Inhaltsverzeichnis
0 Vorwort: Warum wir reagieren, wie wir reagieren 4
1 Inside the mysterious Wollknäuel. 7
Zusammenhang zwischen impliziter und expliziter Verarbeitung. 12
Intuitive Eingebungen und implizite Einstellungen: Was, Wie und Warum? 13
2 Intuition, was ist das? 15
Pers önliche und systemische Intuition. 15
Intuition - eine Definition. 17
K önnen Sie bauchen? 18
Abgrenzung zu Instinkt und Inspiration. 19
Wann hilft uns unsere Intuition am meisten? 19
Entscheidungssituationen und Intuition. 20
Intuition ist allumfassend. 21
Intuition und das Erkennen von Mustern. 21
Was passiert bei einer Mustererkennung? 22
3 Körper oder Geist? 24
Die missverständliche Trennung von Kopf und Bauch. 30
4 Implizites Erleben - explizite Sprache. 32
Die Fortsetzungsordnung im Focusing. 32
Der organistische Plan. 34
5 Focusing als mentale Simulationen. 37
Die Ziele einer mentalen Simulation. 38
6 Was unser Körper uns sagt. 39
Wie somatische Marker entstehen. 39
Somatische Marker als intuitive Zeichen unseres Körpers. 40
Das Prinzip der Homöodynamik. 40
Der Mensch als soziales Tier. 43
7 Wo kommen all die Emotionen her? 45
Entstehung und Sinn von Emotionen und Gefühlen. 45
Prim äre Emotionen. 47
Furcht , Angst, Sorgen, Befürchtungen und Stress. 48
Zur Unterscheidung zwischen Furcht und Angst. 51
2
Aggressionen , Wut, Zorn und Konflikte. 51
Freude , Glück, Genuss, Vergnügen, Lust, Zufriedenheit, Hoffnung, Neugier. 53
Soziale Emotionen. 54
Anmerkungen zu Neid und Eifersucht. 55
Die Funktion unserer Emotionen und Gefühle vor und nach der Situation. 55
8 Embodiment: Körper-Verhalten, somatische Marker und Gefühle. 61
9 Unsere fünf Sinne als Modalitäten. 70
10 Die Auswirkungen von Stress in therapeutischen SettingsStress und Freiraum
71
Vom Umgang mit emotionalen Ausrutschern. 72
F ür Therapeuten-Menschen. 76
Exkurs : Die sozialkognitive Lerntheorie nach Albert Bandura. 77
F ür Klienten-Menschen. 80
11 Bewusstsein und Selbstbild in den Neurowissenschaften und im Focusing. 82
12 Am Beispiel Entscheidungsfindung. 88
13 Fazit - oder:
Warum es im Focusing so wenige Methoden gibt. 89
Anhang. 91
a. Bilder und Symbole oder: Speichern Sie ab, was Sie sehen 91
b. Körper-Sprichwörter. 94
Literatur. 96
3
Intuitive Eingebungen und implizite Einstellungen: Was, Wie und Warum?
Implizite Wahrnehmungen werden uns zu dem Teil bewusst, also explizit, der uns sagt, was wir tun oder lassen sollen: Weg B ist besser als C. Doch er sagt uns nicht, warum wir dies tun sollen. Ziel muss es also auch sein, sich das Warum bewusst zu machen. Woran liegt es, dass wir eine Entscheidung so oder so besser finden? An unbewussten Motiven, inneren dominanten Anteilen oder auf einer höheren Ebene emotional-körperlichen Signalen, den sogenannten somatischen Markern? Nach diesem Warum zu forschen macht Sinn, weil es das implizite Erleben formulierbar macht, in Symbole und Worte kleidet und somit zumindest zu einem Teil - dem emotionalen, nicht dem fachlichen!vermittelbar und verstehbar wird. Für uns selbst, v.a. aber für unser Umfeld. Denn: Wir können uns meist ganz gut auf unsere Intuition verlassen, wenn vermeintlich sachliche Argumente nicht dazwischenfunken - nur erklären, warum wir in dieser Situation so oder so agiert haben, das können wir oftmals nicht.
'Meist' sagte ich gerade. Und meist meinte ich auch. Denn unsere Intuition kann uns natürlich auch täuschen. Dafür gibt es zwei Kategorien von Gründen: 1. Gründe, die in der Vergangenheit liegen: Denn es kann sein, dass wir Situationen falsch abgespeichert haben und so für zukünftige Entscheidungen die falschen Schlüsse ziehen.
2. Gründe, die in der Gegenwart liegen: Denn es kann sein, dass uns unsere Wahrnehmung trügt. Der Psychologie-Professor David Gilbert spricht hierbei vom Hinzufügetrick unseres Gehirns, einem Trick, der ansich sehr sinnvoll ist, da er fehlende Informationen unserer Wahrnehmung durch eigene Ideen von der Situation ergänzt, ohne dass wir es merken. 11 Doch dieser Trick kann dazu führen,
11 Siehe Gilbert: Ins Glück stolpern, S. 134ff.
13
Arbeit zitieren:
Diplom-Pädagoge Michael Hübler, 2009, Wie Therapeuten ihren Klienten auf die Nerven gehen, München, GRIN Verlag GmbH
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