INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Kartelltheorie 3
3 OPEC 6
3.1 Geschichte und Organisation der OPEC 6
3.1.1 Kurzgeschichte 6
3.1.2 Organisation 6
3.2 Ziele und Maßnahmen 7
3.3 Die OPEC als Kartell 7
3.4 Fazit und Ausblick 10
4 Diamantenkartell 10
4.1 Geschichte und Organisation 10
4.2 Ziele und Maßnahmen 11
4.2.1 Ziele 11
4.2.2 Maßnahmen 12
4.3 Das Kartell 13
4.4 Fazit und Ausblick 15
5 Gas-OPEC 15
5.1 Geschichte und Organisation 15
5.2 Ziele und Maßnahmen 16
5.3 Ausblick 17
6 Schluss 17
A Literaturverzeichnis 20
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2 KARTELLTHEORIE
1 Einleitung
A price of any commodity may change because of a change in scarcity - the supply/
”
demand balance - or a change in market control - the degree of Monopoly“ (Adelman 1995, Seite 1)
In meiner Arbeit werde ich versuchen, anhand von drei Beispielen (dem Diamantenkartell, der OPEC und der geplanten Gas-OPEC), zu beschreiben, wie es Kartellen gelungen ist oder gelingen kann ihre Marktmacht zu erh¨ ohen, um somit auf den Preis einzuwirken. Dabei soll die zweite, von Adelman genannte, Komponente einer Preis¨ anderung nicht vernachl¨ assigt und betrachtet werden, wie Kartellorganisationen es schaffen, diese Angebots- und Nachfragerelation zu ihren Gunsten zu nutzen. Dazu wird im kommenden Kapitel zuerst die Kartelltheorie von mir behandelt.Ich werde in diesem Zusammenhang versuchen gewisse Kriterien zu beschreiben, die in der Literatur mit Kartellen in Verbindung gebracht werden. Anhand dieser Kriterien soll in den Punkten 3, 4 und 5 ein sch¨ arferer Blick auf die drei Untersuchungsobjekte geworfen werden. Im 6. Teil schließlich werde ich die Unterschiede, die ich in den vorherigen Punkten erarbeitet habe nocheinmal zusammenfassen und einige Schlussbemerkungen geben.
2 Kartelltheorie
Laut Schmidt (1999, Seite 120) ist ein Kartell durch drei Merkmale charakterisiert: (1) Die Beschr¨ ankung der wettbewerbsrelevanten Handlungs- und Entschließungsfreiheit in Bezug auf einen oder mehrere Aktionsparameter,
(2) durch Vereinbarung oder Beschluss zwischen miteinander (tats¨ achlich oder potentiell) in Wettbewerb stehenden Unternehmen, (3) die jedoch rechtlich selbstst¨ andig bleiben.
Nachdem ich die Merkmale kurz aufgez¨ ahlt habe, werde ich nun anhand eines Diagramms verdeutlichen, wie sich ein Kartell auf einem Wettbewerbsmarkt verhalten wird. Dieses orientiert sich an Schumann, Meyer und Str¨ obele (1999, Seite 365 und 366):
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2 KARTELLTHEORIE
In der Ausgangssituation ist eine große Anzahl von n Anbietern auf einem perfekten Wettbewerbsmarkt positioniert, wobei alle die gleichen Kosten- und Grenzkostenkurven haben sowie sich als Mengenanpasser verhalten. Die Gesamtnachfrage auf dem Markt wird durch N (in Grafik 1b) und das Gesamtangebot, welches sich jeweils aus dem n-Fachen des individuellen Angebots zusammensetzt, wird durch A in 1b dargestellt. Da keine st¨ orenden Einfl¨ usse auf dem Markt existieren, wird sich der marktr¨ aumende Preis p 0 einstellen, bei einem Gesamtangebot von nY 0 und einem dementsprechenden