I. Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 3
2. Literathurrecherche 4
3. Konzeptionelles Vorgehen in empirischer Untersuchung 5
3.1 Strukturelle-Inhaltsanalyse bzw. Inhaltliche-Strukturanalyse 7
3.2 Strukturierung des Forschungsmaterials 8
4. Kommunikationsmöglichkeiten in Internetforen 9
4.1 Technische Vorraussetzungen 10
4.2 Kommunikationsmöglichkeiten 10
5. Beratung in Online-Drogen-Foren 13
5.1 „Alltägliche“ Beratung 13
5.2 Professionelle Beratung 16
6. Laienhilfe in Online-Drogen-Foren 19
7. Selbsthilfe 19
8. Vor- und Nachteile der Hilfe in Online-Drogen-Foren 26
9. E-Partizipation 33
10. Soziale Arbeit und Online-Drogen-Foren 34
10.1 Forschung 35
10.2 Handlungsempfehlungen 38
10.2.1 Information 38
10.2.2 Eingriffe in Online-Drogen-Foren 40
11.Fazit 41
II. Literaturverzeichnis
III. Anhang
1.Vorwort
Die Verbreitung des Internets ist in den letzten Jahren exorbitant angestiegen. 1997 nutzten es gerade einmal 6,5% der über 14-Jährigen, 2007 waren es bereits 62,7% 1 . Die Angebote und Möglichkeiten sind unüberschaubar. Auch für mich ist das Internet zu einem Alltagsinstrument mit verschiedensten Anwendungsbereichen geworden. Die Faszination besteht jedoch nicht darin, Informationen oder Dienste abrufen zu können, sondern vielmehr in der globalen Interaktion. Wenn z.B. die Möglichkeit Telefonnummern oder Busverbindungen online abzufragen nicht mehr bestehen würde, könnte man diesen Service ohne größere Umstände durch klassische Methoden ausfüllen. Für den Fall, dass die Kommunikation zwischen Nutzern nicht mehr möglich wäre, gäbe es keinen vergleichbaren Ersatz. Dies würde für viele Leute, wie auch für mich, bedeuten, dass es schwierig wäre, zu manchen Menschen überhaupt den Kontakt aufrecht zu erhalten. Zudem würde das enorme kollektive Wissen, das von Privatpersonen unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird, verloren gehen. Die Internetforen, Blogs, Chats und alle anderen Formen internetbasierender, kommunikativer Zusammenschlüsse von Menschen sind erst in den letzten zehn Jahren zu den Massenkommunikationsmitteln geworden, die sie heute sind. Die Profession der Sozialen Arbeit muss auf dieses Phänomen eingehen, sie muss Gefahren erkennen (z.B. Onlinesucht) und dagegenwirken, aber auch die sich ergebenen Möglichkeiten erfassen, um sie für ihre Zwecke nutzen zu können. In dieser Arbeit möchte ich auf Online-Drogen-Foren, die Nutzer und ihr Verhalten eingehen. Es handelt sich um eine Beobachtung der Menschen im Medium Internet.
1 Vgl. ARD/ZDF-Online-Studien 2006-2007
In: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de
(Stand 10.05.2008)
2. Literaturrecherche
Für die Bachelorarbeit fand eine Vertiefung, der bereits im Rahmen des WPP durchgeführten Literaturrecherche (siehe WPP Kap. 3) statt. Zu diesem Zweck besuchte ich die Bibliotheken der Universität und der Fachhochschule Osnabrück. Des Weiteren recherchierte ich mithilfe der Suchmaschine Google (www.Google.de) im Internet. Als Suchbegriffe verwendete ich „Internetforen“, „Onlineforen“, „Drogenforen“, „Foren“, „Laien“, „Laienkompetenz“, „Laienhilfe“, „Selbsthilfe“, „Selbsthilfegruppen“, „Beratung“, „.pdf“ (Portable Dokument Format) in verschiedenen Kombinationen.
Aus der Literaturrecherche ergibt sich für mich folgender Erkenntnisstand. Es sind umfangreiche Quellen zu den Themengebieten „Internetforen“, „Laienkompetenz“, „Selbsthilfe“ und „Beratung“ vorhanden. Literatur mit dem Schwerpunkt „Internetforen“ ist eher technisch ausgeführt, die soziale Komponente der Kommunikation und damit verbundene Möglichkeiten für die Soziale Arbeit werden nicht erfasst. Publikationen mit sozialem Kontext behandeln in erster Linie sozialprofessionelle Online-Angebote, Konzepte, Qualitätsstandards usw., Laienkompetenzen stehen hierbei nicht im unmittelbaren Interesse.
Für meine Forschungsfragen ist relevant, inwiefern wissenschaftliche Texte ähnliche oder gleiche Themengebiete abdecken. 2 Ich habe festgestellt, dass es zwar ähnliche Arbeiten wie z.B. die Diplomarbeiten „Sozialraum Internet“ von Hendrik Fellinger sowie „Internet und psychische Probleme - Möglichkeiten zum Austausch für Betroffene“ von Nadine Peetz veröffentlicht wurden, es aber keine Publikationen mit dem Schwerpunkt „Laienkompetenz in Verbindung mit Onlineforen“ gibt. Die oben genannten Arbeiten befassen sich vielmehr im Allgemeinen mit Kommunikation, Interaktion und Sozialer Arbeit im Internet.
2 Vgl. Gläser, J. u. Laudel, G. (2006): Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse. 2. Auflage.
Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften. S.60 ff.
Hieraus lässt sich ableiten dass ein Interesse der Sozialen Arbeit zu meinem Thema gegeben ist.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine Wissenslücke im Bereich der Laienkompetenz im Internet vorhanden ist und ein Interesse der Sozialen Arbeit in diesem Gebiet zu forschen besteht. Mit meiner Analyse der Online-Drogen-Foren im Hinblick auf Laienkompetenz und -hilfe möchte ich einen Teil dazu beitragen, diese Lücke weiter zu schließen. Um dieser Aufgabe bestmöglich gerecht zu werden, habe ich folgende Fragestellungen angewandt: - Wie wird in Internetforen kommuniziert?
- Handelt es sich bei den Online-Drogen-Foren um eine Plattform, in der Laienhilfe/Selbsthilfe praktiziert wird? - Gibt es Überschneidungen mit der professionellen Beratung? - Welche Vor- und Nachteile bietet die Hilfe in Internetforen? - Wie kann die Soziale Arbeit Internetforen (z.B. zu Forschungszwecken) nutzen?
3. Konzeptionelles Vorgehen in der empirischen Untersuchung
Um Forschung in Internetforen durchzuführen, muss der Forschende sich über die Besonderheit dieses Mediums und der eigenen Rolle bewusst werden. Anders als bei aktiven Methoden (z.B. qualitative Inhaltsanalysen von Experteninterviews), in denen der Forschende an der Entstehung des Forschungsmaterials mitwirkt (z.B. durch Vorgabe eines Themenschwerpunktes in Interviews) besteht für meine Forschung kein Bedarf die Onlineforen zu beeinflussen. Eine Themeneingrenzung findet lediglich durch die Auswahl des bereits vorhandenen Materials anhand festgelegter Kriterien statt (siehe WPP Kap. 8). Der Forschende hat die Aufgabe einzelne Threats (Diskussionsfäden;
siehe WPP. Kap. 6.2) allumfassend zu beobachten, zu verstehen und zu analysieren, ohne Einfluss auf diese zu nehmen. Aus diesem Grund weise ich ihm die Rolle des passiven Beobachters zu. Für die Forschung in Online-Drogen-Foren muss der Forschende über Kenntnisse bezüglich dieser neuen Kommunikationsform und ihrer Besonderheiten verfügen. Da keine grundlegenden Ähnlichkeiten zu klassischer Kommunikation bestehen, sind vorgefertigte Forschungsmethoden nicht auf dieses Medium anwendbar.
Die Struktur von Onlineforen ist für das Verständnis und somit für die Forschung ebenso wichtig wie der Inhalt, also das geschriebene Wort. Um als Nutzer an einer Diskussion teilnehmen zu können, muss dieser den Verlauf eines Threats erfassen, damit er den Inhalt verstehen kann. Diese Grundvoraussetzung ermöglicht es ihm, einen adäquaten Beitrag verfassen zu können.
„Eine Kommunikation kommt nur zustande wenn jemand sieht, hört, liest und soweit versteht, daß eine Kommunikation anschließen könnte.“ 3
Für einen Beobachter gilt dasselbe. Er muss den Threat als zusammenhängendes Kommunikationsgebilde (Struktur) wahrnehmen, um den Sinnzusammenhang zu verstehen. Erst im Anschluss daran, hat er die Möglichkeit inhaltliche Aussagen zu bewerten.
Um diese Gegebenheit zu verdeutlichen, möchte ich sie anhand eines Beispiels in die reale Welt übertragen.
In einem Raum befinden sich acht Personen, die ein Thema diskutieren, wenn nun ein Beobachter hinzukommt, und nur den letzten Satz (den
3 Luhman, N. (2004): Die Realität von Massenmedien. 3.Auflage. Wiesbaden. VS Verlag für
Sozialwissenschaften/GWV Fachverlag GmbH. S.14
7
Inhalt) wahrnimmt, kann er die Diskussion nicht verstehen und somit nicht
als Forschungsgrundlage nutzen. Ihm fehlen die nötigen
Hintergrundinformationen (Struktur u. Inhalt) Wer hat was zu wem in
welchem Zusammenhang gesagt, welche Punkte sind schon besprochen
worden usw.
3.1 Strukturelle-Inhaltsanalyse bzw. Inhaltliche-Strukturanalyse
Das Begreifen der Äquivalenz von Struktur und Inhalt ist die erste
Voraussetzung für die Analyse eines Threats. Eine grobe Struktur wird durch die
chronologisch angeordneten Beiträge vorgegeben. Struktur und Inhalt der
einzelnen Beiträge sind jedoch erst einmal ungewiss.
Um ihre Struktur herauszuarbeiten ist eine Analyse des Inhalts erforderlich.
Inhalt - Struktur
Bsp. Threat D/VII 32. u. 33.
hallo Felix, Begrüßung/Adressatenbestimmung
das was du schreibst, kenne ich natürlich auch nur Bestätigung
zu gut. ich bin halt süchtig. ich war schon süchtig, (Gleiche Erfahrungen)
bevor ich überhaupt drogen kannte.
Der Inhalt des Teilbeitrags, eingebettet in den Inhalt des gesamten Threats,
erm öglicht die Aussage über die Struktur.
Die Struktur wiederum ist das Instrument, welches die Bewertung und
Bearbeitung des Inhalts überhaupt erst ermöglicht, ohne den
Gesamtzusammenhang , also den Threat, im Ganzen zu sehen.
Struktur - Inhalt
„Eine qualitative Inhaltsanalyse darf ihr Material nicht isolieren, sondern als Teil einer Kommunikationskette verstehen.“ 4
Aus dem oben aufgeführten Beispiel ist zu erkennen, dass erstens eine Adressatenbestimmung und zweitens eine Bestätigung einer vorherigen Aussage dieses Nutzers stattgefunden hat.
3.2 Strukturierung des Forschungsmaterials
Für die Ausarbeitung der Strukturen im gesammelten Forschungsmaterial (siehe WPP Kap. 8) habe ich Teile der von Philipp Mayring beschriebenen „Induktiven Kategorienbildung“ modifiziert.
Die Strukturen werden ganzheitlich ohne bestimmten Hintergrund oder
keine Bewertung oder Interpretation des Materials statt.
4 Mayring, P. (2007): Qualitative Inhaltsanalyse - Grundlagen und Techniken. 9. Auflage. Weinheim und
Basel. Beltz Verlag. S.29
9
Bsp. :
Inhalt Strukturpunkt
C /I 1/30-31 8. Angst, ihm wirklich Problembeschreibung
zu sagen was ich denke (Angst vor Konfrontation
mit Freund)
Abb.2
Inhalt (erläuternd)
Gesamtmaterial Threats A-F
Threat C
Beitrag I
Teilbeitrag Seite 1 Zeile 30-31
Strukturpunkt Problembeschreibung
Abb.3
Dieses Vorgehen ermöglicht eine Nachvollziehbarkeit des Forschungsmaterials
im Hinblick auf das Verständnis einzelner Beiträge oder Textstücke. Die
Übersichtlichkeit vereinfacht folglich auch die Analyse des Materials.
Im weiteren Verlauf werde ich anhand von Beispielen aus dem
Forschungsmaterial Sachverhalte erläutern. Um Unklarheiten vorzubeugen,
werden bei Bedarf Erklärungen hinzufügt und durch eckige Klammern
erkenntlich gemacht.
4. Kommunikationsmöglichkeiten in Internetforen
Wissen über den Aufbau von Online-Drogen-Foren und Kenntnisse in Bezug auf Kommunikationsmöglichkeiten sind Voraussetzungen für Forschungen in diesem Gebiet. Aus diesem Grund möchte ich die technischen Anforderungen erläutern, sowie das mögliche Vorgehen eines Nutzers, mit der Absicht in einem Forum zu agieren, anhand eines Beispiels (www.drogen-forum.forum.frei.com) näher beschreiben.
4.1 Technische Voraussetzungen
Technische Voraussetzung für die Nutzung von Online-Drogen-Foren ist lediglich ein PC mit Internetzugang. Der Nutzer muss sich einer Anmeldung unterziehen, um Beiträge verfassen zu dürfen. Das Lesen der vorhandenen Threats ist in allen von mir erfassten Foren jedoch auch ohne diese möglich. Die Anmeldung erfolgt anonym, der Nutzer muss eine gültige E-Mailadresse, einen Benutzernamen und ein selbst gewähltes Passwort eingeben, sowie den Konditionen (Nutzungsbedingungen) zustimmen. Daraufhin wird ihm ein Aktivierungslink auf die angegebene E-Mailadresse geschickt. Nachdem er diesen durch Anklicken bestätigt hat, kann er das Forum uneingeschränkt und unentgeltlich nutzen.
Im weiteren Verlauf möchte ich das Vorgehen eines Users im Drogen-Forum erläutern und anhand von Abbildungen (Screenshots) verdeutlichen.
4.2 Kommunikationsmöglichkeiten
Im ersten Schritt muss der Nutzer auf
die Seite des Onlineforums gelangen, dies geschieht entweder über die
direkte Eingabe der Internetadresse (Abb. 4) oder Betätigung eines Links. Dieser kann sich auf einer anderen Webseite oder dem Ergebnis einer Suchmaschine (Abb.5) befinden.
Auf der sich nun geöffneten Hauptseite (Abb.6) hat der Nutzer verschiedene Optionen. Entweder gibt er einen Suchbegriff zu einem speziellen Schwerpunkt ein (1) oder wählt mittels der vorgegebenen Menüpunkte ein Themenfeld aus (2). Für dieses Beispiel entscheide ich mich für „aufhörecke - du bist clean oder willst es werden?“ (3), da dieser Menüpunkt der Bachelorarbeit thematisch entspricht.
Eine neue Benutzeroberfläche öffnet sich (Abb.7). Der User hat nun entweder die Möglichkeit, den auf der vorherigen Seite ausgewählten Menüpunkt in Hinblick auf ein spezielles Thema zu durchsuchen (1), einen neuen Threat zu erstellen (2) oder einen bereits vorhandenen Threat zu öffnen, um diesen zu lesen und/oder sich daran zu beteiligen (3). Informationen wie die Zahl der Antworten und der Aufrufe sowie die Aktualität der Beiträge, können dabei als Orientierung dienen (4).
Im nächsten Schritt öffnet sich der gewählte Threat, also die Oberfläche, in der die Möglichkeit zur Kommunikation (siehe WPP. Kap. 6.2) besteht und die als Grundlage für meine Materialsammlung diente.
5. Beratung in Online-Drogen-Foren
Die Thematik in allen von mir ausgewählten Threats ist ähnlich. Es handelt sich immer um ein mit dem Drogenkonsum und dessen Auswirkungen verbundenen Problem. Beratung wird als Interaktion, die der Problemlösung und -bewältigung dient verstanden. 5 Daraus schließe ich, dass (vielleicht auch unbewusst) Beratung in Online-Drogen-Foren stattfinden könnte. Im Folgenden möchte ich die Threats in Hinblick auf Beratung analysieren. Ich werde überprüfen ob beraten wird und um welche Formen es sich handelt. Dazu werden Kriterien der „alltäglichen“ sowie der „professionellen“ Beratung (siehe WPP. Kap. 7.1 u. 7.2) auf das Forschungsmaterial angewendet.
5.1 „Alltägliche“ Beratung
Die Kriterien einer Beratung lassen sich aus ihrer Definition (siehe WPP. Kap. 7.1) ableiten.
Demnach ist sie:
- Orientierungshilfe - soziale Unterstützung - Problembearbeitung - im Alltag anzutreffen
5 Vgl. Galuske, M. (2007): Methoden der Sozialen Arbeit - Eine Einführung. 7. Auflage. Weinheim und
München. Juventa Verlag. S.168 f.
„Beratung wird von Personen in Anspruch genommen, deren Erfahrungen, Kenntnisse und Kompetenzen nicht ausreichen urteilen, entscheiden oder handeln zu können und deshalb die Hilfe anderer suchen.“ 6
Diese Kriterien werden im nächsten Schritt auf das Forschungsmaterial angewandt. Ziel ist hierbei die Frage zu beantworten, ob in Online-Drogen-Foren Beratung stattfindet.
Jeder Threat wird mit einem Beitrag eröffnet, in dem die nachfolgenden Nutzer aufgefordert werden, sich zu einem bestimmten, drogenbezogenen Sachverhalt (Problembeschreibung) zu äußern bzw. Hilfestellung zu leisten
(Handlungsaufforderung; Fragestellung).
Bsp. Threat B/I 2., 4. u. 9.
Der Verfasser des ersten Beitrages, also der zu Beratene, möchte Hilfe von anderen Nutzern erhalten. Daraus lässt sich ableiten, dass er nicht in der Lage ist, dieses Problem ohne fremde Hilfe zu lösen. Es ist also davon auszugehen, dass
6 Grubitzsch, S. u. Weber, K. [Hrsg] (1998): Psychologische Grundbegriffe. Reinbeck. Rowohlt Verlag.
S.70
seine Erfahrungen, Kenntnisse und Kompetenzen für die Bearbeitung dieses Problems, nicht ausreichen, um urteilen, entscheiden oder handeln zu können. Der Nutzer erwartet eine Orientierungshilfe („Doch wie soll ich da rangehen? Was kann ich machen“) sowie eine Problembearbeitung („Welche Tipps habt ihr, das Alles durchzusetzten?“). Die anderen Teilnehmer gehen auf diese Handlungsaufforderungen (Fragestellungen) ein und versuchen die an sie gestellten Erwartungen zu erfüllen.
Bsp. Threat B/II 13.
Die Beiträge der Angesprochenen enthalten, auch wenn die Akteure räumlich getrennt sind, eine soziale Unterstützung. Diese kann sich z.B. in Form von Zuspruch und Verständnis ausdrücken.
Bsp. Threat B/IV 20.
Bsp. Threat B/VI 34.
Die Kriterien für eine Beratung sind somit fasst erfüllt. Der letzte Punkt, dass Beratung im Alltag anzutreffen ist, kann nur theoretisch überprüft werden. Laut
einer ARD/ZDF - Onlinestudie nutzen 62,7% der Deutschen das Internet. 7 Aus diesem Grund lässt sich das Internet und damit die Internetforen dem Alltag zuordnen.
Online-Drogen-Foren sind damit ein Medium in dem „alltägliche“ Beratung stattfindet.
5.2 Professionelle Beratung
Professionelle Beratungsgespräche sind im Gegensatz zu einer „alltäglichen“ Beratung vergleichsweise Komplex. Mein Ziel ist, einen Vergleich der Struktur eines professionellen Beratungsgesprächs mit dem Forschungsmaterial herzustellen.
Die Besonderheiten bei diesem Vorhaben liegen zum einen darin, dass einzelne Strukturpunkte zu Teilen außerhalb meines Informationsradius liegen (z.B. die Kompetenzeinschätzung des Beraters) und zum anderen wird in der Theorie von einer beratenden Person ausgegangen. Ich werde die Auswertung daher aus der Sicht des Ratsuchenden vornehmen. Die anderen beteiligten Nutzer haben folglich die Rolle eines beratenden Teams.
Die Threats werden nun mit den Strukturpunkten des von Hermann Boland entwickelten Ablaufschemas (siehe WPP. Kap. 7.2) verglichen. Aus den Threats wird jeweils ein Beispiel zur Verdeutlichung aufgeführt.
1. Kontaktaufnahme und Beziehungsaufbau Bsp. Threat A/I 1. Hallo Leute, Begrüßung
7 Vgl. ARD/ZDF-Online-Studien 2006-2007
In: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de
(Stand 10.05.2008)
2. Situationsklärung/-analyse Bsp. Threat F/I 3.
3. Zielbestimmung Bsp. Threat A/II 12.
4. Verhaltensanalyse Bsp. Threat E/XXVII 116.
5. Problemlösung Bsp. Threat B/IV 25.
6. Entscheidung Bsp. Threat A/V 25.
7. Handlungsplanung Bsp. Threat D/III 17.
8. Abschluss des Gesprächs
9. Gesprächsevaluierung
Es ist festzustellen, dass fast alle Punkte des Ablaufschemas auch in den Threats vorhanden sind. Ausnahmen bilden lediglich der Abschluss des Gesprächs sowie die Gesprächsevaluierung. Ein professionelles regelgeleitetes Vorgehen ist nicht zu erkennen, die Strukturpunkte sind ungeordnet und teilweise aus dem Zusammenhang gerissen. Lediglich die Kontaktaufnahme findet immer im ersten Beitrag jedes Threats statt.
Es wird also keine professionelle Beratung in Online-Drogen-Foren praktiziert. Die Gründe hierfür liegen mit Wahrscheinlichkeit darin, dass die Nutzer zum einen nicht das Ziel haben, professionell zu beraten und es sich zum anderen um Individuen mit verschiedenen Hintergründen, Sichtweisen sowie Erfahrungs- und Wissenshorizonten handelt.
6. Laienhilfe in Online-Drogen-Foren
Eine Aussage über die berufliche Qualifizierung von Onlineforennutzern zu treffen ist nicht möglich. Ich gehe jedoch davon aus, dass es sich um Menschen handelt, die nicht im Bereich der professionellen Drogenarbeit ausgebildet sind. Anhaltspunkte, die den Verdacht eines professionellen Hintergrundes bestätigen könnten, sind nicht erkenntlich. Bei den Nutzern von Online-Drogen-Foren handelt es sich folglich ausschließlich um Laien. Die praktizierte Hilfe ist somit eine Laienhilfe (siehe WPP. Kap. 4).
