I
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Grundlagen von NGOs 1
2.1 Begriffserläuterung: NGO 1
2.2 NGOs im historischen Kontext 3
3 Kommunikationsstrategien von NGOs 4
3.1 Kooperationsstrategien von NGOs 4
3.1.1 Direkte Kooperation 4
3.1.2 Indirekte Kooperation 6
3.2 Konfrontationsstrategien von NGOs 6
3.2.1 Direkte Konfrontation 7
3.2.2 Indirekte Konfrontation 7
3.3 Beispiel einer Kommunikationsstrategie 8
4 Fazit 10
Literaturverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis
ATTAC Association pour une taxation des transactions financiers pour l´aide aux citoyens ECOSOC United Nations Economic and Social Council GONGO Government Organized Non Governmental Organization IKRK Internationale Komitee des Roten Kreuzes NGO Non Governmental Organization QUANGO Quasi Non Governmental Organization TSMO Transnational Social Management Organization UIA Union of International Associations UN United Nations WWF World Wide Fund for Nature
1 Einleitung
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit Non Governmental Organizations (NGOs) deren Ziele und Kommunikationsstrategien. Das Kapitel Grundlagen umfasst eine Begriffserläuterung des Wortes NGO, den historischen Hintergrund sowie die Ziele und Interaktionspartner der NGOs. Im Kapitel Kommunikationsstrategien erfolgen eine Beschreibung der Kommunikationsstrategien und die Darstellung anhand eines Praxisbeispiels.
2 Grundlagen von NGOs
2.1 Begriffserläuterung: NGO
In der Literatur existiert keine eindeutige Definition des Begriffes „NGO“s. 1 Stattdessen wird mit Hilfe von Negativdefinitionen versucht festzuhalten, welche Eigenschaften NGOs nicht aufweisen. 2 Die UN wirkte 1945 in Artikel 71 der UN Carter maßgeblich an der Präzisierung des Begriffes „NGO“ mit. 3 Einen enger gefassten Katalog an Kriterien für international agierende NGOs erstellte die Union of International Associations (UIA). 4 Eine andere Interpretation des Begriffes NGO formulierte die Weltbank. 5 Trotz der unterschiedlichen Begrifferläuterungen lässt sich eine wichtige grundlegende Unterscheidung treffen in NGOs, die genuin privater Natur sind und in NGOs, die auch staatliche Anteile beinhalten (NGO-Abweichler). Entscheidend ist dabei der Grad der Nichtstaatlichkeit, der mittels der Kriterien Mitgliedschaft, Finanzierung und Entstehung gemessen wird. 6
Genuine oder originäre NGOs sind während ihrer gesamten Entstehungsgeschichte durch Privatpersonen geprägt. Ihre Gründung erfolgt aufgrund zivilgesellschaftlicher Initiativen. Sie finanzieren sich zu 100% durch eigene Mittel. Die Mitglieder sind Privatpersonen oder nationale
1 Vgl. Brunnengräber A./Klein A./Walk H.: NGOs im Prozess, 2005, S. 13.
2 Vgl. Frantz C./Zimmer A.: Zivilgesellschaft, 2002, S 30.
3 Vgl. Frantz C./Zimmer A.: Zivilgesellschaft, 2002, S. 31.
4 Vgl. Frantz C./Zimmer A.: Zivilgesellschaft, 2002, S. 33.
5 Vgl. Weltbank: Report Details, 2002, o. S.
6 Vgl. Frantz C./Martens K.: Nichtregierungsorganisationen, 2006, S. 40.
Brachen, die aus Personen bestehen. 7 Auf internationaler Ebene lassen sich zwei Gruppen erkennen: 8
• Transnationale soziale Bewegungsorganisationen (TSMOs)
• Internationale Interessenorganisationen
TSMOs engagieren sich international mit dem Ziel die aktuell herrschende Situation in der Gesellschaft zu ändern. Benachteiligte Gruppen der Gesellschaft oder alle Menschen stehen im Mittelpunkt ihres Engagements. TSMOs sind für alle Privatpersonen zugänglich. Die Mitglieder teilen gleiche oder ähnliche Ansichten und verfolgen vergleichbare Sachziele wie Umweltschutz, humanitäre Hilfe oder die Wahrung der Menschenrechte. TSMOs entstehen aus dem Engagement heraus, den Unmut über den Staat Ausdruck zu verleihen oder staatliche Defizite ausgleichen. Internationale Interessenorganisationen vertreten vorrangig die Interessen ihrer Mitglieder in berufsbezogenen oder spezifisch-technischen Organisationen. Dazu organisieren sich nationale Branchen auf internationaler Ebene in einem Verbund beispielsweise Gewerkschaften 9 Die Mitgliedschaft ist limitiert auf bestimmte Berufsgruppen oder Teile von Gesellschaften.
NGOs, die neben privaten auch staatliche Anteile enthalten und nicht oder nur teilweise der Beschreibung genuiner NGOs entsprechen gelten als NGO-Abweichler. Ihre Gründung erfolgt aufgrund staatlicher Initiative. Die Finanzierung wird teilweise oder vollständig vom Staat übernommen. Sie haben auch staatliche Mitglieder. Hier lassen sich zwei Hauptgruppen unterscheiden: 10
• Quasi Non Governmental Organizations (QUANGOs)
• Government Organized Non Governmental Organizations (GONGOs) QUANGOs sind Organisationen deren Mitglieder aus Privatpersonen und staatlichen Repräsentanten bestehen. Obwohl ihre Finanzierung durch öffentliche Mittel erfolgt, bleiben sie in ihren Aktivitäten und Zieldefinitionen autonom. In Einzelfällen können QUANGOs der Beeinflussung durch staatliche Interessen ausgesetzt sein, dies ist jedoch
7 Vgl. Frantz C./Zimmer A.: Zivilgesellschaft, 2002, S. 40.
8 Vgl. Frantz C./Martens K.: Nichtregierungsorganisationen, 2006, S. 40.
9 Vgl. Frantz C./Martens K.: Nichtregierungsorganisationen, 2006, S. 41, S. 42.
10 Vgl. Frantz C./Zimmer A.: Zivilgesellschaft, 2002, S. 42.
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kff. Ulrike Kogler, 2008, Non Governmental Organizations, München, GRIN Verlag GmbH
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