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BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG
CARSTEN BECKER
EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER
BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT
SEMINAR: EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER
FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER
BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT
CARSTEN BECKER, SENIOR RELATIONSHIPMANAGER,
BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG WIEN
JOHANN SEBASTIAN KANN, UNTERNEHMENSBERATER,
GESELLSCHAFT FÜR MANAGEMENT GRUNDLAGENFORSCHUNG WIEN
SCHLAGWORTE: BANKEN, GESCHÄFTSSPARTE TREASURY, FINANZINTERMEDIATION, RISKMANAGEMENT, SELL
SIDE, BUY SIDE)
Terminplan:
15.10 9.00-11.00 Uhr Vorbesprechung
1.11 14-18.00 Uhr
18.11 14-18.00 Uhr
15.1 9.00-10.00 Uhr Test
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BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT
Impressum:
Carsten Becker,
Bank Austria Creditanstalt AG, Schottengasse 6-8, 1010 Wien
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BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT
INHALTSVERZEICHNIS
1. RAHMENBEDINGUNGEN DES ZINSRISIKO-MANAGEMENTS... 4
2. SCHWANKUNGEN UND VOLATILITÄTEN ... 5
3. ANALYSE UND RISIKO MANAGEN ... 6
4. RAHMENBEDINGUNGEN DES WECHSELKURSRISIKO-MANAGEMENTS ... 8
5. INSTRUMENTE DES ZINS- UND WECHSELKURSRISIKO-MANAGEMENTS ... 9
5.1 Das Forward Rate Agreement (FRA)... 10
5.2 Die Zinsoption... 13
5.3 Das Cap der Floor - der Collar... 16
5.4 Spezielle Cap-Konstruktionen ... 18
5.5 Der Interest Rate Swap (IRS) ... 19
5.6 Spezielle Swap-Konstruktionen ... 21
5.7 Das Devisentermingeschäft... 22
5.8 Die Devisenoption ... 23
5.9 Spezielle Options-Konstruktionen... 24
5.10 Der Currency-Swap ... 25
6. ABWICKLUNGSBESONDERHEITEN DES ZINS- UND
WECHSELKURSRISIKO-MANAGEMENTS... 27
6.1 Besondere Aspekte im kommunalen Bereich ... 27
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1.
RAHMENBEDINGUNGEN DES ZINSRISIKO-MANAGEMENTS
Im Trend liegt die Bindung an variable Zinssätze
Internationale Kapitalverschiebungen bewirken, wie rückblickend leicht
nachvollzogen werden kann, sowohl bei kurz- als auch bei langfristigen Zinssätzen
beachtlichen Schwankungen.
Bei der kurzfristigen Mittelaufnahme spielt die aktuelle Zinshöhe meist eine weitaus
größere Rolle als Veränderungen des Zinsniveaus. Anders ist dies beim mittel- und
langfristigen Finanzierungsbedarf. Unter dem Gesichtspunkt einer möglichst
abgesicherten Berechen- und damit Planbarkeit dürfte es hier eigentlich keine
Alternative zur Vereinbarung von fixen Zinssätzen geben.
Eine Betrachtung über die letzten Jahre zeigt allerdings, dass die Vereinbarung
variabler Konditionen im Durchschnitt kostengünstiger war als fixe Zinsbindungen.
Für die Ableitung von zukünftigen Finanzierungsentscheidung kann diese Tatsache
trotzdem keine Garantie sein.
Dem Umstand, dass mit Fixzinsdarlehen in der Regel auch eine langfristige
Bereitstellungszusage einhergeht (somit ein jederzeitige Kündbarkeit seitens des
Darlehensgebers ohne das Eintreffen besonderer Gründe ausgeschlossen ist), wird
seitens der öffentlichen Hand in Österreich wenig Gewicht beigemessen. Angesichts
der Marktposition sowie einer breiten Palette an Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung
ist dieser Ansatz zumindest im Prinzip nachvollziehbar.
Aus Sicht der Banken geht der Trend bei allen Kundengruppen dazu, sich lieber den
Schwankungen des Marktes zu unterwerfen, was einer Bindung an Geld- (vor allem
EURIBOR) oder Kapitalmarktindikatoren (vor allem SMR, wenn auch rückläufig)
gleichkommt.
