INHALTSVERZEICHNIS
ZUM GELEIT: EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK DER ARBEIT 5
I. DAS NEUTESTAMENTLICH BEGRÜNDETE HILFSETHOS
BEI GERD THEIßEN
1.1 Die Rede vom Weltgericht (Mt 25, 31-46) 8
1.2 Der barmherzige Samariter (Lk 10, 25-37) 9
1.3 Die Grenzen des universalen Hilfsethos 10
1.3.1 Das psychologische Problem der Selbstschädigung 10
1.3.2 Das soziologische Problem der kaschierten Macht-
aus übung 11
1.3.3 Altruismus und genetischer Egoismus 11
1.4 Das universale Hilfsethos 12
1.5 Um die Ecke gedacht: die Motivation der Leser / Zuhörer 13
II. WEITUNG DER PERSPEKTIVE: MÖGLICHE SOZIAL-
PSYCHOLOGISCHE ANTWORTEN AUF DIE FRAGE
NACH DEM ZUSTANDEKOMMEN VON ALTRUISTISCHEM
VERHALTEN
2.1 Das prosoziale Motivsystem 16
2.2 Die Empathie-Altruismus-Hypothese 18
2.3 Die Negative-state-relief-Hypothese 19
2
2.4 Extrinsisch motivierte Hilfe 20
2.5 Die Norm der sozialen Verantwortung 21
2.6 Das kognitive Motivationsmodell 22
2.7 Moral und Altruismus 26
2.8 Der Erwerb altruistischer Verhaltensweisen 28
2.8.1 Nachahmung altruistischer Modelle 28
2.8.2 Diakonisch-soziales Lernen 30
2.8.2.1 Die Entwicklung des Selbst 30
2.9 Sozialpsychologische Synopse 32
III. EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT IN DER
EVANGELISCHEN KIRCHE DEUTSCHLANDS
3.1 Gründe für ehrenamtliches Engagement in der EKD 35
3.2 Teilnahmemotive Jugendlicher aus den evangelisch-
en Jugendverbänden 38
3.3 Motive altruistischen Handelns in den Biographien
verbandlich organisierter Jugendlicher der EKD 40
3.3.1 Lucia (15 Jahre alt, Gymnasiastin) 40
3.3.2 Markus (24 Jahre alt, Student) 40
3.3.3 Rebecca (21 Jahre alt, Studentin) 41
3.3.4 Ruben (19 Jahre alt, Gymnasiast) 42
3.3.5 Die Motivbündel der vier Beispielbiographien 43
3
IV. DIE BEDEUTUNG EHRENAMTLICHEN ENGAGEMENTS FÜR DIE KIRCHE DER ZUKUNFT
4.1 Herausforderungen an eine Kirche der Zukunft S. 47
4.2 Mögliche Zukunftsmodelle der EKD S. 48
Exkurs: Das Priestertum aller Getauften S. 48
4.2.1 Kirchliche Orte S. 49
4.2.2 Vom Pfarrteam zum regionalgemeindlichen Team S. 50
4.3 Die Kirche der Ehrenamtlichen S. 52
4.4 Ehrenamtliche Mitarbeit auf dem Weg zu einer größeren Kontinuität S. 53
4.4.1 Die Dankeschön-Kultur S. 54
4.4.2 Aufstiegsmöglichkeiten, Fort- und Weiterbildung S. 54
4.4.3 Begleitende spirituelle Angebote S. 54
4.4.4 Klare Kompetenzbereiche, eigenverantwortliche Arbeitsfelder S. 55 4.4.5 Kompetenzprofile S. 55
4.5 Der Gemeindepädagoge als mögliche Schlüsselfigur zukunftsfähiger Begleitung von Ehrenamtlichen S. 56
Literaturverzeichnis S. 59
4
ZUM GELEIT: EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK DER ARBEIT
Oft habe ich in meiner Kirchengemeinde Gespräche mit Gemeindemitgliedern geführt, die nach eigener Aussage ihr gesamtes ehrenamtliches Engagement „zur Ehre Gottes“ tun. Wenn man genauer nachfragt, entpuppt sich diese Einstellung nicht selten als so etwas wie ein „Punktesammeln für die Ewigkeit“. Für jede gute Tat, für jedes Werk der Barmherzigkeit, erhofft man sich eine bessere Position, wenn man einst im Tod seinem Schöpfer gegenüber tritt. Doch so ganz aus der Luft gegriffen ist dieses Bild nicht. Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums benutzt Jesus mit der Rede vom Weltgericht eine entsprechende Darstellung: Wer in seinem Leben barmherzig gehandelt hat, wird belohnt, wer sich nicht um die Leidenden seiner Gesellschaft gekümmert hat, erhält am Ende eine Strafe. Auch im 10. Kapitel des Lukasevangeliums macht Jesus mit dem Gleichnis von Barmherzigen Samariter klar, dass nur diejenigen das ewige Leben erlangen können, die ihrem Nächsten gegenüber barmherzig handeln.
