdegangs dieses Papiers bis hin zur abschließenden Beratung
beim Weltgipfel anlässlich des 60. Jubiläums der Vereinten Nationen im September 2005.
Hierbei liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf dem Themenkomplex der Menschenrechte.
Ein besonderes Augenmerk soll auf die bisherige und zukünftige Rolle von
Nichtregierungsorganisationen (NGOs)2 gelegt werden. Mit dieser Thematik beschäftigt sich das
vierte Kapitel dieser Arbeit, bevor im Fazit die grundlegende, Fragestellung dieser Arbeit erneut
aufgegriffen und zusammenfassend beantwortet werden soll. Diese Arbeit hat nicht die
Zielsetzung, eine grundlegende Erläuterung des UN-Systems vorzunehmen oder eine Einführung
in die Theorien der Internationen Beziehungen zu machen. Neben dem begrenzten Umfang dieser
Arbeit ist es für die Fragestellung keine conditio qua non sine, Einführungen zu beiden Themen
finden sich in vielen Lehrbüchern in mehr als ausführlicher Weise.
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Inhaltsverzeichnis
1.0 EINLEITUNG
2.0 DIE UN – EINE ANALYSE UNTER VERWENDUNG DER THEORIEN DER INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN
2.1 REALISMUS, IDEALISMUS, INSTITUTIONALISMUS UND KONSTRUKTIVISMUS
2.2 FUNKTIONALE ANALYSE
3.0 DIE REFORM DER VEREINTEN NATIONEN
3.1 GRÜNDE FÜR DIE REFORM DER VEREINTEN NATIONEN
3.1.1 NEUE HERAUSFORDERUNGEN DES 21. JAHRHUNDERTS
3.1.2 STRUKTURELLE VERÄNDERUNGEN IM INTERNATIONALEN SYSTEM
3.2 UN-REFORM AM BEISPIEL MENSCHENRECHTE
3.2.1 IN LARGER FREEDOM – DER BERICHT DES GENERALSEKRETÄRS: MENSCHENRECHTSPOLITIK
3.2.2 EIN ERSTER SCHRITT: DER MENSCHENRECHTSRAT: EINRICHTUNG UND ARBEITSWEISE
3.3 WAS AM ENDE ÜBRIG BLEIBT – DAS ERGEBNIS DES REFORMPROZESSES: MENSCHENRECHTSPOLITIK
4.0 NGOS UND IHRE MITARBEIT INNERHALB DER UN
4.1 WAS SIND NGOS– DER VERSUCH EINER DEFINITION
4.2 DIE BISHERIGE ROLLE VON NGOS IN DER UN
4.2.1 MÖGLICHKEITEN DER MITARBEIT
4.2.2 VOR- UND NACHTEILE DER MITARBEIT VON NGOS INNERHALB DER UN
4.3 NEUE MÖGLICHKEITEN DER MITARBEIT VON NGOS
4.3.1. MITARBEIT OHNE CHARTA-REVISION
4.3.2 MITARBEIT MIT CHARTA-REVISION
4.4 DAS LEGITIMATIONSPROBLEM VON NGOS
5.0 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Ausgestaltung von Reformbemühungen innerhalb der Vereinten Nationen und analysiert dabei insbesondere die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Reformprozess unter Berücksichtigung menschenrechtspolitischer Aspekte.