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2.
SCHWANKUNGEN UND VOLATILITÄTEN
Das Risiko aus Zinsschwankungen eröffnet auch Chancen
Die eingangs angesprochene Schwankung der Zinssätze stellt natürlich ein
potentielles Risiko dar.
Gleichzeitig eröffnen sich aber auch Chancen, die durch ein aktives Gestalten der
Zinspositionen genützt werden können.
In Banken ist Zinsrisiko-Management seit langem ein fester Bestandteil der
Organisation. In den letzten Jahren beschäftigen aber auch Unternehmen
zunehmend Spezialisten, um sich das zum Teil beträchtliche Kosteneinsparungs-
bzw. Ertragspotential zu Nutze zu machen. Nicht zuletzt bieten Banken und
Finanzberater in diesem Zusammenhang ihre Dienste an.
In allen Fällen ist mit einer einmal getroffenen Finanzierungsentscheidung keine
unverrückbare Richtung für die Zukunft vorgegeben. Abstellend auf die Entwicklung
der Märkte liegt ein laufendes Management der eingegangenen Positionen nahe. Mit
welchem Aufwand, hängt von der Größe des Gesamtportfolios ab.
Bereits die Einhaltung einfacher Spielregeln verspricht Erfolg.
1. Binden Sie sich an wenige ,,marktübliche" Zinsindikatoren (Optimierungs-
maßnahmen für SMR-Bindungen sind beispielsweise schwerer darstellbar)
2. Sorgen Sie für eine einfache, homogene Zins- und Tilgungsterminstruktur
(gleiches Schema, wenige Termine).
3. Führen Sie (gegebenenfalls mit professioneller Unterstützung) regelmäßig eine
Überprüfung des eingeschlagenen Weges durch und leiten Sie notwendige
Korrekturmaßnahmen ein.
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3.
ANALYSE UND RISIKO MANAGEN
Die Kunst liegt in richtiger Prognose und richtigen Maßnahmen
Der Schritt von den einfachen Spielregeln zu professionellem Zinsrisiko-Management
ist nicht so groß. In der Regel werden folgende vier Stufen durchlaufen:
1. Beurteilung der Zinspositionen
Bei den Zinspositionen kann es sich sowohl um bestehende als auch zukünftige
Positionen, um veranlagungs- oder ausleihungsseitige, bilanzwirksame Positionen
und Eventualverbindlichkeiten (z.b. Haftungen), um kurzfristige oder langfristige bzw.
fixe oder variable Zinspositionen handeln. Im Mittelpunkt dieser ersten Stufe steht die
Frage: ,,Wie verändert sich der Wert der gesamten Zinsposition bei einer
Veränderung der Zinskurve (Zinssatz für jede Zeiteinheit)?"
In der Praxis werden zu diesem Zweck die einzelnen Positionen entsprechend
tabellarisch erfasst, zu den jeweiligen Zinsterminen zusammengefasst und der
aktuellen Zinskurve gegenüber gestellt.
2. Zinsprognose
Aktives Gestalten der Zinspositionen hat sich nach einer bestimmten Zinsmeinung zu
orientieren, da diese die Vorteilhaftigkeit der verschiedenen Handlungsalternativen
bestimmt. Je nach persönlicher Interessenslage und beruflicher Aufgabenstellung
werden sie auf unterschiedliche Quellen zurückgreifen, um für die jeweilige Situation
zu einer möglichst seriösen Prognose zu kommen. Entscheidend ist, dass an der
Kompetenz desjenigen, der die Verantwortung für die letztendliche Zinsmeinung
übernimmt, keine Zweifel bestehen.
3. Simulation mit Hilfe von Zinsszenarien
Der Auswahlprozess für die verschiedenen Gestaltungsalternativen kann durch die
Simulation verschiedener Zinsszenarien unterstützt werden. In der Praxis werden
meist der schlechteste, der beste und der realistischste Fall dargestellt. Je nach
Variante ergibt sich schließlich das potentielle Verlust- bzw. Ertragspotential von
dessen Eintreten ohne weitere Aktivitäten ausgegangen werden muss (technische
Bezeichnung: Value at Risk, VaR: mit einer definierten Wahrscheinlichkeit wird sich
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