Inhaltsverzeichnis
1.0 Vorwort. 4
2.0 Definitionen 5
2.1 Mediation 5
2.2 Konflikt. 5
2.3 Gewalt 5
2.4 Prävention. 5
2.5 Intervention 5
3.0 Geschichtlicher Hintergrund der Schulmediation 6
4.0 Was ist Schulmediation? 7
5.0 Ziele und Grenzen von Mediation an Schulen 7
5.1 Ziele. 7
5.2 Grenzen. 8
6.0 Mediation - Die Sprache 8
6.1 Das Sprechen der Klienten-Sprache 9
6.2 Das Sprechen der Mediationssprache 9
6.3 Der Sinnbezug 9
6.4 Die Körpersprache des Medianten. 9
6.5 Kunst des Fragens. 10
6.5.1 Refokussierende Fragen 10
6.5.2 Hypothetische Fragen 10
6.5.3 Hypothetische Denkstilveränderung 10
6.5.4 Umkehrung zeitlicher Reihenfolgen 10
6.5.5 Lösungsorientierte Fragen. 11
6.5.6 Antwort zurückstellen 12
6.5.7 Gestaltung der Mediation. 12
6.6 Refraiming 12
6.7 Die Metaphern 12
7.0 Der Mediator und seine Rolle 13
1
8.0 Eskalationsdynamik. 14
8.1 Die Provokation (1. Stufe) 14
8.2 Der Gesichtsverlust (2. Stufe) 14
8.3 Die Suche nach Verbündeten (3. Stufe) 14
8.4 Einsatz von Gewalt (4. Stufe) 14
8.5 Zerstörung des „Gegners“ (5. Stufe) 14
9.0 Verknüpfung mit dem Schulprogramm. 15
10.0 Schülerstreitschlichtung - Welche Konflikte eignen sich? 16
11.0 Streitschlichtung verankern? 17
12.0 Ausbildung und Betreuung 18
12.1 Lehrerausbildung 18
12.2 Rahmenbedingungen für die Schülerausbildung 20
12.2.1 Ausbildungszeitmodell 20
12.2.2 Unterrichtszeit 20
12.2.3 Wahlpflichtkurs 20
12.2.4 Fehlzeiten während der Ausbildung. 20
12.2.5 Kriterien für Kompetenzen in der Streitschlichtung 21
12.3 Auswahl der Streitschlichter 22
12.3.1 Auswahlkriterien 22
13.0 Durchführung der Streitschlichtung. 23
13.1 Raum 23
13.2 Zeit. 23
13.3 Ablauf einer Streitschlichtung. 24
13.3.1 Mediationsvereinbarung (1. Phase) 24
13.3.2 Themensammlung und Konfliktfeldklärung (2. Phase) 24
13.3.3 Bearbeitung der Konfliktfelder (3. Phase) 24
13.3.4 Einigung (4. Phase) 24
13.3.5 Abschlussvereinbarung (5. Phase) 24
14.0 Die Perspektiven 25
2
14.1 Entwicklung einer Konfliktkultur. 25
14.2 Potential der Peer-Education 25
14.3 Streitschlichtung und Methoden als Bestandteile der Lehrerausbildung. 26
14.4 Entlastung für aktive Lehrkräfte. 26
14.5 Lehrkräfte anderer Schulen. 26
14.6 Vernetzung in Kommune und Stadtteil 27
14.7 Mediation verankern und Veränderungen verdeutlichen 27
15.0 Resümee. 28
16.0 Literaturverzeichnis 29
3
1.0 Vorwort
In meiner Studienarbeit verwende ich ausschließlich die männliche Form.
In der vorliegenden Studienarbeit stelle ich die Mediation an unterschiedlichen Schulen vor. Durch Mediation wird eine zivilisierte Streitkultur an Schulen gefördert. Mediation hat das Ziel, eine einvernehmliche Konfliktlösung zu finden. Zu Beginn der Arbeit definiere ich die Begriffe Mediation, Konflikt, Gewalt, Prävention und Intervention, gehe auf den geschichtlichen Hintergrund der Schulmediation und die Ziele und Grenzen von Mediation an Schulen ein. Anschließend stelle ich die Sprache der Mediation und die Stufen der Eskalationsdynamik dar. Außerdem schreibe ich über die notwendigen Schritte, um Streitschlichtung zu verankern, ich schreibe über die Ausbildung und Betreuung der Streitschlichter und die Durchführung der Streitschlichtung. Am Ende der Studienarbeit gehe ich auf die verschiedenen Perspektiven der Streitschlichtung ein.
