1 Einleitung 1
2 Theoretische Grundlagen 3
2.1 Erläuterung wesentlicher Begriffe 3
2.2 Beschreibung grundlegender Phänomene 4
3 Versuchsbeschreibungen 7
3.1 Allgemeines 7
3.2 Abspülversuche 7
3.2.1 Versuchsbeschreibung 7
3.2.2 Modellannahme 8
3.2.3 Versuchsergebnisse 8
3.3 Betauungsversuche 9
3.3.1 Versuchsbeschreibung 9
3.3.2 Modellannahmen 9
3.3.3 Versuchsergebnisse 10
3.4 Diskussion der Versuchsergebnisse 11
4 Überlegungen zur Übertragbarkeit auf den Bereich
der Verpackungstechnik 12
4.1 Allgemeine Überlegungen 12
4.2 Zwei und Dreiphasensysteme 12
4.3 Strömungsverhalten 12
4.4 Verschmutzungsarten 13
5 Übertragung der Forschungsergebnisse auf die
Verpackungstechnik 14
5.1 Relevante Bereiche der Verpackungstechnik 14
5.2 Wirtschaftliche Betrachtungen der Reinigungsfähigkeit von Oberflächen
in der Verpackungstechnik 15
5.3 Relevante Forschungsrichtungen 16
5.3.1 Bionik 16
5.3.2 Nanotechnologie 17
5.4 Übertragung auf den verpackungsmaterial bzw werkstoffbezogenen
Anwendungsbereich 18
6 Schlussbetrachtung ................................................... 23
Anhang A – Übersichten zur Nanotechnologie............................................................II
Anhang B – Patentrecherche.............................................................................................VI
Literaturverzeichnis............................................................................................................IX
1 Einleitung
Grenzflächenphänomene bestimmen in hohem Maße eine große Anzahl physikalischer, aber auch chemischer Abläufe in Alltag und Technik, so auch in der Verpackungstechnik. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Übertragung der Forschungsergebnisse aus der Dissertation von Christian Budde aus dem Jahr 2001 mit dem Titel „Abtragen und Umlagern deponierter Feststoffpartikeln an der Phasengrenze fest-flüssig-gasförmig“. Ziel dieser Arbeit ist, „das Problem der Partikelbewegung im Wasserkreislauf aus verfahrenstechnischer Sicht zu betrachten und die wirkenden Einflußfaktoren aufzuklären.“ [1] Dabei wird die besondere Wirksamkeit von Grenzflächeneffekten auf Ablöse- und Umlagerungsprozesse mittels Filmströmung experimentell untersucht und innerhalb einer weitestgehend qualitativen Analyse versucht, die Basis für eine rechnerische Beschreibbarkeit zu legen.
Die Betrachtung von Grenzflächeneffekten berührt den Bereich der Verpackungstechnik in mehrerlei Hinsicht. Zum einen können im Bereich der Maschinentechnik die Reinigungsprozesse der für die Verpackungstechnik relevanten produktführenden Maschinenteile betrachtet werden. Hierbei sind insbesondere sogenannte CIP (Clean-in-Place)-Systeme relevant, d.h. die Reinigung von Maschinenbestandteilen vor Ort, ohne diese für den Reinigungsvorgang auszubauen. Es ist wichtig, den Reinigungsprozess im Sinne eines Ablöseprozesses von Schmutzpartikeln von der Maschinenoberfläche genau zu kennen, da eine Kontrolle – sei es durch die menschliche Sensorik, sei es durch technische Hilfsmittel - durch eine schlechte Zugänglichkeit vieler Maschinenteile nur schwer realisierbar ist.
Eine weitere Betrachtungsweise bietet sich im Hinblick auf Verpackungsmaterialien an. Zum Erreichen einer erhöhten Umweltfreundlichkeit von Verpackungen rücken die Themen Wiederverwendbarkeit sowie Restentleerbarkeit vermehrt in den Fokus. Um die Mehrwegfähigkeit einer Verpackung zu erlangen, muss gewährleistet sein, dass diese nach ihrem Einsatz im – für den jeweiligen Einsatzzweck - ausreichenden Maße und möglichst kostengünstig und effektiv in einen sauberen Zustand zurückversetzt werden kann. Aber auch die Vorbereitung von Einwegverpackungen, wie Einwegglasflaschen im Le-
bensmittelbereich oder Ampullen im pharmazeutischen Bereich durch sogenannte Rinser werden unter dem Gesichtspunkt der Grenzflächenphänomene besser beschreib- und analysierbar.
Im Folgenden wird zunächst auf wichtige theoretische Grundlagen eingegangen, um auf deren Basis diese dann unter Einbezug aktueller Methodiken zur Oberflächengestaltung und -modifizierung auf die genannten Bereiche der Verpackungstechnik zu übertragen. Der Fokus liegt dabei auf der Betrachtung physikalischer Phänomene; der Einfluss chemischer Vorgänge wird nur ergänzend betrachtet.
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Erläuterung wesentlicher Begriffe
Für die nachfolgenden Betrachtungen ist es sinnvoll, zunächst einige für diese Arbeit grundlegende Begriffe zu erläutern.