individuellen Angebot Y 0 . Falls wir nun annehmen, dass sich die n Anbieter zu einem Kartell zusammenschließen, indem jedes Unternehmen den n-ten Teil der Gesamtnachfrage zugesprochen (also eine Quote) bekommt, k¨ onnen wir nun eine Preisabsatzfunktion (Grafik 1a) f¨ ur jedes Kartellmitglied bestimmen. Der Abszissenwert dieser Funktion, f¨ ur einen gegebenen Preis, ist gleich einem Anteil von 1/n an der Gesamtnachfrage. Nun benutzt jedes Unternehmen die gewinnmaximierende Bedingung Grenzkosten=Grenzerl¨ os (dargestellt durch GE in 1a). Folglich bietet jedes Kartellmitglied nur noch die geringere Menge Y 1 an, wodurch auch das Gesamtangebot zur¨ uckgeht und sich der neue und auch h¨ ohere marktr¨ aumende Preis p 1 einstellt. Durch diese Ver¨ anderungen steigt zwar die Produzentenrente um die Fl¨ ache p 0 p 1 WX, allerdings verlieren die Unternehmen auch die Fl¨ ache YXZ. Die Konsumentenrente sinkt um die Fl¨ ache p 0 p 1 WZX. Zusammengefasst ergibt sich durch die Kartellbildung somit ein Wohlfahrtsverlust in H¨ ohe der Fl¨ ache YWZ ( alle aus Grafik 1b). Allerdings wird diese eventuelle Steigerung der Produzentenrente mit einigen Problemen erkauft:
1. vorteilhafte Außenseiterposition: Nur n-1 Anbieter treten dem Kartell bei und ein Unternehmen bleibt unabh¨ angig. Der Einfluss des Unabh¨ angigen ist so gering, dass er den vom Kartell geschaffenen Preis als Mengenanpasser akzeptieren muss. Die vom Außenseiter angebotene Menge wird von der Gesamtnachfrage
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2 KARTELLTHEORIE
des Kartells subtrahiert (und somit auch von der Preisabsatzfunktion jedes Mitglieds). Der Preis wird wieder bei p 1 und die individuelle Menge bei Y 1 liegen, falls der Unabh¨ angige hinreichend klein ist. Als Mengenanpasser setzt der Außenseiter jetzt eine Menge in H¨ ohe von Y 2 , da seine Grenzerl¨ oskurve nun durch die waagerechte Gerade p 1 gegeben ist und wieder die Bedingung Grenzerl¨ os=Grenzkosten angewendet wird. Dadurch wird ein Zuwachs an Produzentenrente in H¨ ohe von CDE generiert, das heißt der Außenseiter hat eine h¨ ohere Rente als jedes Kartellmitglied, was f¨ ur diese ein Anreiz sein kann aus dem Kartell auszutreten oder die Quote zu ¨ uberschreiten.
2. Neueintritte von Anbietern: Falls ein neuer Anbieter in den Markt Eintritt, sieht er sich der selben Situation (wie der Außenseiter) gegen¨ uber!
3. Produktdifferenzierung: Falls nur ein Preis als Ziel vom Kartell vorgegeben wird, hat jedes beteiligte Unternehmen einen Anreiz durch absatzpolitische Maßnahmen Pr¨ aferenzen f¨ ur seine Produkte aufzubauen, um den Marktanteil auszuweiten. Je h¨ oher nun die Produktdifferenzierung, desto h¨ oher die M¨ oglichkeit zu autonomer Preispolitik und somit zur Umgehung des Kartells.
4. Unterschiedliche Investitionspolitik der Anbieter: Oft werden die Quoten auf-grund eines Kapazit¨ atsmaßes festgesetzt. Deshalb k¨ onnen Mitglieder bestrebt sein, durch Investitionen die Kapazit¨ aten auszuweiten, um h¨ ohere Quoten zugesprochen zu bekommen. Dadurch kann es zu einem ¨ Uberangebot und somit zu fallenden Preisen, was das Kartell gef¨ ahrdet.