Der Theologe Gerd Theißen nennt diese urchristliche Aufforderung zur unbedingten Hilfeleistung gegenüber Leidenden, gleich welcher Menschengruppe sie angehören, das universale Hilfsethos. Im ersten Teil dieser Arbeit stelle ich dar, wie Gerd Theißen auf der Grundlage von Mt 25,31-46 (1.1) und Lk 10, 25-37 (1.2) eine Definition des universalen Hilfsethos vornimmt (1.4). Dabei macht er sich sozialpsychologische Erkenntnisse zunutze, um von den Grenzen des universalen Hilfsethos zu sprechen (1.3). Mich macht allerdings stutzig, dass kaum von den Motiven altruistischen Handelns die Rede ist. Theißen bezeichnet zwar jedes Motiv als nachvollziehbar, solange es nur zu Werken der Barmherzigkeit führt, ich möchte es aber genauer wissen und stelle in Unterkapitel 1.5 die Frage, ob nicht doch implizit ein Motiv für prosoziales Handeln angesprochen wird. Nachdem in den damit verbundenen Überlegungen doch ein Motiv aus den betrachteten neutestamentlichen Texten hervorschimmert, begibt sich der zweite Teil der Arbeit auf die elementar anthropologische Suche nach dem Zustandekommen prosozialen Handelns und den damit verbundenen möglichen Motiven.
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Dazu werden verschiedene sozialpsychologische Entwürfe herangezogen, die die Entstehung altruistischen Handelns erklären: das prosoziale Motivsystem (2.1), die Empathie-Altruismus-Hypothese (2.2), die Negativestate-relief-Hypothese (2.3), das Modell extrinsisch motivierter Hilfe (2.4), die Norm der sozialen Verantwortung (2.5) und das kognitive Motivationsmodell (2.6). Schließlich wird auch die Frage nach der Wechselwirkung von Moral und Altruismus gestellt (2.7) und ein weiteres Unterkapitel beschäftigt sich mit dem Erwerb altruistischer Verhaltensweisen (2.8). Im Unterkapitel 2.9 wird der Versuch unternommen, die aufgezeigten sozialpsychologischen Erkenntnisse in einer Synopse zu verbinden, um eine handhabbare Grundlage für den dritten Teil der Arbeit zu erlangen. Da sich aus den neutestamentlichen Texten im ersten Teil nur ein Motiv ableiten lässt und ich davon ausgehe, dass es eine Vielzahl weiterer Motive gibt, die Menschen dazu bewegen, sich prosozial zu engagieren, stelle ich im dritten Teil die Frage, welche Motive Christen der EKD für ihr prosoziales / ehrenamtliches Engagement nennen.
