I n h a l t
I. Einleitung 3
II. Über die verschiedenen Ursprünge der Manufaktur 3
III. Die heterogene und die organische Manufaktur als Grundformen der Manufaktur 5
IV. Die Teilung der Arbeit innerhalb der Manufaktur und innerhalb der Gesellschaft. 7
V. Die nachteiligen Folgen der Arbeitsteilung. 10
VI. Zusammenfassung. 12
VII. Literatur. 13
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I. Einleitung
In dieser Arbeit will ich die sozialen Differenzierungen zeigen, die in den Manufakturen und in der Gesellschaft stattfinden. Es wird mehrmals ein Vergleich zwischen Manufakturen und Gewerben geführt. Es werden die Ursprünge der Manufaktur gezeigt, sowie die Übergangsphasen vom Gewerbe zur Manufaktur. Bei der Beschreibung der sozialen Differenzierungen ist schwer zwischen sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zu teilen. Meiner Meinung nach, sind sie eng miteinander verbunden, und eine solche Unterscheidung ist zwischen den beiden Bereichen nicht nötig. Die Gründe für die Arbeitsteilung liegen im wirtschaftlichen Bereich, wo der Nutzen, die Konkurrenz und der Markt dem Kapitalisten diktieren, wie er die Produktivität der Arbeitskräfte steigert, und wie er den Produktionsprozeß optimiert. Der optimierte Produktionsprozeß und die gesteigerte Produktivität erlauben ihm andererseits, eine Position in der Wirtschaft zu erreichen, mit der er auch manches auf dem Markt diktieren kann. Die eigentliche Manufakturperiode dauerte von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Später begann die sogenannte Industrieperiode, bei der die Entwicklung weiterging und eine Befreiung von einem auf dem Handwerkerprinzip beruhenden Produktionsprozeß stattfand.
II. Über die verschiedenen Ursprünge der Manufaktur
Marx entwickelte im Buch "Das Kapital" (Marx, Dietz, S. 356-359) seine Auffassung über die verschiedenen Ursprünge der Manufaktur. Die Manufakturen entstehen, seiner Meinung nach, auf zwei verschiedene Weisen.
1. Die Arbeiter in der Manufaktur waren vorher selbständige Handwerker, die in einer Werkstatt unter dem Kommando von einem Kapitalisten vereinigt waren. Die verschiedenen Handwerker in einer Manufaktur arbeiten einander gleichzeitig in die Hand und produzieren bestimmte Teile für das Endprodukt. Dabei steigerte sich die Produktivität. Das ist eine einfache Kooperation, die ihr Material an Menschen und Dingen vor-
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findet. Die verschiedenen Handwerker in einer Manufaktur beginnen, nach und nach die Fähigkeit zu verlieren, ihr altes Handwerk mit der ganzen Spannbreite zu betreiben. Die einseitigte Arbeit bekam die zweckmäßigste Form für die verengte Wirkungssphäre. Es kommt zu einer allmählichen Teilung in verschiedenen Sonderoperationen, wovon sich die Funktion eines Arbeiters kristallisiert.
2. Es gibt auch entgegengesetzte Wege für den Ursprung einer Manufaktur. Es existiert eine Kooperation in der einfachsten Form. Das ist die Manufaktur, in der es viele Handwerker gibt, die die gleiche Arbeit zusammen mit ihren Gesellen unter Führung desselben Kapitals ausführen. Sie produzieren die ganze Ware allein und bewahren das, was für den Handwerker typisch ist. Wenn es nötig wird, eine größere Menge zu liefern, wird die Arbeit geteilt. Die verschiedenen Arbeitsschritte, die ein Handwerker machte, werden voneinander isoliert, räumlich nebeneinandergestellt, und jeder Teil von der Arbeit wird einem anderen Handwerker zugewiesen. Die Arbeit wird dabei gleichzeitig ausgefüllt. Diese Teilung zeigt ihre Vorteile und wird zur systematischen Teilung. Jeder von den Handwerkern wird später nur eine und dieselbe Teiloperation ausfüllen. Das ist eine Manufaktur, wo die Operationen ineinanderfließen. Es besteht die Möglichkeit, größeren Mengen einer Ware zu produzieren. Die Manufaktur entsteht einerseits aus der Vereinigung verschiedener, selbständiger Handwerker, in der sie nur noch einander ergänzende Teiloperationen im Produktionsprozeß ein und derselben Ware durchführen. Andererseits geht sie von der Kooperation gleichartiger Handwerker aus, zersetzt das individuelle Handwerk in unterschiedliche Operationen, isoliert und verselbständigt sie bis zur Funktion eines Arbeiters. Die Verrichtung des Arbeitsprozesses bleibt handwerksmäßig und daher abhängig von Kraft, Geschick und Schnelle des Einzelarbeiters in Handhabung eines Instrumentes. Das Handwerk bleibt Basis. Die beiden Ursprünge der Manufaktur führen am Ende zum gleichen Ergebnis. Das ist die Arbeitsteilung in der Manufaktur und die Vereinfachung der Rolle des Handwerkers zu einem Arbeiter oder sogar zu einem Teilarbeiter, der Sonderoperationen ausfüllt. Jeder Arbeiter macht in seiner Teilarbeit die gleichen Bewegungen, bis er sie automatisiert. Es kommt zu eine Virtuosität des Detailarbeiters die, wie wir später sehen werden, zu gewissen Nachteilen führt.
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Arbeit zitieren:
Dr. Mariana Parvanova, 1994, Arbeitsteilung in Manufaktur und Industrie, München, GRIN Verlag GmbH
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