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2.0 Definitionen
2.1 Mediation
Unter Mediation (lateinisch Vermittlung) versteht man ein freiwilliges, strukturiertes Verfahren, welches zur konstruktiven Vermeidung oder Beilegung eines Konfliktes dient. Die Konfliktparteien (Medianten) erarbeiten mit Hilfe eines Mediators (eine dritte unparteiische Person) eine einvernehmliche Vereinbarung, welche den Interessen und Bedürfnissen beider Konfliktparteien entspricht
(http://de.wikipedia.org/wiki/Mediation).
2.2 Konflikt
Bedeutet (lateinisch confligere) zusammenprallen, zusammenschlagen. In der Soziologie und Psychologie steht der Konflikt für das Zusammentreffen von unterschiedlichen Interessen, die nicht in einer gleichrangigen Weise befriedigt werden können. Die Psychologie meint mit dem Begriff einen Zustand, in dem widersprüchliche Handlungsmotive- oder tendenzen zur gleichen Zeit empfunden werden. Hier wird unter Vermeidungskonflikten (unter Problemen, die man am liebsten alle beseitigen würde, wird eines ausgesucht) und Zielkonflikten (zum Beispiel, wenn zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten gewählt werden muss) unterschieden. Die Soziologie bezeichnet mit dem Begriff Konflikt alle Arten nichtmilitärischer Streitigkeiten (Microsoft Encarta 2006, 1993-2005 Microsoft Corporation).
2.3 Gewalt
Unter Gewalt versteht man sowohl die psychische, als auch die physische Gewalt.
2.4 Prävention
Unter Prävention versteht man in der Mediation die Verhütung beziehungsweise die Vorbeugung, das Zuvorkommen der Gewalttat selbst durch die Streitschlichtung (Microsoft Encarta Enzyklopädie 2006, 1993-2005 Microsoft Corporation).
2.5 Intervention
Darunter versteht man das Einmischen, die Vermittlung, das Dazwischentreten oder das Eingreifen in eine Konfliktsituation (Microsoft Encarta Enzyklopädie 2006, 1993-2005 Microsoft Corporation).
5
3.0 Geschichtlicher Hintergrund der Schulmediation
Die Konfliktlösungsverfahren der Schulmediation werden in Deutschland mit zunehmender Beliebtheit angewandt. Die Ursprünge der Schulmediation liegen im Collective Bargaining (gemeinsamen Verhandeln). Die Verhandlungsarbeit der Quäker hatte sehr großen Einfluss auf die Anerkennung des Mediationsverfahrens. Diese waren an verschiedenen politischen Verhandlungen der USA mit dem Nahen Osten sehr erfolgreich. In den 60er-Jahren verbreitete sich die Mediation als außergerichtliche Einigung (oftmals in Scheidungs- oder Trennungsfällen). Ab dem Anfang der 70er-Jahre wurden in den USA für Lehrer und Schüler Trainingsprogramme konzipiert. 1972 führten die Quäker an öffentlichen Haupt- und Grundschulen in New York ein Programm („Children´s Creative Response to Conflict“, kurz CCRC) ein. Dieses Programm versuchte „die Abhängigkeit von Konkurrenz und Gewalt auf der physischen, verbalen und auf der psychischen Ebene zu reduzieren. Um das Programm effektiv einzubinden, wurden Schulklassen der interessierten Lehrer über einen bestimmten Zeitraum beobachtet. Das CCRC-Programm war ein einstündiger Workshop, der wöchentlich im Klassenzimmer von ca. drei Trainern durchgeführt wurde. Dort wurden Übungen und Spiele zum Thema Selbstwertgefühl, Kommunikation, Konfliktlösung und Bestätigung durchgeführt. Das aus den Übungen entstandene Gemeinschaftsgefühl und Selbstbewusstsein hat die Schüler zur Anwendung von konstruktiven Konfliktlösungsstrategien befähigt. Die Kingston-Friends-Workshop-Group (London) hat die Idee der Schulmediation weiterentwickelt. Um erfolgreiche Teamarbeit sicher zu stellen, wurden in ihren Seminaren zum Einstieg Kennenlernspiele gespielt. Anschließend wurde das „Eisberg-Prinzip“ der Problemlösung ausführlich erklärt. Die notwendigen Fähigkeiten des Selbstwertgefühls, der Bestätigung, der Kommunikation und der Kooperation versuchte die Kingston Friends-Workshop-Group durch Übungen, Spiele, Diskussionen und Rollenspiele den Seminarteilnehmern beizubringen. 1982 wurde in San Franciscos das „Conflict-Management-Program“ als Testprojekt (an öffentlichen Schulen) eingeführt. Das „Conflict-Management-Program“ ist der Vorreiter der Peer-Mediations-Programme (vgl. „Streitschlichtung in Schule und Jugendarbeit“, das Trainingshandbuch für Mediationsausbildung, Diemut Hauk-Thorn, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2002, S.13-14).