5. Unterschiedliche Kosten der Anbieter: Schumann, Meyer und Str¨ obele (1999) zeigen, dass unterschiedliche Grenzkostenkurven auch zu unterschiedlichen Preis-vorstellungen f¨ uhren, falls einheitliche Quoten vergeben werden. Somit m¨ ussen unterschiedliche Quoten vergeben werden, um einen einheitlichen Preis durchzusetzen. Allerdings werden diese neuen Quoten eventuell nicht von allen Mitgliedern akzeptiert.
In Anbetracht dieser Probleme, vor allem dem Außenseiterproblem, werden von Alhajji und Huettner (1998) folgende sechs Merkmale f¨ ur Kartelle beschrieben, die f¨ ur eine Steigerung der Marktmacht und somit f¨ ur Extraprofite notwendig sind:
1. Mittels einem Quotensystem muss der Markt unter den Mitgliedern aufgeteilt werden.
2. Die Quoten und deren Erf¨ ullung m¨ ussen aufgezeichnet werden, um eventuelle Verst¨ oße zu erkennen.
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3 OPEC
3. Es muss ein wirkungsvolles Instrument zur Bestrafung der ” Abweichler“ vorhanden sein, um ein Defektieren zu verhindern.
4. Das Kartell sollte als ¨ ubergeordnete Instanz die Kontrolle und die Gewalt ¨ uber
die Produktion haben und nicht die Mitglieder.
5. Es sollte ein gen¨ ugend hoher Bargeldbestand sowie ein Warenbestand vorhanden sein, um auf Preisver¨ anderungen reagieren zu k¨ onnen: Bei einem Preisverfall soll das ¨ Uberangebot aufgekauft werden und bei einem Preisanstieg, sollte die Menge ausgeweitet werden. Den ein zu hoher Preis f¨ uhrt eventuell zu Konjunkturproblemen bei den Abnehmern oder zu Substitutioneffekten, die bei Preisverfall nicht wieder wett gemacht werden (z.B. Solarenergie ersetzt ¨ Ol) und somit zu einer
dauerhaften Verringerung der Nachfrage beitragen. Bei zu geringen Preisen allerdings k¨ onnen eventuell die Kosten oder der Finanzbedarf nicht mehr gedeckt werden.
6. Ein Kartell sollte einen hohen Marktanteil besitzen, um ¨ uberhaupt Marktmacht aufzubauen.
3 OPEC
3.1 Geschichte und Organisation der OPEC
3.1.1 Kurzgeschichte
OPEC ist die Abk¨ urzung f¨ ur die ” Organisation of Petroleum Exporting Countries“ (Or-
ganisation Erd¨ ol exportierender L¨ ander). Diese Organisation wurde auf einer Konferenz am 14.September 1960 in Bagdad/Irak gegr¨ undet. Die Gr¨ undungsmitglieder waren Iran, Irak, Venezuela, Saudi-Arabien und Kuwait. Diese beschlossen auch die Organisation in Genf/Schweiz anzusiedeln, 1965 wurde der Hauptsitz nach Wien verlegt. 1961 trat der OPEC Katar bei, gefolgt von Indonesien und Libyen 1962, den Vereinigten Arabischen Emiraten 1967, Algerien 1969, Nigeria 1971, Ecuador 1973, Gabun 1975 und Angola 2007. Wobei es zu erw¨ ahnen gilt, das Ecuador von 1992 bis 2007 aus der Organisation ausgetreten war, Gabun die OPEC 1994 verließ und Indonesiens Austritt bevorsteht, da es mittlerweile ein Nettoimporteur von Roh¨ ol ist.
3.1.2 Organisation
Die OPEC verf¨ ugt ¨ uber zwei wesentliche Organe. Einerseits w¨ are die Konferenz der f¨ ur Erd¨ ol, Bergbau und Energie zust¨ andigen Minister zu nennen. Diese findet mindestens zweimal im Jahr statt. Die Mitglieder beraten hier die Lage auf dem ¨ Olmarkt
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Arbeit zitieren:
Christian Rusche, 2009, OPEC vs. Diamantenkartell / "Gas-OPEC", München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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