Das Themenfeld Drogen wird problemzentriert behandelt. Der Kreis der Nutzer ist also begrenzt. Zum einen verfügen sie über Erfahrung zum Thema Drogen, zum anderen teilen sie eine kritische Einstellung. Die Laiengruppe, der an einem Threat Beteiligten, grenzt sich somit vom Durchschnitt ab. Selbsthilfegruppen (siehe WPP. Kap. 5.1 u. 5.2) haben ähnliche Strukturen, ihre Mitglieder praktizieren Laienhilfe und sind auf eine bestimmte Problemlage und deren Bewältigung spezialisiert. Die Voraussetzung für die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist die eigene Betroffenheit. Diese resultiert wie bei den Forenteilnehmern aus persönlichen Erfahrungen.
Überschneidungen zwischen der Laienhilfe in Selbsthilfegruppen und Online-Drogen-Foren sind vorhanden. Ich werde im Folgenden das Forschungsmaterial mit den Kriterien von Selbsthilfegruppen, als besonderen Teil der Laienhilfe, vergleichen. Dies soll die Frage beantworten, inwiefern es sich bei Online-Drogen-Forum um ein Medium handelt, in dem Selbsthilfe praktiziert wird.
7. Selbsthilfe
Die Kriterien für das Bestehen einer Selbsthilfegruppe beziehen sich zum einen auf ihre Mitglieder und zum anderen auf die Gruppe. Aus Gründen der
Übersichtlichkeit werden beide Teile getrennt bearbeitet, obwohl sie gleichermaßen relevant sind.
Kriterien, die durch das Forschungsmaterial nicht erfasst werden können (z.B. Freiwilligkeit), werden anhand anderer Quellen oder begründbarer Annahmen entwickelt.
Kriterien für das Bestehen einer Selbsthilfegruppe (Mitglieder)
1. Freiwilligkeit
Weder in den Beschreibungen der Forenbetreiber noch in den Threats lassen sich Anzeichen für Freiwilligkeit oder Zwang erkennen. Es ist davon auszugehen, dass die Selbstverständlichkeit der freiwilligen Teilnahme an Online-Drogen-Foren so groß ist, dass sie keiner Erwähnung bedarf. Daraus schlussfolgere ich, dass die Freiwilligkeit gegeben ist.
Die Online-Drogen-Forennutzer erfüllen somit die Kriterien, die auch für Selbsthilfegruppenmitglieder zutreffen. Die Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe sind bei ihnen also vorhanden. Die Anzahl der Personen, die mit diesen beiden Formen der Laienhilfe Kontakt hatten/haben ist unbekannt. Die Themenvorgaben bzw. Problemstellungen in den Threats lassen keine ausreichend begründbaren Aussagen zu. Das Einbringen von Erfahrungen in und mit Selbsthilfegruppen wäre durchaus möglich, jedoch nicht zwingend nötig. Die Nutzer könnten also in Selbsthilfegruppen tätig sein, ohne diese Information preiszugeben. Lediglich in zwei Threats (C u. D) wird direkter Bezug auf Selbsthilfegruppen genommen.
Ein Nutzer beschreibt die Selbsthilfegruppe als Ressource für seine abstinente Lebensweise (Threat D), ohne weiter darauf einzugehen. Die Intention für diesen Beitrag könnte das Aufzeigen der Möglichkeiten von Selbsthilfe für die anderen Teilnehmer sein.
Threat D/VII 34.
Im anderen Beitrag (Threat C) wird die Selbsthilfegruppe als Instrument der Problemlösung empfohlen. Hintergrund ist die Verweigerung des Betroffenen, professionelle Hilfeleistungen (Arzt, Therapie oder Beratung) in Anspruch zu nehmen.
Threat C/VI 44.
Kriterien für das Bestehen einer Selbsthilfegruppen (Gruppe)
1. Gruppentreffen sind auf örtlicher oder regionaler Ebene angesiedelt
Das Kriterium örtliche oder regionale Ebene können Online-Drogen-Foren nicht erfüllen. Der Grundgedanke ist eine Raum und Zeit unabhängige, frei zugängliche Kommunikationsplattform zu bieten, um so z.B. auch sehr spezielle Anliegen thematisieren zu können. Ein regional begrenztes Internetforum (z.B. auf die Stadt Osnabrück) würde, so meine Annahme, nicht den Standart der räumlich unbegrenzten Angebote erreichen.
2. Es soll kein materieller Gewinn erwirtschaftet werden
Beiträge für die Nutzung, der von mir ausgewählten Online-Drogen-Foren müssen nicht entrichtet werden. Auf den Seiten www.land-der-traeume.de und www.drogen-forum.forumfrei.com sind kleine Werbeflächen vorhanden. Es ist davon auszugehen, dass die erzielten Einkünfte zur Kostendeckung dienen und somit nicht als materieller Gewinn bezeichnet werden können. Informationen über die Höhe der Einkünfte und der anfallenden Kosten konnte ich über den Anbieter www.suchtmittel.de in Erfahrung bringen. Nach eigener Aussage
belaufen sich die Kosten für das Angebot auf 150 € jährlich wovon 100 € für die Servernutzung veranschlagt werden. Auf dieser Seite besteht die Möglichkeit, zweckgebundene Geldspenden (zur Kostendeckung) zu erbringen.
3. Die Aktivitäten dienen der gemeinsamen Bewältigung von Krankheiten und/oder psychischen Problemen
Die Aktivität in Online-Drogen-Foren ist die Interaktion der beteiligten Nutzer. Der Themenbereich „Drogen“ beinhaltet sowohl Krankheiten als auch psychische Probleme. Die Teilnehmer unterstützen und helfen sich somit bei der Bewältigung ihrer themenbereichsspezifischen Probleme.
4. Regelmäßige Gruppenarbeit
Gruppen sind eine kleine Anzahl von zusammengehörigen Menschen. 8 Demnach wäre aufgrund der Nutzermenge eine Gruppenarbeit in frei zugänglichen Internetforen nicht möglich. In dem Forschungsmaterial sind jedoch nur zwischen 6 und 16 Beteiligte pro Threat aktiv. Die Nutzeranzahl in Online-Drogen-Foren z.B. für einen bestimmten Threat unterliegt also einer Selbstregulation. Beiträge werden nur von einem kleinen Kreis aller möglichen Teilnehmer verfasst. Ich gehe davon aus, dass verschiedene, individuelle Beweggründe (z.B. Interesse an dem Thema, Anteilnahme,…) ausschlaggebend für die Beteiligung der Einzelnen sind. Daraus ergeben sich zeitlich begrenzte Gruppen, die zu bestimmten Threats gebildet werden. Eine feste Struktur ist jedoch nicht erkenntlich.
Regelmäßigkeit, im Sinne von festen Zeiten und Zeitabständen, ist nicht gegeben. Die Online-Drogen-Foren ermöglichen den Nutzern zu jeder Zeit einen Beitrag zu verfassen. Die Teilnehmer verhalten sich in diesem Punkt
8 Vgl. Wahrig, G. [Hrsg.] (1994): Deutsches Wörterbuch. 6. Auflage. Gütersloh. Bertelsmann Lexikon
Verlag. S.585
bedarfsgerecht. So antwortet z.B. der Verfasser eines Threats zeitnah auf an ihn gestellte Anfragen.
Somit ist das Kriterium der „Regelmäßigen Gruppenarbeit“ nicht in Reinform erfüllt, dennoch sind prozessbezogene Strukturen erkennbar, die Ähnlichkeiten aufweisen.
5. Angestrebt wird Gleichstellung, das gemeinsame Gespräch und gegenseitige Hilfe
Gleichstellung ist in Online-Drogen-Foren gegeben. Es gibt keine hierarchischen Strukturen, alle Nutzer haben die gleiche Stellung. Aus Gründen der Kommunikationsmöglichkeiten in Internetforen findet ein gemeinsames Gespräch nicht statt. Threats werden jedoch immer im Kollektiv bearbeitet.
Die gegenseitige Hilfe ist geboten, obwohl immer nur ein Nutzer sein Anliegen schildert, können andere Teilnehmer von den Beiträgen profitieren.
Bsp. Threat A/III 17.
Bezug auf einen anderen Teilnehmer entstanden ist.]
Jeder Nutzer hat außerdem die Möglichkeit sein Anliegen zu formulieren, um so Hilfe zu erbitten.
6. Die Ziele richten sich nach den Mitgliedern
Online-Drogen-Foren unterliegen nur geringen Vorgaben in Bezug auf ihre Ziele. Durch die Menüführung (siehe Abb.3) wird eine grobe Richtung aufgezeigt. In den Threats formulieren die Nutzer individuelle Ziele.
Bsp. Threat D/I 6.
Bsp. Threat C/V 40.
7. Keine „Professionellen Leistungen“
In Online-Drogen-Foren wird Laienhilfe praktiziert (siehe 6.). Somit werden keine “Professionellen Leistungen“ erbracht.
Abschließend ist festzustellen, dass die Schnittmenge von Selbsthilfegruppen und Online-Drogen-Foren groß ist. Unterschiede sind in erster Linie auf die verschiedenen Kommunikationsmittel zurückzuführen. So ist z.B. das 4. Kriterium (Regelmäßige Gruppenarbeit) für die in der realen Welt praktizierte Selbsthilfe unabdingbar. Regelmäßige Treffen aller Gruppenmitglieder sollen dazu dienen, ein Gruppengefühl zu entwickeln. Die einzelnen Mitglieder haben die Möglichkeit sich kennen zu lernen, um Vertrauen und Verständnis aufzubauen. 9
9 Vgl. Moos-Hofius, B. u. Rapp, I. (2005): Selbsthilfegruppen- ein Leitfaden für die Praxis. Stuttgart.
S.12 f.
In: http://www.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/597/Leitfaden-Selbsthilfe-Internet.pdf
(Stand 20.05.2008)
Darüber hinaus ist, im Gegensatz zu Online-Drogen-Foren, eine Organisation der Treffen notwendig, damit die Mitglieder für ihre Tätigkeit einen zeitlich sinnvollen Rahmen haben. Diese Grundlage ermöglicht erst das erfolgreiche Bestehen einer Selbsthilfegruppe.
Online-Drogen-Foren sind somit keine Selbsthilfegruppen. Aufgrund der großen Ähnlichkeiten beider Formen von Laienhilfe eröffnen sie jedoch neue Fragestellungen.
- Lösen Online-Drogen-Foren die klassische Selbsthilfegruppe ab oder haben sie eine Zubringerfunktion?
- Können Selbsthilfegruppen im Internet auf Basis von Onlineforen agieren (z.B. im Falle besonders seltener Krankheiten)?
8. Vor- und Nachteile der Hilfe in Online-Drogen-Foren
Kommunikation und Strukturen in Online-Drogen-Foren unterliegen besonderen Gegebenheiten. Klassische Kommunikationsformen und Settings können nicht auf Internetforen angewandt und mit ihnen verglichen werden. Vor- und Nachteile der Hilfe in Online-Drogen-Foren werden im Folgenden theoretisch sowie mit Hilfe des Forschungsmaterials herausgearbeitet und mit Beispielen belegt. Es ist zu beachten, dass nicht jeder Punkt einer Rubrik zugeordnet werden kann, da sich Vorteile sowie Nachteile ergeben können.
1. Anonymität und Selbstpräsentation
In Online-Drogen-Foren haben Nutzer die Möglichkeit, statt mit ihrem wahren Namen, Beiträge unter einem Pseudonym, dem Nickname, zu verfassen. Personenbezogene Daten werden in der Regel nicht preisgegeben. Falls sich ein
Nutzer dazu entscheidet z.B. seinen Wohnort oder seine E-Mailadresse zugänglich zu machen, geschieht dies auf freiwilliger Basis. Neben dem Nickname haben die Teilnehmer die Gelegenheit mithilfe eines Avatars aufzutreten. Dieser Stellvertreter eines Benutzers kann jede beliebige Gestalt haben. Er repräsentiert die reale Person in virtuellen Räumen. 10 Die Nutzer können ihren Nickname sowie den Avatar frei wählen, auch so, dass Rückschlüsse auf die Person gemacht werden könnten. Als Beispiel führe ich meinen persönlichen Nickname sowie Avatar in der Online-Community Studyvz (www.studivz.net) an. Aufgrund der Ähnlichkeit kann der Betrachter eine Verbindung zwischen meiner virtuellen und realen Person ziehen und weiß somit, wer sich hinter Nickname und Avatar verbirgt. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein ausreichender Kenntnisstand in Bezug auf die reale Person.
Bsp.: Studyvz
Nickname -> Jonas T. Avatar ->
In den ausgewerteten Threats hat kein Nutzer einen Nickname oder Avatar der Rückschlüsse auf persönliche Daten zulassen würde.
Bsp.: Threat F
10 Vgl. Mertens, P. [Hrsg.] (2001): Lexikon der Wirtschaftsinformatik. 4. Auflage. Nürnberg. Springer
Verlag. S.60
Ich stelle die Vermutung an, dass es sich bei Online-Drogen-Foren um Kommunikationsmedien handelt, in denen tabubehaftete Inhalte thematisiert werden. Fraglich ist, ob ohne die anonyme Teilnahme, Online-Drogen-Foren noch funktional wären. Durch Anonymität werden Ängste gemindert und viele Diskussionsbeiträge und Fragen erst ermöglicht. 11
In der Kommunikation, also dem Threat, stellen sich die Nutzer selbst dar. Sie können Informationen über sich und ihr Problem auf das ihrer Meinung nach ausreichende Minimum reduzieren. Dies ermöglicht ihnen, anhand ihres geschriebenen Wortes, beurteilt zu werden. Hemmschwellen die für reale Hilfeangebote bestehen könnten, werden bewusst ausgeklammert. 12 Ob Nutzer, bei dem Verfassen eines Beitrags z.B. unter Drogeneinfluss stehen, ein ungepflegtes Äußeres haben oder sehr jung sind, bleibt verborgen.
2. Niedrigschwelligkeit
Die Voraussetzungen für die Nutzung von Online-Drogen-Foren ist sehr gering. Lediglich ein internetfähiger PC ist notwendig. Es muss also kein großer Aufwand betrieben werden, um an Internetforen teilzunehmen. Eine räumliche Trennung existiert nicht. 13 Die Nutzer können sich überall in das Netzwerk einwählen. Ich nehme jedoch an, dass die Teilnehmer in der Regel von zu Hause
11 Vgl. Janssen, L. [Hrsg.] (1998): Auf der virtuellen Couch - Selbsthilfe, Beratung und Therapie im
Internet. Bonn. Psychiatrie-Verlag. S. 139
12 Vgl. Winkler, K. u. Mandl, H. (2005): Virtuelle Communities - Kennzeichen, Gestaltungsprinzipien
und Wissensmanagement-Prozesse. S.4ff.
In: http://www.medienpaed.com/05-2/winkler_mandl1.pdf
(Stand 14.05.2008)
13 Vgl. Feike, K. (2003): Eigenschaften und Qualitätsmerkmale medizinischer Websites unter
besonderer Berücksichtigung psychiatrischer Seiten. Technische Universität. Fakultät für Medizin.
München. (Diss.). S.12
In: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn= 973065249&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename= 9730
65249.pdf
(Stand 23.05.2008)
aus agieren. Unter Umständen werden lange Anreisewege, im Gegensatz zu Hilfsangeboten in der realen Welt, vermieden. Öffnungszeiten
beachtet werden. Die Nutzer können 24 Stunden am Tag auf Online-Drogen-Foren zugreifen. In den von mir ausgewählten Threats haben sie dieses auch getan und zu allen Tages- und Nachtzeiten Beiträge verfasst (siehe Tab.1).
Interessenten können die Threats vor einer Anmeldung oder dem Verfassen eines Beitrages lesen und sich so einen Überblick verschaffen. Bevor sie sich entschließen selbst aktiv mitzuwirken, ist es ihnen möglich, Umgangsformen sowie Lösungsstrategien und Meinungen zu bestimmten Themen zu erfassen. Die Anmeldung (siehe 4.1) ist unbefristet. Der Nutzer kann jeder Zeit kündigen oder einfach nicht mehr aktiv teilnehmen. Es entstehen ihm weder Kosten noch Unannehmlichkeiten.
3. Kanalreduktion
Die ausschließlich textbasierende Kommunikation in Onlineforen führt zu einer Kanalreduktion. Nutzer können im Gegensatz zu einer Face to Face Kommunikation keine nonverbalen Botschaften wie z.B. Stimmlage, Gestik oder Mimik empfangen. Die Interpretation z.B. von Ironie oder Emotionen wird erschwert. 14 Um dem entgegenzuwirken, werden im Internet Akronyme sowie
14 Vgl. Erker, T. (2002): Psychosoziale Beratung im Internet - Eine Bestandsaufnahme mit kritischer
Bewertung und Ausblick auf die Entwicklungsmöglichkeiten. Fachhochschule Dortmund. Fachbereich
Sozialpädagogik. (Diplomarbeit). S.39ff.
Emoticons verwendet. Akronyme sind aus den Anfangsbuchstaben gebildete Kurzworte wie z.B. LOL (laughing out loud = lautes Lachen), die in Texte eingefügt werden. Sie ermöglichen Nutzern Gefühlsausdrücke zu verschriftlichen. LOL kann je nach Sinnzusammenhang Amüsiertheit, Freude oder Glück aber auch Schadenfreude ausdrücken. Emoticons (emotional icons) sind zusammengesetzte Textzeichen, die zum Ausdruck von Gefühlen oder Stimmungen eingesetzt werden z.B. :-) (Smiley; glücklich, fröhlich). 15
Bsp. Threat B/XIII 62.
Das Symbol ist den zufrieden gestellten Augen japanischer Comicfiguren (Animes) nachempfunden. 16 ]
Weder Emoticons noch Akronyme können die Kanalreduktion ausgleichen, sie ermöglichen dem Leser nicht die Gefühlslage des Verfassers ausreichend erkenntlich zu machen. In dem Forschungsmaterial finden sich Emoticons sowie Akronyme wieder, die Benutzung geschieht allerdings eher vereinzelt.
Ich gehe davon aus, dass Online-Drogen-Foren aufgrund ihres Themenschwerpunktes besonders durch die Kanalreduktion betroffen sind. Durch die physische Abwesenheit des Gesprächspartners ist es z.B. nicht möglich seine körperliche Verfassung bei einer Antwort mit einzubeziehen.
In: http://www.sozpaed.fh-dortmund.de/diederichs/pdfs/erker.pdf
(Stand 25.05.2008)
15 Vgl. Liste gebräuchlicher Abkürzungen, Akronyme und Emoticons
In: http://www.web-akronym.de/ u. http://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Emoticons
(Stand 18.05.2008)
16 Vgl. Liste gebräuchlicher Emoticons
In: http://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Emoticons
(Stand 18.05.2008)
Bsp. Threat F/XI 46.
geraten, statt einer Entziehungskur erst eine Kur zur medizinischen Rehabilitation zu machen]
Die physische Anwesenheit der Ratsuchenden hätte in diesem Beispiel evtl. zu einer anderen Antwort geführt. Denkbar wäre eine schlechte körperliche und geistige Verfassung. Vielleicht ist sie nicht in der Lage sich zu artikulieren, verwahrlost und/oder stark unterernährt.
Hypothesen in diese Richtung lassen sich durch die Beiträge im Threat weder bestätigen noch verwerfen. In diesem Beitrag könnte die Situation der Ratsuchenden unterschätzt worden sein. In diesem Fall wäre der Rat, erst eine Kur zu machen, kontraproduktiv.
Die Kanalreduktion ermöglicht allerdings auch erst die ausgeprägte Anonymität, sowie die Vorteile der Selbstpräsentation.
4. Asynchrone Kommunikation
In Internetforen kann im Gegensatz zu einer Face to Face Situation keine synchrone Kommunikation stattfinden. Die Beiträge werden für die Leser erst in ihrer endgültigen Fassung sichtbar, d.h. der Verfasser hat die Möglichkeit sie nachträglich zu bearbeiten bzw. Änderungen vorzunehmen (z.B. zu korrigieren
oder umzuformulieren). Die Spontanität eines echten Gespräches kann nicht erreicht werden. Es ist den Teilnehmern z.B. nicht möglich zu reagieren, während der Verfasser schreibt, und ihn z.B. zu unterbrechen. 17 Dies erschwert, wie auch die Kanalreduktion, eine Einschätzung des geschriebenen Beitrags. Wie lange ein Nutzer braucht, um einen Text zu formulieren kann z.B. Aussagen über seine Überzeugung in Bezug auf eine Antwort zulassen. Die asynchrone Kommunikation bietet aber auch Vorteile. So kann der Verfasser sich die nötige Zeit nehmen einen adäquaten Beitrag zu schreiben. Sprachstörungen bleiben z.B. unerkannt.
Aus dem Forschungsmaterial geht hervor, dass verschiedene Nutzer Probleme mit Kommunikation im Allgemeinen haben.
Bsp. Threat E /X 35.
Bsp. Threat E /XV 51.
Aufgrund der asynchronen Kommunikation in Online-Drogen-Foren ist es den Teilnehmern möglich Defizite wie z.B. Wortfindungsstörungen auszugleichen. Die Entstehungsdauer eines Textes kann den eigenen Voraussetzungen angepasst werden. Theoretisch könnten Hilfsmittel, wie z.B. ein Wörterbuch unbemerkt verwendet werden. Die Teilnehmer wählen den Zeitpunkt für das Verfassen eines
17 Vgl. Dürscheid, C. (2003): Netzsprache - ein neuer Mythos. S. 9ff.
In: ds.unizh.ch/lehrstuhlduerscheid/docs/netzsprache.pdf
(Stand 16.05.2008)
Beitrags selbstbestimmt und sind somit nicht gezwungen in einem für sie ungünstigen Augenblick zu kommunizieren.
9. E-Partizipation
Die Einmaligkeit des Internets im Hinblick auf die technischen Möglichkeiten sowie seine Verbreitung macht es nicht nur zu einem Massemedium, sondern zum einzigen Massenkommunikationsmedium. Klassische Massenmedien wie z.B. Fernseher oder Zeitungen geben ihre Inhalte gezielt an den Empfänger weiter. Im Internet sucht der Nutzer die Angebote und Inhalte selbstständig. Er trifft eine Auswahl, die seinen Erwartungen entspricht. Im Gegensatz zur passiven Nutzung klassischer Massenmedien steht die Interaktivität des Internets. Der Nutzer hat die Möglichkeit individuell Angebote zu wählen, sowie interaktiv zu sein. Er kann Informationen verfassen und diese einer Person zugänglich machen oder eine massenhafte Verbreitung umsetzen. 18 Onlineorientierte demokratische Partizipation wird durch
Kommunikationsformen wie z.B. Internetforen realisiert. Offene Diskursräume für Bürger sind entstanden. Diese bieten die Gelegenheit der Kommunikation, Artikulation, Gemeinschaftsbildung und somit zur Partizipation.