Zuerst werden die Gründe für ehrenamtliches Engagement dargestellt, die befragte EKD-Mitglieder im Rahmen der vierten EKD-Mitgliedschaftsstudie nannten (3.1). Anschließend werden diesbezügliche Ergebnisse der evangelischen Jugendverbandsstudie von 2006 dargestellt (3.2). Beispielhaft werden dann die biographischen Interviews von vier ehrenamtlich engagierten Jugendlichen betrachtet und deren Motivbündel für ehrenamtliches Engagement herausgearbeitet (3.3). Dabei wird sich zeigen, dass ein prosoziales Wirken ohne die Verwirklichungstendenz egoistischer Motive nicht denkbar ist.
Der vierte Teil geht auf die Herausforderungen an eine Kirche der Zukunft ein (4.1), stellt, in Rückbezug auf die Lehre vom Priestertum aller Getauften zwei mögliche Zukunftsmodelle der EKD (4.2) dar und formuliert auf der Grundlage der vorausgegangenen sozialpsychologischen und empirisch gewonnenen Erkenntnisse Anforderungen an eine zukunftsfähige Ehrenamtlichenarbeit der EKD (4.3 / 4.4). Im letzten Unterkapitel (4.5) wird auf Grundlage empirischer Erkenntnisse zu Einschätzung der Tätigkeiten von Gemeindepädagogen durch ehrenamtliche Mitarbeiter der EKHN festgestellt, dass Gemeindepädagogen die optimalen Voraussetzungen mit
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sich bringen, zur möglichen Schlüsselfigur zukunftsfähiger Begleitung von Ehrenamtlichen in der EKD zu werden.
Diese Arbeit möchte Erkenntnisse aus dem Bereich der Sozialpsychologie fruchtbar machen für den Bereich der Arbeit von und mit Ehrenamtlichen in der Kirche. Sie möchte die Diskreditierung der Dimension persönlicher Befriedigung im Kontext ehrenamtlichen Engagements als überholt darstellen und aufzeigen, wie wichtig es für eine kontinuierliche Arbeit mit Ehrenamtlichen ist, deren egoistischen Motive angemessen zu berücksichtigen und ihnen auch bei ihrer persönlichen Entwicklung zur Seite zu stehen. Schließlich ist diese Arbeit ein Plädoyer für die Stärkung des gemeindepädagogischen Dienstes, der bei der Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Zukunftskonzepte der EKD eine Schlüsselfunktion haben sollte. Die Ehrenamtlichenarbeit der Zukunft muss sich mit den Motiven der Mitarbeiter auseinandersetzen und diesen mit der nötigen Äquivalenz begegnen, sonst wird es ihr auf Dauer nicht gelingen, genügend Ehrenamtliche an die Kirche zu binden!
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I. DAS NEUTESTAMENTLICH BEGRÜNDETE HILFSETHOS
BEI GERD THEIßEN
1.1 Die Rede vom Weltgericht (Mt 25, 31-46)
„Alle Menschen - gleichgültig ob sie Juden, Christen oder Heiden sind - werden nach demselben Maßstab im Gericht gemessen: daran, ob sie notleidenden Menschen geholfen haben - gleichgültig ob diese Juden, Heiden oder Christen sind.“ 1 Diesen Satz sieht Gerd Theißen als Grundgedanken der Rede vom Weltgericht (Mt 25, 31-46), in dem das christliche Hilfsethos des Neuen Testamentes deutlich zutage tritt. Jesus spricht von Gerechten und Ungerechten, die vor dem Weltenrichter stehen und zuerst kein Bewusstsein darüber haben, zu welcher der beiden Gruppen sie gehören. Und der Weltenrichter nimmt als Maßstab für gerechtes Handeln die sechs Werke der Barmherzigkeit (Hungernde speisen, Durstigen zu trinken geben, Fremde aufnehmen, Nackte bekleiden, Kranke besuchen, Gefangene besuchen). Als die Gerechten darauf angesprochen werden, dass sie durch ihr Handeln zu „Gesegneten des Vaters“ (Mt 25, 34) geworden sind, stellen sie erstaunt die Frage, wann sie dem Menschensohn all diese guten Werke getan haben. Und dieser antwortet: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25, 40). Die Ungerechten hingegen sind sich keiner Schuld bewusst und wenden sich ebenfalls an den Weltenrichter. Dieser antwortet ihnen, dass sie ihrem Nächsten keines dieser guten Werke getan haben. „Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.“ (Mt 25, 45). Am Ende erhalten die Ungerechten eine ewige Strafe und die Gerechten das ewige Leben (Mt 25, 46).
