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Autorenreferat
Schmidt, Anne: Die Deckungsbeitragsrechnung im Rahmen von VR-Control als Standardansatz für die Erfolgsermittlung des Kundengeschäfts in der Volksbank Berlin eG. Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Dresden,
Studienrichtung Bankwirtschaft, Praxisarbeit, 2008. 28 Seiten, 14 Literaturquellen.
In der vorliegenden Arbeit stellt die Autorin die Deckungsbeitragsrechnung im Rahmen von VR-Control als zentrale Methode zur Erfolgsermittlung des Vertriebs in der Volksbank Berlin eG dar und analysiert die damit verbundenen Auswirkungen auf die Vertriebssteuerung der Bank.
Im ersten Kapitel werden in einer theoretischen Betrachtung die Grundlagen der DB-Rechnung erläutert. Dies beinhaltet Ziele, Aufgaben sowie Aufbau und Komponenten der DB-Rechnung. Im zweiten Kapitel werden die Leistungsstörung definiert und ihre Auswirkungen auf das
Kundengeschäftsergebnis gezeigt. Schließlich werden die Auswirkungen der DB-Rechnung auf die Vertriebssteuerung der Bank betrachtet.
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Abkürzungsverzeichnis
BVR Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken e.V. bzw. beziehungsweise DB Deckungsbeitrag eG eingetragene Genossenschaft EUR Euro ggf. gegebenenfalls i.d.R. in der Regel inkl. inklusive Vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
4
Inhaltsverzeichnis
Einf ührung 5
1 Grundlagen der Deckungsbeitragsrechnung unter VR-Control 6
1.1 Ziele und Aufgaben der Deckungsbeitragsrechnung. 6
1.2 Aufbau und Komponenten der Deckungsbeitragsrechnung 7
1.2.1 Konditionsbeitrag. 8
1.2.2 Provisionsbeitrag 9
1.2.3 Risikoergebnis 10
1.2.3.1 Ist-Risikokosten. 10
1.2.3.2 Risikoprämie 10
1.2.3.2.1 Verlustquote. 12
1.2.3.2.2 Ausfallwahrscheinlichkeit 12
1.2.4 Betriebskosten. 16
1.2.5 Ertragsanspruch 17
1.2.5.1 Eigenkapitalkosten 17
1.2.5.2 Garantiefondsbeitrag. 18
1.2.5.3 Overheadkosten. 19
1.2.5.4 Leerlaufzuschlag 19
2 Leistungsstörungen 20
2.1 Definition und Bedeutung 20
2.2 Integration in die DB-Rechnung. 21
3 Auswirkungen der DB-Rechnung auf die Vertriebssteuerung der Bank23
3.1 Blickwinkel Kunde. 23
3.2 Blickwinkel Produkte. 24
3.3 Blickwinkel Mitarbeiter 24
Zusammenfassung 24
Literaturverzeichnis 26
Abbildungsverzeichnis 27
Tabellenverzeichnis 28
5
Einführung
Die wirtschaftliche Lage der Banken in Deutschland ist in den letzten Jahren durch steigenden Wettbewerbsdruck, rückläufige Margen und schlagend gewordene Risiken im Kreditgeschäft gekennzeichnet. Parallel dazu erzeugen die kontinuierlich steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen und die zunehmende Komplexität in der Banksteuerung einen hohen Anpassungsdruck auf die Banken. 1 In dieser Situation ist ein modernes Controlling, welches eine ertragsorientierte Banksteuerung ermöglicht, unverzichtbar. Die
Funktionsfähigkeit des Controllings hängt dabei wesentlich von den verwendeten Kalkulationsverfahren und -instrumenten ab. Eine zentrale Bedeutung nimmt die Beantwortung der Frage nach der Entstehung und Zurechnung des Ergebnisses der Bank ein. Nur wenn ermittelt wird, wo bzw. womit das Ergebnis der Bank erzielt wurde, kann das Controlling weitere Impulse zur Steuerung der Ertragslage der Bank geben. Das Kalkulationsinstrumentarium muss also in der Lage sein, Auskunft darüber zu geben, welchen Beitrag ein einzelnes Bankprodukt zum Gesamtbankergebnis leistet. Wesentlich ist hierbei, dass eine
