Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Personalmanagement in multinationalen Unternehmen. 4
3. Varianten des Auslandseinsatzes. 4
3.1 Kurzfristiger Einsatz 5
3.2 Mittelfristiger Einsatz 6
3.3 Langfristiger Einsatz 6
3.4 Virtueller Einsatz 6
4. Beweggründe für den internationalen Personaleinsatz 7
4.1 Ziele des Unternehmens 7
4.2 Motive der Mitarbeiter. 8
5. Analyse der Stellenanforderung 9
6. Methoden der Personalbeschaffung. 9
6.1 Interne Verfahren 10
6.2 Externe Verfahren 10
7. Methoden der Personalauswahl. 11
8. Vorbereitung auf den Auslandseinsatz 12
8.1 Beratung. 12
8.2 Vertragsgestaltung 13
8.3 Qualifizierungsmaßnahmen. 14
9. Betreuung während des Auslandseinsatzes. 15
10. Wiedereingliederung nach dem Auslandseinsatz 16
10.1 Problemfelder der Wiedereingliederung 16
10.2 Präventionsmaßnahmen gegen Wiedereingliederungsprobleme. 16
10.3 Gestaltung einer erfolgreichen Wiedereingliederung 17
11. Praxisbeispiel: Knorr-Bremse AG München 19
12. Fazit 21
13. Literaturverzeichnis 23
1. Einleitung
Die zunehmende Globalisierung der Märkte erfordert logischerweise eine Internationalisierung der Personalarbeit. 1 International agierende Unternehmen müssen diese Neuausrichtung der Personalpolitik in ihrer Unternehmensstrategie berücksichtigen. Gerade für die sogenannten Global Player ist der Auslandseinsatz 2 ein wichtiger personalpolitischer Faktor. 3 Mit Hilfe des internationalen Personaleinsatzes kann das Unternehmen bedeutsame Ziele erreichen. Heutzutage zählt der befristete Auslandseinsatz von Mitarbeitern zu den Standardinstrumenten der Personalarbeit in international tätigen Unternehmen. Für immer mehr deutsche Unternehmen werden internationale Geschäftsbeziehungen zu einer wesentlichen Voraussetzung für den Erfolg. Obwohl länderübergreifende Aktivitäten zwischen Unternehmen eine lange Tradition haben, kann man sagen, dass sich die Internationalisierung erst nach dem 2. Weltkrieg rasant und großflächig verbreitet hat. Die Zahl der Unternehmen mit ausländischen Tochtergesellschaften steigt immer noch stetig an. Außerdem nimmt auch die Variantenvielfalt der internationalen Unternehmenstätigkeiten zu. Neben den Hauptformen der globalen Markttätigkeit, Import/Export und Gründung einer Tochtergesellschaft gewinnen zunehmend neuere Marktbearbeitungsvarianten wie beispielsweise Lizenzvergabe, Franchising und Joint Venture an Bedeutung. Bei der Entsendung von sogenannten Expatriates 4 ins Ausland sind sowohl betriebswirtschaftliche und psychologische Aspekte als auch die juristischen Rahmenbedingungen wie das Öffentliche Recht, das Arbeitsrecht, das Steuerrecht sowie das Sozialversicherungsrecht zu beachten. Aufgrund der Komplexität der Materie und der ständig vorranschreitenden Globalisierung der Märkte stellen sich immer mehr Unternehmen die wichtige Frage, wie und in welchem Umfang sie sich diesen Herausforderungen stellen sollen. Die Forschungsfrage soll daher lauten, welchen typischen Verlauf weist eine Auslandsentsendung auf und welche Optimierungsmöglichkeiten haben Unternehmen in den einzelnen Phasen im Hinblick auf den Erfolg.
1 vgl. Kolb, M., Personalmanagement, 3. Aufl., Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2002, S. 293
2 hierunter versteht man die zeitlich begrenzte Tätigkeit eines Mitarbeiters, meist einer Führungskraft, in einem
anderen Land. Der Einsatz erfolgt zumeist bei einem anderen Unternehmen der gleichen Firmengruppe
(synonym wird auch verwendet: internationaler Personaleinsatz oder Auslands-entsendung)
3 vgl. Büdenbender, U./Strutz, H., Gabler Lexikon Personal, Gabler Verlag, Wiesbaden 1996, S.61
4 Unter einem Expatriate wird ein ins Ausland entsandter Mitarbeiter verstanden.
3
2. Personalmanagement in multinationalen Unternehmen
Global präsente Unternehmen haben es im Personalmanagement mit wesentlich komplexeren Aufgabenfeldern zu tun als Unternehmen die rein national tätig sind. Es hat sich um die Gewinnung, Entwicklung und Erhaltung geeigneter Mitarbeiter mit unterschiedlicher Staatsangehörigkeit zu kümmern und muss sich mit verschiedenen kulturellen Hintergründen im Heimat- bzw. im Gastland auseinandersetzen. 5 Um das Ausmaß des multinationalen Personal-management zu verdeutlichen sind im Folgenden einige Charakteristika dargestellt. Die Aufgabenfelder des Personalmanagement erweitern sich enorm und werden zusätzlich heterogener. So führen z. B. die Ausarbeitung eines internationalen Personalentwicklungsplanes, eines Entlohnungssystems sowie die internationale Besteuerung zu einem erheblichen Plus an Arbeitszeit und Koordination. Zudem spielen sprachliche und sozio-kulturelle Einflüsse eine große Rolle. Hinzu kommt eine stärkere Einbeziehung der Familie ins Unternehmen, da bei Auslandseinsätzen sowohl die Wohnungs- und Krankenversicherungsregelungen getroffen werden als auch ggf. Schul-und Arbeitsmöglichkeiten für Kinder und Partner gegeben sein müssen. Früher waren hauptsächlich Führungskräfte und Spezialisten in Unternehmen gefragt, wenn es um internationale Einsätze ging. 6 Heutzutage werden Mitarbeiter aus allen Aufgabenbereichen und hierarchischen Positionen benötigt. Unternehmen schicken z. B. Hochschulabsolventen in der Ausbildungsphase im Rahmen von internationalen Traineeprogrammen ins Ausland oder Facharbeiter aus der Produktion, um Mitarbeiter im Ausland einzulernen. 7
3. Varianten des Auslandseinsatzes
In der Praxis haben sich verschiedene Arten von Auslandseinsätzen herausgebildet, welche man im Hinblick auf Dauer, Aufgabenstellung und Gestaltung des Arbeitsvertrages differenzieren kann.
