Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG 3
II. HAUPTTEIL 4
II.1.DEFINITIONEN KONZEPTE AUSGESTALTUNG
UND ZUR DER
GESCHLECHTERDEMOKRATIE 4
II.1.1. DIE DEFINITION VON GESCHLECHTERDEMOKRATIE 4
II.1.2. GESCHLECHTERDEMOKRATIE ALS MÄNNLICHKEITSKRITIK 5
II.2. BESTANDSAUFNAHME 5
II.2.1. DIE ALLGEMEINE SITUATION DER MÄNNERBILDUNG 5
II.2.2. DIE SITUATION DER MÄNNERBILDUNG AN DEN VOLKSHOCHSCHULEN 7
II.3. DIE ZUKUNFT DER MÄNNERBILDUNG 9
II.3.1. SKIZZE EINER VISION 9
II.3.2. VERSUCHE DER UMSETZUNG 9
III. SCHLUSS 10
IV. LITERATUR 13
2
I. Einleitung
Politik, Gender-Forschung und Erwachsenenbildung müssen sich seit einigen Jahren vermehrt mit dem selbst erklärten Ziel der Geschlechterdemokratie befassen. Hierbei ist es vor allem die Politik, die Ziele formuliert und eine Agenda zu deren Umsetzung zu entwerfen versucht. Die Frauen-, Männer oder seit neuestem, die Gender-Forschung, befassen sich mit wissenschaftlichen Hintergründen, mit sozialen und biologischen Konstitutionen der Geschlechter und mit (Zukunfts-)Konzepten, die eine Umsetzung des politischen Ziels der Geschlechterdemokratie ein Fundament bieten sollen. Der Bildung, als eng verzahnter Bestandteil der Sozialisation, kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.
Anhand eines Dossiers der Heinrich-Böll-Stiftung 1 , das viele Facetten des Themas Geschlechterdemokratie behandelt, lässt sich feststellen, dass die Kernaufgabe der Geschlechterdekonstruktion in alle Lebensbereiche hineinragt. Am Arbeitsplatz, in der Politik, im Haushalt und Privatleben, im Leben mit Kindern, im Bildungssystem und in der Erziehung. Auch gibt es keine einheitlichen Vorstellungen und Ideale darüber, wie Männer und Frauen zu sein haben, Stereotype sollen ja eben vermieden werden. Da dieses Feld so diffus und fast grenzenlos in seinen Möglichkeiten scheint, ist es schwierig, konkrete, in einen zeitlich und inhaltlich begrenzten Rahmen gefassten (Erwachsenen-)Bildungsangebote zu entwerfen, die eine Beitrag zu diesem Ziel leisten können. Hinzu kommen Schwierigkeiten, wie die Identifizierung und die Erschließung bestimmter Zielgruppen und Teilnehmer, sowie die didaktische Vorbereitung eines solchen Bildungsangebots.
In dieser Arbeit soll die Rolle der Erwachsenenbildung, insbesondere der Männerbildung, auf dem Weg hin zur Geschlechterdemokratie beleuchtet werden. Dazu werde ich zunächst verschiedene Definitionen und Konzepte zur Ausgestaltung der Geschlechterdemokratie beschreiben. Weiterhin werde ich eine Bestandsaufnahme über die Situation der Männerbildung in erwachsenenbildnerischen Einrichtungen am Beispiel der Volkshochschulen, als größte erwachsenbildnerischen Institutionen, machen, um dann eine Vision und einen Ausblick auf eine Männerbildung der Zukunft zu werfen, die einen wirklichen Beitrag zur Geschlechterdemokratie leisten könnte. Angebote zur Männerbildung in freien Trägern werden in dieser Arbeit weniger beleuchtet.
1 Schriften zur Geschlechterdemokratie, Boell.de, 2001
3
II. Hauptteil
II.1.Definitionen und Konzepte zur Ausgestaltung der Geschlechterdemokratie
II.1.1. Die Definition von Geschlechterdemokratie
Laut Wikipedia, der freien Enzyklopädie im Internet, bezeichnet der Terminus „Geschlechterdemokratie“ „die Absicht, demokratische Verhältnisse zwischen Frauen und Männern in der Gesellschaft als Ganzer wie auch konkret in Unternehmen und Organisationen herzustellen“ 2 . Die Berliner Soziologin Halina Bendkowski hat den Begriff „Geschlechterdemokratie“ geprägt. Ziel ist es, dass Männer und Frauen gleichermaßen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teilhaben können. Barbara Stiegler erklärt, dass damit zugleich eine „Absage an den biologischen Determinismus vorgenommen“ 3 wird. Dieser sieht die Ursprünge der Differenzen in Chancen und Teilhabe an der Gesellschaft von Mann und Frau in einer biologischen Bestimmung. Oder anders gesagt: Ziel der Idee einer Geschlechterdemokratie ist es vor allem, die Hyperfokussierung auf das XX-Chromosomenpaar bei der Frau und das XY-Paar des Mannes zu stoppen und ein Augenmerk auf das, was als Sozialkonstruktivismus in der Wissenschaft bekannt geworden ist, zu richten. Das Geschlecht wird dabei also als ein Konstrukt gesehen, das nach Stiegler vor allem durch 3 Merkmale charakterisiert wird: Dualität, Differenz und Hierarchie 4 . Die Dualität, also die vermeintliche Tatsache, dass es nur zwei Geschlechter gäbe, soll dekonstruktivistisch durch die Möglichkeit einer Vielzahl von Geschlechtern abgelöst werden. Die Differenz, die Polarität zwischen dem, was als männlich, und dem, was als weiblich angesehen wird, steht ebenso in der Kritik. Hierarchien, wie die, dass Männliches mehr Bedeutung und Macht als Weibliches besitzt, sollen auf ihre Legitimität überprüft und gegebenenfalls verändert werden. Jenseits von gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Teilhabemöglichkeiten soll es in der Geschlechterdemokratie aber vor allem auch darum gehen, stereotype Vorstellungen von „den Männern“ und „den Frauen“ hinter sich zu lassen um jedem Menschen zu ermöglichen „Lebensweg und Beziehungen selbstbestimmt zu gestalten“ 5 . Hier kann man schnell sehen, dass die oberflächlich nur politisch wirkende Forderung nach Geschlechterdemokratie eine nicht unwesentliche private Komponente mit sich bringt. Das
2 Wikipedia, freie Enzyklopädie, Stand: 25.03.08
3 Stiegler, Barbara; in DIE IV, 2000
4 ebd.
5 wikipedia, die freie Enzyklopädie, Stand: 25.03.08
4
Arbeit zitieren:
Katrin Rönicke, 2008, Männerbildung und ihre gesellschaftliche Rolle, München, GRIN Verlag GmbH
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