Grenznutzenbetrachtung stattfindet. Jedem Einzelprodukt muss genau der Ergebnisbeitrag zugerechnet werden können, der für die Bank durch den Abschluß des Geschäftes zusätzlich entsteht. Im Bereich der genossenschaftlichen Bankengruppe wurde unter der Bezeichnung „VR-Control“ ein System zur betriebswirtschaftlichen
Gesamtbanksteuerung entwickelt. VR-Control bietet ein umfangreiches Steuerungsinstrumentarium, das den aktuellen Stand der Banksteuerung berücksichtigt und damit auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen umfassend erfüllt. 2 VR-Control ist in verschiedene Steuerungsbereiche untergliedert. Eine dieser Säulen ist die Vertriebssteuerung, die das Ziel
1 Vgl. Kramer (2002), S. 137
2 Vgl. BVR (2003a), S. VII ff. Für eine Übersicht der Methoden und Prozesse von VR-Control
6
verfolgt, den Vertriebserfolg im Kundengeschäft zu ermitteln. Methodisch erfolgt diese Erfolgsermittlung mit einer Deckungsbeitragsrechnung. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden in einer theoretischen Betrachtung die Deckungsbeitragsrechnung bei der Volksbank Berlin eG sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Vertriebssteuerung der Bank dargestellt.
1 Grundlagen der Deckungsbeitragsrechnung unter VR-Control
1.1 Ziele und Aufgaben der Deckungsbeitragsrechnung
Durch den Einsatz der Deckungsbeitragsrechnung (DB-Rechnung) ist es für die Bank möglich, die Vorteilhaftigkeit eines Kundengeschäftes zu ermitteln. Dabei werden die direkt zurechenbaren Erlöse und Kosten eines Geschäftes entsprechend ihres zeitlichen Anfalls gegenübergestellt und deren Barwert ermittelt. Der barwertige DB wird um periodenbezogene Größen ergänzt. Ergibt sich ein positiver Wert, ist ein Geschäftsabschluss fur die Bank vorteilhaft. Auf diesem Wege werden Geschäfte mit einem negativen Erfolgsbeitrag erkannt, und der Vertrieb kann in profitablere Kundengeschäfte gelenkt werden. 3
Die einzelnen Deckungsbeitragsbarwerte können je nach Betrachtungsweise zur Beurteilung des Erfolges von Kundenverbindungen, Produkten und Profit-Centern verwendet werden (Abbildung 1).
Bei der DB-Rechnung ist das Einzelgeschäft die kleinste Betrachtungseinheit, somit stellt es die Basis für alle weiteren Aggregationsebenen dar. Die Kundenkalkulation greift unmittelbar auf die Kalkulation von Einzelgeschäften zurück, welche die Bank mit diesem Kunden abgeschlossen hat. Der DB eines Profit-Centers 4 ergibt sich aus der Addition der DB aller Einzelgeschäfte, die dieses Profit-Center in der betrachteten Periode mit allen seinen Kunden abgeschlossen hat. Die Produktkalkulation unterscheidet sich von den vorgenannten dadurch, dass hierbei der DB eines einzelnen Produkts bestimmt wird.
3 Vgl. VR-Control Wissen (2003), Kapitel 2.1, S. 5
4 z.B. Marktbereich, Geschäftsstelle, Team, Berater
7
Abbildung 1 Controlling-Ergebniswürfel
(in Anlehnung an: SCHIERENBECK, H. (2003), S. 386)
1.2 Aufbau und Komponenten der Deckungsbeitragsrechnung
Nachfolgend werden die Komponenten der Deckungsbeitragsrechnung entsprechend der Reihenfolge des unter VR-Control festgelegten Berechnungsschemas dargestellt (Abbildung 2):
Abbildung 2 Schema der DB-Rechnung
(in Anlehnung an: Arbeitsanweisung zur Deckungsbeitragsrechnung 2005)
Arbeit zitieren:
Anne Schmidt, 2008, Die Deckungsbeitragsrechnung im Rahmen von VR-Control als Standardansatz für die Erfolgsermittlung des Kundengeschäfts in der Volksbank Berlin eG, München, GRIN Verlag GmbH
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