Inhaltsangabe:
1. Begriffsklärung 4
1.1 Unterschiedliche zeitliche Abgrenzung 4
1.2 Inhaltliche Abgrenzung 4
2. Voraussetzungen, Regelung und Praxis der Einschulung 5
2.1 Definition von Schulfähigkeit 5
2.2 Komponenten der Schulfähigkeit 5
2.3 Unterscheidung Schulreife Schulfähigkeit (nach RÜDIGER KORMANN PEEZ)6
2.4 Beurteilung der Schulreifetests 6
2.5 Gesetzliche Bestimmungen zur Einschulung 7
2.6 Auswirkungen 7
2.7 Altersheterogener Schulanfang 8
3. Determinanten der Schulfähigkeit 8
3.1 Anlagen und Reifungsprozess 8
3.2 Außerschulische Umwelt 9
3.3 Institutionalisierte Vorschulförderung 9
3.4 Anforderungen des schulischen Erstunterrichts 9
3.5 Persönlichkeitsmerkmale 9
4. Aufgaben der GS 10
Kind-Orientierung 10
5. Die Besondere Situation des Schulanfängers 11
5.1 Das Kind zwischen Familie und Schule 11
5.2 Das Kind zwischen Kindergarten und Schule 12
5.3 Entwicklungspsychologische Aspekte des Schulanfängers 12
5.4 Emotionale und moralische Aspekte 13
5.5 Soziale Aspekte des Schulanfängers 13
5.6 Lernpsychologische Aspekte 13
5.7 Persönliche Entwicklung 14
6. Ziele des Anfangsunterrichts (nach Meiers) 14
6.1 Kontinuität (versus Neubeginn) 14
6.2 Grundlegung (versus verfrühte Einseitigkeit) 16
6.3 Erfolgreicher Beginn (versus Erfolgszwang) 17
6.4 Identifikation mit Schule (versus „Aggression gegen Schule) 18
2
6.5 Differenzieren und Individualisieren 18
7. Aufgabenbereiche eines pädagogischen AU 19
7.1 personale Beziehungen 19
7.2 Schulspezifische Qualifikationen 19
7.3 Orientierung in Raum und Zeit 20
7.4 Orientierung am Lernangebot 21
7.5 Orientierung im sozialen Feld 21
7.6 Integration in das Schulleben 22
7.7 Integration in die soziale Gruppe 22
7.8 Integration der Eltern 23
7.9 Anbahnen und festigen einer bewussten Lernhaltung 23
3
1. Begriffsklärung
Der Begriff Anfangsunterricht wird häufig gebraucht, ohne explizit definiert zu werden. Synonyme sind: Schulanfang, Erstunterricht, Anfangssituation;
1.1 Unterschiedliche zeitliche Abgrenzung
n Taschenlexikon GS: Zeitraum des ersten Schuljahres
n Lichtenstein-Rother: Spanne zwischen einigen Monaten bis zu 2 Jahren
n Hermann WACKER: erstes Schuljahr n Erwin SCHWARTZ: die beiden ersten Schuljahre
1.2 Inhaltliche Abgrenzung
n Haarmann
Anfangsunterricht als Sammelbegriff für alle Beiträge, die sich mit der Eingangsstufe des Primarbereichs und typischen Phänomenen des ersten Schuljahres befassen. AU steht neben Sprache, Mathematik, HSK, auch für Kunst, Musik, Sport als weiterer
1 Lernbereich der GS. n Odenbach
unterscheidet zwischen Erziehungs- und Unterrichtsaufgabe beim Schulanfang Erziehungsaufgabe: *lebensfrohe Einordnung in die Ordnung der Schulwelt
*Überleitung vom spielerischen Kenntniserwerb zum schul.
Unterrichtsaufgabe: *von Erlebniseinheiten ausgehend zur Durchdringung der
4
n Meiers
Dem AU kommt in besonders hohem Maße die Funktion des Anbahnens, Vorbereitens und Herausforderns zu, inhaltliche Geschlossenheit kann erzielt werden ð Berücksichtigung der Lebenswelt der Kinder
trotz erstrebenswerter inhaltlicher Geschlossenheit, aber „Offenheit“ des Unterrichts!
è Anfangsunterricht kann nicht durch LP und Lehrgänge bestimmt werden, sondern nur durch einen didaktischen Plan ermöglicht werden
è AU läuft nicht mehr Gefahr, dass er als Begriff zur Bestimmung eines messbaren
3 Zeitraums missverstanden wird
2. Voraussetzungen, Regelung und Praxis der Einschulung
2.1 Definition von Schulfähigkeit
Als Schulfähigkeit wird jener körperliche, geistige und soziale Entwicklungsstand eines Kindes bezeichnet, der es befähigt, den schulischen Erstanforderungen zu genügen. Sie richtet sich sowohl nach dem individuellen Entwicklungsstand des Kindes, als auch
4 (NEUHAUSnach den Forderungen und dem Selbstverständnis der Institution Schule. SIEMON)
2.2 Komponenten der Schulfähigkeit n körperliche Schulfähigkeit
- Funktionstüchtigkeit der Sinne
- allgemeiner Gesundheits- und Entwicklungsstand n Kognitive Schulfähigkeit
- Gestalterfassen
1 Aus: Horn, Hans Arno, Brücken zur Einschulung - Kindergarten, Eingangsstufe, Vorklassen. In: Haarmann, Dieter (Hrsg.): Handbuch für die Grundschule Band 1. Weinheim und Basel 3 1996.