5 vgl. Vogel,H.,< http://www.global-employment.de/> (Einstieg) 10.11. 2007
6 vgl. Kammel, A./ Teichelmann, D., Internationaler Personaleinsatz, Oldenbourg Verlag, München 1994, S.28-30
7 vgl. vgl. Kühlmann, T. M., Auslandseinsatz von Mitarbeitern, Hogrefe-Verlag, Göttingen 2004, S.6
4
3.1 Kurzfristiger Einsatz
Bei dieser Form des Einsatzes bleibt der bereits bestehende Arbeitsvertrag gültig und seine Bezüge erhält der Expatriate vom Stammhaus. Außerdem bleibt der Wohnsitz im Heimat-land.
Informationsreise (Dauer: bis zu 3 Monaten):
Sie dient hauptsächlich dem Kennenlernen des wirtschaftlichen und kulturellen Umfeldes. Montage (Dauer: mehrere Wochen):
Unter Montage versteht man den Einsatz des Personals in größerer Entfernung vom normalen Arbeitsort bzw. der Heimat, z. B. um eine Anlage zu errichten. Commuter-Entsendung (Dauer: mehrere Wochen bis Monate): Ist ein Auslandseinsatz, bei dem der Entsandte an den Wochenenden heimreist. Dienstreise/Geschäftsreise (Dauer: bis zu 3 Monaten):
Eine solche Reise liegt vor, wenn jemand aus dienstlichen Gründen vorübergehend außerhalb seiner regelmäßigen Arbeitsstätte und außerhalb seiner Wohnung tätig ist. Als Beispiel lässt sich die Unterzeichnung eines Vertrages nennen. Abordnung (Dauer: in der Regel 3-12 Monate):
Unter Abordnung versteht man einen kurzzeitigen Einsatz, um einen befristeten Auftrag zu erledigen oder die Durchführung eines bestimmten Projektes, wie z.B. Überwachung einer Baumaßnahme oder Montage einer Produktionsanlage zu gewährleisten. Job-Rotation (Dauer: 12-24 Monate):
Ist ein Konzept der Personal- und Führungskräfteentwicklung, welches dazu beitragen soll, dem Mitarbeiter die Erweiterung seiner beruflichen Qualifikationen zu ermöglichen, seine fachliche Einsetzbarkeit zu steigern und somit eine Betriebsblindheit zu vermeiden.
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3.2 Mittelfristiger Einsatz
Hierbei sind in der Praxis unterschiedliche Arbeitsvertragsformen üblich. Einerseits kann es eine Kombination aus dem bestehenden Inlandsvertrag und einem Auslandsvertrag geben, andererseits kann ein neues Arbeitsverhältnis mit dem Auslandsunternehmen begründet werden, bei welchem der Heimatvertrag vorrübergehend auf Eis gelegt wird. Bei der Rückkehr des Mitarbeiters tritt er allerdings automatisch wieder in Kraft. Während des Auslandsaufenthaltes erhält der Expatriate seine Bezüge vom verbundenen Unternehmen im Ausland. Befristete Versetzung (Dauer: mind. 1 Jahr; in der Regel 3-4 Jahre): Stellt die Normalform des Auslandseinsatzes dar, welche die befristete Übernahme des Mitarbeiters in die Auslandsgesellschaft bedingt.
3.3 Langfristiger Einsatz
Häufig findet hier eine stufenweise Entkopplung vom Stammhaus statt. Die Einzelheiten des Arbeitsvertrages werden im Versetzungsvertrag geregelt. Unbefristete Versetzung/Übertritt (Dauer: unbestimmte Zeit):
Die unbefristete Versetzung kommt zustande, wenn kein lokaler Nachfolger für einen befristet versetzten Mitarbeiter verfügbar ist und ein beiderseitiges Einvernehmen zwischen dem Stammhaus und dem Expatriate über das Fortsetzen der Auslandstätigkeit besteht. Die vorher befristete Versetzung wird in eine unbefristete umgewandelt.
3.4 Virtueller Einsatz
Eine weitere Art des Personaleinsatzes im Ausland ist der virtuelle Auslandseinsatz. Bei dieser relativ neuen Form des Einsatzes wird der Mitarbeiter auf unbestimmte Zeit in eine Auslandsgesellschaft versetzt und ist an deren Weisungen gebunden. Der Wohnsitz des Mitarbeiters bleibt bestehen. Um mit seinen Kollegen und Vorgesetzten zu kommunizieren werden z. B. Videokonferenzen, Telefonkonferenzen, Voice Mail oder E-Mail verstärkt eingesetzt. Dennoch ersetzen diese Kommunikationstechniken nicht die persönliche Anwesenheit des Mitarbeiters, so dass dieser mehrmals im Monat zur Auslandsgesellschaft reist. Wie viel
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Arbeit zitieren:
Manuel Sommerfeld, 2008, Erfolgsfaktoren des Auslandseinsatzes, München, GRIN Verlag GmbH
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