Themenorientierte Online-Netzwerke übernehmen in Selbstverwaltung öffentliche Aufgaben in eigener Verantwortung. In diesem Zusammenhang spricht man von E-Partizipation als Bestandteil von E-Demokratie. 19 Online-Drogen-Foren als kleiner Teil der internetbasierenden
Kommunikationsformen ermöglichen die E-Partizipation im Bereich der Drogenhilfe. Bei ihnen handelt es sich also um eine Form des onlinebasierenden Bürgerengagements. Ihre Struktur sowie die Ähnlichkeit zu Selbsthilfegruppen untermauern diese Feststellung nochmals. Aus diesem Grund müssen sie und
18 Vgl. Hamm, I. u. Hart, T. [Hrsg.] (2001): Kommunikationsordnung 2010 - Märkte und Regulierung im
interaktiven Zeitalter. Gütersloh. Verlag Bertelsmann Stiftung. S.141 ff.
19 Vgl. Habbel, F (2002). E-Democracy und Bürgerschaftliches Engagement. In: Friedrichs, S. u.a.
[Hrsg.]: E-Government - Effizient verwalten - demokratisch regieren. Gütersloh. Verlag Bertelsmann
Stiftung. S.63ff.
andere Formen der E-Partizipation politisch gesehen dem Feld des „Dritten Sektors“ zugeordnet und diskutiert werden.
10. Soziale Arbeit und Online-Drogen-Foren
Online-Drogen-Foren sind relevant für die Soziale Arbeit. In Eigeninitiative haben Bürger ein selbstorganisiertes, funktionales und hochfrequentiertes Hilfemedium im Internet geschaffen. Die konventionellen Anbieter der Drogenhilfe müssen sich dieser neuen Hilfsmöglichkeit annehmen. Online-Drogen-Foren sind kein Ersatz für professionelle Angebote (z.B. prof. Beratung). Sie existieren vielmehr neben ihnen. Ich gehe davon aus, dass vor allem Niedrigschwelligkeit in dieser Form, die nur das Medium Internet ermöglicht, ausschlaggebend für den Erfolg von Online-Drogen-Foren ist. Die Nutzer können ohne großen Aufwand unbeobachtet von Zuhause aus agieren. Ihnen entstehen keine Kosten oder Unannehmlichkeiten. Diesen Service können konventionelle Angebote sowie klassische Selbsthilfegruppen schon aufgrund ihrer Struktur nicht bieten.
Konventionelle Anbieter können dafür aufgrund ihrer Professionalität und Kompetenzen Aufgaben wahrnehmen, die Online-Drogen-Foren nicht leisten können (z.B. Casemanagement, Drogentherapie oder Prävention). Anzunehmen ist, dass Online-Drogen-Foren eine Zubringerwirkung haben können, in denen Nutzer aufgrund von eigenen Erfahrungen zu professionellen Hilfeangeboten raten.
Bsp. Threat D/II 11.
Die große Überschneidung mit Selbsthilfegruppen könnte vermuten lassen, dass Online-Drogen-Foren eine gleichwertige Alternative bieten. Durch die
Kanalreduktion und die unorganisierte Struktur (z.B. Gruppenzusammensetzung, zeitlicher Rahmen) ergeben sich jedoch individuelle Vor- und Nachteile. Das persönliche Treffen sowie der feste Personenkreis ermöglichen es Selbsthilfegruppenmitgliedern Beziehungen aufzubauen, die meiner Meinung nach in Online-Drogen-Foren nicht in dieser Intensität zu finden sind. Die Niedrigschwelligkeit, Anonymität sowie die Struktur der Online-Drogen-Foren bieten einen unkomplizierten Kontakt mit anderen Betroffenen. Es müssen keine Anfahrtswege auf sich genommen werden, es gibt keine zeitlichen Vorgaben, die physische Anwesenheit ist nicht vonnöten, der Nutzer muss sich in keiner Weise binden oder verpflichten und der Kontakt ist nicht auf eine regionale Ebene beschränkt.
Obwohl bewiesen werden konnte, dass die Voraussetzungen für Selbsthilfegruppenmitglieder, auch von den Nutzern der Online-Drogen-Foren erfüllt werden (siehe 7.), muss also hinsichtlich ihrer Bedürfnisse unterschieden werden. Denkbar wäre auch eine Teilnahme an beiden Formen der Laienhilfe. Online-Drogen-Foren könnten eine Zubringerfunktion haben. Die Zielgruppe ist identisch.
10.1 Forschung
Die Möglichkeit zur Forschung in Online-Drogen-Foren besteht, wie mit dieser Arbeit bewiesen werden kann. Mit den angewandten Methoden (siehe 3.) erfasste ich die frei zugängliche Kommunikation von Internetforenteilnehmern. Diese diente als Forschungsgrundlage. Durch die Rolle des Beobachters konnte ich eine Zielgruppe Sozialer Arbeit (Drogenkonsumenten) bei themenbezogener Kommunikation erforschen. Ähnlich wie bei beobachtenden Sozialraumanalysen (z.B. Der Burano Stadtbeobachtungsmethode) werden die Menschen in ihrem Kommunikationsraum erfasst. Der Unterschied besteht darin, dass zum einen die
Kanalreduktion (siehe 8.) in Internetforen auch den Beobachter betrifft. Aussagen über die Nutzer sind daher nur begrenzt oder gar nicht möglich (z.B. Alter, Geschlecht). Zum anderen kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass man in keiner Weise Einfluss auf das Material, noch auf die Personen und die Kommunikation nimmt. Der Beobachter bleibt im Gegensatz zu einer Stadtbeobachtung unbemerkt. Ich nehme an, dass den Nutzern sehr wohl bewusst ist, dass ihre Beiträge in Online-Drogen-Foren der Öffentlichkeit zugänglich sind. Wenn sie jedoch von einem Beobachter wüssten, der ihr geschriebenes Wort analysiert, könnten sie in ihrer Kommunikation beeinflusst werden.
Mir ist keine weitere Situation bekannt, in der ein Forscher eine eingegrenzte Zielgruppe der Sozialarbeit in ihrer natürlichen Kommunikation, ohne diese zu beeinflussen, beobachten kann.
Dabei ist die Zielgruppe bei weitem nicht auf Drogenkonsumenten beschränkt. Im Internet ist das Spektrum der angebotenen Hilfe-Foren fast unüberschaubar groß. Von ratsuchenden Eltern bei der Kindererziehung (www.elternforen.com) über psychische Krankheiten und Störungen (www.seelenkummer.de) zu ratsuchenden Kindern in Bezug auf den pflegerischen Umgang mit ihren Eltern (www.pflege-deutschland.de/pflege-forum) ist fast jeder Lebens- und Problembereich abgedeckt. Die sich ergebenen Möglichkeiten für die sozialarbeiterische Forschung sind also nicht auf das Thema Drogen beschränkt. Die Beobachtung von Internetforen lassen sich je nach Schwerpunkt modifizieren. Im Allgemeinen können Problemlagen, Bedürfnisse, Lösungsansätze, Meinungen sowie Verhalten der Zielgruppe aus Internetforen herausgelesen werden.
In dem Moment, wo sich eine Forschung ortsungebunden mit einer bestimmten Fragestellung und einer speziellen Zielgruppe befasst, besteht immer die Möglichkeit Onlineforen mit einzubeziehen. Darüber hinaus bieten sich Internetforen als Forschungsgrundlage für bestimmte Fragestellungen an.
So können Online-Drogen-Foren z.B. Aufschluss über Konsumgewohnheiten, Substanzen, Lösungsstrategien, Problemsituationen und die Sichtweise in Bezug auf professionelle Angebote geben.
Bsp. Threat E/III 14.
Suchtmitteln. Aufgrund der niedrigen Dosierung haben sie jedoch keinerlei rauschartige Zustände]
Um eine Forschung im Hinblick auf eine konkrete Fragestellung zu realisieren, muss die Menge der Threats vergrößert werden. Eine Beschränkung auf Beiträge, die sich explizit mit dem Forschungsthema befassen, wäre außerdem notwendig. Das von mir gesammelte Forschungsmaterial würde also nicht genügen, um z.B. Konsumgewohnheiten ausreichend begründen und erforschen zu können. Für meinen Themenschwerpunkt „Online-Drogen-Foren in Verbindung mit Laienhilfe“ werden die Foren als Ganzes gesehen, somit fand keine Reduktion statt. Das Forschungsmaterial war für dieses Themengebiet folglich geeignet.
Das Erfassen von Veränderungen der Zielgruppe könnte durch eine fortlaufende Forschung realisiert werden. So wäre in Online-Drogen-Foren z.B. die Trendbestimmung von Substanzen möglich. Es könnten quantitative Forschungsmethoden, mit dem Ziel die Konsumhäufigkeit bestimmter Stoffen zu erfassen, z.B. über die Häufigkeit der Erwähnung, eingesetzt werden.
Denkbar wären auch aktive Eingriffe in Online-Drogen-Foren. So könnten Threats mit bestimmten Fragestellungen verfasst werden z.B. im Hinblick auf einzelne Substanzen. Aufrufe zu Fragebogenaktionen (z.B. per E-Mail) wären durchführbar. In diesen Fällen müsste ein Kontakt zu den entsprechenden Forenbetreibern im Vorhinein hergestellt werden. Der Forscher sollte sich jedoch bewusst sein, dass er bei einer aktiven Vorgehensweise andere Voraussetzungen als in der Rolle des passiven Beobachters hätte.
10.2 Handlungsempfehlungen
Über die Forschung hinaus ergeben sich noch weitere
Anwendungsmöglichkeiten für den Umgang mit Online-Drogen-Foren. Der Zugang zu einer großen Zielgruppe Sozialer Arbeit kann über sie hergestellt werden. Die Grundüberlegung ist, in welchem Umfang ein Eingriff in diese Form der Laienhilfe gewünscht und sinnvoll wäre.
10.2.1 Information
Eine Möglichkeit, ohne in die Foren einzugreifen, ist die Bereitstellung von Informationsmaterial. Vorstellbar wären eine Adressenliste von Hilfsangeboten und eine Beschreibung der verschiedenen Angebotsarten.
Auf der Internetseite www.Suchtmittel.de kann in einer Matrix nach Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen und Behandlungsstellen gesucht werden. Für den Bereich Osnabrück werden sechs Ergebnisse angezeigt.
Außerdem kann auf ein Drogen-Lexikon zugegriffen werden. In diesem werden Suchtmittel sowie Behandlungsmethoden erläutert. Telefonnummern der Polizei, Feuerwehr, Vergiftungszentrale und der bundesweiten Sucht- und Drogenhotline sind ebenfalls angegeben. Das Angebot an Informationen ist auf dieser Seite sehr umfassend und bedarfs-orientiert gestaltet. In diesem Fall sehe ich keinen Handlungsbedarf, sondern vielmehr ein Beispiel für gute Informationsgestaltung.
Das Informationsangebot von www.land-der-traeume.de beschränkt sich auf die Telefonnummern der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V., dem Informationstelefon zur Suchtvorbeugung (BZgA) und der Telefonseelsorge. Unter der Rubrik „Erste Hilfe“ wird darüber hinaus beschrieben wie in Notsituationen vorgegangen werden sollte.
Bsp.
Solche Informationen könnten dazu führen, dass in Notsituationen richtig gehandelt werden kann. Es wäre aber auch denkbar, dass trotz einer akuten Lage kein Notarzt gerufen würde.
Auf www.drogen-forum.forumfrei.com werden keine Informationen geboten. Das Angebot beschränkt sich lediglich auf das Forum.
Da durchaus Defizite in der Informationsgestaltung der Drogenforen-Seiten vorhanden sind, sehe ich in diesem Bereich einen Handlungsbedarf. Eine von Fachleuten erstellte umfassende Adressenliste sowie Erläuterungen zu verschiedenen Angeboten könnte erstellt und den Online-Drogen-Foren-Betreibern unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Professionelle Angebote, die diesen Service bereits anbieten z.B. www.drugcom.de, könnten ihr Wissen mit den Betreibern von Laien geführten Online-Drogen-Foren teilen. Eine Verlinkung der professionellen
Internetangebote wäre auch zu empfehlen. Informationen über die Möglichkeiten dieser Angebote würde den Nutzern die Gelegenheit bieten sich online z.B. professionell beraten zu lassen. Dabei entstände keine Konkurrenz zwischen Laien und Fachleuten, da die Angebote sich, wie bei Sucht-Selbsthilfegruppen und professioneller Drogenhilfe, in ihrer Grundstruktur unterscheiden.
10.2.2 Eingriffe in Online-Drogen-Foren
Wenn Laienhilfe für die Bearbeitung eines Problems nicht mehr ausreichend und Fachlichkeit gefragt ist, wäre der Einsatz professioneller Berater sinnvoll. Die vorhandenen Strukturen der Online-Drogen-Foren könnten genutzt werden, um Hilfesuchende bestmöglich zu beraten. Eine größtmögliche Transparenz müsste bei einem solchen Vorhaben gegeben sein. Der Anbieter sowie die Nutzer
sollten über die professionelle Tätigkeit informiert sein. Es müsste Klarheit darüber bestehen, wann ein professioneller Drogenberater sich in welchem Forum bewegt.
Die beste Option wäre es, meiner Meinung nach, einen Menüpunkt z.B. „Professionelle Hilfe“ in der Forenübersicht (siehe Abb. 3) zu installieren. Je nach Bedürfnislage könnte der Nutzer frei entscheiden, ob er professionelle oder Laien-Hilfe in Anspruch nehmen möchte.
11. Fazit
Die Intentionen für das Forschungsthema waren vielschichtig. Aus der großen Menge an Internetangeboten und ihrer Schnelllebigkeit resultiert für den Betrachter, eine gewisse Unübersichtlichkeit. Für eine erfolgreiche Forschung muss eine Spezialisierung auf einen, verglichen mit allen Angeboten, winzigen Teil des Mediums Internet vorgenommen werden.
In meinem Fall wurde das Themenfeld durch die Herangehensweise eingegrenzt. Die erste Absicht war eine empirische Forschung im Bereich der Drogenarbeit in der realen Welt. Zu diesem Zweck suchte ich die Einrichtung INDRO ev. in Münster auf. Die Vorstellungen in Bezug auf die Forschungsinhalte waren so verschieden, dass die praktische Umsetzung nicht möglich gewesen wäre. Die zweite Überlegung war eine angestrebte Forschung in der professionellen Online-Drogenhilfe. Nach Anfragen bei verschiedenen Anbietern (z.B. www.drugcom.de) stellte sich heraus, das aufgrund der Regelwerke (Anonymität, Schweigepflicht) keine Forschung möglich war. Das endgültige Forschungsthema „Laienkompetenz und -hilfe am Beispiel einer Analyse von Online-Drogen-Foren“ entstand also aus den vorherigen Forschungsvorhaben. Zudem wurde das Themenfeld durch den interessanten sowie relevanten Aspekt der Laienhilfe erweitert.
Für Forschungsinteressierte in dem Feld der Online-Foren allgemein halte ich eine strukturierte Herangehensweise sowie eine ausgiebige Analyse für unumgänglich. Das Themenfeld und die Angebote müssen so gewählt werden, dass sie für die Forschung praktikabel sind. Voraussetzung dafür ist eine möglichst konkrete Vorstellung des angestrebten Inhalts sowie eine radikale Reduzierung des im Internet vorhandenen Materials. In meinem Fall habe ich jeweils zwei Threats von drei verschiedenen Internetseiten als Forschungsmaterial genutzt.
Probleme können in Bezug auf die Umsetzung auftreten, wenn die persönlichen Theorien nicht mit der Realität übereinstimmen. Ein Teil dieser Arbeit sollte aus der graphischen Darstellung der Kommunikationsstrukturen in Online-Drogen-Foren bestehen. Es stellte sich jedoch als fast unmöglich heraus Beiträge, Teilbeiträge, unter Umständen einzelne Sätze oder Satzstücke zuzuordnen und in Verbindung zu setzen. Das Ergebnis wäre ein unverständliches Gewirr aus Verbindungen zwischen den einzelnen, vermeintlich zueinander passenden Teilen gewesen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen die Struktur der Onlineforen zu beschreiben und anhand von Beispielen Zusammenhänge zu erläutern. Kommunikation im Internet ist lebendig, sie unterwirft sich weder Beschränkungen noch Regeln. Das weckt zum einen Interesse zum anderen ist es schwer Voraussagen zu machen und sich in der Forschung an diesen zu orientieren. Ich habe gemerkt, dass ein hochgradig flexibles Vorgehen für eine Forschung in Internetforen notwendig ist.
Dennoch ist dieses Gebiet höchst interessant, das Internet und die sich bietenden Anwendungsbereiche sind riesig. Die sich ergebene gesellschaftliche Veränderung steht gerade am Anfang. Menschen verbringen immer mehr Zeit online, die Freizeitgestaltung ändert sich, Informationen können von (fast) jedem Ort der Welt global zugänglich gemacht werden, Zensur und Urheberechte sind nicht mehr umsetzbar, immer mehr Service kann im Internet abgerufen werden usw..
Ich gehe soweit zu behaupten, dass in der Zukunft jeder Bereich des menschlichen Lebens in irgendeiner Weise mit dem Internet in Verbindung stehen wird. Partnersuche (z.B. www.friendscout24.de), Kommunikation (z.B. www.skype.de), Ernährung (z.B. www.pizza.de) und weitere Bedürfnisse werden heute schon Online nachgefragt und befriedigt.
Die Soziale Arbeit muss auf dieses Medium eingehen. Es nicht nur als Gefahr oder als Arbeitserleichterung sehen. Sie muss es als Teil der menschlichen Lebenswelt wahrnehmen, als Ort, in dem kommuniziert und interagiert wird, in dem Probleme auftreten und bearbeitet werden, in dem gemeinsame Freizeitgestaltung stattfindet und vieles mehr. Sozialarbeiterische Angebote und Leistungen könnten sich auch in das Internet verlagern. Die Online-Drogen-Foren sind ein Selbsthilfenetz, welches in Eigeninitiative entstanden ist. An ihnen wird ersichtlich, dass sich ein neues Hilfesystem in kürzester Zeit etablieren kann. Professionelle Angebote (z.B. www.drugcom.de) stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Theoretisch könnten Beratungsgespräche online geführt werden. Der technische Fortschritt würde heute schon Bild- und Tonübertragungen zulassen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine ähnliche Niedrigschwelligkeit wie bei den Internetforen wäre gegeben, Kosten (z.B. für Räumlichkeiten) würden dramatisch gesenkt, regionale Grenzen müssten nicht beachtet werden und die Weiterleitung zu anderen Fachleuten könnte auf Knopfdruck geschehen. Fraglich ist jedoch, ob der Kommunikationsweg über das Internet persönliche Nähe, Vertrauensaufbau usw. zulassen würde. Die Entwicklung ist ungewiss, obwohl die Tendenz zu onlinegestützten Angeboten erkennbar ist. Die Profession der Sozialen Arbeit kann dieses Medium nicht umgehen, es muss eine aktive Auseinandersetzung mit diesem Thema stattfinden, um die digitale Zukunft unserer Profession zu gestalten.
II. Literaturverzeichnis
Gläser, Jochen u.
Grubitzsch, Siegfried u.
Habbel, Franz-Reinhard (2002): E-Democracy und Bürgerschaftliches
Hamm, Ingrid u.
Janssen, Ludwig [Hrsg.] (1998): Auf der virtuellen Couch - Selbsthilfe,
Mertens, Peter [Hrsg.] (2001): Lexikon der Wirtschaftsinformatik. 4. Auflage.
Nürnberg. Springer Verlag
Wahrig, Gehard [Hrsg.] (1994): Deutsches Wörterbuch. 6. Auflage. Gütersloh.
Bertelsmann Lexikon Verlag
Internetquellen:
Moos-Hofius, Birgit u.
Winkler, Karin u.
Liste gebräuchlicher
Abkürzungen,
FAKULTÄT WIRTSCHAFTS- UND SOZIALWISSENSCHAFTEN
Themenbereich: Sucht-Selbsthilfe in Internetforen
Bearbeiter: Jonas Templin
Ausgabedatum: 04.02.2008
Abgabedatum: 06.06.2008
I. Inhaltsverzeichnis
1. Themenfindung 3
2. Kriterien für die Literaturrecherche 3
3. Literatur 5
4. Laienkompetenzen- und hilfe 7
5. Selbsthilfe 8
5.1 Selbsthilfegruppen 9
5.2 Definition Selbsthilfegruppen 10
5.3 Sucht-Selbsthilfegruppen 11
5.4 Ziele von Sucht-Selbsthilfegruppen 12
6. Internetforen 12
6.1 Internet und Soziale Arbeit 13
6.2 Struktur der Internetforen 14
7. Beratung 15
7.1 Definition Beratung 15
7.2 Kommunikation in Beratungsgesprächen 16
8. Materialsammlung 18
8.1 Festlegung des Materials 18
8.2 Methode der Stichprobenziehung 18
II. Literaturverzeichnis
III. Anhang
1. Themenfindung
Die erste Intention für die Themenfindung war sozialarbeiterische Onlineberatung mit dem Schwerpunkt Sucht, im „Wissenschaftlichen Praxisprojekt“, zu bearbeiten. Zu diesem Zweck führte ich eine Bestandsaufnahme der Angebote im Internet durch. Es stellte sich heraus, dass ein großes, professionelles Angebot unterschiedlicher Anbieter (z.B. Caritas, BzgA) auf diesem Gebiet vorhanden ist.
Nach persönlicher Anfrage bei mehreren Stellen (z.B. www.drugcom.de) wurde erkenntlich, dass aufgrund der Anonymität von Nutzern, sowie der Schweigepflicht der Einrichtungen, keine Möglichkeit bestand eine empirische Forschung durchzuführen.
Nach einer Ausweitung der Recherchen auf das Gebiet der Suchtbearbeitung im Internet allgemein, weckten Onlineforen mein Interesse. In diesen Internetportalen beschäftigen sich die Nutzer mit der Drogensucht bzw. dem Drogenkonsum. Der Unterschied zur professionellen Onlineberatung liegt darin, dass sich Laien gegenseitig, ohne einen institutionellen Hintergrund, helfen. Mir fiel auf, dass es Parallelen zu klassischen Suchtselbsthilfegruppen gibt (z.B. eine gemeinsame Bewältigung von Problemen).
2. Kriterien für die Literaturrecherche
Um einen Überblick über die verschiedenen Themenbereiche Selbsthilfe, Onlineforen und Beratung zu erlangen, nutzte ich die Osnabrücker Universitätsbibliothek, die Bibliothek der Fachhochschule, sowie das Internet für meine Literaturrecherche.
