Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Die Familie in der DDR. 4
3. Die Schule in der DDR. 7
4. Fazit. 12
Literaturverzeichnis. 13
2
1. Einleitung
Die Anfänge der sozialistischen Erziehung findet man in der Weimarer Republik, in den proletarischen Schichten der Gesellschaft. Gründer dieses Erziehungsstiles stützen sich auf die Marxsche
Gesellschaftstheorie und versuchen die Theorie des Individuums, Begriffe wie Entfremdung, Klasseninteresse und Klassenbewusstsein mit einzubringen. Gestützt wurden sie durch die SPD, welche ein Programm der "Kinderfreundbewegung" proklamierten. Dies bedeutete, dass Arbeits-, Turn- und Sportvereine sowie Kindergruppen gebildet wurden, welche die Kinder in ihrer Freizeit besuchen konnten. Trotz der Ausweitung dieser Organisationen und dem sozialistischen Erziehungsstils.
In der Weimarer Republik blieben relevante Probleme ungelöst, z.B. Wie entsteht Klassenbewusstsein und wie kann es verhindert werden? Welchen Beitrag muss dazu die Erziehung leisten? Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieser Erziehungsstil sehr abgewandelt und für die Zwecke von A. Hitler benutzt. Aufschwung erhielt die sozialistische Erziehung nach dem 2. Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone im Rahmen der Entnazifizierung der Gesellschaft. Die Erziehung und Sozialisation in der Familie galt in der DDR als gesellschaftlich bedeutende Aufgabe. Inhalte und Ziele für die Erziehung der Kinder waren nicht nur für das öffentliche Bildungswesen, sondern auch für den Bereich der Familie festgelegt und vorgeschrieben. Die Erziehung zur Arbeit war ein wesentlicher Bereich der sozialistischen Erziehung. Die Beteiligung der Kinder an den reproduktiven Tätigkeiten in der Familie war einerseits ideologisch erwünscht und andererseits für das Funktionieren der Familie häufig unbedingt notwendig.
Meine Hausarbeit soll sich mit den Kindern der DDR beschäftigen. Die Themenbearbeitung stützt sich vor allem auf die Frage inwiefern DDR Kinder zu treuen Sozialisten erzogen wurden, durch die Erziehung von Elternhaus und Schule.
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2. Die Familie in der DDR
„Es ist die vornehmste Aufgabe der Eltern, ihre Kinder in vertrauensvollem Zusammenwirken mit staatlichen und
gesellschaftlichen Einrichtungen zu gesunden und lebensfrohen, tüchtigen und allseitig gebildeten Menschen, zu aktiven Erbauern des Sozialismus zu erziehen.“(§ 3 Abs. 1 FGB) 1
Der Erziehungsauftrag für Eltern in der DDR war klar vorgegeben: Die Kinder sollten „aktive Erbauer der Sozialismus“ werden. Hierfür erhielten die Eltern und insbesondere die Frauen eine Reihe von Unterstützungen. Die familienpolitischen Maßnahmen der DDR schufen optimale Bedingungen, um junge Familien Berufstätigkeit und die Verwirklichung ihres Kinderwunsches zu ermöglichen. Die Mieten waren sehr gering, Kinderkleidungen und Kindernahrung günstig und das Versorgungsnetz in Tages- und Wocheneinrichtungen umfassend und preiswert.
Im Durchschnitt heirateten die Menschen in der DDR viel früher als in der BRD und ihre Jugendphase war entsprechend kürzer. Frauen bekamen ihr erstes Kind durchschnittlich mit 22 Jahren; die Männer wurden mit 23 - 24 Jahren zum ersten Mal Vater. Ein Kind bedeutete nahezu keine Einschränkung für das berufliche Leben der Erwachsenen. Der Staat sorgte für die Unterbringung der Kinder während der Arbeitszeit, wenn es sein musste sogar für mehrere Monate. Mitte der 60er Jahre begann in der DDR der Ausbau des Tagesversorgungsnetzes für Kinder. 1989 waren die meisten Frauen im arbeitsfähigen Alter berufstätig, wurden ausgebildet und studierten. 85% der 1 - 3-jährigen besuchten Kinderkrippen. Rund 95% aller 3 - 6jährigen waren in Kindergärten untergebracht und die Schulpflichtigen konnten nach dem Unterricht den Hort besuchen. Daneben gab es Angebote an den Nachmittagen in Form von Pionierveranstaltungen, Arbeitsgemeinschaften und Ferienlager für die Urlaubszeit.
1 FGB (Familien-Gesetz-Buch). 1965 wurde in der DDR das BGB außer Kraft gesetzt und das FGB
eingesetzt.
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Arbeit zitieren:
Juliane Brose, 2008, Elternhaus und Schule erziehen den DDR Bürger, München, GRIN Verlag GmbH
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