6
4.0 Was ist Schulmediation?
Übersetzt bedeutet Mediation „Vermittlung“, damit ist die Vermittlung in Konfliktsituationen durch unbeteiligte Dritte gemeint. Die Schulmediation ist eine Verhandlungsführung zwischen zwei oder mehreren Personen, die sich in einer Konfliktsituation befinden und nicht verständigen können. In der Fachsprache bezeichnet man Schülermediatoren als Peer-Mediatoren (Peers sind die Gleichaltrigen oder Gleichrangigen). An Schulen bezeichnet man die Mediation als Streitschlichtung. Eine Mediationssitzung dauert 30 bis 45 Minuten. Haben die Streitpartner große Probleme, so werden mehrere Mediationssitzungen durchgeführt. Die Teilnahme an der Streitschlichtung ist immer freiwillig, sie wird in vielen Bereichen eingesetzt (zum Beispiel bei verbalen und körperlichen Konflikte, bei Diebstahl, übler Nachrede und so weiter). Der Mediator unterliegt der Schweigepflicht und muss alle Informationen vertraulich behandeln. Strafende Maßnahmen von Eltern- oder Schulseite werden ausgesetzt. Das Ziel jeder Mediationssitzung ist eine gemeinsame Erarbeitung einer Win-Win-Lösung. Bei dieser Lösungsart sind beide Streitpartner Gewinner, niemand soll die Situation als Verlierer verlassen. Mit einer schriftlichen Vereinbarung, die zum Beispiel eine Entschuldigung beinhaltet, wird die Mediation beendet. Circa zwei Wochen später werden die Vereinbarungen überprüft. In den meisten Fällen werden die ausgehandelten Verträge eingehalten (dies zeigten amerikanische Untersuchungen) (vgl. „Streitschlichtung in Schule und Jugendarbeit“, das Trainingshandbuch für Mediationsausbildung, Diemut Hauk-Thorn, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2002, S.24).
5.0 Ziele und Grenzen von Mediation an Schulen
5.1 Ziele
Die Schülerstreitschlichter erlernen durch das Streitschlichterprogramm wichtige soziale Schlüsselkompetenzen (wie zum Beispiel den konstruktiven Umgang mit Konfliktsituationen, Teamarbeit, und so weiter). Das gesamte Schulklima wird gefördert. Eine einheitliche Konfliktkultur entsteht, wenn eine Schule den Umgang mit Problemen und Konflikten zu einem zentralen Punkt des Schulprofils macht. Durch Streitschlichtung wird die Identifizierung und Partizipation von Jugendlichen mit ihrer Schule verstärkt. Durch die Übernahme der Eigenverantwortung für ihre Konflikte, werden die Lehrkräfte entlastet. Somit haben Lehrer mehr Zeit für pädagogische
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Arbeit zitieren:
Anna Olenberg, 2009, Mediation an Schulen, München, GRIN Verlag GmbH
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