Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Aufbau einer „sozialistischen Körperkultur“ 3
2. 1. Der „Arbeiter- und Bauernstaat“ 4
3. Schulsport und Körpererziehung von Kindern und
Jugendlichen 4
3. 1. Spartakiaden 5
3. 2. Kinder- und Jugendsportschule (KJS) 6
3. 3. Der Schulsport in der DDR 6
3. 3. 1. Wehrsport und Wehrunterricht 7
3. 3. 2. Schulsportgemeinschaften 8
3. 4. Die vormilitärische Ausbildung 8
4. Die körperliche Erziehung der Kinder und Jugendlichen in
ihrer Freizeit 8
4. 1. Die Organisation des Sports in der DDR 9
4. 1. 1. Der „Deutsche Turn- und Sportbund“ (DTSB) 9
4. 1. 2. Der Sport im Wohnfeld der Kinder 10
5. Zusammenfassung 11
Literatur - und Internetverzeichnis 12
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1. Einleitung
Noch nie wurde der Sport von einem Staat so stark gefördert, und noch nie diente er so ausgeprägt als Stütze eines Regimes, wie dies in der DDR der Fall war. Der Sport spielte in der DDR eine große Rolle. Von klein an wurden die menschen angeregt, Sport zu treiben, und bis ins hohe Alter gab es die Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung. Deshalb möchte ich mich in diesem Beitrag mit dem Schul-und Freizeitsport von Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Dabei werden Ziele und Funktion, Organisation und Motive des organisierten Kinder- und Jugendsports näher erläutert und ein Blick auf den nicht organisierten Freizeitsport geworfen.
2. Der Aufbau einer „sozialistischen Körperkultur“
In der DDR sprach man nicht von Sport als ein Begriff, sondern immer die Rede von „sozialistischer Körperkultur“ oder von „Körperkultur und Sport in der entwickelten sozialitischen Gesellschaft der DDR“ (vgl. Krüger 1993/2004, S. 174). Damit sollte ausgedrückt werden, dass erst im Sozialismus, aus dem kulturlosen Sport, eine echte, hochwertige und überlegene „Körperkultur“ geformt wurde. Man beschrieb den Sport als eine Körperkultur, in der die Klassengegensätze des Sports im Kapitalismus aufgehoben seien; eine Körperkultur, die den Massen zu gute komme; eine Körperkultur, die wissenschaftlich begründet und erforscht sei und in der sich die Überlegenheit und Leistungsfähigkeit der Menschen im Sozialismus widerspiegele.
„Sie ist eine Körperkultur neuer Qualität, in Ziele, Inhalt, Verbreitung und Wirksamkeit nicht vergleichbar mit der Körperkultur anderer bzw. früherer Gesellschaftsordnungen; sie ist die wahre, vom sozialistischen Humanismus geprägte Körperkultur des Volkes.“ (vgl. Krüger 1993/2004, S.174). In Wirklichkeit handelt es sich bei diese offiziellen „Körperkultur“ lediglich um die von Partei und Staat vorgegebene und organisierten Formen des Sporttreibens im Rahmen ihrer eng eingrenzenden Aufgaben und Ziele.
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2. 1. Der „Arbeiter- und Bauernstaat“
Der Staat, der sich sozialistisch nannte und dessen Repräsentatnten behaupteten, im Sinne des Volkes und besonders der Arbeiter und Bauern zu handeln, ging im Aufbau des Sports und deren Sportorganisationen völlig andere Wege als die damalige Bundesrepublik. Die Staats- und Parteiführer der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) orientierten sich stark an der Sowjetunion und deren Sportorganisationen. Dies bedeutet vor allem, dass nicht nur die Wiedergründung von „bürgerlichen“ Turn- und Sportvereinen verboten wurde, sondern hatten auch die alten Arbeiterturn- und Sportvereine keinen Platz. Der Kommunalsport war nur der erste Schritt auf den Weg des Sports in den sozialistischen Zentralismus der DDR. Die Parteiführung machte sich daran, das sowjetische Konzept des Kommunalsports auch in der Sowjetisch Besetzten Zone (SBZ) in der DDR zu realisieren. Es war ein Sport, der von den Städten, Gemeinden, Kreisen, in einer staatlichen Verantwortung organisiert und gelenkt wurde.
1948 wurde der Deutsche Sportausschuss (DSA) gegründet und kommunale Sportorganisationen wurden an die Partei gekoppelt. Der Sport wurde fest an die Kette der Partei gelegt. Alte Vereine wurden zu Betriebssportgemeinschaften (BSG) und wer nun Sport treiben wollte, musste dies in einer BSG tun.
3. Schulsport und Körpererziehung von Kinder und Jugendlichen Die Bildung, Erziehung und das gesamte Schulwesen in der DDR hatten das Ziel, „allseitig entwickelte sozialistische Persönlichkeiten“ zu erziehen (vgl. Krüger 1993/2004, S 178). Der Sportunterricht geriet zeitweise zu einem der „wichtigsten Gesinnungsfächer für den Aufbau des Kommunismus und die Verteidigung der sozialistischen Errungenschaften der DDR“ (vgl. Krüger 1993/2004, S. 179). Neben der Vermittlung physischer und Sportlich-motorischer Fähigkeiten, galt die Erziehung zu diszipliniertem und selbst diszipliniertem Verhalten, zu sozialistischer Moral, zu kollektivem Handeln und zu Verteidigung des Vaterlandes als die allgemein sportpädagogischen Ziele. Der Schulsportunterricht orientierte sich am Leistungssport. Die Schüler und Schülerinnen wurden klar gegliedert nach
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Arbeit zitieren:
Juliane Brose, 2009, Kinder- und Jugendsport in der DDR, München, GRIN Verlag GmbH
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