Es stellte sich heraus, dass Materialien zu Selbsthilfegruppen und Beratung in den Bibliotheken und im Internet vorhanden sind. Durch Vergleiche
verschiedener Definitionen und Texte wurde erkennbar, dass es zu beiden Themengebieten unterschiedliche Perspektiven und Auslegungen gibt. Um die für das Forschungsfeld bestmöglichen Quellen zu nutzen, ging ich in der Literaturrecherche nach den Kriterien Offizialität, Profession und Aktualität vor. Unter Offizialität ist hierbei die Verbindlichkeit von Inhalten, sowie Verbreitung als Grundlage in Sekundärliteratur zu verstehen. Als Beispiel kann die Definition von Selbsthilfegruppen (Siehe 5.2) angeführt werden. Sie ist von den Spitzenverbänden der Krankenkassen herausgegeben worden und enthält gemeinsame und einheitliche Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe nach § 20 Abs. 4 SGB V. Diese Definition ist die verbindliche Grundlage der Krankenkassen zur finanziellen Unterstützung von Selbsthilfegruppen. Profession umfasst den Hintergrund des Verfassers bzw. des Herausgebers sowie den Kontext eines Schriftstückes. Dabei ist die Geeignetheit des Professionshintergrundes für einen Text situationsabhängig. Bei dem oben angeführten Beispiel handelt es sich um einen gesundheitswissenschaftlichen Professionshintergrund. Im Fall der Selbsthilfegruppen ist dieses zweckmäßig, da gesundheitliche sowie soziale Problemlagen bearbeiten werden, keine Trennung möglich ist und beide dieselbe Definition zur Grundlage haben. Ein weiteres Beispiel ist die Definition von Beratung (Siehe 7.1). Hier stellte es sich als sinnvoll heraus, den Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) und damit die sozialarbeiterische Profession zu zitieren. Aufgrund des breiten Spektrums von Beratung wäre auch eine Definition mit
kaufmännischen/wirtschaftlichen oder politischen Hintergrund möglich, aber unsachgemäß gewesen.
Aktualität bezieht sich auf das Erscheinungsdatum der Literatur. Dabei ist jedoch kein Richtwert gegeben, da bspw. die Definition von Selbsthilfegruppen im Jahr 2000 herausgegeben wurde, aber immer noch das aktuellste Schriftstück zu diesem Thema ist.
3. Literatur
Für die Internetrecherche im Bereich der Selbsthilfegruppen nutzte ich die Suchmaschine Google (www.Google.de) unter Einbeziehung der Suchbegriffe „Selbsthilfegruppen, Definition, Organisation, Selbsthilfe, Information, Grundlagen, Struktur, Mitglieder, Ministerium, Deutschland und .pdf (Portable Document Format/übertragbares Dokumentenformat)“ in verschiedenen Kombinationen. Der Versuch, durch viele Suchbegriffe eine möglichst kleine Menge von speziell zu dem Thema passenden Webseiten ausfindig zu machen, funktionierte nur bedingt. Ich entschloss mich die Internetseite der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (www.NAKOS.de) aufzusuchen. Durch das stichpunktartige Lesen der vorherigen Suchergebnisse wurde erkenntlich, dass ich dort geeignete Literatur auffinden könnte. Außerdem stellte ich fest, dass die in der Fachhochschulbibliothek ausgeliehenen Bücher (Selbsthilfegruppen und Soziale Arbeit - Eine Einführung für Soziale Berufe u. Selbsthilfegruppen - Anleitungen und Hintergründe) Publikationen der NAKOS als Primärliteratur nutzen. Die Internetseite erwies sich als überaus zweckmäßig. Unter dem Menüpunkt „Unsere Downloads“ findet man eine große Anzahl von Publikationen die direkt von der NAKOS oder von anderen Herausgebern zur freien Verfügung gestellt werden. Besonders Strukturdaten z.B. eine Übersicht der Strukturen der Selbsthilfe in Deutschland (NAKOS) oder Grundlagen wie z.B. die Definition von Selbsthilfegruppen (Spitzenverbände der Krankenkassen) stellten sich als geeignet heraus. In der Regel können diese Publikationen nicht als reine Online-Literatur gesehen werden, da sie zu einem Großteil auch in Papierform erhältlich sind.
Außerdem stellten sich die Dokumente “Selbsthilfegruppen - ein Leitfaden für die Praxis (Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg)“ und „Prävention und Hilfe bei Suchtmittelmissbrauch (Niedersächsisches
Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales)“ als brauchbar heraus. Letzteres geht explizit auf Selbsthilfegruppen im Suchtbereich ein und stellt somit eine relevante Vertiefungsliteratur für das Thema der Bachelorarbeit dar. Das Buch „Selbsthilfegruppen und Soziale Arbeit - Eine Einführung für Soziale Berufe“ enthält Grundlagen der Selbsthilfe, sowie zu Selbsthilfegruppen. Als Suchbegriffe für den Katalog der Bibliothek gebrauchte ich „Selbsthilfegruppe“ und „Selbsthilfe“.
Für den Themenbereich Onlineforen recherchierte ich bewusst im Internet. Es stellte sich als ungünstig heraus mit Hilfe von Suchmaschinen nutzbare Literatur zu finden, da bei Verwendung der Suchbegriffe „Forum“ sowie „Internetforum“ neben den herkömmlichen Internetseiten auch Internetforen auf den entsprechenden Inhalt durchsucht wurden. Durch stichpunktartiges Lesen und den Zusatz .pdf (Portable Dokument Format) im Suchfenster war es auch hier möglich, brauchbare Literatur zu finden.
Für das Themenfeld Beratung nutzte ich die Internetseite des Deutschen Berufsverbands für Soziale Arbeit. Dort wurde ich unter dem Menüpunkt „Publikationen“ und der nachfolgenden Suche nach dem Begriff „Beratung“ fündig. Die grundlegenden Daten der sozialprofessionellen Beratung erhielt ich hier. Für die Definition der alltäglichen Beratung nutzte ich das Buch „Psychologische Grundbegriffe“. Als hervorragend geeignet erwies sich das Buch „Grundlagen der Kommunikation in der Beratung“ aus der Fachhochschulbibliothek. Es erläutert praxisnah Strukturen von Beratungen. Als Suchbegriff verwendete ich „Beratung“.
Die vorhandene Literatur ist für das Forschungsgebiet ausreichend. Sie bietet ein theoretisches Grundgerüst für alle oben genannten Bereiche. Im Falle von neuen Erkenntnissen oder der Modifikation der Forschungsfrage im Verlauf der Bachelorarbeit, ist mit der vorhandenen Literatur eine Vertiefung möglich.
4. Laienkompetenzen- und hilfe
Laien sind Menschen die in den gleichen Arbeitsbereichen wie professionelle Berufsgruppen tätig sind. Die Qualifikation der Ausbildung ist hierbei für die Bezeichnung ausschlaggebend. Bei Laien handelt es sich also um Nichtprofessionelle.
Aus diesem Grund wurde auch die Laienhilfe, erst durch Entstehung professioneller Hilfestrukturen erforschbar. Die Laienhilfe als selbstverständliche gegenseitige Unterstützung, existiert jedoch bedeutend länger. 1 Für den sozialen Bereich sind Laienkompetenzen personenbezogen. Sie ergeben sich aus dem individuellen Erfahrungshorizont und den Möglichkeiten (z.B. Lösungsstrategien) die ein Mensch mit in die Arbeit einbringen kann. Um die Laien auf die Tätigkeit vorzubereiten können zusätzliche
Qualifizierungsmaßnahmen (z.B. ein systematisches Training), im Hinblick auf ein begrenztes Ziel des Helfens, angeboten werden.
Laien haben ein anderes Selbstverständnis ihrer Rolle und somit ihrer Tätigkeit.
Daraus ergeben sich folgende Kennzeichen der Laienhilfe:
- Ihr Vorgehen ist in erster Linie problem- statt fachorientiert, - sie lassen mehr Nähe zu,
- sie verwenden alltagsgebräuchliche Kommunikationsformen und Begrifflichkeiten
- und sehen sich oft auf einer Augenhöhe mit dem Klientel. 2
1 Vgl. Müller-Kohlberg, H. (1996): Laienkompetenz im psychosozialen Bereich. Opladen. Leske +
Budrich Verlag. S. 37 ff.
2 Vgl. Dietrich, M.: Laienkompetenz - Laien und/oder Profis in Psychotherapie und Seelsorge?
In: http://www.bts-wuppertal.de/53314996870f3f501/53314996870fdba1f/53 314996870fe5627/index.ht
ml
(Stand 15.04.2008)
Diese Laienkompetenzen werden vom jeweiligen Arbeitsfeld abhängig gewünscht, gefördert und gebraucht. In der Telefonseelsorge z.B. hat sich die Leistung der Laien bewährt. Das Bedürfnis der Klienten nach einem Menschen der in Krisensituationen Anteil nimmt, ist ebenso groß wie ein professionell strukturiertes Gespräch mit konkreten Hilfeangeboten. 3 Professionelle und Laien ergänzen sich also in diesem Bereich.
Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen können als besonderer Teil der Laienhilfe angesehen werden. In diesem Arbeitsbereich handelt es sich um Laienhilfe in Reinform, da die Inanspruchnahme professioneller Hilfe auf ein Minimum reduziert wird.
5. Selbsthilfe
Selbsthilfe wird im sozialen Kontext allgemein als „…individuelle Eigenleistung im Rahmen eines gegenseitigen Hilfesystems zur Bewältigung spezifischer Problemlagen im Alltag…“ 4 durchgeführt. Betroffene haben Fähigkeiten und Kenntnisse die schwer im Sinne einer Schulung oder Ausbildung erlernbar sind. Daher wird Selbsthilfe ohne professionelle Hilfe praktiziert. Sie kann im Rahmen des beruflichen Umfeldes, im Bekanntenkreis oder in Selbsthilfegruppen ausgeübt werden. 5
Selbsthilfe ist also eine alltägliche Form sozialen Handelns. Die Betroffenen möchten Erfahrungen über gemeinsame Problemlagen austauschen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die von einer Person erbrachte Hilfe, in
3 Vgl. Dietrich, M.: Laienkompetenz - Laien und/oder Profis in Psychotherapie und Seelsorge?
In: http://www.bts-wuppertal.de/53314996870f3f501/53314996870fdba1f/53 314996870fe5627/index.ht
ml
(Stand 15.04.2008)
4 Breitkopf, H. u. Wohlfahrt, N. (1995): Selbsthilfegruppen und Soziale Arbeit - Eine Einführung für
Soziale Berufe. Freiburg im Breisgau. Lambertus Verlag. S.27
5 Vgl. Moos-Hofius, B. u.Rapp I. (2005): Selbsthilfegruppen- ein Leitfaden für die Praxis. Stuttgart. S.8ff.
In: http://www.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/597/Leitfaden-Selbsthilfe-Internet.pdf
(Stand 20.04.2008)
irgendeiner Form, an sie zurückgegeben wird. Darüber hinaus kann durch Selbsthilfe ein in der Gemeinschaft praktiziertes soziales oder politisches Handeln entstehen. 6
5.1 Selbsthilfegruppen
In Deutschland gibt es schätzungsweise 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen mit gesundheitlichem sowie sozialem Schwerpunkt. 7 Dabei ist eine Zuordnung oft nicht möglich, da die beiden Bereiche mitunter verschmelzen. 8 Eine Einteilung in die Unterkategorien „chronische Erkrankungen“, „psychosoziale Probleme“, „Behinderungen“, sowie „Suchterkrankungen“ lässt sich jedoch vornehmen. 9
Schätzungen über die Anzahl von Onlineforen, in denen Selbsthilfe stattfinden könnte, gibt es nicht, eine Annäherung ist jedoch möglich. Im Jahr 2007 nahmen nach der ARD/ZDF-Online-Studie 20% der Internetnutzer mindestens wöchentlich an Gesprächsforen teil. Daraus ergibt sich, dass von den 40,8 Mio. (62,7% der über 14Jährigen) Internetnutzern in Deutschland 8,16 Mio. (20%) mit diesem Medium vertraut sind. 10 Obwohl verschiedenste Themengebiete in Internetforen bearbeitet werden (z.B. Autos, Musik, Reisen) ist davon auszugehen, dass bei den Nutzern ein Bewusstsein für die Möglichkeiten von
6 Vgl. Breitkopf, H. u. Wohlfahrt, N. (1995): Selbsthilfegruppen und Soziale Arbeit - Eine Einführung für
Soziale Berufe. Freiburg im Breisgau. Lambertus Verlag. S.32 ff.
7 Vgl. NAKOS [Hrsg.]: Strukturen der Selbsthilfe in Deutschland
In: http://www.nakos.de/site/data/NAKOS_Strukturen_der_Selbsthilfe2006.pdf
(Stand 11.03.2008)
8 Vgl. NAKOS[Hrsg.]: Selbsthilfe in Deutschland - Verbreitung
In: http://www.nakos.de/site/selbsthilfe/deutschland/verbreitung/
(Stand 11.03.2008)
9 Vgl. Moos-Hofius, B. u.Rapp I. (2005): Selbsthilfegruppen- ein Leitfaden für die Praxis. Stuttgart. S.8ff.
In: http://www.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/597/Leitfaden-Selbsthilfe-Internet.pdf
(Stand 20.04.2008)
10 Vgl. ARD/ZDF [Hrsg.] (2007): Online-Studien 2006-2007
In: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de
(Stand 14.04.2008)
Internetforen allgemein vorhanden ist (z.B. Niedrigschwelligkeit, Anonymität, kollektives Wissen). Daher ist es wahrscheinlich, dass Menschen, die in diesem Bereich Erfahrungen gesammelt haben, auch bei auftretenden Problemen (z.B. Suchterkrankungen) Onlineforen aufsuchen.
5.2 Definition Selbsthilfegruppen
„Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen auf örtlicher/regionaler Ebene, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten und/oder psychischen Problemen richten, von denen sie - entweder selbst oder als Angehörige - betroffen sind. Sie wollen mit ihrer Arbeit keinen materiellen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld. In der regelmäßigen, meist wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Gleichstellung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich vor allem auf ihre Mitglieder. Darin unterscheiden sie sich von anderen Formen des Bürgerengagements. Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern (z.B. Ärzten, Therapeuten, anderen Medizin oder Sozialberufen) geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich Experten zu bestimmten Fragestellungen hinzu.“ 11
Es lassen sich aus dieser Definition folgende Kriterien für das Bestehen einer Selbsthilfegruppe ableiten.
11 Spitzenverbände der Krankenkassen [Hrsg.] (2006): Gemeinsame und einheitliche Grundsätze der
Spitzenverbände der Krankenkassen zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20 Abs. 4 SGB V vom 10.
März 2000 in der Fassung vom 11. Mai 2006 S.5
Für die Mitglieder: - Freiwilligkeit
- Die Mitglieder sind selbst oder als Angehörige betroffen - Angestrebte Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände
Für die Gruppe:
- Gruppentreffen sind auf örtlicher oder regionaler Ebene angesiedelt - Es soll kein materieller Gewinn erwirtschaftet werden - Die Aktivitäten dienen der gemeinsamen Bewältigung von Krankheiten und/oder psychischen Problemen - Regelmäßige Gruppenarbeit
- Angestrebt wird Gleichstellung, das gemeinsame Gespräch und gegenseitige Hilfe
- Die Ziele richten sich nach den Mitgliedern - Keine professionelle Leitung
Diese Kriterien dienen dem späteren Vergleich von Selbsthilfegruppen und Internetforen in denen evtl. eine Art von Selbsthilfe stattfinden könnte.
5.3 Sucht-Selbsthilfegruppen
Sucht-Selbsthilfegruppen sind Bestandteil der oben erläuterten
Selbsthilfegruppen. Sie beschäftigen sich mit verschiedensten Formen von Süchten. Solche wären z.B. Spielsucht, Drogensucht, Essstörungen oder Internet/ Computersucht. Den Bereich der Suchtselbsthilfe reduziere ich auf das Themengebiet der Drogensucht, um speziell auf dieses eingehen zu können.
5.4 Ziele von Sucht-Selbsthilfegruppen
Im Suchtbereich liegen die Ziele von Selbsthilfegruppen darin, Hilfestellung für Suchtkranke und ihr Umfeld zu bieten. Es wird angestrebt, die Sucht und ihre Folgen zu bewältigen. Ziel ist eine abstinente oder veränderte Lebensweise. Die Suchtkranken möchten in ihrer Selbsthilfegruppe - Menschen mit den gleichen Erfahrungen treffen, - vorurteilsfrei akzeptiert werden, - Unterstützung und Hilfe erhalten und - ungezwungen sowie auf Augenhöhe aufeinander treffen.
Diese angestrebten Strukturziele sind für Selbsthilfegruppen allgemeingültig und nicht nur für den Suchtbereich relevant. 12
6. Internetforen
Internetforen sind „digitale schwarze Bretter“ 13 . Nutzer haben die Möglichkeit sich zu bestimmten (teilweise sehr speziellen) Themen zu äußern oder Fragen zu stellen. Andere Teilnehmer können nun zu diesem Ursprungsbeitrag oder Oberthema Beiträge verfassen und Diskussionen beginnen. Es ist zu unterscheiden ob das Forum allgemein zugänglich ist, oder ob nur eine bestimmte Anzahl von Personen darauf zugreifen kann. Im ersten Fall erhöht sich die Möglichkeit für Unbeteiligte, mit gleichen Interessen oder Fragestellungen, über Suchmaschinen auf die entsprechenden Foren zu stoßen
12 Vgl. Niedersächsisches Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales [Hrsg.] (2000): Prävention und
Hilfe bei Suchtmittelmissbrauch - Bericht und Konzept. 2. Auflage. Hannover. S.92f.
13 Vgl. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) [Hrsg.] (2005): Qualitätskriterien für
einen bürgerfreundlichen und sicheren Web-Auftritt. S.51
In: http://www.bsi.bund.de/fachthem/egov/download/4_Qualit.pdf
(Stand 23.03.2008)
und durch lesen der Beiträge ihren Erfahrungshorizont zu erweitern oder die Antwort auf eine Frage zu erhalten.
6.1 Internet und Soziale Arbeit
Die Relevanz des Internets für die Soziale Arbeit, im Allgemeinen, lässt sich anhand der Lebensweltorientierung unserer Profession begründen. „Lebenswelt nimmt den Alltag der Adressaten, d.h. den Ort wo Probleme entstehen, wo Leben gelebt wird, wo die Adressaten selbst mehr oder minder angemessene Strategien der Lebensbewältigung praktizieren, als originären Ort sozialpädagogischen Handelns in den Blick.“ 14
Laut der ARD/ZDF - Onlinestudie nutzen 62,7% der Deutschen das Internet. Der Anteil der 14-29 jährigen liegt sogar bei ca. 95%. Die Tendenz ist in allen Altersgruppen steigend (siehe Tab.1). 15 Demnach gehört das Internet durchaus zum Alltag und genügt auch sonst allen Kriterien der Lebenswelt. Somit ist das Internet Bestandteil einer Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.
14 Galuske, M. (2007): Methoden der Sozialen Arbeit - Eine Einführung. 7. Auflage. Weinheim und
München. Juventa Verlag. S.143
15 Vgl. ARD/ZDF [Hrsg.] (2007): Online-Studien 2006-2007
In: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de
(Stand 14.04.2008)
6.2 Struktur der Internetforen
eröffnet damit die Diskussion. (2) schreibt einen Beitrag der mit dem Thema in Verbindung steht. (3) und (4) gehen auf den Beitrag von (2) und nicht auf das von (1) vorgegebene Thema ein. Dabei kann es sich um Nebensächlichkeiten handeln (z.B. Rechtschreibfehler), es kann aber auch eine neue Diskussion entstehen, die dem Oberthema nicht mehr entspricht. (5) schreibt einen Beitrag der sich wieder mit dem von (1) eingestellten Thema befasst usw..
16 Vgl. Münz, S.: Foren und Boards
In: http://aktuell.de.selfhtml.org/artikel/gedanken/foren-boards/#foren
(Stand: 20.03.2008)
7. Beratung
Der Begriff „Beratung“ kann unterschiedlich ausgelegt werden. Zwischen dem allgemeinen/alltäglichen Erfahrungs- und Wissensausgleich und einer professionellen Beratung liegt eine weite Spanne. Aus diesem Grund werden nachfolgend zwei verschiedene Definitionen angeführt.
7.1 Definition Beratung
Beratung „ist als eine allgegenwärtige Interaktionsform der Orientierungshilfe, der gegenseitigen sozialen Unterstützung und der Problembearbeitung (...) im Alltag anzutreffen, wo Personen nicht auf Grund eigener Erfahrungen, Kenntnisse, Kompetenzen urteilen, entscheiden oder handeln können und deshalb die Hilfe anderer suchen“ 17
Diese Definition umfasst sowohl Beratung im Alltag wie auch professionelle Beratung. Damit ist sie allumfassend. Der DBSH wird mit seiner Definition konkreter, er bezieht sich auf die (Sozial)professionelle Beratung.
Demnach ist Beratung „eine subjektangepasste, biographiebezogene, situationsadäquate, kommunikativ vermittelte und vereinbarte
Unterstützungshandlung zur Verbesserung der Einsichts- Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit von Einzelnen, Gruppen und Institutionen.“ 18
17 Grubitzsch, S. u. Weber, K. [Hrsg] (1998): Psychologische Grundbegriffe. Reinbeck. Rowohlt Verlag.
S.70
18 Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) [Hrsg.] (2002): Qualitätsbeschreibung -
Sozialprofessionelle Beratung. Beschluss der Bundesmitgliederversammlung des
DBSH. S. 5
In: http://www.dbsh.de/Qualit_t_Beratung.pdf
(Stand 15.03.2008)
Aus beiden Definitionen geht hervor, dass eine Beratung nicht zwangsläufig von einem professionellen (ausgebildeten) Berater durchgeführt werden muss. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die beratende Person über einen gewissen Hintergrund verfügen muss, um die Anforderungen, die an sie gestellt werden erfüllen zu können.
Diese Definitionen dienen dem späteren Vergleich von Beratung bzw. professioneller Beratung und Internetforen um eine Zuordnung zu ermöglichen.
7.2 Kommunikation in Beratungsgesprächen
Der Ablauf von Einzelberatungsgesprächen lässt sich in einem neunstufigem Ablaufschema darstellen. 1. Kontaktaufnahme und Beziehungsaufbau (K) 2. Situationsklärung/-analyse (S) 3. Zielbestimmung (Z) 4. Verhaltensanalyse (V) 5. Problemlösung (P) 6. Entscheidung (E) 7. Handlungsplanung (H) 8. Abschluss des Gesprächs (A) 9. Gesprächsevaluierung (G) 19
Der gesamte Interaktionsprozess kann als Ablaufmodell (Abb. 2) dargestellt werden. Dieses entspricht der Struktur einer professionellen Beratung und soll im späteren Verlauf mit der „Beratung“ in Internetforen verglichen werden. 20
19 Boland, H. (2001): Grundlagen der Kommunikation in der Beratung. 2. Auflage. Gießen. S.89
20 Vgl. Boland, H. (2001): Grundlagen der Kommunikation in der Beratung. 2. Auflage. Gießen. S.89
18
8. Materialsammlung
Als Grundlage für die Materialsammlung nutzte ich das Buch „Qualitative
Inhaltsanalyse“ von Philipp Mayring. Durch ein strukturiertes Vorgehen, soll
gr ößtmögliche Transparenz und Nachvollziehbarkeit entstehen.