- Theoretische Einordnung der UN mittels internationaler Beziehungen
- Gründe und strukturelle Herausforderungen der UN-Reform
- Analyse des Reformbeispiels: Der Menschenrechtsrat
- Definition und historische Rolle von NGOs
- Möglichkeiten, Vorteile und Legitimität der NGO-Mitarbeit in der UN
Auszug aus dem Buch
3.2.1 In larger freedom – Der Bericht des Generalsekretärs: Menschenrechtspolitik
In dem am 21. März 2005 vorgelegten Bericht des Generalsekretärs Kofi A. Annans „In larger freedom: towards towards development, security and human rights for all“ spricht Annan von einer historischen Gelegenheit, welche die Weltkonferenz die im September 2005 anlässlich des 60. Geburtstages der UN schaffen wird. Der Generalsekretär weiter:
"[...]Five years into the new millennium, we have it in our power to pass on to our children a brighter inheritance than that bequeathed to any previous generation. [... ]If we act boldly — and if we act together — we can make people everywhere more secure, more prosperous and better able to enjoy their fundamental human rights.“ (UN Dokument A/59/2005: 3)
Diese kurze Darstellung des Berichts hat mit Blick auf die Fragestellung dieser Arbeit den Schwerpunkt bei Menschenrechten (UN Dokument A/59/2005: 37-38). Der Generalsekretär kommt in seinem Bericht zu dem Ergebnis, dass Menschenrechte keine gegensätzliche Entscheidung zu Sicherheit und Entwicklung sind, sondern Hand in Hand gehen. Aufgrund der bisherigen Arbeit des Hohen Kommissars für Menschenrechte und aufgrund von Forderungen seitens der Mitgliedsstaaten: „[...] [that] commitment to human rights must be matched by resources to strengthen the Office’s ability to discharge its vital mandate. [...]“ (UN Dokument A/59/2005: 38; Hervorhebungen weggelassen S.G.), kommt er zu dem Schluss, dass die Einrichtung einer Menschenrechtskommission notwendig ist (UN Dokument A/59/2005: 38).
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 EINLEITUNG: Die Einleitung legt das Fundament der Arbeit durch die Darstellung der Zielsetzung, der zentralen Fragestellung bezüglich der UN-Reform und der Vorgehensweise.
2.0 DIE UN – EINE ANALYSE UNTER VERWENDUNG DER THEORIEN DER INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN: Dieses Kapitel ordnet die Vereinten Nationen theoretisch ein, indem es Ansätze wie Realismus, Idealismus, Institutionalismus und Konstruktivismus sowie funktionale Aspekte nutzt.
3.0 DIE REFORM DER VEREINTEN NATIONEN: Hier werden die Gründe für die Reformbedürftigkeit erläutert und die konkreten Reformschritte, insbesondere am Beispiel des Menschenrechtsrates, detailliert analysiert.
4.0 NGOS UND IHRE MITARBEIT INNERHALB DER UN: Dieses Kapitel widmet sich der Definition, den Möglichkeiten, Chancen, Risiken sowie dem Legitimationsproblem von Nichtregierungsorganisationen innerhalb der Vereinten Nationen.
5.0 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Rolle der NGOs sowie das Spannungsfeld zwischen Demokratisierung und nationalstaatlicher Souveränität.
Schlüsselwörter
Vereinte Nationen, UN-Reform, Menschenrechte, Menschenrechtsrat, Nichtregierungsorganisationen, NGO, Internationale Beziehungen, Reformprozess, Legitimität, Souveränität, Vereinte Nationen Charta, In larger freedom, ECOSOC, Demokratisierung, Weltgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Reformbemühungen der Vereinten Nationen und untersucht in diesem Kontext die Rolle von Nichtregierungsorganisationen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Gründen für die UN-Reform, dem konkreten Beispiel der Menschenrechtspolitik und dem Beitrag von NGOs zur UN-Arbeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Reformbedarf der UN zu analysieren und zu klären, wie eine solche Reform ausgestaltet sein kann und welche Rolle NGOs dabei spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine politikwissenschaftliche Analyse unter Berücksichtigung verschiedener Theorien der Internationalen Beziehungen sowie eine funktionale Betrachtung der UN.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Rahmenbedingungen, die Gründe und den Ablauf der UN-Reform (mit Fokus auf Menschenrechte) sowie den Status und die Mitwirkungsmöglichkeiten von NGOs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind UN-Reform, Menschenrechte, NGOs, Internationale Beziehungen, Legitimität und Souveränität.
Warum wurde der Menschenrechtsrat als Fallbeispiel gewählt?
Der Menschenrechtsrat dient als konkretes, jüngstes Beispiel für den Reformprozess der UN und verdeutlicht die damit verbundenen Herausforderungen und Kompromisse.
Welches Dilemma existiert bei der Einbindung von NGOs?
Es besteht ein Spannungsfeld: Einerseits tragen NGOs zur Demokratisierung bei, andererseits stellt ihre Beteiligung einen Eingriff in die Souveränität der Nationalstaaten dar.
- Quote paper
- B.A. Sassan Gholiagha (Author), 2007, Die UN Reform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122590