Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Elektronische Informationsprodukte
2.1 Eigenschaften von Informationen
2.2 Informationsprodukte
3. Elektronische Bibliotheken als Beispiel von Informationsprodukten
3.1 Die grundlegende Problematik im Wandel
3.2 Die aktuelle Situation der Bibliotheken
3.3 Die Neudefinition des Institutionenbegriffs
3.4 Auswirkungen der neuen Informationsangebote auf das Aufgabenfeld
der Bibliotheken
3.5 Probleme aus der erweiterten Informationsaufbereitung und -verteil-
ung für die Bibliotheken
3.5.1 Erschließung
3.5.2 Qualitätssicherung
3.5.3 Finanzierung
3.5.4 Urheberrecht/ Copyright
3.6 Vorteile und Nachteile der elektronischen Bibliotheken
4. Fazit
5. Literaturquellen
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1. Einleitung
Seit einigen Jahren bilden immaterielle Güter wie elektronische Informationsprodukte einen wichtigen Bestandteil an Konsum- und Produktionsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft und sind aus dieser gar nicht mehr wegzudenken. Sie haben einen erheblichen Einfluß auf die Wohlfahrt in ihrer Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Dienstleistungsbereich. Es scheint für die gesellschaftliche Wohlfahrt der heute sogenannten Informationsgesellschaft sehr wichtig, innerhalb der Produktion dieser Güter tätig zu sein und im Wettbewerb mit der Konkurrenz Schritt halten zu können.
2. Elektronische Informationsprodukte 2.1. Eigenschaften von Informationen
Informationen weisen im Gegensatz zu materiellen Wirtschaftsgütern folgende Sondereigenschaften auf: Unkörperlichkeit
= geistige Allgegenwart, endlose Existenz und beliebige Vervielfältigungsmöglichkeit entstehend aus der Immaterialität Nichtausschließbarkeit
= fehlende Aneignungsfähigkeit bzw. Nichtausschließbarkeit von Dritten bzgl. der Nutzung von Informationen (eng verbunden mit der bereits genannten Unkörperlichkeit) Nichtrivialität der Nutzung
= keine Abnutzungserscheinungen bzw. Qualitätsminderungen der Information für den einzelnen bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Personen
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Wandlungsfähigkeit und Wanderfreudigkeit von Träger zu Träger =die Information bedarf zwar zur Wahrnehmbarkeit eines Trägers, die Bindung von Informationen an Träger wird aber aufgrund der heutigen stetig fortschreitenden technischen Entwicklung immer geringer Es sei zu erwähnen, daß diese besonderen Eigenschaften auch ein wichtiges Kriterium im Hinblick auf das "Property Rights"-Problem, d.h. auf die Problematik der Verteilung und des Gebrauchs der Verfügungs,- Dispositions- und Handlungsrechte im Umgang mit Informationsprodukten sind, auf die ich aber auf-grund des begrenztem Ausmaßes dieser Seminararbeit nicht näher eingehen werde.
2.2 Informationsprodukte
Informationsprodukte beschreiben eine definierte Menge an Informationen, die einen wirtschaftlichen Nutzen mit sich bringen und daher eine positive Zahlungsbereitschaft aufweisen. Die Informationen werden entweder auf einem Informationsträger gespeichert, um sie zu verbreiten, oder sie können online abgerufen werden. Als Träger dienen im Zuge der technischen Entwicklung digitale Speichermöglichkeiten. Als gängige Informationsprodukte bezeichnet man heute Computerprogramme, Datenbanken und Informationsdienste. Zu beachten ist auch, daß auf bestehende Informationsprodukte ohne Probleme aufgebaut werden kann: zur Produktion neuer Informationsprodukte ist die Nutzung bereits bestehender, fremder Produkte möglich, womit hohe Investitionskosten in Form von Entwicklungskosten vermieden werden können. Informationsprodukte können in einigen Punkten den Begriff Wirtschaftsgut annehmen. Wirtschaftsgüter sind nach Raum und Zeit knapp, dienen der Bedürfnisbefriedigung einzelner Individuen und für ihre Nutzung und ihren Verbrauch muß Kraft und Zeit eingesetzt werden. Allerdings ist aufgrund der besonderen Eigenschaften von Informationsprodukten diese Begriffsdefinition von Wirtschaftsgütern in einzelnen Aspekten nicht anwendbar, vor allem bzgl. der angesprochenen Knappheit von Raum und Zeit.
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Arbeit zitieren:
Andrea Günther, 1998, WIS - Anwendungen für Informationsprodukte, München, GRIN Verlag GmbH
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