In diesem Text des Matthäusevangeliums spielt die Motivation der Helfer dem ersten Anschein nach eine unwesentliche Rolle. Es sind allein die guten Werke, die darüber entscheiden, wie man von Gott bewertet wird. Wer sich der Notleidenden annimmt, der wird am Ende als Gerechter und Gesegneter eingestuft werden.
1.2 Der barmherzige Samariter (Lk 10, 25-37)
Als zweiten zentralen Text zur Begründung eines christlichen Hilfsethos sieht Theißen das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10, 25-37). In der Einleitung fragt ein Schriftgelehrter Jesus nach dem Weg, das ewige Leben zu erlangen. Jesus antwortet dem Fragenden zuerst mit der dazu notwendigen Einhaltung des Gebotes der Gottes- und Nächstenliebe. Als der Schriftgelehrte sich mit dieser Antwort nicht zufrieden geben will und die Frage nach dem Begriff „mein Nächster“ stellt (Lk 10, 29), erzählt Jesus ein Gleichnis. Ein Mann wird auf seiner Reise von Jerusalem nach Jericho überfallen und halbtot liegen gelassen. Nachdem zwei Vertreter der damaligen religiösen Elite (Priester und Levit) wider Erwartens an dem Notleidenden vorbeigegangen sind ohne zu helfen (Lk 10, 31-32), erbarmt sich ein Samariter, ein Fremder und Verachteter der damaligen Gesellschaft, verarztet den Halbtoten, lädt ihn auf seinen Esel und bringt ihn in eine Herberge (Lk 10, 34). Dort gibt er dem Wirt Geld für die weitere Pflege und sagt ihm bei einem Mehrbedarf für seinen nächsten Besuch einen weiteren Geldbetrag zu (Lk 10, 35). Jesus schließt sein Gleichnis, indem er den Schriftgelehrten auffordert: „So geh hin und tu desgleichen!“ (Lk 10,37). 2 Auch bei Lukas ist mit keinem Wort die Motivation des Samariters erwähnt. In höchst pragmatischer Weise lässt dieser dem Notleidenden alle Hilfen zukommen, die ihm ein Überleben sichern.
Das ewige Leben kommt auch in diesem Text denjenigen zu, die sich ihrem Nächsten barmherzig zuwenden - Maßstab sind die guten Werke.
1.3 Die Grenzen des universalen Hilfsethos
Nach Theißen werden jedoch beim barmherzigen Samariter auch die Grenzen des universalen Hilfsethos deutlich. Nicht-Abgrenzenkönnen, kaschierte Machtausübung und genetischer Egoismus können zu Stolperfallen gutgemeinter Hilfe werden. Diesen Problemen weicht der Samariter geschickt aus und wird so zu einem Vorbild altruistischen Handelns.