2 Aus: Odenbach, K., Lexikon der Schulp ädagogik. Begriffe von A-Z, Braunschweig 1974.
3 Aus: Meiers, Kurt, Schulanfang - Anfangsunterricht, Bad Heilbrunn 1981.
4 Aus: Faust-Siehl, Gabriele/Portmann, Rosemarie (Hrsg.), Die ersten Wochen in der Schule, Frankfurt/M. 1992.
5
- optische Gliederungsfähigkeit (wichtig für Lesen- und Schreibenlernen zur Unterscheidung ähnlicher Buchstaben
- Symbolverständnis
- Verständnis für verbale Instruktionen
- Mengenbegriffsverständnis
- Koordinationsleistung
- Aufmerksamkeit n soziale und emotionale Schulfähigkeit
- altersangemessene Selbständigkeit
- Einsicht zur Einhaltung von Regeln
- Gruppenfähigkeit (Verhalten in der Gruppe)
2.3 Unterscheidung Schulreife - Schulfähigkeit (nach RÜDIGER; KORMANN; PEEZ) Schulreife:
ist ein absoluter Begriff, der einen durch Anlagen und Reifungsprozesse festgelegten Stand der allgemeinen Lebensreife beschreibt. Dieser Entwicklungsstand tritt bei jedem Kind reifungsgesetzlich ein und ist von Umweltfaktoren abhängig.
5 Endogen gesteuerte Reifung spielt entscheidende Rolle für Entwicklung.
Schulfähigkeit:
ist eher ein relativer Begriff. Er beinhaltet sowohl die Anlagen und die Reifung des Kindes als auch seine Lernchancen und Lerngeschichte im Vorschulalter, d.h. die Umweltanregungen.
6 Entwicklung wird hauptsächlich von Lernerfahrungen beeinflusst.
2.4 Beurteilung der Schulreifetests
§ hohe Fehlerquoten im Bereich der Misserfolgsprognosen è Zurückstellung nicht allein aufgrund von Testergebnissen zu rechtfertigen
§ pädagogische Tests sollten den SS mehr für angemessene individuelle Behandlungsmaßnahmen „platzieren“ als selektieren
5 Aus: Maier, K.E. (Hrsg.), Pädagogisches Taschenlexikon. Stichpunkt Schulreife, Regensburg 1978.
6 Aus: Faust-Siehl, Gabriele/Portmann, Rosemarie (Hrsg.), Die ersten Wochen in der Schule, Frankfurt/M. 1992.
6
§ die Intention einer Schuleingangsdiagnose sollte sein, festzustellen, was der Schüler bei entsprechenden Hilfestellungen zu lernen und leisten imstande ist ð Verzahnung von diagnostischen und pädagogischen Maßnahmen
§ Feststellung der Schulreife soll das Scheitern des Kindes im 1. Schuljahr und in der Folge verhindern
§ Wichtigster Gegenstand der Untersuchung ist die Gliederungsfähigkeit ð Die Feststellung der Schulreife durch dieses und andere Kriterien ist umstritten: Arbeitsverhalten oder die Fähigkeit zur Kooperation kann z.B. nicht festgestellt werden
2.5 Gesetzliche Bestimmungen zur Einschulung
§ seit „Hamburger Abkommen“ (1964) Mindestalter 6;1 oder 6;2 und Höchstalter 7;1 oder 7;2 (tatsächliche Altersspanne kann zwischen 5;2 und 8;2 Jahren liegen => Klassen sind äußerst heterogen
§ Schulpflichtig werden am 1. August alle Kinder, die spätestens bis zum 30. Juni ihr 6. Lebensjahr vollendet haben
§
Kinder, die in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember geboren sind, können vorzeitig eingeschult werden. Voraussetzungen: * Antrag der Erziehungsberechtigten * körperliche und geistige Reife des Kindes (Überprüfung
§ Möglichkeiten der Zurückstellung schulpflichtiger, aber noch nicht schulreifer Kinder.
§ in Bayern Rückstellung nur einmal möglich und nur dann zulässig, wenn nicht Grund zur Einweisung in Sonderschule vorliegt = Rückstellung bis 30. November möglich
2.6 Auswirkungen
- Repetenten im 1. Schuljahr
§ Jeder zwanzigste der Schulneulinge muss 1. Klasse wiederholen
§ „Versagerquote“ im Eingangsjahr der GS höher als im Eingangsjahr des Gymnasiums
§ erstes Sitzen bleiben leitet häufig kontinuierliches Weiterversagen ein.
7
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Matthias Altmannsberger, 2002, Anfangsunterricht - Voraussetzungen, Ziele und Konsequenzen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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???.
eine Hausarbeit nur in Stichpunkten... wenn man mit dem Thema nicht vertraut ist, rafft man gar nichts
on Tuesday, April 25, 2006-