Phasengrenze/Grenzfläche
„Als Phasen werden durch Flächen abgegrenzte makroskopische Bereiche mit konstanter Dichte und Zusammensetzung bezeichnet. Dabei kann jede Phase aus mehreren Komponenten bestehen. Ein stofflicher Kontakt zwischen verschiedenen, nebeneinander existierenden Phasen kommt allein an den Phasengrenzen, den sogenannten Grenzflächen zustande.“ [2] Phasengrenzen können zwischen zwei oder auch zwischen drei Phasen auftreten (z.B. s/l- und s/l/g-Phasengrenze).
Oberflächenspannung/-dichte und Oberflächenenergie
Oberflächenspannung als Folge der Kohäsion entsteht dadurch, dass – während sich bei den in einer Flüssigkeit befindlichen Molekülen die Kohäsions-oder auch Zusammenhangskräfte nach allen Richtungen hin gegenseitig aufheben - ein an der Oberfläche befindliches Molekül eine nach ins Innere der Flüssigkeit gerichtete Restkraft besitzt. Ein solches Molekül besitzt eine als Oberflächenenergie bezeichnete potenzielle Energie. Die Oberflächenspannung wird auch als Oberflächendichte bezeichnet. Die zugehörige SI-Einheit ist [σ] = J/m 2 = N/m = kg/s 2 [3]. Werkstoffabhängig wird unterschieden in hochenergetische Oberflächen (z.B. Email) und niedrigenergetische Oberflächen (z.B. Teflon).
Partikel
Als Partikel (oder auch Teilchen, Korpuskel) werden kleine Körper (z. B. Staub-oder Schwebeteilchen in Gasen, Kolloide), kleinste Teile chemischer Verbindungen und Elemente (Moleküle, Ionen, Atome), Bestandteile des Atoms (Elektronen) und Atomkerns (Nukleonen) sowie alle Elementarteilchen [4]. Eine Übersicht über Möglichkeiten der Partikelcharakterisierung findet sich bei [5].
Schmutz
„Schmutz ist Sammelbegriff für – auf Oberflächen haftende – Substanzen, die Gebrauch, Hygiene oder Ästhetik des betroffenen Gegenstandes beeinträchtigen. Im Begriff „Verschmutzung“ wird der enge Bezug „Schmutz – verschmutzter Gegenstand“ betont, während die Benennung „Verunreinigung“ darauf hinweist, dass der Zustand „verschmutzt“ konsequenter Weise in Bezug zur „reinen“ oder „sauberen“ Oberfläche beschrieben wird.“ [6]
2.2 Beschreibung grundlegender Phänomene
Bei der Beschreibung von Abtragungs- und Umlagerungsvorgängen an der Phasengrenze fest-flüssig-gasförmig (s/l/g-Phasengrenze) treten einige wesentliche Phänomene auf, welche im Folgenden kurz beschrieben werden.
Filmströmung
„Unter Filmströmung versteht man den Grenzfall einer offenen Gerinneströmung über eine lotrecht stehende ebene Fläche.“ [1] Grundsätzlich lassen sich jedoch auch geneigte sowie gekrümmte Flächen einer Berechnung zugänglich machen. Für eine nach [7] berechnete Filmströmungsreynoldzahl ist Re Film,kr = 400 als kritisch zu betrachten. Da es jedoch auch bei laminarer Strömung zu einer Ausbildung von Wellen kommt, sind bei der Betrachtung der Filmdicke Mittelwerte heranzuziehen. In den meisten technischen Apparaten liegen meist Filmdicken von etwa 1 mm vor [7]. Aufgrund der Unvorhersagbarkeit des Einflusses von Unregelmäßigkeiten wird aufgrund von Erfahrungswerten eine Mindestdicke von 0,2 mm angenommen, bei der ein Aufbrechen der Rieselfilmströmung nicht zu erwarten ist [1].
Benetzbarkeit und Randwinkel
Unter Benetzung versteht man die Fähigkeit einer Flüssigkeit an einer festen Oberfläche mehr oder weniger stark zu haften. Sie ist eine Folge der Adhäsion zwischen den Molekülen der Oberfläche und denen der Flüssigkeit. Diese muss größer sein als die Kohäsion der Moleküle der Flüssigkeit, damit ein Benetzungseffekt entsteht [8]. Bei der Aufbringung eines Flüssigkeitstropfens auf eine feste Oberfläche bildet sich ein Randwinkel θ aus. Als Materialeigenschaft
Quote paper:
B. Eng. Ines Munoz Zuniga, 2009, Abtragen und Umlagern deponierter Feststoffpartikeln an der Phasengrenze fest-flüssig-gasförmig, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Ines Munoz Zuniga's text Abtragen und Umlagern deponierter Feststoffpartikeln an der Phasengrenze fest-flüssig-gasförmig is now available as a printed book
Ines Munoz Zuniga has published the text Abtragen und Umlagern deponierter Feststoffpartikeln an der Phasengrenze fest-flüssig-gasförmig
Ines Munoz Zuniga has uploaded a new text
Festas gastronómicas de Galicia : festas, receitas, calendario, e punt...
Fina Casalderrey, Mariano García González
Eines Anonymus' Abhandlung Ber Feste Und Fasten, Autorit T Ueines Anon...
Franz Coln, Franz C. Ln
0 comments