1.3.1 Das psychologische Problem der Selbstschädigung
„Hilfe birgt häufig die Gefahr der psychischen Selbstausbeutung, wenn sich der Helfer nicht genügend vom Hilfsadressaten abgrenzen kann.“ 3
Der Samariter begibt sich erst gar nicht in diesen Gefahrenhorizont und verfügt über keinerlei Abgrenzungsprobleme. Er ist kein hilfloser Helfer, der seine eigene Hilflosigkeit bearbeitet, indem er sie in andere hineinprojiziert und nichts liegt ihm ferner, als sich der Gefahr des Ausgebranntseins auszusetzen. 4 Nachdem er die notwendige Hilfe geleistet hat, übergibt er den Adressaten an einen anderen Helfer und geht seinen eigenen Weg weiter. Theißen betont, dass zwar die Liebe zu Gott von „ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ geschehen sollte. „Die Liebe zum Nächsten ist
dagegen begrenzt.“ 5 „Theologisch gesehen ist die Nächstenliebe eine endliche Größe: Der Nächste ist nicht Gott.“ 6 1.3.2 Das soziologische Problem der kaschierten Machtausübung „Das zweite Argument lautet, daß Hilfe immer eine - wenn auch häufig verdeckte - Ausübung von Herrschaft ist.“ 7 Auch dieser Versuchung weicht der Samariter bravourös aus. Er nutzt die Situation nicht aus, schafft weder ein Abhängigkeitsverhältnis, noch lässt er den Verletzten seine materielle Überlegenheit spüren oder hofft auf eine Gegenleistung. „Der Halbtote, der sich kaum noch bewegen kann, ist auf den Samariter angewiesen. Dieser ist ihm gegenüber der Mächtige. Trotzdem spricht auch Lukas von zwei Gleichberechtigten.“ 8
1.3.3 Altruismus und genetischer Egoismus
„Im Rahmen eines soziobiologischen Denkens ist jede Hilfe nur ver-borgener genetischer Egoismus. Nur solche Formen von Hilfe können sich innerhalb der Evolution und der Geschichte erhalten, die den „Trägern“ solcher Hilfe eine größere Überlebens- und Fortpflanzungswahrscheinlichkeit geben.“ 9
Im Samaritergleichnis ist von zwei Menschen die Rede, die sich nicht kennen, die einander Fremde sind. Die Möglichkeit, dass sie sich in ihrem Leben noch einmal begegnen und dass sich die geleistete Hilfe auszahlt, ist sehr gering. Auch angesichts der Anfeindungen und sehr seltenen Kontaktaufnahmen zwischen Judäern und Samaritern lässt sich ein dahin gehendes Kalkül des Samariters ausschließen. Die Hilfe geschieht also, ohne dass sich eine größere „Überlebens- und Fortpflanzungswahrscheinlichkeit“ für den Helfer ergibt. Dennoch zögert er keinen Augenblick, dem Leidenden zur Seite zu stehen.
1.4 Das universale Hilfsethos
Ausgehend von seinen Überlegungen zu Mt 25, 31-46 und Lk 10, 25-37 und aufbauend auf seine Gedanken zu den Grenzen und Stolperfallen christlichen Helfens fasst Theißen das universale Hilfsethos zusammen, indem er seine drei Merkmale benennt: 1. „Kein Mensch ist prinzipiell von Hilfe ausgeschlossen. Der potentielle Hilfsadressat ist universal.“
2. „Jeder Mensch ist prinzipiell zur Hilfe verpflichtet, und jede Hilfsmotivaton ist von allen nachvollziehbar. Auch das Hilfssubjekt ist in seinen Motivationen universal.“
3. „Dies Hilfsethos führt nicht zum Zusammenbruch von Menschen und sozialen Systemen, so daß es seine Träger früher oder später aus der Weltgeschichte herauskatapultiert. Es ist auch universalisierbar und überlebensfähig.“ 10
Das erste Merkmal unterstreicht noch einmal, dass jeder Christ zur Hilfe gegenüber jedem Notleidenden verpflichtet ist, das dritte Merkmal betont, dass ein gelebtes universales Hilfsethos
Arbeit zitieren:
Master of Arts, Diplom-Diakoniewissenschaftler, Diplom-Religionspädagoge, Diplom-Sozialpädagoge Marco Schäfer, 2007, Sozialpsychologische Perspektiven auf das neutestamentlich begründete Hilfsethos bei G. Theißen und die mögliche Relevanz für ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Kirche, München, GRIN Verlag GmbH
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