8.1 Festlegung des Materials
Das Material muss für eine eventuell in der Bachelorarbeit durchzuführende
qualitative Inhaltsanalyse geeignet sein. Ziel ist es, stichprobenartig Kopien von
Beitr ägen aus Internetforen zu erfassen, die sich mit der Drogensucht oder dem
Drogenkonsum befassen. Dabei wurden folgende Einschränkungen festgelegt:
- Es soll sich um ein Laien-Forum handeln
- Das Oberthema bzw. die Fragestellung befasst sich mit einer
Problemstellung aus dem Suchtbereich
- Das Forum ist frei zugänglich
8.2 Methode der Stichprobenziehung
Um die entsprechenden Daten zu erhalten reicht eine reine Zufallsauswahl von
Threats nicht aus. Um Forenbeiträge ausfindig zu machen, in denen die oben
beschriebenen Einschränkungen zutreffend sind, ist es notwendig, diese zu lesen
und auf ihre Geeignetheit hin zu überprüfen.
F ür die Suche benutzte ich die Internetsuchmaschine Google (www.Google.de)
Diese wird in Deutschland von ca. 89 aller Anwender genutzt. 21 Es ist also
davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die
21 Vgl. http://www.webhits.de/deutsch/index.shtml?imprint.html
(Stand 30 03 2008)
„normalen“ Nutzer der Foren diese auch unter www.Google.de ausfindig gemacht haben. Andere Möglichkeiten für den Erstkontakt zu Foren ist das vorherige kennen (z.B. durch mündliche Überlieferung) oder das zufällig richtige Eingeben (z.B. www.xtc-forum.de) der Internetadresse. Eine Verlinkung des Forums bzw. einzelner Forenbeiträge auf anderen Webseiten ist auch denkbar.
Als Suchbegriffe nutzte ich:
- Drogenforum 93 100 Ergebnisse + Sucht 6 770 Ergebnisse + Konsum 2 940 Ergebnisse + illegal 795 Ergebnisse + Problem 317 Ergebnisse + Aufhören 99 Ergebnisse
(Stand 30.03.2008)
Aus dieser nun überschaubaren Menge an Ergebnissen konnte ich anhand folgender Fragestellungen eine erste Reduzierung vornehmen. 1. Handelt es sich um ein Forum?
2. Ist dieses Forum mehrfach in den Suchergebnissen vorhanden? Nachdem alle Nicht-Foren herausgenommen und danach alle mehrfach aufgeführten Internetseiten auf eine herabgesetzt wurden, erhielt ich eine Anzahl von 18 für die Materialsammlung relevanten Internetadressen. Der nächste Schritt war eine Bewertung der Foreninhalte und Strukturen. Diese geschah in Hinblick auf die Anzahl und Aktualität der zum Thema passenden Beiträge sowie der Anzahl der Forenmitglieder.
Als Grundlage für die Materialsammlung kamen die folgenden drei Internetseiten in Betracht:
www.suchtmittel.de www.drogen-forum.forumfrei.com www.land-der-traeume.de
Die Seiten www.eve-rave.ch, www.cannabis.at, www.hanfburg.de wurden aufgrund ihrer Spezialisierung auf bestimmte Substanzen (Partydrogen, THC) ausgeschlossen.
Von jeder Seite wurden danach zwei Stichproben nach dem Zufallsprinzip gezogen und nochmals auf ihre Geeignetheit hin überprüft.
Ergebnisse:
Fundort
Seite: www.suchtmittel.de Menüpunkt: Forum Kategorie: Fragen und Antworten Beiträge: 1) Körper braucht Drogen?!?!? 2) Ein bisschen was von Allem?!
Fundort
Seite: www.drogen-forum.forumfrei.com Menüpunkt: nicht vorhanden
Kategorie: Aufhörecke (du bist clean oder willst es werden?) Beiträge: 1) Verhaltensstörungen durch langjährigen Drogenkonsum 2) Stehenbleiben oder wieder hoch???
Fundort Seite: www.land-der-traeume.de Menüpunkt: Community -> Forum
Kategorie: Aufhören und Entzug (Viele Denken, sie könnten jederzeit
Beiträge: 1) Das ewige Verlangen nach Amphe 2) Das Leben ändern.
II. Literaturverzeichnis
Breitkopf, Helmut u.
Galuske, Michael (2007): Methoden der Sozialen Arbeit - Eine
Grubitzsch, Siegfried u.
Müller-Kohlberg,
Niedersächsisches Ministerium
für Frauen, Arbeit und
Soziales [Hrsg.] (2000): Prävention und Hilfe bei
Spitzenverbände der
Krankenkassen[Hrsg.]: Gemeinsame und einheitliche Grundsätze der
Internetquellen:
Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI)
Deutscher Berufsverband für
Soziale Arbeit e.V. (DBSH)
Moos-Hofius, Birgit u.
Münz, Stefan: Foren und Boards
NAKOS[Hrsg.]: Strukturen der Selbsthilfe in Deutschland
http://www.webhits.de [Hrsg.]: In:http://www.webhits.de/deutsch/index.Shml
An dem Foreneintrag beteiligte Nutzer: 6
Bisherige Laufzeit des Foreneintrags: 24.08.07 bis 29.02.08
Informationen über Nutzer:
Datum:
Status:
Forenmitglied:
Avatar:
Nutzer:
Datum:
Status: Endlos-Träumer
Forenmitglied: seit 25.06.2005
Avatar: kein
(II) Verfasser/in: Relaxed
Datum: 25.08.07
Status: Moderator
Forenmitglied: seit 27.04.2003
Datum:
Status: Dauer-Träumer
Forenmitglied: seit 24.11.2006
Avatar:
(IV) Verfasser/in: normalverbraucher
Datum: 25.08.07
Status: Träumer
Forenmitglied: seit 08.06.2007
Avatar: kein
Datum:
(VI) Verfasser/in: kc
Datum: 27.08.07
Status: Dauer-Träumerin
Forenmitglied: 15.02.2007
Avatar:
(VII) Verfasser/in: niiike
Datum: 01.09.07
Status: Abwesende Träumerin
Forenmitglied: seit 31.08.2007
Avatar: kein
Datum:
(I) 2
ich brauch im Moment mal ein paar User um mich, die meine Situation bissl 4
besser verstehen und mir einfach ma zuhören :-).
Meine Intention vor ca. 3 Jahren mit Drogen anzufangen, lag darin, meinen Arsch 6
endlich aus den vier Wänden zu bekommen und die Welt kennenzulernen. Kurz gesagt, mein Selbstbewusstsein zu steigern, um mit anderen Leuten klar zu 8
kommen. Also griff ich, dumm wie ich war, direkt zu den nächstbesten Drogen -> xtc. Damit verbracht ich dann gut ein Jahr, wovon ich die ersten 6 Monaten in 10
Dissen und Clubs ging. Ich baute die Teile sogar in mein Alltag ein, so daß es schon mal vorkam, dass ich ne halbe im Unterrichte einwarf und den Rest für den 12
Flug nach Hause kurz Schulschluß spickte. Wieso aber nur die ersten 6 Monate? Tja irgendwie ließen sich meine Selbstzweifel und mein Verstand nicht mehr 14
übertünchen, so daß ein extrem böser Trip auf ner Party damit endete, dass ich wieder in meinen 4 Wänden saß. Aber nicht allein, nein ich feierte einfach daheim 16
und hing in eurem Chat ab. Ein paar kennen vielleicht "Quai" noch ;-). Ich konnte einfach nicht mehr frei unter Leuten meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Ich war 18
total paranoid. Da die vernünftige Seite nach 20 Pillen später bemerkte hmm was tue ich meiner Gesundheit eigentlich an? Und die Trips nicht mehr wirklich so 20
wie am Anfang waren hörte ich auf. Doch da klopfte wenig später auch schon das Amphe an meine Tür. Denn die Paranoia ging nicht so einfach weg und außerdem 22
war ich total schlapp. Da kam das Zeug genau richtig. Der wochendliche Konsum steigerte sich recht schnell zum Täglichen, so daß ich ohne nicht mehr aufstehen, 24
geschweige die Wochenende an mir vorbeziehen lassen wollte. Selbst gesundheitliche Probleme, wie Kopfschmerzen, blaue Finger/Füße (sehr 26
schmerzhaft wegenDurchblutungsmangel) ließen bei mir nicht das Notlämpchen aufleuchten. Erst als die Ausbildung vor der Tür stand, schaffte ich es meinen 28
Konsum für 2 Monate aussetzen zu lassen. Zumal ich bemerkte, dass ich kaum noch ein vernünftigen Satz zusammen bekam. Für jemand der saugerne Texte 30
schrieb, war das extrem erschreckend. Doch aufgrund der Depressionen und das tristen privatlebens feierte Pep sein Comeback wieder am Wochenende während 32
der Ausbildung - mein Verantwortungsbewußtsein war geschlagen. Das Ganze ging dann bis Ende letzten Jahres. Die Tage vor Weihnachten verbrachte ich mit 34
Schmerzen am ganzen Leib, dass es nicht mehr feierlich war, so daß ich einen entgültigen Schlußstrich zog. Ich bin also seit 9 Monaten clean. 36
Positiv: Mein Selbstbewusstsein ist wieder zurück. Ich sehe viele Dinge wieder 38
sehr gelassen und stresse mich nicht mehr so. Mein Umgang mit Menschen geht mir sehr leicht von der Hand und die Paranoia ist weg. Ich konnte sogar meine 40
Schüchternheit überwinden und hatte hier/da meine Geschichten mit Mädls. Im Großen und Ganzen also recht tolle Erfahrung. 42
Negativ: Ich krieg den verdammten Tunnelblick nicht aus meinen Kopf. Es fällt 44
mir also schwer mich auf mehrere Sachen zu konzentrieren. Ich habe immer noch Probleme mit meinem Sprachzentrum, was mich echt fertig macht. Mir fehlt echt 46
manchmal das Gefühl für die eigene Muttersprache. Die ganze Drogengeschichte hat mir die Persönlickeit geraubt. Schwer zu beschreiben - ich bin das, was andere 48
von mir erwarten zu sein, wien Chameleon, wobei das meiste davon ziemlich viel Arschloch dasein ist. (Oberflächlichkeit) So daß ich mittlerweile Probleme mit 50
meiner eigenen Familie habe, da ich oft eiskalt und egoistisch reagiere. Ich merk es meistens nur einfach nicht und irgendwie fehlt mir das Gefühl "es tut mir leid". 52
Ich lieb meine Familie aber eigentlich. 54
All die negativ aufgeführten Punkte führen dazu, dass ich mittlerweile vereinsamt bin. Nicht dass ich nicht mit Menschen umgehen könnte, aber mir ist es nicht 56
möglich nen geregeltes Privatleben aufzubauen. Glaube dafür ist mein Charakter schon zu krass verschoben. 58
Was mich wohl zu dem irrsinnigen Punkt bringt, dass ich überlege meinen 60
nächsten Urlaub mit 2-3 Tage Amphe-Trip zu verbringen. Mich kotz mein Alltag an und ich will ausbrechen. Mir fehlen die paar Stunden Glückseligkeit sehr. Ich 62
mein kann es noch schlimmer kommen?
64
Ich muss meine Mutter dann halt nur Anlügen, wenn sie wissen will, ob ichs wieder was genommen habe. Aber selbst das wäre es mir mittlerweile irgendwie 66 wert :-/. 68
Erwarte keine Reaktionen hierauf. 70 ~Quai
(II)
auch wenn du keine reaktion hierauf erwartest, schreibe ich trotzdem was, da mir 74
so einiges beim lesen durch den kopf ging ... 76
so wie du es beschreibst, steigerst du dich in einen teufelskreis rein, der zumindest in dieser intensität nicht mehr in der existiert. 78
zuallererst musst du das wichtigste, was dir der lange amphe-missbrauch genommen hat, widererlangen: geduld mit dir selbst 80
möglicherweise hattest du diese noch nie, denn gerade jene menschen, die ungeduldig sind, neigen zum alltagsgebrauch von stimulanzien: um nicht ihrer 82
eigenen ungeduld, ihrer hibbeligkeit, ihrer zerstreutheit ausgeliefert zu sein. das amph schafft da kurz-, vielleicht auch mittelfristig abhilfe, aber langfristig verlernt 84
man noch mehr, seine eigenen kräfte (so klein sie auch sind) zu nutzen. mit amph klappt es auch nicht mehr, und es ist nun keine alltagshilfe mehr, sondern eine 86
hilfe, die eigene ungeduld zu vergessen. die droge gibt einem den notwendigen dopaminrush, den eigene erfolge im leben nicht mehr liefern können. und das 88
funktioniert. bis zum runterkommen. dan kapiert man wie man sich selbst belügt und betrügt ... ich glaube, ich muss das nicht alles weiterführen, du kennst das 90 alles. 92
du hast das gefühl als ob deine destruktive amphe-zeit ein riesiges loch in dein leben gerissen hat. wo früher intakte gebäude mit deiner "privatwirtschaft" 94
gestanden haben, um den ganzen eine metapher zu geben.
was du jetzt gerade versuchst, zumindsest kommt es über den text so rüber, ist, die 96
obersten stockwerke wieder zuerst aufzuräumen und sie noch auf das rüttelige 98
du musst aber ganz unten anfangen: bei der GEDULD - mit dir selbst. du musst es einfach etragen und in kauf nehmen, dass du zur zeit so bist und dich so verhältst, 100
dass du dich nicht leiden kannst. wenn du darüber wieder jammerst und deiner vergangenheit die schuld gibst, wird nichts besser. du musst dich so akzeptieren 102
wie du bist - wie du jetzt gerade bist. auch deine hässlichen erfahrungen der letzten zeit sind lebenserfahrungen. du kannst sie nich einfach behandeln, als ob 104
sie kürzbar sind. sie bieten dir möglicherweise sogar eine informationen über dich selbst, an die du sonst nie gekommen wärst. es ist zeit sie zu verwerten. und nicht 106
dorthin zurückzugehen (in bezug auf dein vorhaben...). das wird dich nur zurückwerfen und dich ein stück wieder indiesen teufelskreis ziehen. in eine welt, 108 die du eigentlich ablehnst.
aber was fasel ich eigentlich, ich könnt noch so viel sagen,aber bin sicher du hast 110
schon komplett verstanden was ich sagen will. weil mir kommt das teilweise bekannt vor ... 112
114 (III)
Dein Name heißt ja auch schon "Relaxed" Danke du hast mir auch geholfen! 116
118 (IV)
sobald die hoffnung stirbt, stirbt auch der wille
...zum cleansein
126
was mit hoffnung gemeint ist, wirst du dir ganz sicher selbst beantworten müssen. Zum Hoffen braucht man Gründe, die die Hoffnung rechtfertigen. Die musst du 128
suchen. Is schwer, aber es geht nicht anders..
Würde gerne noch genauere Tipps geben, aber dazu bräucht ich mehr Infos zu 130 deinem (sozialen?) Problem. 132 (V) @Relaxed 134
Sehr interessanter Ansatz die Situation zu sehen. Mitunter hast du auch Recht und 136
aus der Perspektive hatte ich das Ganze noch nicht betrachtet. Ich hab die Tage mal drüber nachgedacht und bin zu dem Schluß gekommen, dass zwar son netter 138
Chilltrip ganz entspannend wäre, aber meine Neugier zu erfahren wie meine Situation Ende des Jahres wäre stärker ist. Klar kann ich nicht erwarten, dass mein 140
Körper/Hirn innerhalb von wenigen Monaten nach jahrelangem Dauerbeschuß sofort wieder funktioniert. Zumal sich dieses Jahr doch vieles bereits verbessert 142
hat. Beim nächsten Tief werd ich in den Thread zurückkehren. Mein Urlaub werd ich auf alle Fälle ohne verbringen. Thx 144
146 (VI)
danke, relaxed, fuer die treffendste umschreibung der situation von alltags-148
upperern - ich glaube, je nach intensitaet findet sich doch irgendwo jeder davon in dem text wieder -150
(VII)
@ quaigon: 154
ich drücke dir alle erdenklichen daumen, die mir in nächster zukunft zur 156
verfügung stehen. und trotzdem lasse ich dich nicht ohne folgendes in den urlaub starten: 158
überleg mal, was du schon alles geschafft hast: 160
#1. 9 monate clean! das ist doch ein grund für jeden einzigen tag klaren denkens auf dich und deinen kopf stolz zu sein! du hast erkannt, dass es dir eigentlich viel 162
besser geht ohne, denn sonst hättest du nicht schon bei der entwicklung des gedankens in deinem urlaub zu trippen ein schlechtes gewissen gehabt, denn das 164
hast du, sonst würde dieser thread nicht existieren. #2. tolle erfahrungen auch ohne drauf sein zu müssen langsam entwickelst du 166
wieder deinen eigenen kopf und lässt dich nicht mehr von scheinbarkeiten leiten sondern vielmehr von erlebnissen, augenblicken und klaren eindrücken. dieses 168
gefühl kann dir keiner mehr nehmen und glaube mir, es werden noch viele erfolgserlebnisse auf dich warten! jeder einzelne moment, in dem du zu dir selbst 170
sagen kannst: "hey, das alles krieg ich klaren kopfes mit und keine chemie der welt kann mir die ehrlichkeit des moments gerade nehmen" jeder dieser momente 172
wird dich weiter aufbauen und dafür sorgen, dass du dich weniger einsam fühlen wirst. 174
ich kann es gut nachvollziehen, dass du dich irgendwie nach dem gefühl von 176
damals sehnst, der ausgeglichenheit, der einfachheit und der gefühlsidylle, die deinen kopf wenigstens für ein paar stunden vernebeln, denn ich habe wenn auch 178
nicht eine dermaßen heftige aber trotzdem erwähnenswerte "karriere" hinter mir und denke mir auch nicht selten, wie schön es wäre, mein geistiges chaos für 180
stunden zu überblenden. aber genau das ist es. nach jedem trip (und das vergisst man immer so gerne) stürzt die ganze welt auf einen ein und tadaa, schon ist man 182
wieder in seinem alten, wohlbekannten teufelskreis. 184
lass dich nicht mehr von wünschen kontrollieren. nur du, und keine chemie hat in der hand, dass du deinen kopf so manipulierst, dass er positive erfahrungen klarer 186
speichert als negative und du so an jedem gänseblümchen wieder etwas lohnenswertes am klarsein erkennst. 188
denk einfach daran, wie hart die 9 monate waren, wie viel mut du schon investiert 190
hast und wie sehr du dich dafür schon allein durch dich selbst belohnt hast. und vor allem, erwarte nicht zuviel auf einmal von dir. 9 monate sind eine lange, aber 192
aus anderem blickwinkel eher kurze zeitspanne um erfolge deutlich erkennen zu können, bemessen an der zeit, die du mit den drogen verbracht hast. 194
gib dir also selbst zeit, da hat relaxed definitiv recht. auch bezüglich der "arschlochtheorie". das gibt sich, irgendwann wirst auch du den zeitpunkt 196
erreichen, wo dir ein ernstgemeintes sorry durch den kopf schwirrt. selbst deiner mom gegenüber ^^ (ich spreche aus eigener erfahrung...) 198
und nur ganz am rande: die probleme mit deinem sprachzentrum scheinst du 200
meiner meinung nach recht gut unter kontrolle zu haben. auch ohne vergleichsmöglichkeiten. 202
sorry, jetzt hab ich soviel gepostet... eigentlich sollte das ganz kurz werden. aber 204
ich seh soviel von mir und meiner story hier drin... hoffe, dass ich niemandem hier auf den schlips getreten bin. 206
lg, 208
*niiike 210
212 (VIII)
Reee...wie man so schön im Chat sagen würde ;-). 214
Nun sind ja wieder einige Monate ins Land gezogen die es rein persönlich gesehen wieder in sich hatten. 3 Wochen nach meinem letzten Beitrag hier, hatte 216
ich mir schon wieder die Kante gegeben. Was soll ich sagen, stolz war ich im nachhinein nicht drauf, aber auch nicht sonderlich geschockt. Mittlerweile hat 218
mich aber meine Ausbildung und mein Privatleben zur Zeit so in der Mangel, dass ich die letzten Monate kaum an das dreckige Zeug gedacht habe. Mein Verlangen 220
nach Pep ist auch nicht mehr sonderlich hoch. Rückblickend betrachtet hat es eigentlich nur die dunkelsten Seiten meiner Persönlichkeit hevorgebracht über die 222
ich so nicht reden will. Ist für mich aber grund genug für eine sehr lange Zeit die Finger davon zu lassen. Tiefpunkt war zuletzt als ich ne Flasche GBL + 224
Dosierspritzen in den Händen hielt...da dacht ich mir...Junge du hast sie doch langsam nicht mehr alle. Klar wirklich besser war das mit Amphe auch nicht, aber 226
es mutet doch noch ein Stück befremdlicher an, wenn dich das offizielle Kennzeichen für gesundheitsgefährdend von der Reinigungflasche "anlächelt". 228
Letzendlich existieren nur noch zwei Wege für mein Leben. 230
1. wieder back to feierei und als Versager enden - aus meiner Sicht gibt es keine 232
gesunde Harmonie zwischen Alltag und harten Drogen - früher oder später ficken sie dich alle 234
2. das Leben auf die Reihe bekommen, echte Glücksgefühle wieder schätzen 236
lernen - und ja diese Momente hatte ich doch tatsächlich mal wieder 238
Ich will nicht abstreiten, dass mich immer noch diverse Probleme verfolgen a la Wortfindungsschwierigkeiten, Depressive Abschnitte etc. , aber mit dem 240
Gedanke, dass hoffentlich alles nur temporär ist, lässt es sich aushalten. Am besten man nimmt es mit Humor, wenn die eine oder andere Sachen den Bach 242 runtergeht. 244 Auf die nächsten Monate :-] 246 Quaigon - xtc t + 2 Jahre Pep t + 1 Jahr und 3 Monate (mit Ausrutscher) :-P 248
An dem Foreneintrag beteiligte Nutzer: min. 7 Bisherige Laufzeit des Foreneintrags: 16.12.07 bis 29.02.08
Informationen über Nutzer:
Datum:
Status:
Forenmitglied:
Avatar:
Nutzer:
Datum:
Status: Ex-Träumer
Forenmitglied: Unbekannt
Avatar: kein
(II) Verfasser/in: smms
Datum: 16.12.07
Status: Traumländer
Forenmitglied: seit 07.07.2004
Datum:
Datum:
Datum:
Datum:
Status: Dauer-Träumerin
Forenmitglied: seit 24.07.2006
(VII) Verfasser/in: fernab
Datum: 17.12.07
Status: Träumer
Forenmitglied: seit 01.07.2007
(VIII) Verfasser/in: V1rus
Datum: 17.12.07
Status: Dauer-Träumer
Forenmitglied: seit 09.02.2007
(IX) Verfasser/in: Rts1
Datum: 17.12.07
Status: Träumer
Forenmitglied: seit 30.05.2007
Datum:
(XI) Verfasser/in: Rts1
Datum: 17.12.07
Datum:
Datum:
Datum:
(XV) Verfasser/in: mck
Datum: 02.01.08
Status: Träumer
Forenmitglied: seit 19.10.2007
(I) 2
ich habe wohl ein Problem, bei dem ich nicht weiter weiß. 4
Die Gedanken aufzuhören mit Drogen, wieder rauszugehen, Sport zu machen und mein Leben in den Griff zu bekommen. 6
Bin erst gestern auf Mexis gereist, vorhin aufgewacht, Wohnung aufgeräumt und jetzt alles etwas verdauen. 8
Der Trip war etwas matschig, keinen wirklichen Spaß gehabt, war halt ziemlich 10
Mein ganzes Leben, Veränderungen und Probleme wurden hochgeworfen, war ziemlich heftig für mich, damit umzugehen. 12
Die Umstände waren auch iwie scheiße, jedoch bin auch froh, jetzt ein Ziel zu haben und den Willen zu haben, etwas zu verändern. 14
Doch wie soll ich da rangehen? Was kann ich machen , welche Ablenkungen könnt ihr empfehlen, die euch helfen, nicht ans druffen zu denken. 16
Der Ansatz wurde mir heute morgen auch bestätigt, einen Kopf geraucht und bin 18
zusammengeklappt, hinterher auf den Tisch gefallen. 20
War erst knapp zwei Wochen krank geschrieben, in der Zeit schon viel Medikamente vom Doc bekommen, wirkt auch in einer Weise. 22
Ich seh zeimlich fertig aus, abgenommen, obwohl ich schon recht dünn bin, mein Kurzzeitgedächnis ist flöten gegangen, Tagträume und Halluzinationen, komische 24
Denkweise, bin derbe faul geworden 26
Ich merks auch selber, dass die Zeit angekommen ist aufzuhören bzw. eine Pause einzulegen, um mich etwas zu erholen, etwas Ruhe zu haben und ein wenig am 28 Leben teilnehmen zu können. 30
Rauchen ist da für mich das größte Problem, das mache ich täglich und Tabak ist halt auch immer greifbar. Pilze und Cannabis sind schon öfter, hinzu kam noch 32
Pep. Aber solche Sessions sind nur am Wochenende, in der Woche rauche ich nur. 34
Trotzdem hat es sich gehäuft.
