Gliederung
1. Einleitung
2. Herleitung der Forschungsfrage
3. Modalitäten der Datenerhebung
4. Operationalisierung der Daten
5. Darstellung der Ergebnisse
6. Interpretation
7. Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Tabellenanhang
2
1. Einleitung
Die Familie als “fundamentaler Träger kindlicher Sozialisation” heißt es im Zweiten Familienbericht von 1975 (S.17). Im Verlauf der letzten 35 Jahre konnte man gut beobachten, wie sich die Haushalts- und Lebensformen immer stärker ausdifferenzieren. Familie ist nicht immer gleichbedeutend mit der Beziehung “Mutter-Vater-Kind/er”. Ein Teil der Kinder unserer Gesellschaft wächst nur bei einem Elternteil oder bei Stiefeltern auf. Hinzu kommt, dass in keinem anderen Land der systematische Zusammenhang zwischen familiären Lebensverhältnissen so “straff” wie in Deutschland ist, mit der Folge, dass 22,5% der Jugendlichen zur potenziellen Risikogruppe der schwachen Leser gehören (Wissenschaftlicher Beirat für Familienfragen, Die bildungspolitische Bedeutung der Familie, S. 1). In meiner Themenstellung interessiert mich der Zusammenhang, der zwischen der Familienform, in der Kinder leben, und dem Bildungserfolg der Kinder besteht. Ist etwas wahres an der vieldiskutierten Behauptung, dass Kinder von allein erziehenden Vätern/Müttern, tendenziell nicht so gut in der Schule abschneiden, oder haben auch sie die gleichen Chancen und Voraussetzungen. Dieser und weiteren Fragen, werde ich mit einer quantitativen Sekundäranalyse von Daten aus dem Deutschen Bildungsbericht von 2006 und der PISA 2000 Studie nachgehen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich zunächst die Forschungsfrage näher betrachten und die theoretischen Vorüberlegungen dokumentieren. Es folgt eine Darstellung der Modalitäten der Datenerhebung der einzelnen Datenquellen. Im Anschluss werde ich unter dem Punkt Operationalisierung zeigen, wie ich diese Daten für meine Forschungsfrage verwendet habe. Mit Punkt 5, der Darstellung der Ergebnisse, wird die Forschungsfrage dann beantwortet. Im letzten Teil der Hausarbeit, stelle ich meine eigene Interpretation der Ergebnisse an und gebe abschließend eine kurze
2. Herleitung der Fragestellung
Am Beginn jeder empirischen Untersuchung steht eine Forschungsfrage. Sie soll das Erkenntnisinteresse des
Untersuchenden aufzeigen und dessen Aufmerksamkeit während der Untersuchung steuern. In meinem Fall richtet sich das Erkenntnisinteresse darauf, eine möglichst exakte Beschreibung des Zusammenhangs zwischen Familienform und Bildungserfolg der Kinder zu erhalten (vgl. Helmut Kromrey, Studienbrief 03607, S. 51). Es werden keine neuen Daten erhoben, sondern es handelt sich um eine Sekundäranalyse von bereits vorhandenem Material aus dem Bildungsbericht für Deutschland von 2006 und der PISA 2000 Studie. Normalerweise leitet laut Gläser und Laudel (2004, S.60) die Untersuchungsfrage auch die Materialerhebung und die Wahl der Untersuchungsstrategie an. Dies ist hier nicht der Fall, da die Daten bereits vorliegen.
Die Bildungssituation von Kindern wird heutzutage durch viele verschiedene familiäre Faktoren beeinflusst. Unter anderem durch die steigende Zahl Alleinerziehender, das Sinken der durchschnittlichen Geschwisterzahl, das steigende Alter bei Erstelternschaft sowie eine abnehmende Stabilität von
Familienstrukturen, die sich z.B. in der wachsenden Anzahl von Ehescheidungen zeigt. Hinzu kommt, dass immer mehr Kinder bei einem geschiedenen Elternteil leben. (Bildungsbericht 2006, S. 16)
Der Teil A6 des Bildungsberichtes von 2006 beschäftigt sich mit diesen veränderten Familien- und Lebensformen (S.16 ff.). Gleich zu Beginn heißt es: “Die Familie ist Ausgangspunkt und Grundlage jeder Bildungsbiographie” (S.16). Welche Rolle genau dabei der Familientyp spielt, wird sich im weiteren Verlauf der Arbeit zeigen. Der Familientyp ist eine von mehreren wichtigen Variablen, die in
dieser Arbeit genauer betrachtet werden. Variablen sind begrifflich
definierte Merkmale (Eigenschaften) von Objekten, die mehrere Ausprägungen (mehrere unterschiedliche Zustände hinsichtlich der interessierenden Eigenschaft) annehmen können (Helmut Kromrey, Studienbrief 03607, S 165).
Kurz: Variable = Begriff + (mindestens 2) Ausprägungen
Zur Beantwortung der Forschungsfrage werde ich 6 verschiedene Tabellen aus 3 unterschiedlichen Datenquellen auswerten und interpretieren. Diese werde ich nun kurz mit den enthaltenen Variablen vorstellen und meine Hypothesen anfügen. Die ausführlichen Erläuterungen zur Datenmodalität sowie zur Operationalisierung der Daten für meine Zwecke folgen in den Gliederungspunkten 3 und 4.
Arbeit zitieren:
Daniela Frenzel, 2008, Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Familienform, in der Kinder leben, und deren Bildungserfolg?, München, GRIN Verlag GmbH
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Philosophiedidaktik und empirische Bildungsforschung
Möglichkeiten und Grenzen
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Strukturen und Methoden
Heinz Reinders, Hartmut Ditton, Cornelia Gräsel, Burkhard Gniewosz
Methodik der empirischen Forschung
Sönke Albers, Daniel Klapper, Udo Konradt, Achim Walter, Joachim Wolf
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