Habe mir bereits öfter vorgenommen aufzuhören, aber hat bis jetzt nichts 36
gebracht. Nach 2 Tage ohne Kippe war Schluss. 38
Hört sich vlt. nicht so schlimm an, aber alles wurde schon zum Begleiter. Viel Zeit damit gehabt, viele Erlebnisse... 40
Das ist zur groben Situation. 42
Welche Tipps habt ihr, das Alles durchzusetzten? Um den Alltag zu meistern? Dann müsste ich mich wohl auch von den leute fernhalten, die es weiterhin auch 44 machen. Alles ziemlich auswegslos... 46
48 (II) Hi
Hast du Freunde oder Bekannte die nichts mit Drogen zu tun haben? Falls ja halte 50
dich an die und geh mit denen öfters mal weg. Dann kommst du auf andere Gedanken. 52
Achja und zum Kippen rauchen kann ich nur sagen pack nicht alles auf einmal an. 54
Erst mit Drogen aufhören und danach mit rauchen. Schritt für Schritt was zu ändern ist leichter als alles auf einen Schlag. 56
58 (III)
64
Solche Sachen fallen mir schon schwer, fühl mich in deren Gegenwart so dreckig. Selbst das Essen mit der Familie an Weihnachten wird schwer. 66
Ist halt nen merkwürdiges Gefühl, lässt sich aber bestimmt ändern, wenn ich ein wenig mehr Schlafe und mal raus gehe. 68
Aber selbst das Einschlafen ist ein Problem. 70
Bei mir zeigen sich die negativen Seite von Allem jetzt nach der Zeit... Ziemlich 72 scheiße alles... Aber da muss man wohl durch ;) 74
76 (IV)
Ich weiss ungefähr wie es dir geht. Als ich nach 6 Jahren 24/7 THC Konsum von einem Tag auf den nächsten aufgehört hab ging es mir ähnlich. Ich hatte schwere 78
Depressionen und konnte nur alle 2 Tage mal ein paar Stunden pennen. Ich hatte keine Lust auf Freunde oder Familie und hab mich Monate lang nur in meiner 80 Bude verkrochen.
Nach ein paar Monaten geht das aber vorbei. 82
Selbst wenn du dich in Gegenwart deiner Freunde schlecht fühlst unternehme trotzdem was mit denen. Sonst passierts dir vielleicht wie mir das diese 84
irgendwann nichts mehr mit dir zu tun haben wollen. 86
Noch ein kleiner Tip der mir sehr geholfen hat:
Falls du mit jemandem aus deiner Familie ein richtig gutes Verhältniss hast sprich 88
mit diesem über deine momentane Situation. Allein das reden darüber wird dir bestimmt sehr helfen. 90
92 (V)
Ja, so trifft es es ziemlich genau momentan. 100
Den Fehler habe ich wohl schon indirekt begangen, aber die zeigen wohl Verständniss dafür, wenn ich Ihnen mal den ganzen Scheiß erkläre, wobei sie 108
wohl viel nicht nachvollziehen können. :) 110
Nicht so mein Fall ^^... bzw. kriege ich glaube nicht hin. 116
Aber schonmal nen dickes Danke für deine Hilfe, werde deine Ratschläge befolgen... Ist halt nur ne ziemlich große Umstellung.... 118
120 (VI)
ne ziemlich große umstellung und ein hartes stück arbeit, das vor dir liegt. aber bei einem tunnel bringt es nichts die ganze zeit die tunnelwände anzugucken 122
und sich im schwarz zu verlieren, auch wenns einfacher ist, als weiter zu gehen. du musst durch den tunnel gehen mit blick zum ende des tunnels. wenn du lange 124
im dunkeln warst wird dir die helligkeit wie ein neu gewonnenes leben erscheinen ( boah, wie kitschig sich das anhört). 126
will damit sagen: es IST hart, keine frage, aber es lohnt sich am ende immer:-)
(VII)
Klingt vielleicht kitschig, ist aber an sich ein gutes Bild. 130
Wenn man das Ziel eines langen Wohls vor Augen hat, erträgt man kurzzeitiges Übel umso leichter. 132
Was sind das für Halluzinationen die du ansprichst, in welchem Ausmaß und 134
wann treten sie auf, sind es Flashbacks? 136 (VIII)
Das hat du sehr schön ausgedrückt!
Word! 148
150 (IX)
Sorry, icxh hab keinen Tip für dich, das wertvollste wurde schon erwähnt.Aber
Ich versteh bei Gott nicht, wie ihr das aushält, euch ständig in den eigenen 4 Wänden mit Drogen zuzuballern, zumal mit Pep etc und 156
dann nichtmals rauszugehn oder vermutlich sogar alleine. Ich würd da nach spätestens ner Woche psychisch zusammenbrechen... 158
Was erwartest du in den eigenen 4 Wänden ohne Austausch, ohne Spiegel, da 166
kann man ja nur mies draufkommen, aber das schnallen viele nicht ballern sich 168
170 (X)
Ich weiss nich ob ich dir da große ratschläge geben kann weil ich ein ähnliches problem habe/hatte... aber eigentlich is mein leben jetzt schon besser als vor nem 172
jahr. Ich baller mich zwar immernoch regelmäßig zu aber nicht mehr so krass. 174
Was mir enorm geholfen hat, war erstmal mit dem kiffen aufzuhören, denn auch wenn gras keine soo schlimme droge is. Die meisten leute können damit nicht 176
richtig umgehn und mich hat es einfach viel zu verplant gemacht und einfach sozial unflexibel, wenn mans so nennen will. 178
Und was noch hilft is, wie du ja selber schon erkannt hast, Sport... also ich find 180
joggen sehr gut. einfach ne halbe/dreiviertel stunde laufen, das kommt wirklich geil. 182
Naja, mehr tips kann ich dir grad auch nicht gebens. 184 bleibt sauber peace 186
188 (XI)
192
Deine Meinung, meiner Meinung nach kann man sich grad mit V und co extrem in negative Gedanken hineinsteigern und verliert den Bezug zur Realität in 194 extremem Maße. 196
Eben, genau das mein ich auch.
202 (XII)
Ja klar, das kenn ich ja auch, aber sowas tritt glaub ich bei psychisch nicht allzu 214
labilen menschen erst nach dauerkonsum ein, also über monate fast täglich kiffen z.B. 216
Wenn du so ein Konsummuster bei anderen Drogen hättest, wärst du glaub ich um einiges fertiger. 218
220 (XIII)
Schon mal danke für eure Beiträge. Ich kanns mal von vorne erklären: 222
Angefangen hat das Ganze mit Kiffen, über 2 Jahre weg...
Geleg. mal Erfahrungen mit anderen Drogen gemacht, Schmerzmittel, Chemos, 224
und am Ende mit Halluzinogenen. Ab einem gewissen Zeitpunkt war auch alles in Ordnung. 226
Keine Probleme, alles lief super, schöne Reisen gehabt. Rundum zufrieden ^^ :D... 228
Jetzt machen sich die Probleme bemerkbar. Halluzinationen bei geschlossenen 230
Augen, schwer zu erklären.. Naja, kann nicht einschaätzen, ob es Realiät ist, was ich gerade erlebe, obwohl ich wach bin... 232
Befinde mich dauern im Halbschlaf, der die ganze Nacht über geht... Angstzustände, Depris... Misstrauen Leuten gegenüber. 234
Werd morgen erstmal zum Doc hampeln, mal sehen, was er sagt... Muss mich 236
wohl erstmal erhlolen, bin zeimlich durchm Wind..
Wobei mir Opiate sehr gefallen haben, echt top.. Codein hatte ich bekommen, war 238
nen ganz geiles Erlebnis. Alles verdrängt, am Ende schön eingeschlafen. 240 Kleines Feedback:
Seit 2 tagen sozusagen Rauchfrei ^^... Ein Rückfall... Aber nur halb so ^^.. 242
Abends ein paar Bier trinken, wirkt sich auch schon positiv aus. 244
So, leg mich auch mal hin, versuche es zumindestens... Schönen Abend euch Lesern noch ^^... 246
N 248
250 (XIV)
Nunja, mir sind Gespräche sher viel wert.. Wenn es einem schwer fällt, sich zu 260
natürlich kein Ersatz, aber das passt schon. Sonst hätten wir es geändert ;). 262
Auch falsch... Wir waren draußen, alles sehr schön... Nur geb es interne 268
Probleme... Misstrauen.. Lag an uns, nict an den Umständen, kommt aber wohl mal vor.. War ja nun nicht so, dass es nicht auszuhalten war, war rechta 270
nsterngend, aber hat auch sehr viel gezeigt.
(XV)
274
Hi!
284
Mir geht es gerade, wie du es hier beschreibst, in vielen Punkten sehr ähnlich. Bin schon seit 4 1/2 Jahren beim fast täglichen Kiffen, lernte vor etwa 2 Jahren 286
Amphe kennen und nahm es im Monatsschnitt etwa 5-6 Mal. Kurz später lernte
ich weitere Halluzingene kennen (vorher nur Salvia Divinorum). 288
Um es kurz zu sagen... in den letzten Wochen hatte ich noch nie so viele Bad Trips in kurzer Zeit, hatte wie ich fand 2 Psychosen für mehrere Stunden aufgrund 290 Mischkonsums!! 292
Gerade die vorletzte Nacht, also zu Silvester, ging es mir am Ende so schlecht, dass ich beinahe so lange auf der Straße gelegen hätte, dass ich überfahren worden 294 wäre.
War übrigens fast nicht mehr in der Lage laufen zu können, weil ich neben 296
Amphetamin- und Pilzmischung noch so dermaßen viel gesoffen habe, wie in meiner früheren Partyzeit nicht. 298
Ich bin zum Glück wieder halbwegs runtergekommen und musste nach einem 300
kurzem Schlaf über mehrere Stunden ununterbrochen heulen wie ein Wasserfall. Mir wurden endlich! soviele Dinge klar, die ich vorher nicht beachtete und 302 einfach nicht sehen wollte.
Noch sind meine Gedanken teilweise etwas ungeordnet und ich bin noch ziemlich 304
vergesslich, aber so schnell kann ich erstmal nichts mehr anrühren. 306
Dass solche Erfahrungen Depressionen zur Folge haben können ist mir auch klar und ich bin auch gerad dabei so einiges in meinem Leben zu ändern, weil es sonst 308
mit mir nicht mehr lange weitergeht. 310
Beim Arzt war ich schon, werde nun sehen was mir Neurologen mitteilen. 312
Was mir noch sehr half, war ein klärendes Gespräch mit meinen Eltern, da ich zu dem Zeitpunkt (etwa 16 Stunden nach dem Rausch) wohl fast niemanden traute, 314
das stellt sich aber auch wieder ein - zum Glück. 316
Wie gehts dir gerad StyleZ, schon wieder etwas bessere Laune ? 318
An dem Foreneintrag beteiligte Nutzer: 6
Bisherige Laufzeit des Foreneintrags: 01.02.08 bis 05.02.08
Informationen über Nutzer:
Datum:
Status:
Forenmitglied:
Avatar:
Nutzer:
(I) Verfasser/in: Moshiva
Datum: 01.02.08
Status: Anfänger
Forenmitglied: seit 13.01.2008
Avatar: kein
(II) Verfasser/in: RoteZora
Datum: 01.02.08
Status: Silber-User
Forenmitglied: seit 14.01.2008
Avatar: kein
(III) Verfasser/in: meineHübsche
Datum: 01.02.08
Status: Silber-User
Forenmitglied: seit 27.09.2007
Datum:
Status: Bronze-User
Forenmitglied: seit 20.10.2007
(V) Verfasser/in: Moshiva
Datum: 04.02.08
(VI) Verfasser/in: alex
Datum: 04.02.2008
Status: Bronze-User
Forenmitglied: seit 29.11.2007
Avatar: kein
(VII) Verfasser/in: BluePill
Datum: 05.02.08
Status: Gast
Forenmitglied: kein
Avatar: kein
(I) 2
ich hab ein Problem und weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Die 4
Angst, etwas falsch zu machen oder zu sagen ist schon groß. 6
Also...mein Freund (27) nahm früher Drogen...welche kann ich nicht genau sagen, weil ich mich absolut nicht damit auskenne. Er sagt imer 8
Anvitamine...Irgendwann machte sein Körper ihm einen Strich durch die Rechnung. Sein Darm...die Leber...Nieren etc. 10
Ärtze sagten, wenn er weiter so macht, das er nicht mehr lange lebt. Das nahm er anscheinend zum Ansporn mit den Drogen aufzuhören. 12
Er machte einen Entzug auf eigene Faust, was ziemlich hart für ihn war (so wie er es mir auch schon sagte). 14
Aber wie es so ist, suchte er sich eine "andere" Droge...der Alkohol! Jeden Tag nicht, aber alle Wochenende kippte er sich wahrlos mit Alkohol 16
zu...regelrechtes Kampfsaufen könnte man schon dazu sagen! Irgendwann machte auch das seinem Körper zu schaffen...da wieder Entzug! 18
Mittlerweile nimmt er keine Drogen und trinkt auch keinen Tropfen Alkohol. Was ich ziemlich klasse finde, weil net jeder sowas schafft! 20
Doch..merke ich, das ihm was fehlt...er sagt es auch immer wieder... 22
das beste Bsp. Silvester...früher beamte er sich mit irgendwelchem Zeug zu, das er einen "guten" Start ins neue Jahr hat....dieses Silvester war nix...und er sagt auch 24
immer...er kann auch ohne...
Doch gerade gestern war wieder ein Gespräch...da sagt er: Mein Körper braucht 26
es...!?!...Doch der Entzug war zu krass und er hat Angst davor es wieder durchmachen zu müssen, das er deswegen nichts mehr nehme!!! 28
Er wiederspricht sich jedesmal was dieses Thema betrifft... 30
Und ich hab auch Angst, ihm wirklich zu sagen was ich denke..und das es auch ne Kopfsache is...ob der Körper das "braucht" oder nicht!?! 32
Er kommt auch immer mit dem Argument, das ich nicht weiß wie es ist. und ich
34 davon keine Ahnung habe
Aber das er jedesmal merkt, das ihm was fehlt. das "sein" Körper etwas
36 braucht. vor allem wegen seinen Schmerzen die er oft hat.
38 Aber die Ursache waren doch die Drogen. die haben ihm doch diese Schmerzen
gebracht. ich kann das absolut nicht nachempfinden was er denkt und fühlt. vllt
40 weil ich wirklich noch nie Drogen genommen habe
42 Nun meine Frage. wie soll ich damit umgehen. wie soll ich mich verhalten?
Vor allem. wie kann ich ihm helfen?????
44
F ür jede Hilfe wäre ich dankbar
46
LG Moshiva
48
(II)
50 Hmm. das ist echt eine schwierige Sache
Ich denke das dein Freund eben noch im Kopf süchtig ist, und da sogar nach
52 allem, hauptsache es berauscht. Deshalb ist er ja auch von Amphetaminen (du
hast geschrieben Anvitamine. das hat aber nix mit Vitaminen zu tun ))
54 Er braucht wohl eine Therapie, also eine Gesprächstherapie. Wie du schreibst hat
er die Entzüge immer selber gemacht, das funktioniert natürlich, aber dennoch ist
56 es noch in deinem KOpf drin, das du Lust hast dich zu berauschen.
58 Es ist schwer damit umzugehen, denn er muss es einsehen und sich eingestehen
dass er noch süchtig ist.
60
LG Zora
62
64
(III) 66
dein Freund scheint körperlich clean zu sein aber sein Kopf macht ihm da 68
teilweise einen Strich durch die Rechnung. Aber sieh es doch mal positiv das er bisher nicht mehr rückfällig geworden ist. 70
Was wichtig ist das dein Freund eine Therapie macht, das kann ihm helfen. 72
Versucht doch mal bei euch in der Stadt mit der Drogenberatung Kontakt aufzunehmen. 74
LG 76
meineHübsche
(IV)
80 @Moshiva
82 Hochachtung vor deinem Freund, der trotz zeitweiligem Verlangen nach seinen ehemaligen Drogen bisher clean blieb! 84
Natürlich bringen Drogen/Alkohol auf Dauer nur Schmerzen und Qualen, 86 doch irgendwann zu Beginn einer Drogenkarriere hat jeder Süchtige zunächst das unbeschreibliche Gefühl von Befreiung, Erleichterung und 88 Wohlbefinden beim Konsumieren, das im sogenannten "Suchtgedächtnis" so gut wie unauslöschbar in Erinnerung bleibt!
Es sind daher also weder Absicht, Wille noch Labilität deines Freundes 98 "Schuld daran", hin+wieder Gefühle ehemaliger positiver Drogen-Wirkungen herbeizusehnen, sondern es ist die ganz normale "Konsequenz" 100 seines Suchtgedächtnisses, die jeder Süchtige zur Genüge kennt...
102 (V)
erst mal danke an alle die mir geschrieben haben! Ich hab mir das alles erst mal durch den kopf gehen lassen bevor ich 104
irgendwelchen Stuss zusammen schreibe.
Wie gesagt, da ich mich absolut net auskenne, weiß ich weder wie das 106
geschrieben wird...noch für was das ees gut sein soll. 108
Das mein Freund "clean" ist...macht mich sehr stolz...und ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, weil ich nicht weiß ob ich das mit ihm durchstehen könnte, wenn er 110 ncohmal drogen nehmen würde.
JA er hat alle Entzüge von sich aus und alleine gemacht... 112
deswegen denke ich auch, das ihr recht habt...was eure Antworten/Meinungen betrifft! 114
Ich bin mir ziemlich sicher, das er im Kopf noch süchtig ist! Sonst würde er nicht so reden. 116
Ich hab zeitweise auch das Gefühl, das er sein Leben immer und immer wieder damit in Verbringung nehmen will... 118
er sagt: Drogen haben sein Leben verändert...wird immer ein Teil von sich bleiben...etc etc! 120
Aber....eine Therapie??? 122 Würde er niemals machen!
Hab ich alles schon versucht -.- leider ohne Ergebnis! 124
Er sagt, das ihm dabei keiner helfen kann...vor allem nicht ein Arzt... ((damals wollte ihm die Ärtze auch nur Ersatzdrogen verschreiben...und in seinen 126
augen, kann sowas nicht helfen...im gegenteil))
128
Gibt es keinen anderen Weg ihm zu helfen???
Ihm irgendwie klar zu machen das sein Kopf noch "süchtig" nach dem Zeug ist??? 130
LG Moshiva 132
**und danke für die vielen Antworten, hab ich echt nicht mit gerechnet** 134
136 (VI) hi 138
doch eine selbsthilfegruppe könnte ihm da ganz gut helfen 140
ich sprech aus eigener erfahrung ...... 142
aber er muss da hin wollen 144
lg alex 146
sein kopf ist und bleibt immer süchtig
in therpien und selbsthilfegruppen lernt man mit dem suchtdruck umzugehen 148
150 (VII) Hallo Moshiva,
ich kenne die probleme von deinem freund durch andere kolegen von mir und von 152 mir selber. 154 mein argument dazu ist: 156
klar finde ich es gut das er sich selber "zurück hält", aber dennoch ist es so, das es für eine person (die noch nie drogen genommen hat) nicht wirklich sichtbar ist, ob 158
jmd anderes zb AMP genommen hat! d.h. wenn sich jmd mit diesen drogen schon ausgiebig und regelmäsig "verabredet" hat, kann er sich auf "normale, altags 160
situationen " einstellen, womit ich meine,
162 breit im wohnzimmer zu sitzen ohne das es "non-drug-addicted"-leute merken.
164 also ist mein rat wenn du ihn nicht an die drogen-rückfälligkeit verllieren willst,
solltest du ihn mehr beobachten
An dem Foreneintrag beteiligte Nutzer: 6
Bisherige Laufzeit des Foreneintrags: 18.12.07 bis 28.12.07
Informationen über Nutzer:
Datum:
Status:
Forenmitglied:
Avatar:
Nutzer:
(I) Verfasser/in: felix
Datum: 18.12.07
Status: Gast
Forenmitglied: kein
Avatar: kein
(II) Verfasser/in: meineHübsche
Datum: 19.12.07
Status: Silber-User
Forenmitglied: seit 27.09.2007
(III) Verfasser/in: alex
Datum: 21.12.2007
Status: Bronze-User
Forenmitglied: seit 29.11.2007
Avatar: kein
Datum:
Status: Gold-User
Forenmitglied: seit 18.11.2007
(V) Verfasser/in: felix
Datum: 23.12.07
Datum:
Status: Bronze-User
Forenmitglied: seit 20.10.2007
Datum:
Status: kein
Forenmitglied: kein
Avatar: kein
(I) 2
Bin 22 und meine Süchte machen mir Sorgen. Zwar schon länger, aber jetz will 4
ichs endlich mal alles aufschreiben!
Mein Suchtverhalten ist irgendwie überhaupt nicht auf einen Stoff beschränkt, 6
sondern ich nehm eigentlich alles, was ich kriegen kann... Komme mir manchmal schon ziemlich Junkiehaft vor. Es ist für mich kein 8
Problem, drei Tage völlig nüchtern zu sein, ich kann dann auch recht gut schlafen, aber je länger ich abstinent bin, desto größer wird das Verlangen, mich wieder 10 wegzuknallen.
Meistens beginnt das dann mit Alkohol(meine größte Schwäche, da mans ja auch 12
billig und überall haben kann). Ab und zu bleibts dabei, manchmal bin ich aber auch tagelang auf GHB, Amphitaminen oder MDMA. Auch Tillidin, 14
Benzodiazepine, DMX oder Pilze sind schon mal dabei. Reiner Zufall, dass ich noch kein Koks oder H genommen habe, liegt an meinem eher "braven" 16
Freundeskreis, die übrigens von meinen Ausschweifungen entweder keine oder nur eine blasse Ahnung haben.Genau wie meine Freundin und meine Familie, d.h. 18
ich bin der einzige Mensch, der weiß, dass es langsam schlimm steht... Dazu kommt, dass ich seit 2 Jahren täglich 30mg Antidepressiva(SSRI) nehme, 20
obwohl ich eigentlich nie wirklich an Depressionen gelitten habe. (wollte das nehmen, um weniger drogengeil zu sein, jetzt bin ich quasi auch davon 22
abhängig...) Kann auch nich gesund sein.
Noch sind meine Leberwerte und sozialen Kontakte normal, ich fühl mich 24
meistens gesund, auch im nüchternen Zustand.
Ich bin, ohne angeben zu wollen, der beste in meinem Studium und fast niemand 26
hat auch nur den geringsten Schimmer.
Das ist auch die Grund, warum ich mir einbilde, es könnte so weiter gehen... 28
Aber ich weiß, dass sich was ändern muss und zwar radikal! Dumm ist, dass ich nach jahrelangen perfektionierten Lügen große Probleme 30 habe, das alles zuzugeben!!
Hat jmnd hier ähnliche Probleme? An welche Beratungsstelle sollte ich mich 32
wenden? Denkt ihr, man kan so einem Kreislauf entrinnen und gleichzeitig nicht 34
Vielen Dank für Antworten, Gruß an Alle! 36
38 (II) Hallo felix, 40
viel kann ich dir nicht dazu sagen, da ich selber keine Drogen nehme, aber das du dir Gedanken machst ist schon mal ein Schritt. 42
Versuch doch mal mit den Drobs Kontakt aufzunehemen, die können dir bestimmt 44 weiter helfen. 46 LG meineHübsche 48
50 (III) hi felix
ohjee das hört sich aber auch nicht gerade toll an 52
also ich habe mit sovielen mitteln auch keine erfahrung da ich nur von einem stoff abhängig war und das waren codeintabletten .. und diese nahm ich 13 jahre am 54 stück ..
da ich zur zeit mit subutex substituiert werde weil ich irgendwann mal auf den 56
trichter kam das ich entweder irgendwann vor die hunde gehe oder ich höre damit auf 58
das du das gut verheimlichen kannst glaube ich dir denn ich habe dies auch jahrelang gemacht .. 60
sprich mal deinen hausarzt drauf an der reisst dir nicht den kopf runter geh zu einer beratungsstelle 62
ich lief auch erstmal einigemale dran vorbei bis ich den schritt gewagt habe reinzugehen und mich dazu bekennen das ich eben ein suchtproblem habe .. ja ich 64
weiss es wird schwer werden dich zu offenbahren aber wenn du dieses tust gehts
rein willst du wirklich zukünftig süchtefrei sein und das für immer???? denke nach was du dir für die zukunft wünschst 68
vieleicht hast du auch mit rückfällen zu tun also du musst wollen merk dir das solange du das gefühl hast ich muss damit aufhören fange erst gar nicht damit an 70
der richtige satz soll dir sagen ich will damit aufhören ..
und liebe grüsse alex 74
76 (IV) Lieber Felix, 78
sehr viele Tipps kann ich dir leider auch nicht geben, da ich mich so gut wie überhaupt nicht mit der Materie auskenne... 80
Aber ich denke, dass der erste Schritt auch wäre, sich an jemanden zu wenden, der sich damit auskennt oder eine Person, der du vertraust! 82
84 (V)
Ja ich denke, der Anfang muss wohl sein, mit irgendjemanden ganz offen drüber zu reden... 86
Überleg mir noch mit wem ich das machen soll.
Ich denk, ich werde wirklich erst mal zu ner Beratungsstelle gehen, vielleicht 88
gibts auch irgendwelche Selbsthilfegruppen für solche Probleme. 90 Dank euch für die Tipps! 92 Frohe Weihnachten!
98 (VI) Hallo Felix, 100
deine Probleme sind mir sehr vertraut, da ich mit dem Thema "Sucht" seit meinem Pubertätsalter zu kämpfen habe. 102
Damals, im Alter von ca. 14, 15 Jahren waren es zunächst Zigaretten, die wir Schüler heimlich in den Pausen auf der Schul-Toilette pafften. 104
Eigentlich taten dies in jenem Alter die meisten an der Schule, da es halt einfach "cool" und angesagt war; 106
eine starke Raucherin war allerdings schon in kürzester Zeit ich, während die wenigsten meiner Mitschüler nikotinabhängig wurden. 108
Bis Mitte 20 trank ich häufig als auch "einen über den Durst", was viele junge Leute am Wochenende ganz gerne mal tun, doch mein Trinkverhalten war, im 110
Nachhinein gesehen, wesentlich exzessiver und einfach "anders" als das der anderen! 112
Richtig süchtig wurde ich dann allerdings von Kokain, Speed sowie Benzodiazepinen, was mich meinen Job kostete und trotz einiger stationärer 114
Entgiftungen sowie zwei Langzeit.-Theras nur schwer wieder in den Griff zu kriegen war/ist. 116
118 Um meinen Beitrag allerdings auf den Punkt zu bringen:
weder durch meine Familie vorbelastet noch vom "falschen Freundeskreis" 120
inspiriert habe ich eine sehr starke Sucht-Anfälligkeit, oder, wie es ein Therapeut ausdrückte, "ein enormes Suchtpotential". 122
Mit inzwischen fast 37 Jahren hat sich daran auch nichts geändert, obwohl ich 124
weiterhin an meinem Sucht-Verhalten arbeite.
Mit einfachen Worten ausgedrückt würde ich in meinem Fall behaupten, dass 126
alles, was mir gefällt oder mich aus sonstigen Gründen motiviert binnen kürzester Zeit eine neue Sucht auslöst, wenn ich nicht ständig aufpassen würde! 128
Ich will und kann keine Ratschläge geben, was dir helfen könnte, da dies 130 individuell verschieden ist;
auf mich selbst bezogen allerdings weiss ich, dass mir Beratungsstellen, 132
Therapien etc. keinen Erfolg brachten! 134
Das einzige, was mir (leider aber nicht immer!) hilft, ist ständig auf der Hut zu sein und Gefahren möglichst aus dem Weg zu gehen (womit ich auch Spielcasinos 136
oder andere Vergnügungsstätten meine). 138
Ich wünsche dir Frohe Weihnachten und weiterhin alles Gute, 140 Amphetia
(VII)
@ hallo Felix, 144
das was du schreibst, kenne ich natürlich auch nur zu gut. ich bin halt süchtig. ich war schon süchtig, bevor ich überhaupt drogen kannte. 146
vor meiner aktiven zeit war ich langstreckenläufer und auch diesen sport habe ich halt süchtig betrieben. marathon war nicht genug. da habe ich dann 100 km läufe 148 gemacht.
bei drogen wars genau so. es gab nie genug. 150
und heute, nach fast 9 jahren ohne stoff - 8 jahre ohne fluppen - denke ich auch oft, da muss doch irgentwo noch eine bessere party laufen. 152
das was ich heute alles habe ist dann irgentwie nicht genug. fühlt sich langweilig an. komisch, dabei ist mein leben heute viel aufregender als damals, als ich noch 154 genommen habe.
nicht nur drogen übrigens. süchtige nehmen alles was sie kriegen können. auch 156
andere menschen. und sie kriegen nie genug.
je mehr mir coabhängige frauen geben und helfen wollten, um so mehr habe ich 158
von ihnen genommen. bis sie alle waren. mir wars trotzdem nie genug. heute bin ich nüchtern, weil ich nicht allein bin. allein bin ich in schlechter 160
gesellschaft. ich bin dankbar, das ich eine selbsthilfegruppe mit nüchtern lebenden menschen gefunden habe die genau so durchgeknallt sind wie ich. 162
ich habe hier schon das wort "genesung" gelesen. so gehts mir auch. ich genese von meiner krankheit sucht. und es macht nix, das das lange dauert. ich nehme 164
kein dope mehr. ich bin frei und glücklich. 166 alles liebe. joe
Threat (E)
Verhaltensstörungen durch langjährigen Drogenkonsum
Internetadresse: www.drogen-forum.forumfrei.com Anmeldung:
An dem Foreneintrag beteiligte Nutzer: 16
Bisherige Laufzeit des Foreneintrags: 11.03.08 bis 21.03.08
Informationen über Nutzer:
Datum:
Status:
Forenmitglied:
Avatar:
Nutzer:
Datum:
Status: Nachwuchsstar
Forenmitglied: seit 02.03.2008
Avatar: kein
Datum:
Status:
Forenmitglied: seit 27.12.2007
Datum:
Status: Experte
Forenmitglied: seit 12.02.2008
Avatar:
Datum:
Status: Nachwuchsstar
Forenmitglied: seit 12.03.2008
Avatar: kein
Datum:
Datum:
Status: Experte
Forenmitglied: 22.12.2007
Datum:
Status: Lost in Translation
Forenmitglied: 22.12.2007
(VIII) Verfasser/in: Karies
Datum: 12.03.08
Status: Nachwuchsstar
Forenmitglied: 26.12.2007
(IX) Verfasser/in: Kixlikeamule
Datum: 12.03.08
Status: psycho? logisch!
Forenmitglied: 22.12.2007
Datum:
Status: User
Forenmitglied: 03.01.2008
(XI) Verfasser/in: Clubrider
Datum: 12.03.08
Status: User
Forenmitglied: 14.01.2008
Datum:
Datum:
Datum:
Datum:
Datum:
(XIX) Verfasser/in: ILoveE
(XXI) Verfasser/in: SUCK@BONG***
Hermine (XXIII) Verfasser/in:
(XXIV) Verfasser/in: Hermine
Datum: 13.03.08
Strobbie (XXV) Verfasser/in:
Strobbie (XXVII) Verfasser/in:
Strobbie (XXVIII) Verfasser/in:
Datum: 21.03.08
(I)
Bevor ich immer Schreibe und Erfahrungen preisgebe möchte ich doch hier 2
einmal Erfahrungen einholen, wo könnte man das zu dem thema besser als hier? 4
Erzählt bitte von euren Gedankenkreisen (Kopfkinos), Ängsten auch Paranoia oder sowas, Kommunikationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, ticks, 6
körperparanoia und gefühlsstörungen und sonstigem geistigen wirrwarr den ihr meint an euch selbst feststellen zu können. 8
Ich meine nur das was, wenn ihr glaubt durch drogenkonsum verursacht wurde. 10
Ich freue mich über ernstformulierte Aussagen die nicht ins lächerliche gezogen werden! Wär ganz cool wenn da mal einer offen und ehrlich was zu sagt und wie 12
er damit umgeht, bzw es vielleicht therapieren will
(II)
Also ich hab ne Menge Ticks da ich zwanghaft bin. 16
Durch jeglichen Drogenkonsum nehmen alle Zwänge ab, was natürlich toll ist. 18
Schlafstörungen: Ich schlafe wie ein Gott
Körperparanioa: Meine Hypochondrie wird durch Narkotika abgemildert 20
Gefühlsstörungen: Ja, definitiv. Aber nur ohne Drogen. 22
Die einzige Verhaltensweise die ich als negativ beurteile, und die ich mir definitiv 24
durch meinen Konsum angeeignet habe, ist das ich z.B. vor bestimmten Tätigkeiten Fixpunkte habe. 26
Ich "muss" z.B. kurz vor dem Kinofilm nocheinmal Opiate zu mir nehmen, auch wenn die Menge lächerlich gering ist (12mg Tilidin) 28 Am liebsten auf dem Klo. 30
Aber bitte überbewertet das nicht.
32
Schauen wir doch mal die Raucher an...da ist es doch noch viel schlimmer. Als ich geraucht habe musste ich nach dem Essen, abends beim entspannen, nach 34
einem Kaffee, nach einem Bier, bei Langeweile etc. etc. rauchen. 36
Aus dieser Perspektive stehen Zigaretten den von mir opioidinduzierten Verhaltensweisen also in nichts nach. 38
Sie sind noch viel, viel schlimmer. 40
Das klingt jetzt nach Verharmlosung; Aber betrachtet man Zigaretten als Droge, (Nikotin) - dann muss man sich eingestehen dass meine Argumentation ja schon 42 irgendwo Recht hat. 44
Von den Schäden durch Zigaretten, körperlich sowohl als auch psychisch (Sucht, 46
Gewohnheiten..) möchte ich gar nicht anfangen zu reden. Wär n eigenen Thread wert. 48
50 (III)
Ich hab das auch mit dem Subutex. 54
Mini Mengen, vorm Essen, vorm Weggehen, vorm Aufräumen, vorm Duschen etc. 56
58 (IV)
Meine Nebenerscheinungen waren (hab von 16 bis 22 keinen Tag nüchtern erlebt): 60
- ekelhaftes Gefühl beim Morgengrauen, bedingt durch das häufige runterkommen 62
von E oder heimfahren von ner Party zu dieser Tageszeit. - Paranoia, aber kein "Verfolgungswahn" wie es immer dargestellt wird, hab mir 64
nur irgendwie eingeredet meine Freunde tun nur so als würden sie mich mögen (war ein schräger Trip, hat aber gereicht um 50% meiner Freunde abzusägen weil 66
das Gefühl mit jeder anderen Droge wiederkam)
- nach 2 Monaten totaler cleanheit stand ich auf der Arbeit und es machte 68
"schwupps". Es fühlte sich an wie ein Schleier der vor mir hochgezogen wurde, und ich sah die Welt ganz anders, ich dachte ganz anders, ich war wieder so wie 70 vor den Jahren des Konsums
- Nebenwirkung bis heute: Ich finde an nichts so viel Freude wie an den Räuschen 72
(besonders wenn ich an Koka denke). 74
- positive Nebenwirkung des Aufhörens: Ich hab zwar keine Flashs, dafür viel mehr kleine Glücksmomente die ich in den Jahren des highseins gar nicht mehr 76 wahrgenommen habe.
(V)
Diese Depressionen, die vom Extasy Konsum kommen, die hab ich auch. 80
Sie kamen, in den Wochen, zwischen den Feierwochenenden und sind nie wieder verschwunden. 82
Ich habe deshalb seid 94 das Zeug nicht mehr angerührt. 84 (VI)
Ich habe Störungen (Ängste, depressive Gedanken), die nicht drogeninduziert sind 86
(schon lange vor jedem Drogenkonsum da waren), sich aber durch Drogen stark bessern lassen. 88
Durch den Drogenkonsum ist nichts an Störungen hinzugekommen, lediglich Sucht, wenn man die in dem Sinne dazuzählen will. 90
Alles in allem geht es mir, seit ich Drogen nehme, deutlich besser als vorher. Das einzige Problem ist staatliche Repression. 92
94 (VII) Hier, ich auch!
96
Bin nun bald 41 Jahre alt und schreibe immer noch hier im Drogen-Forum! 98
Ansonsten bin ich ganz gut weg gekommen, habe aber fast aus schliesslich nur gejunkt! 100
Dennoch ist mein Verhalten nicht altersgerecht! 102
104 (VIII)
meine pubertät dauert jetzt schon an bis in 28zigste lebensjahr. das hab ich den drogen zu verdanken. 106
fluch oder segen. ich weiss es nicht. alle in meinem alter sind so steif und konservativ geworden. 108
aber ich bin immer noch der clown, der ich mit 16 war.
famlilie und job hab ich ja... aber irgendwie bin ich nicht so verbittert wie andere. 110
meine entwicklung wurde durch drogen gestört... aber ich mag es 112
114 (IX)
abgesehen von job und eigener familie schließe ich mich diesen ausführungen 1:1 an, inkl alter ^^ 116
118 (X)
Genau so siehts bei mir eigentlich auch aus. Was n Problem ist, das ich 122
mittlerweile Schwierigkeiten habe mich richtig auszudrücken mir auch oft Wörter nicht einfallen und solche Sachen. 124
(XI)
mir gehts ganz genauso, ich hab nur keine familie. bin ja mit 27 selbst noch ein 140
142 (XII)
das meinte ich damit, das man sich nicht weiterentwickelt. 154
Ich fühl mich auch 10 jahre Jünger ....
(XIII)
Ich empfinde dies, so wie bei mir, nur sehr stoerend wenn zu frueh angefangen 176
wurde massiv Drogen zu konsumieren!
Man wird zwar hart, abgebrueht, bleibt aber dennoch recht Naiv-Kindlich 178
Sentimental und Inkonsequent! 180
Schlimm eigentlich ist nur das der Berufliche Werdegang, und damit die Soziale-Integration, total un-aufholbar verloren ist! 182
184 (XIV)
Bis auf das Inkonsequente kann ich das total unterschreiben. 192
Inkonsequenz kann ich mir nicht leisten. dann wird mir auf der Nase rumgetanzt.... 194
Ja, man wird abgebrüht. Es schockt einen nicht mehr, wenn Bekannte sterben etc. 196
Ich hab beim Tod meines Hundes mehr getrauert und geheult, wie beim Tod meine Ex Freundes oder den ganzen anderen Freunden/Kollegen von früher.... 198
Ich merke auch, dass ich die letzten Jahre, in denen ich nur noch gekifft und mein 200
Subu genommen habe, erwachsener geworden bin. Komisch, denn clean bin ich ja trotzdem nicht. 202
Dazu kann ich oft mit Leuten in gleichen Alter nicht viel anfangen. Die haben 204
Familie, geht arbeiten, führen ein komplett anderes Leben als ich. Schon frustrierend. 206
Mitleid empfinden, bei Freunden mit Alltagsproblemen, fällt Jemanden, der schon 208
richtig in der Scheisse gesessen hat, auch oft schwer. 210
Das einzig Gute daran ist, das Opiate optisch jung halten. Benzos auch. Man regt sich nicht auf, schläft den viel und bekommt deshalb nicht so viele 212 Falten und graue Haare
(XV)
216
so gehts mir auch aber die kleinen glücksmomente werden immer mehr!!! 238
Ein weiteres Ding was bei mir dazu kommt ist, das wenn ich mit "fremden" rede ich irgendwann den faden oder das interesse am gespräch verliere oder das ich 240
denke mein gegenüber versteht mich nicht und dann provakativ nach frage das sich die leute dann immere aufregen, aber ich meins nich böse. 242
Irgendwie kann ich dagegen aber nichts tun und dann fang ich an zu überlegen 244
und mein gegenüber redet an mir vorbei und dann reg ich mich über mich auf weil ich kein gespräch auf die reihe krieg und überlege wie ich das änder kann und 246
dann geh ich mit meinem gesprächspartner voll unfröhlich auseinander und das macht mich dann so fertig, weil ich immer überlege woran das liegt und dann 248
krieg ich kopfschmerzen. ich glaub die chemie hat mein sprach und entspann dich und bleib locker- gehirnteil gefickt!!! 250
Scheiße hoffentlich geht das irgendwann weg sonst werd ich voll isoliert und 252 interessenlos...
254
Hat jemand ähnlich probleme oder ein ablenkungstip wie man das wieder lernen kann ein vernünftiges gespräch zu führen? 256
258 (XVI)
jetzt wo ich seit längerem mit jeden tag junken aufgehört hab, merke ich auch diese entwicklung bei mir. Ich bin sehr sozial und tolerant und sehe optisch auch 266
meinem alter entsprechend und bischen finster aus, dazu habe aber diese naivkindliche denken, ein totaler widerspruch, meine familie freuts das ich "so lieb 268
und sozial" bin aber meine Umwelt nutzt das natürlich gnadenlos aus... is ja klar, müssen ja alle denken - ja der läuft hier rum wie mister oberlocker und checker 270
vom ganzen- und dann red ich gequirlte scheiße und kicher wos kein anderer komisch findet und auch keiner verstehen kann weil ich nur über irgendwas lach 272
das nur ich wahrgenommen habe... das stört mich tierisch, denn ich sehe es als nachteil nicht erwachsen zu werden, das ist auch mit ein hauptgrund der bei mir 274
überhaupt erst depris mitauslöst und grund dafür ist das ich nie wieder drogen anrühren will und alle vor dem scheiß warnen will... 276
fiel mir noch so ein... 278
280 (XVII)
Ich versteh das Problem nicht ganz. 288
Weisst du, wie oft Kiffer den Faden im Gespräch verlieren? Warum fragst du provokativ nach? Kein Wunder, dass dann irgendwann keiner 290 mehr Bock auf dich hat.
Man kann sowas auch mit Witz und Charme rüberbringen.... 292
Edit: 294
Ähm, du bist 19
(XVIII)
302
ja aber ich schiebe so die gedankenkreispsycos bezüglich all solcher sachen , ich bin quasi nurnoch dabei mich zu analysieren und über sowas nachzudenken und 304
alles dreht sich links rechts oben unten, ich hab schon sowas wie migräne dadurch, das kotzt mich so an, das schlimme ist ich weiß das alles und schaffe es 306
nicht was zu verändern bei mir im kopf, ich weiß nichma ob ich das muss und so
ach kp 308
war das ein bischen lustig? ich hoffe für dich wenigstens... mich macht das alles so fertig ich kann nichmehr wirklich lachen so ausm bauch raus, ja ich will nich 310
jammern oder so ich wusste worauf ich mich einlass, aber es ich weiß es gibt immer ein weg zurück, da glaube ich ganz fest dran, ICH will das packen und den 312
wegweiser hab ich schon gefunden, nur ist es so dunkel alles das ich die
abzweigung nich finde... hmpf mist 314
316 (XIX)
Ja ich kenns auch, dass ich früher so Phasen von mich selbst analysieren hatte, 318
aber schon lange vor Drogenkonsum. War bei mir Stoßweiße, hatte auch früher, behaupte ich zumindest, Minderwertigkeitskomplexe, die aber seit ich Drogen 320
(und ganz speziell E) angerührt habe, komplettt weggegangen sind. Aber evtl. war das bloß ne stinknormale Entwicklung, die auch ohne Drogen ihren Weg 322 gefunden hätte.
Und auch sich aufhängen mit kreisenden Gedanken, dass es einem aufn Sack geht. 324
Hatte ich vor paar Monaten vom Kiffen gehabt, habs dann eingestellt und ist weggegangen. Mich hat die Verpeiltheit angekotzt und das ich mir langsam aber 326
sicher keine 2 Sätze merken konnte^^ War aber weniger stier, hab das Kiffen halt zurückgefahren und ne Woche später war alles beim Alten. 328
Seit ich mit Psychedelika angefangen habe und, ich schätze mal, über 20 Trips hatte (von Salvia net zu sprechen), fühle ich mich verändert. Im Positiven Sinne 330
Fühle mich selbst einfach mehr, kenne meine kleinen psychischen Probs etwas besser (die jeder hat) und bin von einer pessimistischen Lebensanschauung 332
weggerrückt... oder irgendwie so, jedenfalls fühl ich mich anders und muss sagen, dass ich mich so wohler fühle. 334
@mousepad 336
hab mal irgedwas gelesen, was ich recht gut fand: das leben ist wie ein tunnel, wenn man mitten drin ist, sieht man aber anfang und ende nicht mehr... irngedwoe 338 so.
Finde aber, dass es so ne Verwirrung ist, wenn man sich vllt selbst verloren hat 340
(z.b. durch übermäßigen drogenkonsum) oder einfach mal depris schiebt (nicht nur wegen drogen, kommt ja auch so vor). 342
344 (XX)
Ist bei mir auch so denke ich. 350
Kann das nicht normal sein? 360
Gerade bei Menschen die sich durch ihr Denken bzw. ihre Person, -die ja das Denken, die Gefühle, Wertvorstellungen beinhaltet - von anderen unterscheiden ? 362
Während ich mich schon quälende Tage mit dem Tod beschäftigt habe, haben 364
andere in meinem Alter ihr frohes dummes Leben gelebt und nichts von dem mitbekommen was sie nicht mitbekommen wollten. 366
368
Als ich 15,16,17 war habe ich mich auch intensiv selbst analysiert. Das bedeutet dass ich so ziemlich alle Freud'schen Werke und alles was darauf aufbaut(e) 370
gelesen hatte und dieses Wissen auf mich selbst anwendete. 372 Okay, im Nachhinein ist das schon schräg ( ), aber es war eben ein Erklärungsversuch meinerseits. Und meiner Bildung hat's sicher nicht geschadet. 374
Ich denke grade jetzt, wo du mit dem Konsumieren gebrochen hast, willst du 376
mehr dennje wissen wer du eigentlich bist, wo du hinwillst usw.
(XXI)
verhaltensstörungen - naja, als ich 19 war, wie padawan mousepad, da hab ich 380
nach 2 jahren heftigem xtc und amphe konsum vergressen, wer ich vor dieser episode meines lebens war - hat auch fast 2 jahre gedauert, bis ich mich wieder 382
einigermaßen selbst gefunden hatte. 384
ansonsten hab ich über die jahre ne kleine essstörung entwickelt, bin wohl unreifer als "normale" vertreter meiner generation. 386
mit dem erwachsenwerden halte ich es derzeit noch wie peter pan 388
achja, wie viele langzeitkonsumenten sehe auch ich jünger aus als ich sollte. :P 390
392 (XXII)
Diese Aussage kommt aus dem Tunnel Club vom Hamburger Kiez, auch dort 402
spielte ein Teil meines Lebens, ich kenne den Spruch schon sehr lange. Aber ich
finde ihn irgendwie nicht gut... den ich finde Tunnelclubblick fürs Leben 404
nicht vorteilhaft deswegen gehe ich nicht mehr in den "verseuchten" Laden, jetzt wo ich clean werden will, ist das der letzte Ort wo ich sein will... 406
Und das er Leute verwirrt, sehe ich genauso...
408
Wie du sehe ich das mit einem Fragezeichen sonst hätte ich meine Zweifel nicht 414
geäußert... ich hoffe es ist eine nicht durch drogen hervorgerufenen entwicklung... die irgendwann positive auswirkungen hat... 416
Ja eindeutig, vielleicht nich ganz, ich weiß schon wo es hingehen soll, zumindest so wie man sich das vorstellen kann... doch wer ich bin?? Weiß das überhaupt 422
jemand so ganz??? Zur Not guck ich in Perso 424
ja bis letztes jahr sah ich auch durchgehend aus wie 15, in diesem jahr bin ich um 6 jahre gealtert, alle schätzen mich auf 21, die mich nicht kennen, so schnell 428 verändert sich alles... 430 (XXIII)
Ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht gross verändert habe, im eigentlichen 432
Sinne des Wortes. Gewisse negative Eigenschaften hat es einfach verstärkt, z.B. das Aufgaben vor sich her schieben bis ich ein enormes Zeitproblem kriege (bsp: 434
Lernen, Protokolle, Rechnungen, Steuererklärung usw.) 436
Ich bin etwas ernster und nachdenklicher, als früher, aber das muss nicht an den Drogen liegen, kann auch das "Älterwerden" (ich weiss, ich bin jung...^^), evtl. 438 eine Mischung aus Beidem. 440
Ansonsten bin ich immer noch durchgeknallt, spontan, laut und "besser als der Durchschnittsjugendliche" wie schon eh und je. 442
444 (XXIV)
Das liegt auch schlicht und ergreifend an deinem Alter, 18-jährige männliche Jugendliche sehen oft aus wie 15-Jährige verglichen mit den gleichaltrigen 452
Mädels bzw. 18-Jährigen aus "Filmen"
(XXV)
Stellenweise habe ich mich höchstwahrscheinlich charakterlich zum Positiven 456
gewendet, ohne Psychedelik wäre ich mit Sicherheit ein ziemliches A*schloch geworden. 458
Dafür habe ich allerdings mit eingeschränktem Kurzzeitgedächtnis, Motivationsproblemen, limitierter Karriere und aufgeschmolzenem finanziellen 460
Polster bezahlt. Wortfindungsstörungen im Allgemeinen und gewisse soziale Paranoia im Einzelfall halten bis heute an, obwohl ich seit mehreren Jahren 462
keinen nennenswerten Drogenkonsum mehr habe.
Allerdings hilft es, im Anfluten von Depression oder Paranoia einfach den Ball 464
flach zu halten,einmal durchzuatmen und abzuwarten was kommt. Da ich (für heutige Verhältnisse allerdings nicht mehr) ziemlich jung an Jahren 466
angefangen habe, mich regelmäßig abzudichten, habe ich aber natürlich keine Ahnung, was ohne Drogen aus mir geworden wäre. Vielleicht auch so eine an 468
jahrelangem Alltag zerbrochene Person, die sich über eine minimale Gehaltserhöhung oder ein inhaltsloses Lob vom Abteilungsleiter mehr freut, als 470
über ein grinsendes namenloses Kind auf der Straße. 472 (XXVI)
474
das weiß ja niemand was dann aus einem geworden wäre... dem alltagsleben 480
kritischer und facettenreicher zu begegnen ist wohl einer der wenigen vorteile des drogenkonsums, auch das einem der alltag bewusster wird... hat man aber nicht 482
viele möglichkeiten ihn abwechslungsreich zu gestalten, kann das aber auch nachteilig sein... gerade wenn man mit beschaffungskriminalizät beschäftigt ist... 484
Ich wäre wohl auch ein sehr untoleranter mensch geworden... 486 (XXVII) 488
eine reihe von drogen schalten die bewusstheit bzw lernprozesse aus , nämlich die 494 'downer' ...
und bei bewusstseinerweiternden stoffen kann mann viele erfahrungen sammeln, 496
aber kann sich auch viel quatsch einreden , hab ich selber auch schon ... is genauso wie mit nachteiligen wirkungen -> man hat es zu einem guten teil 498
selber in der hand , jeder packt das anders, leider spielt nur auch immer die erwartung mit rein -> wer erzählt bekommt dass er von stoff xxx behindert in der 500
birne wird , wird eher so fühlen , wird eher so handeln .. http://www.swr.de/odysso/-502
/id=1046894/nid=1046894/did=2678502/iyinpo/index.html
jetzt überleg mal, wie ein trip oder ne pille zb von der einstellung abhängt , die 504 man zu dem zeug hat..
506
gefährlich kann jede droge sein , und wenn der user ungünstige voraussetzungen hat , kann das tatsächlich ficken , das is zum beispiel auch bei mir der fall .. kann 508 man nich verleugnen.. 510
aber die leute entwickeln sich sehr unterschiedlich .. wenn ich kollegen vergleiche .. vor über 10 jahren waren wir ne dauerdruffe 512
randale truppe , alle vergleichbaren konsum , und das war das was man allgemein unter sehr missbräuchlich versteht , teile , acid , alk , alles, woche = 7 tage party , 514
aber von vollabsturz bis 5000 euro job in moskau is alles dabei , was bis heute draus geworden is ... konsum geht heute von 3 mal im jahr über wochenend -516
druffi bis dauer alki und dauerdruffi... 518
aber natürlich lässt jeder federn , wenn er ne sucht entwickelt , aber das is immer die spannende frage, wer entwickelt was und wie läuft das dann weiter ? das kann 520
man auf jeden fall nicht an der drogenwahl oder dem oberflächlichen konsumverhalten in den ersten jahren fest machen, man kann höchstens versuchen 522
, ganz genau merkmale im verhalten zu betrachten .. 524
aber drogen sind nie böse , sie sind nur schwer oder weniger schwer zu bedienen, und mehr oder weniger giftig .. und die mit giftigsten drogen sind legal und 526
werden in der gesellschaft verharmlost und beworben , das is doch verarsche insgesamt 528
530 (XXVIII)
du hast vollkommen recht , selbstverständlich sind zigarretten eine droge , und ich 566
denke dass das nikotin da nur eine begrenzte bzw sogar geringe rolle spielt ! es sind wohl auch die ganzen geschmacksstoffe , die da den teiz verstärken / 568
ausmachen, und der dann mit den situationen verknüpft wird ...
570
entspannung und belohnung verspricht sich der raucher .. 572
ich kenne übrigens selber sehr gut (zu gut) zwangshandlungen, nich zuletzt vom k 574 k konsum is so zwanghaft wie man es sich nur vorstellen kann, und man kann absurde gewohnheiten entwickeln ... 576
hatte früher mal in den 90ern eine zeit lang ziemliche ticks entwickelt, wobei ich natürlich nicht wirklich wissen kann , inwieweit das nun genau an drogen gelegen 578
hat .. ich hatte zumindest davor recht lebhaft lsd, pillen, speed und alk vernichtet die jahre... 580
das is nach 2-3 jährigen phase des minmalen konsums und viel sport und dingen 582
wie führerschein und fachabi nachholen dann wieder ok gewesen, und gewisse unruhe-zustände / ticks haben sich dann die jahre sehr durch intensive rotze-584 selbst-therapie behoben
hab hatte schon meines gefühls nach immer ne neigung zum dopamin alarm im 586 kopp ^^ 588
dafür hab ich irgendwie ne art immunität ggüber depressionen, ich kenn das , was viele an depressionen beschreiben,. irgendwie nicht , auch nicht nach mdma 590
konsum (der leider gier-bedingt über die hier im form geschilderten mengen weit hinausgeht zum teil).. 592
depressionen bekomm ich irgendwie keine , dafür is meine niere allerdings 594
eindeutig mein problem geworden...
Internetadresse: www.drogen-forum.forumfrei.com Anmeldung:
An dem Foreneintrag beteiligte Nutzer: 16
Bisherige Laufzeit des Foreneintrags: 11.03.08 bis 21.03.08
Informationen über Nutzer:
Datum:
Status:
Forenmitglied:
Avatar:
Nutzer:
(I) Verfasser/in: Sanshi
Datum: 19.03.08
Status: Neu dabei
Forenmitglied: seit 19.03.2008
Avatar: kein
(II) Verfasser/in: Kreidekreis
Datum: 19.03.08
Status: User
Forenmitglied: seit 12.01.2008
Datum:
Status: Ire
Forenmitglied: seit 22.12.2007
Avatar:
(IV) Verfasser/in: MacJunkie
Status:
Forenmitglied: seit 22.12.2008
(V) Verfasser/in: sheol
Datum: 20.03.08
Status: Mänade
Forenmitglied: 23.12.2007
(VI) Verfasser/in: Sanshi
Datum: 20.03.08
Datum:
Status: Lost in Translation
Forenmitglied: 22.12.2007
(VIII) Verfasser/in: Sanshi
Datum: 20.03.08
Datum:
Status: Experte
Forenmitglied: seit 12.02.2008
Avatar:
(X) Verfasser/in: sheol
Datum: 23.03.08
Datum:
(I) 2
Erstmal der Höflichkeit halber kurz vorstell: Bin Sanshi, Weibchen, 26 Jahre, seit 4
10 Jahren polytox, hm, was soll ich noch sagen? 6
Zu meiner Situation: Ich war jetzt 4 Jahre stabil auf 9 ml Methadon (1%) substituiert, bin vor ein paar Wochen abgestürzt, nun hat mein Arzt mich 8
disziplinarisch entlassen, wurde jeden Tag einen ganzen ml abdosiert. Gestern bekam ich noch 2ml, seit heute bin ich bei einem neuen Arzt in Behandlung, von 10 welchem ich 5ml bekam.
Ich fühl mich immer noch affig und bin jetzt am überlegen ob ich vor Ostern 12
nochmal hochgehen soll auf 6ml, oder soll ich ein paar Tage warten, bis mein Spiegel wieder steigt? Ich mein, kann sein, dass mir in 2-3 Tagen die 5ml reichen? 14
Da ich in 4-6 Wochen sowieso Entgiftung und Therapie geh, möcht ich wenn möglich auf der Dosis bleiben. Möcht aber auch nicht mehr affig sein, mir reichts 16
jetzt schon von diesem Scheiß Methadonentzug, bevors überhaupt so richtig losging... 18
Lg 20 Sanshi
(II)
ich kenn mich zwar nicht aus, was substitution angeht, aber wenn es nicht absolut 24
unerträglich ist, würde ich versuchen, auf den 5 metern zu bleiben. vielleicht würde ich sogar versuchen, mich vor der entgiftung so weit wie möglich 26
runterzudosieren, damit der entzug einfacher wird (?). aber das musst du entscheiden. wenn du so affig bist, dass es dich bei irgendwelchen wichtigen 28
sachen behindert, dann geh doch noch 1, 2 meter hoch. 30
aber wie gesagt, kenne metha nur für den missbrauch und war selbst noch nie in substitution. vielleicht kann jemand anders was kluges dazu schreiben. 32
34 (III)
mh nur zum verständniss, dein erster arzt hat dich auf 2ml runter dosiert und vom neuen bekommst du 5ml bist aber affig? 36
oder war der alte arzt einfach nur noch gnädig und hr kurz vorm rausschmiss noch 38
was gegeben zur überbrückung bis zum neuen arzt? 40
versteh das nicht so ganz von den zahlen her, sry zum thema selber kann ich leider nichts sagen da kenne ich mich nicht aus aber wollte das trotzdem vll. auch für 42 andere klarstellen 44
rein vom gefühl würd ich sagen bleib auf der dosis wenn du eh bald den entzug vor dir hast, vll. ist der kleine entzug jetzt ja nicht aml so verkehrt dann wird der 46
richtige vll. leichter? aber das ist nur ein gedankenspiel von mir grade... 48 (IV)
Naja, hat beides Vor- und Nachteile und hängt auch von Deiner momentanen 50
Verfassung ab. Besser (im Sinne von später den Entzug irgendmöglichst zu erleichtern) wäre es sicher, die Zähne zusammenzubeißen und jetz auf den fünf ml 52
oder so zu bleiben oder sogar möglichst weiter abzudosieren, so wahnsinnig viel wird das aber auch nicht bringen. Und da Du weißt wie kraftraubend & 54
schweißtreibend sechs Wochen gepflegter Dauerturkey sind solltest Du Dir schon klar machen, ob Du Dir den Psychostreß verbunden mit ständigem eigenen 56
Fertigmachen derzeit so lange geben möchtest. Manchmal kann es besser sein realistisch zu bleiben und neue Perspektiven dann aber auch ernsthaft zu nutzen. 58
Wenn Du eh seit vier Jahren auf neun ml warst warum jetzt hetzen?
(V)
ich würd auch sagen:beiss die zähne zusammen. halt es durch. was einen nicht 62
umbringt,mach dich härter, du zeigst disziplin und kannst dir beweisen dass du die entgiftung wirklich willst. 64
oder willst du nur entgiften um dann wieder konsumieren zu koennen? 66
eigendlich gehts ja um ein leben ohne drogen,oder? 68
halt durch, ich drück dir alle daumen die ich finden kann. 70
72 (VI) Hallo! 74
Erstmal danke für die Antworten, und fürs daumendrücken... 76
Zur erklärung: ich war auf 9ml, als ich geflogen bin. Im Behandlungsvertrag steht, dass man abdosiert wird, also jeden Tag einen ml weniger. Am letzten Tag bei 78
meinem alten Arzt bekam ich noch 2ml, am Tag darauf vom neuen Doc 5ml. Und jetzt frag ich mich halt, wenn in ein paar Tagen der Methadonspiegel wieder 80
ansteigt, ob mir die 5ml dann reichen werden.
Und blöderweise muss ich heute entscheiden, ob hoch oder nich, weil Ostern 82
kommt und wir von Freitag bis Montag unser Zeug in der Drobse abholen müssen und da natürlich nix mehr an der Dosis geändert werden kann. 84
Die Frage ob ichs aushalten kann-gute Frage. Der Tag, an dem ich noch 2 ml 86
bekam, war schon heftig langsam...
Wobei heut nacht hab ich wenigstens wieder etwas geschlafen... 88
Ich denk, ich kneif die Arschbacken zusammen. Weiß eh nicht, ob der Doc heut in 90 der Praxis ist... 92 Lg Sanshi 94
(VII)
9ml. bei 1% Mische sind ja nicht gerade wenig. 98
Und trotz alledem hast Du einen "Rueckfall" gebaut, ich mag dieses Wort eigentlich nicht wirklich! 100
War dies aus "Geilheit" oder aus depressiven Gedankengaengen, 102
oder war es Dir einfach egal? Darueber musst Du dir als erstes klar werden! 104
Mit freundlichen Grüßen 106
108 (VIII) Hallo! 110
ich bin jetzt erstmal auf den 5 ml geblieben. Am 2. Tag ging es mir schon besser, am 3. Tag wieder relativ normal. 112
Blöderweise hab ich gestern gesündigt mit H, das merk ich heut natürlich wieder. 114
@Hilope: Warum ich rückfällig war/bin, bin ich mir schon im Klaren. Angefangen hat es mit dieser Scheiß Interferonbehandlung-hätt ich in dieser 116
Lebenssituation (alleinerziehende Mutter eines Kindes im Trotzalter) nicht machen sollen. 118
Die Interferonthera endete im Winter; eine Zeit, in der ich von Haus aus depressiv bin. Ich war so ausgelaugt, kraftlos, leer, hab fast 20 Kilo abgenommen. 120
Kurz darauf hatte ein Freund von mir in meiner Wohnung eine Überdosis-mein Sohn hat alles mitbekommen. Eigentlich sollte er im Wohnzimmer kurz auf ihn 122
aufpassen, während ich ins Bad geh. Er konnt aber nicht warten, ich komm zurück und er liegt blau angelaufen auf dem Boden-daneben mein Sohn. 124
Das hat mir den Rest gegeben. Danach bin ich dann richtig abgestürzt, mein Sohn 126
lebt seitdem bei meinen Eltern. Läuft alles scheiße grad...
128
Sanshi 130 (IX) Hallo, 132
hast du mal probiert, das Metha 2 mal tgl. zu nehmen? 134
Aus eigener Efahrung weiss ich, dass man dann weniger braucht. 136
Und ganz ehrlich: Wenn du rumdruffst in deiner Wohnung, druffe Leute einlädst, die dann auch noch umgehn obwohl ein Kind dabei ist, dann finde ich es gut und 138
richtig, dass das Kind nicht mehr bei dir lebt.
Ich könnt echt immer kotzen, wenn ich sowas lese und höre. Ihr wisst garnicht, 140
was ihr euren Kids damit antut. 142 (X) 144
wenn du deinen arsch nicht hochbekommst passiert nie was. entgiften ist eine sache- aber man nimmt drogen ja nicht einfach so und selbst 146
wenn langeweile dein problem ist ist das ein verdammt großes. ich würde echt raten, dir hobbys, freunde und arbeit zu suchen. ja ist alles leichter 148
gesagt als getan, aber das leben ist eh ekelhaft.. 150
psychotherapie wäre vielleicht ganz wirksam, aufrichtigkeit dir selbst gegenüber auch. wenn du jetzt noch nicht weisst warum du mit dir und deinem leben nicht 152
klarkommst und die kompensation suchst wird es schleungist zeit. 154
es wird immer wieder harte situationen geben die dich an den rande von allem bringen- du musst es also nicht selbst tun. lerne dich selbst kennen und erkenn die 156
dynamik, den trigger der dein verlangen auslöst.
und dann,wenn du gelernt hast dich zu beobachten und die situationen, die dich in 158
gefahr bringen rückfällig zu werden, einzuschätzen solltest du dir möglichkeiten
schaffen, anders damit umzugehen. 160
da ist ne richtige therapie denke ich nicht schlecht. entgiftung und danach 162 stationäre? 164
mit shore wirds jedenfalls nicht besser. 166
168
mach dir mal ernsthafte gendanken. vielleicht sogar wenn du das nächstemal rückfällig wirst.(und ich pessimist sage: so wie du dich hier mitteilst wirst du 170
rückfällig werden.) denk daran, wärend du dich gut fühlst, ob das wirklich zufriedenheit für dich bedeutet. 172
ich wünsche dir kraft und chancen. den rest musst du halt alleine machen. 174
176
zudem bin ich ganjaas meinung, dass ein kind einfach nichts für menschen ist,die nicht einmal ihr eigenes leben unter kontrolle haben. 178
freut mich allerdings dass es deine verwandtschaft übernommen hat.
(XI)
Imo. solltest Du erst einmal eine Kur machen, 182
also keine "Entzugskur" sondern rein zu deiner Erholung! 184
Dann solltest Du alles in die Wege leiten um Unterstuetzung und Supervision bei der Erziehung deines Kindes zu bekommen! 186
In welcher Trotzphase ist er denn? Also: Wieder "STABIL" einstellen, eine Kur beantragen, 188
den Freund rausschmeissen und Kurschatten zu legen. 190
Edit: Aufpassen musst Du allerdings schon bei der Suche nach Familienbeihilfe,
je nachdem wie deine Krankheit Aktenkundig ist! 192
Die eigene Familie bildet den groessten Rueckhalt!
Arbeit zitieren:
Jonas Templin, 2008, Laienkompetenz und -hilfe - Am Beispiel einer Analyse von Online-Drogen-Foren, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Niedrigschwellige Arbeit mit drogenabhängigen Menschen
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Seminararbeit, 34 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Jonas Templin's Text Laienkompetenz und -hilfe - Am Beispiel einer Analyse von Online-Drogen-Foren ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Jonas Templin hat den Text Laienkompetenz und -hilfe - Am Beispiel einer Analyse von Online-Drogen-Foren veröffentlicht
Jonas Templin hat einen neuen Text hochgeladen
The Internet Trading Course: The Complete Course in Online Investment
Alpesh B. Patel, Priyen Patel
Killer Poker Online 2: Advanced Strategies for Crushing the Internet G...
John Vorhaus, Wil Wheaton
P Spellman
0 Kommentare